Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Dieses Buch präsentiert Konzepte, Lösungsansätze und Visionen aus unterschiedlichen Perspektiven, um die digitale Kompetenz bei Mitarbeitern und Führungskräften zu fördern. Es gilt auf die sich verändernden und steigenden Anforderungen an die Fachkräfte und die neuen Berufsbilder, die zu einer wachsenden Flexibilisierung und Digitalisierung des Arbeitsmarktes führen, angemessen zu reagieren. Somit besteht dringender Handlungsbedarf bei der Aus- und Weiterbildung in Digitalthemen für Mitarbeiter und Führungskräfte.

Die Autoren zeigen, dass durch die internationale Verflechtung im Rahmen der Globalisierung und den daraus resultierenden Wettbewerbsdruck das Vorhandensein von digitaler Kompetenz eine Kernvoraussetzung für eine zukunftsweisende Entwicklung ist. Digitale Kompetenzen versetzen Mitarbeiter von Wirtschaftsunternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen in die Lage, digitale Technologien anzuwenden und darüber hinaus die digitale Transformation von Geschäftsprozessen und institutionellen Abläufen mit voranzutreiben.

Der Inhalt

• Was bedeutet digitale Kompetenz und was wird konkret benötigt?

• Worin unterscheidet sich digitale Kompetenz von dem Buzz-Word Medienkompetenz?

• Welchen Stellenwert hat die digitale Kompetenz in Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen?

• Welche politischen Maßnahmen sind erforderlich, um digitale Kompetenzen aufzubauen?

• Welche digitalen Kompetenzen müssen durch das Bildungssystem geschaffen werden?

• Welche Veränderungen im Bildungssystem sind erforderlich?

• Welche Handlungsoptionen und Lösungskonzepte gibt es?

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Erratum zu: Digitale Kompetenz

Rainer Busch

Mike Friedrichsen, Wulf Wersig

Einleitung

Frontmatter

Digitale Kompetenz – Notwendigkeit und Kerngedanken

Gerade auch durch die internationale Verflechtung im Rahmen der Globalisierung und dem daraus resultierenden Wettbewerbsdruck ist das Vorhandensein von digitalen Kompetenzen eine Kernvoraussetzung für zukunftsweisende Entwicklung. Sich verändernde Anforderungsprofile für bestehende Berufe bieten Chancen für digital qualifizierte Mitarbeiter/-innen, verbunden mit stetigem Bedarf zur Weiterqualifizierung. Die Schlüsselfaktoren für die erfolgreiche digitale Transformation sind Bildung und & Humankapital, die als Grundlage für zukünftig notwendige digitale Kompetenzen dienen. Es müssen neue Wege in der Etablierung von digitalen Kompetenzen und ebenso im Personalrecruiting beschritten werden – schnell, flexibel und global orientiert!

Mike Friedrichsen, Wulf Wersig

Bildung im digitalen Zeitalter

Macht Google uns nun klüger oder dümmer? Erleichtern uns Smartphones den Alltag oder stellen sie eine Erschwernis dar? Können wir noch frei denken oder geben uns Algorithmen inzwischen unterschwellig alles vor? Lenken wir die Entwicklung unserer Technologie oder lenkt diese uns? Erfüllt unser Schulsystem noch seine Aufgabe oder ist es überholt? Bereiten wir unsere Kinder verantwortungsvoll auf ihre Zukunft vor oder machen wir uns das selbst nur vor? Bringt das Internet uns Menschen näher zueinander oder entfernt es uns zusehends?

Florian Frank

Wissenschaft und Hochschule

Frontmatter

Was hat die Digitalisierung mit Diderot zu tun?

Alles kreist um die Frage guter Lehre, um das Ausmaß der Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden, um die Qualität von Lehrformaten, um kognitive Effekte unterschiedlicher Lernformen, um Anwesenheit und Abwesenheit, mithin um Flexibilität, um Fokussierung und Ablenkung, um Unabhängigkeit und Kontrolle, um Infrastrukturen, um die Zukunft.

Michael Jäckel

Digitale Kompetenzen und Schulbildung

Die fundamentalen Veränderungen, denen wir heute ausgesetzt sind, werden sicher nicht allein durch IT-Schulungen und Weiterbildung zu meistern sein. Es werden sich völlig neue Herangehensweisen an Probleme der (Arbeits-)Welt und ein neues gesellschaftliches Ethos entwickeln müssen. Digitalkompetenz muss zu einem festen Bestandteil der Disposition des modernen Menschen werden.

Christoph Meinel

Selbstbestimmtes Handeln im Digitalzeitalter – Philosophische und anthropologische Überlegungen

Eine so verstandene „digitale Kompetenz auf der Metabene“ – als Fähigkeit des Bürgers, sich die Objektivierungstendenzen bewusst zu machen und Strategien selbstbestimmten Handelns zu entwickeln – ist für die Demokratie in der komplexen arbeitsteiligen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts unverzichtbar. Die Beschwörung der Menschenwürde wird ansonsten inhaltslos. Der „Neuerfindung“ („reinvention“) des Menschen im Sinne der Beeinflussung seines Verhaltens (einschließlich der Formung seiner Präferenzen, d. h. Wertungen) durch robotergesteuerte Prozesse, die als „künstliche Intelligenz“ idealisiert werden, kann nur durch digitale Mündigkeit gegengesteuert werden.

Hans Köchler

Notwendiger Paradigmenwechsel an Hochschulen – das Beispiel UDS Berlin

Die Digitalisierung erfordert Umdenken und Umlernen in großen Maßstäben. Einiges spricht dafür, dass das universitäre Bildungssystem in seiner jetzigen Struktur und seinem Selbstverständnis hierzu nicht ausreicht. Wenn Lerninhalte quasi ubiquitär zur Verfügung stehen, die meisten Fähigkeiten nicht in der Hochschule, sondern in der Praxis erworben werden, stellt sich zudem die Frage der Relevanz oder eher, ob es nicht Aufgaben gibt, die völlig neuartig für den Bildungssektor sind. Dabei muss die Hochschule sich den Herausforderungen stellen. Am Beispiel der University of Digital Science (UDS Berlin) werden die Optionen für konkrete Umsetzungen in der Hochschulstruktur aufgezeigt.

Mike Friedrichsen

Die Psychologie der Digitalkompetenz

Zunächst ist die einfachste Annäherung an die Psychologie der Digitalkompetenz die über die Verbindung zur Pädagogik. Als solche beschreibt sie wissenschaftlich die Prozesse bei Erlernen und Aufbau von Fähigkeiten und Wissen rund um die Nutzung von Computern und allgemein digitalen Displaygeräten, nicht zuletzt Online-Medien auf individueller Ebene. Mindestens so naheliegend ist aber die Ausweitung der Begrifflichkeit auf die Vorbereitung, Anwendung und Wirksamkeit aller digitalen Systeme und Abläufe im gesellschaftlichen und im organisatorischen Rahmen.

Jo Groebel

Digitale Medien – Zugang zu einer neuen Welt

Mit dem Synonym „Industrie 4.0“ werden die sich abzeichnenden Veränderungen als vierte Revolution eingestuft und ein Signal für eine Zukunftsvision der Arbeitswelt gesetzt. Diese Vision zielt darauf ab, die Instanzen der Wertschöpfungskette, der Menschen und Fertigungssysteme, durch den Einsatz der Informationstechnik über Netzwerke zu verbinden und zu synchronisieren. Diese Verknüpfungen werden nicht nur Dienstleistungen und Produktionsprozesse beeinflussen. Alle Bereiche der Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft werden sich wandeln und vernetzen,Dieser Wandel, diese Chance eine neue Welt gestalten zu können, sollte stimulieren und motivieren. Wie in der Wirtschaft ist auch im Bildungswesen für das Lernen in der digitalen Welt ein konsequentes Umdenken erforderlich.

Rainer Busch

Die Cloud als Höheres Wesen? Digitale Psychologie

Digitalwissenschaft kann Temposteuerung und Erkenntnisvalidität auf ihrem Gebiet, aber im abgesicherten Modus auch für andere Bereiche ermöglichen. Sie wird sich dabei der Medien und Techniken bedienen, die sie selbst erforscht, sie wird also teilnehmende Beobachterin sein. Aber auch das ist seit der Antike nichts Neues. Was große Philosophen durch Introspektion und Denken erkannten, versucht nun eben das System Menschheit einfach mal als Ganzes mit Hilfe der Digitalwissenschaft. Das Ganze aber bleibt mehr als die Summe seiner Teile.Ob allerdings künstliche Intelligenz und menschliche Intelligenz ein Ganzes werden, wird auch von der Entwicklung der Digitalwissenschaft abhängen.

Manfred Schönebeck, Elke van der Meer

Alles digital, oder was?

Digitale Technologien und Medien – so ist ihr Einsatz in der Präsenzlehre an der Universität sinnvoll

In der Tradition dieses Beitrages soll abschließend auch in diesem Punkt sehr praxisorientiert argumentiert werden. Der Autor hat beste Erfahrungen mit so genannten „Kann-Listen“ gemacht. Hierunter verbirgt sich ein Konzept, das von konstruktivistisch motivierter Pädagogik befeuert wird. Herold und Herold entwickeln das Werkzeug zielgerichtet aus ihrem Konzept der Selbstorganisationskompetenz und geben damit Lehrenden ein hilfreiches Werkzeug an die Hand. Die Kann-Liste delegiert die Verantwortung an den Lernenden und gibt ihm offen und an den individuellen Möglichkeiten orientiert einen Leitfaden für Inhalte, Lernaspekte und an einer Taxonomie orientierte Kompetenzen.

Harald Rau

Fünf Thesen zur digitalen Bildung

Die digitale Revolution führt zu dramatischen Veränderungen in allen Bereichen der Gesellschaft mit weitgehenden Folgen auch für Schule und Unterricht. Die Polemik über den „Digitalhype“ verkennt die Herausforderungen für Wohlstand, Demokratie und Bildung.Wider den Abgesang auf Schule und Unterricht: Im digitalen Zeitalter wächst die Bedeutung allgemeiner Bildung, von Schule und Unterricht als zentrale Lernorte zur Kultivierung von Lernfähigkeit und Mündigkeit.Jeder Werkzeuggebrauch ist ambivalent. Der unreflektierte Einsatz von Medien jeder Art macht den Fachunterricht nicht besser, möglicherweise wird er sogar schlechter.Digitale Kompetenz ist als basale Kulturtechnik aufzuwerten und als Längs- sowie Querschnittsaufgabe für alle Fächer verankern.Nicht die Lehrer sind das Problem: Politik ist gefordert die Infrastruktur und Fortbildung sicherzustellen. Bildungsverwaltungen, Landesinstitute und Hochschulen sollten Vorbilder für Schulen sein – auch bei der Nutzung „künstlicher Intelligenz“.

Thomas Riecke-Baulecke

Blended Learning als Spielfeld für Learning Analytics und Educational Data Mining

Der Einsatz digitaler Lernformate im Blended Learning bietet demnach Chancen in mindestens zwei Bereichen. Zum einen können digitale Lernformate direkt die Lernprozesse von Studierenden günstig beeinflussen, ihre Leistungen verbessern und zudem positive Effekte auf vielen weiteren Ebenen wie der Motivation oder des Selbstkonzeptes bewirken. Zum anderen generieren digitale Lernformate eine Fülle von Daten in vielfältiger Gestalt. Studierende erzeugen bei der Arbeit mit digitalen Werkzeugen Nutzungsdaten, wie Verweildauern und Aktivitätsprofile, sie produzieren Leistungsdaten aus digitalen Aufgaben, sie hinterlassen Textbeiträge in Foren und Chats. All diese Daten können genutzt werden, um mit Methoden von Learning Analytics (LA) und Educational Data Mining (EDM) zu analysieren, Schlüsse und Vorhersagen über studentisches Lernverhalten zu ziehen und die Lernangebote entsprechend zu optimieren.

Malte Persike

Der Inverted Classroom – eine Königsdisziplin der digitalen Hochschullehre?

In den letzten Jahren haben sich die Randbedingungen für die Hochschullehre rapide verändert. Die Universitäten stehen unter einem hohen Druck, sich diesen Veränderungen anzupassen. Sie erfordern einen kritischen Blick auf die traditionellen Formen und Orte der Wissensvermittlung. Die Abkehr von der traditionellen Arbeitsweise mit Buch und Mitschrift hin zur intensiven Nutzung von Medien, wie beispielsweise beim Flipped Classroom, stellt dabei eine mögliche Alternative dar. Diese eröffnet im Präsenz- wie auch im Selbststudium Freiräume, um neue Formen der Wissensvermittlung, -vertiefung sowie des sozialen Miteinanders zu entwickeln und darüber hinaus den kompetenten und reflektierten Umgang mit digitalen Medien zu fördern.

Bertram Bühner, Julia Sommer

Hochschul(aus)bildung im Zeitalter der Digitalisierung – Ziele und Kompetenzanforderungen

Die Digitalisierung – in Form von neuen Technologien, intelligenten Systemen, neuen Medienlandschaften und einer Zunahme verfügbarer Daten – hat das Potenzial Arbeit und Gesellschaft tiefgreifend zu verändern. Das Bildungssystem sieht sich durch die Digitalisierung an verschiedensten Stellen herausgefordert:Nicht zuletzt (und vermutlich mit höchster Priorität) müssen sich aber Hochschulen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst als life-long-learner verstehen. Auch hier sind Ambiguitätstoleranz, die Bereitschaft zum Wandel und zur eigenen Weiterentwicklung (sowohl didaktisch aber auch fachlich/inhaltlich) sowie zur proaktiven Gestaltung der Zukunft zentrale Voraussetzungen, um die Herausforderungen vor die uns die Digitalisierung stellt bewältigen zu können.

Tobias Seidl

Politik

Frontmatter

Kompetenzen und Technologiesouveränität als Voraussetzungen für die Selbstbestimmtheit von Staat und Individuen im digitalen Wandel

Wir stehen an der Schwelle zu einem Datenzeitalter. Die damit verbundenen Veränderungen gehen weit über die Wirtschaft hinaus. Sie betreffen die gesamte Gesellschaft, die Art und Weise, wie wir leben, arbeiten und wie wir am sozialen und politischen Leben teilhaben. Die Menschen sehen schon heute den Nutzen und die Chancen in ihrem Alltag, aber auch die Gefahren für den Zusammenhalt der Gesellschaft und für unsere Werte, denen wir verpflichtet sind.Digitale Kompetenzen und Technologieentwicklung sind insoweit zwei Seiten derselben Medaille. Nur das Zusammenspiel der beiden ermöglicht einer Gesellschaft, die Digitalisierung sinnvoll zu gestalten. Technologie- und Kompetenzentwicklung müssen zeitlich parallel und zugleich eng miteinander verzahnt verlaufen. Neue Entwicklungen auf der einen Seite müssen nahezu unmittelbar in neue Anforderungen auf der anderen Seite übersetzt werden.

Wolf-Dieter Lukas

Der dynamische Staat: Denken wir IT-Sicherheit in Behörden neu!

Das Erlernen von Digitalkompetenz, gerade auch im Kontext lebenslanges Lernen, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die längst auch Behörden betrifft. Gerade für staatliche Institutionen ist dabei der Faktor IT-Sicherheit von besonderer Bedeutung, da kritische Infrastruktur und Staatsgeheimnisse vor Spionage und Angreifern geschützt werden müssen. Doch IT-Sicherheit ist keine Einzelmaßnahme, sondern ein laufender Prozess, der an die dynamischen Veränderungen des technischen Fortschritts angepasst werden muss. Daher müssen wir Strukturen und Abläufe in staatlichen Einrichtungen grundlegend überdenken. So sollte ein IT-Sicherheitskonzept den Faktor Mensch einbeziehen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Behörden gezielt auf ihre Rolle bei der Absicherung der Systeme vorbereiten. Daneben braucht es ein Umdenken weg von geschlossenen Systemen hin zu offener Software. Die Experten sitzen in der Regel nicht in den Amtsstuben – trauen wir uns, das Wissen und die Kreativität externer Kräfte zu nutzen. Schließlich ist auch die Verfolgung und Aufklärung von Straftaten im digitalen Raum eine Voraussetzung für bessere IT-Sicherheit. Strafverfolgungsbehörden und Gerichte müssen daher in die Lage versetzt werden, gezielt Digital-Expertise aufzubauen. Dazu ist ein struktureller Wandel notwendig, denn Cyberkriminalität macht nicht an föderalen oder nationalen Grenzen halt.

Jimmy Schulz

Digital und demokratisch – was zeitgemäße schulische Bildung leisten kann

Neue Lehrer*innenstellen müssen geschaffen werden, vor allem aber müssen an jeder Schule multiprofessionelle Teams und Lehrende eingestellt werden, die den Bildungsanforderungen in einer globalisierten und zunehmend digitalisierten Welt gerecht werden. Für die Fragen und Herausforderungen des 21. Jahrhunderts braucht es Auseinandersetzungen durch mündige Bürger*innen. Dabei können digitale Mündigkeit und demokratische Handlungskompetenzen sich gegenseitig fördern, wenn sie, wie hier vorgeschlagen, nicht als Antagonisten gesehen werden, sondern als wechselseitig diskursiv miteinander interagierende Systeme.

Jan Hofmann, Alexa Schaegner

EinBlicke zur deutschen und europäischen Bildungspolitik 2018

Nach einer Auswertung der Initiative „IKT für die Arbeit: digitale Kompetenzen am Arbeitsplatz“ (2016), erfordern schätzungsweise 90 % der Arbeitsplätze bereits von heute zumindest digitale Grundkenntnisse und Fertigkeiten. Und obwohl fortgeschrittene digitale Kompetenzen insbesondere bei Forschern erforderlich sind, verfügen drei von vier Forschern nicht über die notwendigen Fähigkeiten im Umgang mit Open Access oder Open Data, die digitale Werkzeuge für zahlreiche Innovationsprojekte sind. Verbesserungen sollen durch die Einführung einer europaweiten „Plattform für die digitale Hochschulbildung“ zu einer besseren Zusammenarbeit führen. Online-Lernangebote, virtueller Campus und die Stärkung einer offenen Wissenschaft in allen Ebenen der Hochschuleinrichtungen, sollen mit Angeboten für die Bürger-Wissenschaft verknüpft werden. Mit der Einbindung von Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen sollen digitale aber auch unternehmerische Kompetenzen insbesondere auch für die Motivierung von Mädchen und Frauen für MINT-Berufe vermittelt werden.

Cornelia Langer

„Viel zu lernen du noch hast“ – Medienkompetenz frei nach Yoda

Nicht zuletzt seit den Snowden-Enthüllungen wird über die digitale Souveränität gerade unter dem Aspekt der Sicherheitspolitik viel und kontrovers diskutiert. Wir hatten und haben hier sicherlich Nachholbedarf und ich bin der Ansicht, dass wir uns dieser gesamtgesellschaftlich relevanten Diskussion ausführlich stellen müssen – was wir auch tun. Ein aus meiner Sicht wichtiger Teilaspekt der digitalen Souveränität kommt dabei jedoch häufig noch zu kurz: Das Stichwort lautet Medienkompetenz. Dieser Aufsatz bezieht sich vornehmlich auf die allgemeinbildenden Schulen (private und staatliche). Berufsbildende Schulen stehen bei der Betrachtung weniger im Fokus.

Peter Tauber

Digitale Kompetenz – Was ist das? Vier Blicke und ein erstaunter Zweifel

Und zum ersten Mal in der Geschichte dreht sich die Lehrer-Lernender Richtung. Es sind die Alten, die lernen müssen. Von den Jungen.Vielleicht wird das sorgfältige unvoreingenommene Beobachten dieser Generation uns etwas darüber lehren, welche digitale Kompetenz für unsere Generation überlebensnotwendig ist – und welche nicht.Vielleicht lernen wir genau das, was wir heute schon über „Eisenbahnkompetenz“ längst wissen: dass Digitale Kompetenz in der Welt von heute am Ende nichts anderes ist als Lebenstüchtigkeits-Kompetenz. Und vielleicht können wir uns da ja als Pre-Digits einiges abschauen und mit unseren Kompetenzen umgekehrt den Digital Natives helfen, neue Antworten auf digitale Beziehungsfähigkeit, digitale Meinungsbildung oder digitales Maßhalten zu entwickeln.

Torsten Albig

Wirtschaft

Frontmatter

Führung und Strategieentwicklung im Spannungsfeld der Digitalisierung

Die prä-digitalen disruptiven Beben erfolgten in großen Abständen (das Finden des Feuers, die Erfindung des Rades, die Pest, der Buchdruck, die Dampfmaschine, der Transistor), und die Abstände dazwischen wurden kürzer. Die heutigen digitalen Beben disruptieren kontinuierlich, im Wochentakt entstehen Veränderungen, die sich durchsetzen oder verschwinden und die dabei Unsicherheit und Chancen zurücklassen. Wie die post-digitalen Disruptionen aussehen werden, kann unsere Phantasie noch nicht fassen.Bis dahin ist wissensgestützte Veränderung der Schlüssel zum digitalen Darwinismus.

Siebo Woydt

Digital Excellence: Innovation plus Management-Kompetenz

Die Nutzung digitaler Technologien ist für uns heute so alltäglich wie die Nutzung von Strom und fließendem Wasser. Wir erwarten zurecht, dass „das Netz“ einfach da ist, dass es zuverlässig funktioniert und uns in allen Lebenslagen unterstützt. Das Internet und Internet-Technologien sind die Grundlagen der allgegenwärtigen Digitalisierung und Digitalisierung ist eine entscheidende Triebfeder der Globalisierung. Geht es um den „Digitalisierungsgrad“ oder die „digitale Kompetenz“ der deutschen Wirtschaft, kommen mehr oder weniger seriöse Untersuchungen entweder zu dem Ergebnis, dass „Deutschland auf die Digitalisierung vollkommen unzureichend vorbereitet sei“, oder aber sie bestätigen, dass zumindest die eine oder andere Branche bereits gute „Erfolge bei der Digital Transformation erzielt hat“. Konkrete Kriterien, anhand derer sich diese Einschätzung objektiv messen lässt, sucht man in diesen Studien meist vergeblich.Dieser Beitrag richtet sich an Unternehmen und Organisationen, die erkannt haben, dass sie sich dem Thema Digitalisierung stellen müssen. Er beschreibt, welche grundlegenden Anforderungen erfüllt sein müssen, um Digitalisierungsprojekte erfolgreich zu bewerkstelligen. Neben Beispielen aus der Praxis werden konkrete Handlungsempfehlungen gegeben, die in vielen Fällen nachweislich zu „Digital Excellence“ geführt haben.

Klaus Radermacher

Kompetenzen für das digitale Zeitalter schaffen

Dabei umfasst digitale Kompetenz neben Medienkompetenz und Technologieverständnis auch Kooperations- und Teamfähigkeit oder Kommunikations- und Innovationsfähigkeit sowie Interdisziplinarität. Digitalisierung erschöpft sich also nicht in Hard- und Software. Sie ist sehr viel umfassender, sodass die Vermittlung digitaler Kompetenzen didaktisch neu ausgerichtet werden muss.Mit der Entwicklung dieser Kompetenzen darf nicht erst in der dualen Ausbildung begonnen werden. Vielmehr muss das Thema Digitalisierung dringend in den allgemeinbildenden Schulen aufgegriffen werden. Wie viel Luft nach oben in diesem Feld ist, zeigt die folgende Zahl: Im Jahr 2017 sprachen nur acht Prozent der Schulleiterinnen und Schulleiter dem digitalen Lernen eine besonders hohe strategische Bedeutung zu. Die meisten Schulen haben weder ein Konzept für den Einsatz digitaler Lernmittel noch berücksichtigen sie hinreichend den digitalen Wandel als Bestandteil einer systematischen Schul- und Unterrichtsentwicklung oder gar eines grundlegenden Umbruchs in der Wissensvermittlung.

Klaus-Hinrich Vater

Towards a Skilling Ecosystem: Ein Plädoyer für engere, sektorübergreifende Zusammenarbeit zur Stärkung von Weiterbildung und Qualifizierung

Der vorliegende Beitrag beschreibt solche zukunftsträchtigen Kooperationsformate zwischen unterschiedlichen Stakeholdern, die den Aufbau effektiver Ökosysteme zur Aus- und Weiterbildung (skilling ecosystems) zum Ziel haben. Insbesondere wenn es darum geht, digitale Kompetenzen zu vermitteln und auszubilden, die sich durch ihre Vielfalt und unmittelbare Praxisrelevanz und Anwendungsorientierung auszeichnen, ist die enge Kooperation verschiedener Akteure mit Theorie- und Praxisexpertise notwendig. Der Aufbau eines solchen Ökosystems der Aus- und Weiterbildung erfordert einen Kulturwandel in Unternehmen und Bildungseinrichtungen: weg vom Silodenken und dem Festhalten an bisherigen Strategien und gängigen Modellen hin zu mehr Transparenz und Offenheit. Die einzelnen Akteure müssen sich ihrer Verantwortung und Rolle in der Bewältigung der Herausforderungen bewusst werden und offen ihre Expertisen weitergeben. Es muss für die Relevanz der Weiterbildung sensibilisiert, bedarfsorientierte Anreize gesetzt und Weiterbildungsformate vereinfacht werden. Ein starkes skilling ecosystem zeichnet sich durch die offene, enge und dynamische Zusammenarbeit auf Augenhöhe unterschiedlicher Akteure aus Wissenschaft (Bildung), Wirtschaft (Anwendung), Politik (Rahmenbedingung und Förderung) sowie der Gesellschaft (individuelle Weiterbildung und Bedarfe) aus.

Anna Sinell

Was bedeutet Digitalisierung für das Lernen im Klassenzimmer?

Sicher ist Programmieren nur eine Möglichkeit digitale Tools zu nutzen, um alternative Lernmethoden zu unterstützen. Auch die Option des ‚flipped classrooms‘ zum Beispiel wäre ohne die Möglichkeiten von moderner Technologie nicht möglich. Das Feedback vieler Nutzer zeigt aber, dass es als sehr positiv empfunden wird, wenn die Vorlesung sozusagen ‚aus der Dose‘ online vorab konsumiert werden kann und die wertvolle Präsenzzeit dann für Interaktion, für die Beantwortung von Fragen und eingehende Diskussionen verwandt werden kann. Erst jetzt durch den Einsatz dieser Technologie ist eine von allen als Bereicherung empfundene Lernerfahrung möglich. Die Möglichkeiten, die uns Technologie hier bietet sind mannigfaltig und längst nicht erschlossen. Zum Schluss sei noch die jetzt zum ersten Mal möglich gewordene Möglichkeit der individuellen Anpassung von Lerninhalten und Lerntempo und sogar Lernumgebung erwähnt, die ohne digitale Unterstützung nicht möglich wäre. Nur mit digitalen Medien und den sogenannten ‚learning analytics‘ ist es möglich vollkommen individuelle Lernpfade zu entwerfen und maßgeschneiderte Lernpakte anzubieten.

Christiane Bauer

Neugier als digitale Kompetenz

Die Digitale Welt wird angetrieben von Innovation. Aber wie werden Menschen innovativ? Die Antwort steckt im Wörtchen selbst, denn es enthält zwei „N“, eines für „Not“ und eines für „Neugier“, die einzigen beiden Gründe, aus denen heraus Menschen innovieren. Not scheint derzeit nicht unser größter Innovationstreiber zu sein, wir müssen uns also auf die Neugier verlassen. Neugier ist eine der zentralen digitalen Kompetenzen, da sie die Affinität, die Flexibilität und Beweglichkeit in allen Dimensionen unter ihrem Dach vereint.

Thomas Oehring

Verbände/Organisationen/Stiftungen

Frontmatter

Wie kann Cybersicherheit digital kompetent gestaltet werden?

Digitale Kompetenz umfasst das Wissen, den Sachverstand und die Fähigkeiten, auf deren Basis die digitale Transformation der Politik, der Wirtschaft und der Gesellschaft nachhaltig erfolgreich gestaltet werden kann. Dementsprechend muss Cybersicherheit integraler Bestandteil digitaler Kompetenz sein, denn die enormen Potentiale von Marktwachstum bis hin zu Lebensqualität können nur in einem sicheren Cyberraum entfaltet werden. ‚Smarte‘ Produktionsprozesse in der Industrie, ressourceneffiziente Versorgungsdienstleistungen, 24/7 verfügbare Bürgerservices und Cyberdiplomatie sind ohne Vertrauen in die Sicherheit der Daten und der erforderlichen Infrastruktur aus Kupfer- und Glasfaserkabeln sowie Millionen von mobilen Endgeräten nicht möglich. Cybersicherheit als Kernelement digitaler Kompetenz ist zudem nicht nur Führungsaufgabe, sondern muss von allen Einheiten eines Staates, eines Unternehmens oder einer Gesellschaft gleichermaßen umgesetzt werden.

Hans-Wilhelm Dünn

Der Schlüssel zur wirtschaftlichen Zukunft Deutschlands: Digitale Kompetenzen für alle

Die digitale Transformation von Gesellschaft und Wirtschaft ist weltweit in vollem Gange. Für die im Export erfolgreichen deutschen Unternehmen ist sie ein entscheidender Faktor. Sie haben mit großer Konsequenz in den vergangenen Jahren Geschäfts- und Produktionsprozesse entlang der Lieferketten optimiert und digitalisiert. In der Folge stieg die Anzahl der Beschäftigten im deutschen Maschinenbau zwischen 2005 und 2017 von 864.000 Beschäftigten auf 1,032 Millionen an. In den Betrieben der Hersteller von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen legte die Beschäftigung 2017 trotz Dieselgate das siebte Jahr in Folge zu und erreichte mit 820.200 Personen den höchsten Stand seit dem Jahr 1991.Auch im tertiären Sektor schreitet die Digitalisierung voran. Das Gesundheitswesen und die Energiewirtschaft, ebenso wie Logistikunternehmen transformieren bestehende Prozesse in das digitale Zeitalter, vernetzen sich, optimieren bestehende Prozesse digital und entdecken dabei neue Wertschöpfungsansätze. Selbst im primären Sektor ermöglicht die Digitalisierung einen weiteren Innovationsschub, weil Landwirtschaft präziser, effizienter und umweltschonender produzieren kann.Neue Unternehmen und neue Jobs entstehen, um den Bedarf der Wirtschaft nach Gestaltung der digitalen Transformation zu decken. Zugegeben entfallen dabei Routine-Jobs durch Rationalisierung. Zugleich steigt aber die Nachfrage nach Arbeitskräften mit digitalen Kompetenzen. Die Bewertung der Effekte ist strittig. Zunehmend belegen aktuelle Untersuchungen jedoch positive Netto-Beschäftigungseffekte durch die Digitalisierung.

Alexander Rabe, Lucia Falkenberg

Gesellschaft

Frontmatter

Im Griff von Social Media: Wie Journalisten ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzen

Umso mehr richtet sich daher der Blick auf die journalistischen Ausbildungsangebote außerhalb der Rundfunkhäuser und Verlage. Journalistenschulen und Medienhochschulen müssen vermitteln, was andere nicht mehr leisten können oder wollen. Neben den gewachsenen handwerklichen Anforderungen in einem Journalismus, bei dem die Darstellungsformen immer mehr verschmelzen, müssen mindestens in gleichem Umfang Grundlagen in einer Art Studium Generale gelernt werden. Kompetenz im digitalen Journalismus heißt eben nicht alleine, die digitalen Formen bedienen zu können. Kompetenz zu besitzen bedeutet vielmehr, dass sich der Journalist nicht vom Digitalen beherrschen lässt und in eine digitale Falle begibt. Wenn sich die Medienhäuser darauf besinnen, dann investieren sie langfristig in den Erhalt oder Erwerb von Glaubwürdigkeit – und damit in ihre eigene Existenzsicherung.

Markus Ziener

Leibniz, Labs & Leapfrogging Prolegomena einer Pädagogik in postdigitalen Zeiten

In diesem Buch, so das Versprechen der Herausgeber, ist von den „Herausforderungen für Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik“ in der Digitalisierung die Rede. Im nachfolgenden Beitrag wird der Autor darauf aber nur insoweit eingehen, um in diesem Kontext zwei andere Themen in den Vordergrund zu rücken: den Menschen und die Medien.Das Thema wird im Folgenden an diesen beiden Polen aufgespannt werden: der Mensch als Medium und: das Medium als Message. Dabei mag das erste Thema in Zukunft vielleicht nur noch nach Maßgabe des Digital Detox in Betracht kommen. Und das zweite als Ausdruck eines Systems, das vielleicht ganz ohne menschliches Zutun als Kommunikator funktioniert.

Wolf Siegert

Medienkompetenz – ein gerne unterschätzter Aspekt einer digitalen Welt

Wenn wir uns mit der digitalen Zukunft beschäftigen, wird meistens eine Metaperspektive eingenommen. Welche Auswirkungen haben diese Entwicklungen auf unsere Gesellschaft, die Meinungsbildung und wie wird unser demokratisches Gemeinwesen durch Intermediäre beeinflusst? Bei der Befassung mit konkreten Problemlagen wiederum herrscht eine Perspektive auf der Mesoebene vor. Welche Auswirkungen hat die Einführung digitaler Technik auf Institutionen, wie können Kosten durch Automatisierung, virtuelle Konferenzen und andere Aspekte der Digitalisierung gesenkt werden? Wie optimiert man Prozesse in Hinblick auf seine Institution, seine Organisation? Was hierbei oft zu kurz kommt, ist der Blick auf die Individuen, die einzelnen Menschen, die mit digitaler Technik arbeiten, kommunizieren und schließlich leben müssen. Sind diese überhaupt in der Lage, diese Möglichkeiten zu nutzen? Und hierbei ist nicht nur die Bedienkompetenz gemeint, sondern der reflektierte und selbstbestimme Umgang mit Medien.

Wolfgang Kreißig, Thomas Rathgeb

Zukünftige digitale Kompetenzen: Design Thinking und digitales Technologieverständnis für die nachhaltige Gestaltung der digitalen Wissensrevolution

Durch die weiter sehr starke Dynamik, die durch die Digitalisierung gerade für den Bereich des Kompetenzerwerbs und der Kompetenzvermittlung entsteht, wird eine Art der Denkweise, die davon ausgeht, mehr verstehen zu wollen, sich an den Nutzern in ihren Domänen zu orientieren, iterativ weiterzuentwickeln und sinnhaft und adäquat zu validieren, eine der wichtigsten Ausgangspunkte, um die Digitalisierung positiv für möglichst viele Menschen zu gestalten.Es geht um eine stärker ausgeprägte Designkompetenz entlang des Design Thinking, wobei die Aspekte der Antizipation der Ab- und Einschätzung von Potenzialitäten in Zukunft wichtiger wird. Es geht für alle Bildungsinstitutionen um ein Denken über die Gestaltung von Kompetenzprofilen wie auch die verstärkte Planung des Kompetenzerwerbs mit dem Individuum, was dann in der Gestaltung einzelner Module und Inhalte und der Integration und Motivation der Lernenden mit all ihren unterschiedlichen Ausgangspunkten in Lernpfaden und Lernbiographien mündet.

Ingo Rollwagen

Resümee

Frontmatter

Ausblick: Deutschland – Land der digitalen Denker und Macher.

Die Einführung der Technologie hat unser Leben als Individuum und als Gesellschaft nicht nur an vielen Stellen vereinfacht oder verbessert. Sie hat uns ganz profund verändert. Dabei rutscht Technologie zunehmend – teils bewusst, teils aber auch unfreiwillig – von einer begleitenden in eine führende Rolle. Der Mensch gerät dabei folglich immer mehr aus dem Fokus. Wir werden vom Subjekt zum Objekt.Der so oft angeprangerte Rückstand Deutschlands hinter den führenden Nationen in Sachen Technologisierung, Digitalisierung und Innovation kann jetzt sogar zu einem Vorteil werden. Denn während wir nicht so sehr „digital mitgerissen“ sind, haben wir die Möglichkeit, mittels Außenperspektive die Entwicklung objektiver zu beurteilen und die Folgen getroffener Entscheidungen besser zu bewerten. Besonders im Bereich der Bildung sind die Wege und Irrwege inzwischen sehr deutlich. Wir haben daher jetzt die Chance, durch saubere Auswertung des Offensichtlichen gepaart mit der Formulierung des Nötigen schnell und zweckmäßig das Mögliche in eine geeignete Aufstellung zu bringen. Eine geeignete Aufstellung, um befähigt zu sein, nicht nur mitzumachen bei unserer digitalen Zukunft, sondern sie zu gestalten. Das Schöne ist nämlich: jedes Land hat die Visionäre und Macher unserer digitalen Zukunft. Sie zu aktivieren und durch optimale Rahmenbedingungen zu „empowern“, das ist die Kunst, die wir nun beherrschen müssen. Und zwar schnell.

Florian Frank

Digitale Kompetenz – Handlungsoptionen und Perspektiven

Das Spektrum der Sichtweisen und die Unterschiedlichkeit der Prioritätensetzung in der Argumentation der Autorinnen und Autoren dieses Buches – wie aber auch teilweise bemerkenswerte Übereinstimmungen – bestätigt zum einen bereits verankerte Erkenntnisse, eröffnet zum anderen aber sicherlich auch neue Blickwinkel und bietet Anlass zum Überdenken eigener PositionenDie Arbeitswelt ist derzeit von starken Veränderungsprozessen geprägt. Insbesondere die Digitalisierung und Vernetzung von Arbeitsprozessen wird intensiv diskutiert. Aber auch andere Faktoren treiben den Veränderungsprozess voran. Diese Umweltfaktoren können Unternehmen kaum selbst beeinflussen. Sie resultieren aus kulturbedingten, politischen, volkswirtschaftlichen und vor allem technischen Entwicklungen, die zu neuen Konstellationen des Marktes führen und Verhaltensänderungen von Menschen zur Konsequenz haben können. Ihre Wirkung auf Unter-nehmen ist verschieden stark, aber nicht generell zu vermeiden.Die globale Vernetzung und die Digitalisierung machen die Arbeits- und Geschäftswelt immer komplexer. Die permanenten und immer schnelleren Änderungen der Marktanforderungen haben zur Folge, dass es für Unternehmen immer wichtiger wird, sich in kürzester Zeit an veränderte Voraussetzungen anpassen zu können. Dafür sind agile Prozesse und flexible Strukturen notwendig.

Mike Friedrichsen, Wulf Wersig
Weitere Informationen

Premium Partner

    Bildnachweise