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KI-Kompetenz ist die Führungsqualität von morgen

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Europäische Führungskräfte sind sich einig: Künstliche Intelligenz wird zur wichtigsten Führungskompetenz der nächsten Dekade. Wie eine aktuelle Erhebung zeigt, ist eine C-Suite zu erwarten, die datengestützt, aber nicht menschenlos entscheidet. 

Digital Leader haben die Chancen und Risiken von KI bei der Entscheidungsfindung erkannt und implementieren KI-Kompetenzen strategisch im Unternehmen.


Technologischer Wandel, globale Instabilität, veränderte Arbeitskräfte-Dynamik und steigende Stakeholder-Erwartungen: Diese vier Megatrends setzen die C-Suite unter enormen Anpassungsdruck. Und wie sieht es in zehn Jahren aus? Die Bedingungen, durch die Führungskräfte dann navigieren müssen, werden an Komplexität zugenommen haben. Entscheidungen sind in Echtzeit zu treffen, gestützt auf enorme Datenmengen. Wird Decision Intelligence in Unternehmen und Behörden das Ruder komplett übernommen haben? Kann Leadership nach derzeitigen Spielregeln dann überhaupt noch gelingen?

Von KI unterstützt, aber nicht ersetzt

Antworten darauf erteilt die von Robert Half beauftragte Studie "Towards the C-Suite 2035".  KI-Know-how wird in zehn Jahren zwar die wichtigste Leadership-Kompetenz sein, dessen sind sich 84 Prozent der im Auftrag von Robert Half befragten Führungskräfte sicher. Aber es muss auch die perfekte Balance zwischen Intuition und Datenanalyse gehalten werden. Fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer (49 Prozent) sagen deshalb für die Zukunft ein hybrides Führungsmodell voraus, bei dem Technologie und menschliches Urteilsvermögen Hand in Hand gehen. Dass die KI alle Entscheidungen übernehmen wird, daran glaubt nur jeder zehnte Umfrageteilnehmer. 

Für die Studie gaben im ersten Quartal des laufenden Jahres insgesamt 400 C-Suite-Führungskräfte aus verschiedenen Wirtschaftszweigen in der EU und dem Vereinigtem Königreich Auskunft. Die Teilnehmer verteilten sich gleichmäßig auf alle Unternehmensgrößen, börsennotiert und privat geführt. Zusätzlich flossen die Einschätzungen von 100 europäischen und US-amerikanischen Private-Equity-Investoren in die Analyse ein.

Unternehmen sollten jetzt in Next-Gen-Leader investieren

Die größte Gefahr in Richtung einer harmonischen Zukunft mit Künstlicher Intelligenz ist der Analyse zufolge der C-Suite-Blind Spot. Dieser bezeichnet das Risiko, dass Unternehmen zurückfallen, wenn sie die Notwendigkeit von Upskilling innerhalb ihres Unternehmens über alle Ebenen hinweg verkennen. Noch sind Führungskräfte an erster Stelle darum besorgt, ihre Technologie könne vor den Performance-Erwartungen einknicken. Die Fähigkeit, Spitzenkräfte anzuziehen, zu halten und zu entwickeln, ist derweil aus Sicht von Investoren die Top-Herausforderung für Organisationen.

In dieser Diskrepanz steckt der Kern eines wachsenden Problems. Vor dem Hintergrund von zwei geburtenstarken Generationen, die sich allmählich Richtung Ruhestand verabschieden, und der rasanten Einführung neuer Technologien, sind Talentmanagement und Personalentwicklung drängende Aufgaben. Wie also lässt sich die Kluft zwischen Technik und Talent überbrücken? Laut Studie gilt es jetzt, bestehende Rollen, die die Beziehungen im Unternehmen betonen, zu stärken und gleichzeitig neue Schlüsselrollen zu deren Unterstützung zu schaffen.

Next-Gen-Leader-Rollen für zukunftsfähige Unternehmen:

  • Vice President für Technologie-Transformation: unterstützt COO und CSO
  • Vice President für Talent-Transformation: unterstützt Chief HR Officer
  • Vice President für KI und Daten: unterstützt CTO und CIO sowie COO
  • Digitale Transformation Leader/Digital Development Manager: schaffen operative Dynamik für Technologie- und Personalprojekte

Wie die C-Suite in die nächste Dekade navigiert

Der Job von Führungskräften ist außerdem, Logik, Chancen und Risiken von KI zu verstehen. In kleineren Unternehmen sollte dieses Wissen transparent durchgereicht werden. Bedeutet: Direkte Kommunikation und emotionale Intelligenz sind die Softskills von Führungskräften, die Teams in KMU zusammenhalten. Große Unternehmen und Konzerne sind mit strategischem Denken und Kreativität durch den komplexen Wandel zu begleiten, so die Empfehlung. Und alle Unternehmensgrößen benötigen in der kommenden Dekade an erster Stelle Führungskräfte, für die Innovationsfähigkeit nicht nur ein weiteres Buzzword ist. Welche Schritte jetzt einzuleiten sind, damit Unternehmen in der nächsten Dekade wettbewerbsfähig bleiben, beantworten die Studienexperten mit einem Aktionsplan.

Aktionsplan 2035:

  • Einstellung eines Innovations- und Change Managers oder Digital Transformation Leaders.
  • Einstellung eines Succession Planning Leads.
  • Ermutigung von C-Suite-Führungskräften, ihre digitale Kompetenz zu entwickeln.
  • Gezielte Investitionen in Cyber- und Netzwerksicherheit (besonders für KMU).
  • Entwicklung der nächsten Generation von Führungskräften mit Aufbau einer zweiten Führungsebene (VPs und Direktoren für Technologie-/Talentransformation, AI & Data).
  • Implementierung von Nachfolgeplänen zur Schließung von Fähigkeitslücken.
  • Fokus auf bereichsübergreifende Erfahrungen, Mentoring und simulationsbasiertes Lernen, um Führungskräfte auf unvorhersehbare Situationen vorzubereiten.

Zum Aufbau der C-Suite von morgen empfehlen die Studienautoren ein zweigleisiges Vorgehen. Kurzfristig würden externe Experten beim Schließen von Kompetenzlücken helfen. Bis 2035 müssten Talente intern gefördert und neue Schlüsselrollen geschaffen werden.

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