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Über dieses Buch

Thomas Egner erläutert in diesem essential, dass veränderte Geschäftsmodelle in der Steuerberatung mit einem veränderten Leistungsspektrum sich nicht nur auf die Kanzleistrukturen und -prozessen auswirken, sondern vor allem auch sich verändernde Anforderungen an den Steuerberater und seine Mitarbeiter sowie neue Wettbewerbssituationen bedeuten. Der Autor analysiert den aktuellen Stand der Digitalisierung bezüglich einzelner Elemente des Beziehungsdreiecks zwischen Steuerberater, Mandant und Finanzverwaltung und gibt einen Überblick über die Erwartungen der Mandanten für die Zukunft hinsichtlich der Leistungen des Steuerberaters unter dem Einfluss der Digitalisierung. Ebenfalls betrachtet werden die zu erwartenden Entwicklungen auf Ebene der Finanzverwaltung.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Dieses Buch beschäftigt sich mit der Digitalisierung des Geschäftsmodells der Steuerberatung. Die Besonderheit dieses Geschäftsmodells liegt in der Dreiecksbeziehung zwischen Steuerberater, Mandant und Finanzverwaltung, sodass weite Teile der Dienstleistung „Steuerberatung“ nicht als Handlungen unmittelbar gegenüber dem Mandanten, sondern gegenüber der Finanzverwaltung erbracht werden. Die Digitalisierung wirkt deshalb von zwei Seiten auf das Geschäftsmodell der Steuerberatung ein: Vonseiten der Finanzverwaltung durch Digitalisierung der Steuerdeklaration und der Steuerkontrolle und vonseiten des Mandanten durch die Digitalisierung der Unternehmensprozesse. Im Rahmen der Digitalisierung der Kanzleiprozesse treffen beide Digitalisierungsströme zusammen, sodass der Steuerberater eine Funktion als digitaler Informationsmittler erhält. Das Kanzlei- und Tätigkeitsprofil sowie die Wettbewerbsposition des Steuerberaters ändern sich durch die Digitalisierung erheblich.
Thomas Egner

Kapitel 2. Das Geschäftsmodell der Steuerberatung

Das Geschäftsmodell der Steuerberatung basiert auf den gesetzlich definierten Vorbehaltsaufgaben sowie den vereinbaren Tätigkeiten. Grundlage für die Tätigkeiten des Steuerberaters bildet das Beziehungsdreieck mit dem Mandanten und der Finanzverwaltung. Der Berufsstand ist dabei äußerst heterogen strukturiert. Die überwiegende Zahl der Steuerberater ist im Rahmen einer Einzelkanzlei oder kleineren Sozietäten aktiv, die von der Digitalisierung besonders betroffen sind.
Thomas Egner

Kapitel 3. Die Digitalisierung des Beziehungsdreiecks Steuerberater – Mandant – Finanzverwaltung

Die Digitalisierung verändert das Beziehungsdreieck zwischen Steuerberater, Mandant und Finanzverwaltung inhaltlich sowie in der Kommunikation untereinander. Der Gesetzgeber hat im Rahmen der Modernisierung des Besteuerungsverfahrens die Steuerdeklaration digitalisiert, die Mandanten erfassen und verarbeiten ihre Daten IT-basiert. Der Steuerberater muss sich dieser Entwicklung anpassen und wird vermehrt zur digitalen Informationsdrehscheibe.
Thomas Egner

Kapitel 4. Folgen auf Ebene der Finanzverwaltung

Durch die Digitalisierung des Besteuerungsverfahrens will die Finanzverwaltung zum einen die Effizienz der Steuerveranlagung verbessern. Dazu dient ein Risikomanagementsystem, mit dem auffällige Steuererklärungen herausgefiltert werden können. Die aufwendigen Prüfschritte können somit auf wenige risikobehaftete (im Sinne von steuerausfallgefährdend) beschränkt werden. Damit werden die positiven Erfahrungen aus der schon länger angewandten digitalen Betriebsprüfung auf die Steuerveranlagung übertragen.
Thomas Egner

Kapitel 5. Erwartungen der Mandanten

Die Unternehmen erwarten durch die Digitalisierung einen schnelleren Zugriff auf aktuelle Daten. Zudem eröffnen sich zusätzliche Möglichkeiten der Auswertung der Unternehmensdaten, insbesondere in Verbindung mit unternehmensexternen Daten. „Big Data“ und „Smart Data“ sind die Schlagwörter für diese Entwicklung. Der Steuerberater wirkt hier häufig gerade bei KMU als Initiator oder Berater bei der Strukturierung der Datenerfassung und -verarbeitung.
Thomas Egner

Kapitel 6. Folgen für das Geschäftsmodell der Steuerberatung

Die Digitalisierung nimmt erheblichen Einfluss auf das Geschäftsmodell der Steuerberatung. Dies betrifft die Kanzleiorganisation, die Personalstrukturen sowie das Leistungsspektrum der Kanzleien. Letzteres ist von besonderer Bedeutung, da die Vorbehaltsaufgaben durch die Digitalisierung in ihrer Bedeutung für den Umsatz und den Gewinn der Kanzleien abnehmen werden. Die Betriebswirtschaftliche Beratung kann dies ausgleichen, insbesondere vor dem Hintergrund der digitalen Möglichkeiten der Steuerberatungskanzleien.
Thomas Egner

Kapitel 7. Wettbewerbsposition des Steuerberaters

Die steuerlichen Vorbehaltsaufgaben sind nur wenigen Berufsgruppen zugänglich (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte). Die Marktzutrittsschranken werden durch die Digitalisierung aber partiell aufgeweicht. Bei steigenden Erwartungen der Mandanten und erhöhten technischen Anforderungen an die Steuerberater wird sich die Wettbewerbsposition von Einzelkanzleien deutlich verschlechtern. Um ein breites Leistungsangebot, insbesondere im Rahmen der Betriebswirtschaftlichen Beratung anbieten zu können, werden Kanzleizusammenschlüsse sowie die Kooperation mit anderen Berufsgruppen zu einem Anstieg der Kanzleigröße führen.
Thomas Egner

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