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Über dieses Buch

Die Entwicklung und Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle ist Voraussetzung für die erfolgreiche Gestaltung der Unternehmenszukunft und der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft in Zeiten des Wandels, der durch disruptive Technologien und grundlegend geänderte Rahmenbedingungen und Märkte ausgelöst wird. Dieses Buch gibt dem Leser einen Leitfaden an die Hand und zeigt, wie sich mit dem ‚Business Model Builder‘ skalierbare digitale Geschäftsmodelle entwickeln und realisieren lassen. Ein ausführlicher Leitfaden, konkrete Praxisbeispiele, Checklisten und nützliche Tipps unterstützen dabei. Der Titel „Digitale Geschäftsmodelle erfolgreich realisieren“ wurde für dieses Buch nicht nur aufgrund der Berücksichtigung relevanter Trends wie Digitalisierung und künstlicher Intelligenz gewählt, sondern auch weil das Fallbeispiel der ZEISS Digital Innovation Partners sehr anschaulich die erfolgreiche Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle zeigt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Leitfaden zur Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle

Zusammenfassung
In dem Leitfaden zur Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle zeigen Karlheinz Bozem, Anna Nagl, Peter Hoch und Max-Robert Salzer, wie Unternehmen den durch disruptive Technologien ausgelösten Wandel und die dadurch hervorgerufenen Veränderungen der Marktbedingungen gestalten können. Geschäftsmodelle müssen im besten Fall nur justiert und im herausforderndsten Fall neu entwickelt werden. Damit innovative Ansätze digitaler Geschäftsmodelle die höchst mögliche Kundenakzeptanz erreichen, sind alle Interessengruppen, also die Stakeholder – d. h. Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner, usw. – in den Entwicklungs- und Realisierungsprozess miteinzubeziehen. Der Aufbau eines optimalen Ökosystems und einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft gelingt insbesondere über Design Thinking, Open Innovation, empirische Forschung und Customer Experience Maps. Die Fallstudien und Praxisbeispiele in diesem Buch zeigen anschaulich die Realisierung der so entwickelten digitalen Geschäftsmodelle.
Karlheinz Bozem, Anna Nagl

Kapitel 2. Geschäftsmodell: Smarter Ökostromlieferant und Dienstleister

Zusammenfassung
Karlheinz Bozem, Anna Nagl und Max-Robert Salzer beschreiben in diesem Kapitel die Entwicklung eines komplexen Geschäftsmodells zur Nutzung von Strom aus Photovoltaikanlagen in Kombination mit Mehrwertdienstleistungen. An diesem Beispiel wird anschaulich die Anwendung des in Kap. 1 beschriebenen Business Model Builders gezeigt. Die Entwicklung und Umsetzung dieses Geschäftsmodells wurde im Rahmen des innovativen, hochschulübergreifenden Kooperationsprojektes „BürgerEnergieWende“ im Rahmen der Fördermaßnahme des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK Kap. 1403 Titelgruppe 75) gefördert.
Karlheinz Bozem, Anna Nagl

Kapitel 3. Praxisbeispiel: Geschäftsmodell für digitale Augenoptik

Zusammenfassung
Anna Nagl und Peter Hoch zeigen in ihrem Kapitel, dass beschleunigt durch die Covid-19-Pandemie die Digitalisierung auch die Augenoptik erreicht hat. Infolgedessen können zum Nutzen der Kunden erhöhte Präzision, Schnelligkeit und Sicherheit bei Prozessen realisiert werden. Beispiele hierfür sind die 3-D-Refraktion, die Zentrierung der Brillengläser mit digitalen Messgeräten, digital gefertigte Glasoberflächen, die Einarbeitung der Brillengläser mit digital gesteuerten Randschleifmaschinen in die Brillenfassungen sowie Brillenfassungen aus dem 3-D-Drucker. Des Weiteren wird intensiv an mobilen digitalen Anwendungen gearbeitet, mit denen biometrische Daten auf die Designs der Brillengläser übertragen werden können. Die Digitalisierung bietet darüber hinaus Möglichkeiten zur Datenerfassung und zur bildgebenden Dokumentation sowie zur Kundenansprache, Kundenpflege, Werbung und Produktdemonstration. Zur Nutzung der sich durch die Digitalisierung bietenden Chancen und zur Abgrenzung von preisaggressiven Filialisten sowie dem Online-Brillenhandel ist die Suche nach zukunftsfähigen digitalen Geschäftsmodellen insbesondere für selbstständige Augenoptiker unerlässlich.
Karlheinz Bozem, Anna Nagl

Kapitel 4. Digitalization @speed @scale – ZEISS auf dem Weg in die digitale Zukunft

Zusammenfassung
Matthias Gohl, Leiter der ZEISS Digital Partners, beschreibt in diesem Kapitel die Ausrichtung von ZEISS im digitalen Zeitalter. „Die beste Methode die Zukunft vorherzusagen besteht darin, sie zu erfinden“ [Alan Curtis Kay]. Diesen Anspruch verfolgt ZEISS seit der Unternehmensgründung im Jahre 1846 und er gilt für das Unternehmen insbesondere auch in der digitalen Welt. Der Megatrend Digitalisierung beeinflusst nicht nur die meisten Bereiche des täglichen Lebens, sondern auch nahezu alle Bereiche der Wirtschaft. Hierunter fallen z. B. die Entwicklung und Herstellung von Modulen und Systemen, interne Prozesse, die Interaktion mit Kunden bis hin zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, welche durch die Digitalisierung erst ermöglicht werden. Alle Bereiche und Funktionen von ZEISS sind betroffen und nähern sich diesem Megatrend mit der Einstellung, ihn als Chance für die Kunden von ZEISS und damit natürlich für das Unternehmen zu begreifen. Zur Beschleunigung der kundennahen digitalen Transformation der ZEISS Sparten gründete ZEISS im Oktober 2016 die neue Einheit „Digital (Innovation) Partners“. Mit dieser eigenständigen Einheit als Katalysator treibt ZEISS die digitale Transformation für alle Sparten, Geschäftseinheiten und Funktionen voran. In diesem Kapitel werden die Gestaltung und Ausrichtung von ZEISS und das Ziel sowie die organisatorische Aufstellung der Digital Partners erläutert. Auf die erforderlichen Kompetenzen für die Umsetzung von digitalen Projekten bzw. digitalen Produkten und Services wird danach eingegangen. Zum Abschluss wird beispielhaft die Definition und Entwicklung eines Minimum Viable Products (MVP) erläutert, bevor dieses Fallbeispiel mit Gedanken zu unterstützenden Erfolgsfaktoren und einem Ausblick abschließt.
Karlheinz Bozem, Anna Nagl
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