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Digitale Kompetenz

Herausforderungen für Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik

  • 2020
  • Buch

Über dieses Buch

Dieses Buch präsentiert Konzepte, Lösungsansätze und Visionen aus unterschiedlichen Perspektiven, um die digitale Kompetenz bei Mitarbeitern und Führungskräften zu fördern. Es gilt auf die sich verändernden und steigenden Anforderungen an die Fachkräfte und die neuen Berufsbilder, die zu einer wachsenden Flexibilisierung und Digitalisierung des Arbeitsmarktes führen, angemessen zu reagieren. Somit besteht dringender Handlungsbedarf bei der Aus- und Weiterbildung in Digitalthemen für Mitarbeiter und Führungskräfte.

Die Autoren zeigen, dass durch die internationale Verflechtung im Rahmen der Globalisierung und den daraus resultierenden Wettbewerbsdruck das Vorhandensein von digitaler Kompetenz eine Kernvoraussetzung für eine zukunftsweisende Entwicklung ist. Digitale Kompetenzen versetzen Mitarbeiter von Wirtschaftsunternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen in die Lage, digitale Technologien anzuwenden und darüber hinaus die digitale Transformation von Geschäftsprozessen und institutionellen Abläufen mit voranzutreiben.

Der Inhalt

• Was bedeutet digitale Kompetenz und was wird konkret benötigt?

• Worin unterscheidet sich digitale Kompetenz von dem Buzz-Word Medienkompetenz?

• Welchen Stellenwert hat die digitale Kompetenz in Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen?

• Welche politischen Maßnahmen sind erforderlich, um digitale Kompetenzen aufzubauen?

• Welche digitalen Kompetenzen müssen durch das Bildungssystem geschaffen werden?

• Welche Veränderungen im Bildungssystem sind erforderlich?

• Welche Handlungsoptionen und Lösungskonzepte gibt es?

Inhaltsverzeichnis

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  1. Frontmatter

  2. Einleitung

    1. Frontmatter

    2. Digitale Kompetenz – Notwendigkeit und Kerngedanken

      Mike Friedrichsen, Wulf Wersig
      Zusammenfassung
      Gerade auch durch die internationale Verflechtung im Rahmen der Globalisierung und dem daraus resultierenden Wettbewerbsdruck ist das Vorhandensein von digitalen Kompetenzen eine Kernvoraussetzung für zukunftsweisende Entwicklung. Sich verändernde Anforderungsprofile für bestehende Berufe bieten Chancen für digital qualifizierte Mitarbeiter/-innen, verbunden mit stetigem Bedarf zur Weiterqualifizierung. Die Schlüsselfaktoren für die erfolgreiche digitale Transformation sind Bildung und & Humankapital, die als Grundlage für zukünftig notwendige digitale Kompetenzen dienen. Es müssen neue Wege in der Etablierung von digitalen Kompetenzen und ebenso im Personalrecruiting beschritten werden – schnell, flexibel und global orientiert!
    3. Bildung im digitalen Zeitalter

      Florian Frank
      Zusammenfassung
      Macht Google uns nun klüger oder dümmer? Erleichtern uns Smartphones den Alltag oder stellen sie eine Erschwernis dar? Können wir noch frei denken oder geben uns Algorithmen inzwischen unterschwellig alles vor? Lenken wir die Entwicklung unserer Technologie oder lenkt diese uns? Erfüllt unser Schulsystem noch seine Aufgabe oder ist es überholt? Bereiten wir unsere Kinder verantwortungsvoll auf ihre Zukunft vor oder machen wir uns das selbst nur vor? Bringt das Internet uns Menschen näher zueinander oder entfernt es uns zusehends?
  3. Wissenschaft und Hochschule

    1. Frontmatter

    2. Was hat die Digitalisierung mit Diderot zu tun?

      Michael Jäckel
      Zusammenfassung
      Alles kreist um die Frage guter Lehre, um das Ausmaß der Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden, um die Qualität von Lehrformaten, um kognitive Effekte unterschiedlicher Lernformen, um Anwesenheit und Abwesenheit, mithin um Flexibilität, um Fokussierung und Ablenkung, um Unabhängigkeit und Kontrolle, um Infrastrukturen, um die Zukunft.
    3. Digitale Kompetenzen und Schulbildung

      Christoph Meinel
      Zusammenfassung
      Die fundamentalen Veränderungen, denen wir heute ausgesetzt sind, werden sicher nicht allein durch IT-Schulungen und Weiterbildung zu meistern sein. Es werden sich völlig neue Herangehensweisen an Probleme der (Arbeits-)Welt und ein neues gesellschaftliches Ethos entwickeln müssen. Digitalkompetenz muss zu einem festen Bestandteil der Disposition des modernen Menschen werden.
    4. Selbstbestimmtes Handeln im Digitalzeitalter – Philosophische und anthropologische Überlegungen

      Hans Köchler
      Zusammenfassung
      Eine so verstandene „digitale Kompetenz auf der Metabene“ – als Fähigkeit des Bürgers, sich die Objektivierungstendenzen bewusst zu machen und Strategien selbstbestimmten Handelns zu entwickeln – ist für die Demokratie in der komplexen arbeitsteiligen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts unverzichtbar. Die Beschwörung der Menschenwürde wird ansonsten inhaltslos. Der „Neuerfindung“ („reinvention“) des Menschen im Sinne der Beeinflussung seines Verhaltens (einschließlich der Formung seiner Präferenzen, d. h. Wertungen) durch robotergesteuerte Prozesse, die als „künstliche Intelligenz“ idealisiert werden, kann nur durch digitale Mündigkeit gegengesteuert werden.
    5. Notwendiger Paradigmenwechsel an Hochschulen – das Beispiel UDS Berlin

      Mike Friedrichsen
      Zusammenfassung
      Die Digitalisierung erfordert Umdenken und Umlernen in großen Maßstäben. Einiges spricht dafür, dass das universitäre Bildungssystem in seiner jetzigen Struktur und seinem Selbstverständnis hierzu nicht ausreicht. Wenn Lerninhalte quasi ubiquitär zur Verfügung stehen, die meisten Fähigkeiten nicht in der Hochschule, sondern in der Praxis erworben werden, stellt sich zudem die Frage der Relevanz oder eher, ob es nicht Aufgaben gibt, die völlig neuartig für den Bildungssektor sind. Dabei muss die Hochschule sich den Herausforderungen stellen. Am Beispiel der University of Digital Science (UDS Berlin) werden die Optionen für konkrete Umsetzungen in der Hochschulstruktur aufgezeigt.
    6. Die Psychologie der Digitalkompetenz

      Jo Groebel
      Zusammenfassung
      Zunächst ist die einfachste Annäherung an die Psychologie der Digitalkompetenz die über die Verbindung zur Pädagogik. Als solche beschreibt sie wissenschaftlich die Prozesse bei Erlernen und Aufbau von Fähigkeiten und Wissen rund um die Nutzung von Computern und allgemein digitalen Displaygeräten, nicht zuletzt Online-Medien auf individueller Ebene. Mindestens so naheliegend ist aber die Ausweitung der Begrifflichkeit auf die Vorbereitung, Anwendung und Wirksamkeit aller digitalen Systeme und Abläufe im gesellschaftlichen und im organisatorischen Rahmen.
    7. Digitale Medien – Zugang zu einer neuen Welt

      Rainer Busch
      Zusammenfassung
      Mit dem Synonym „Industrie 4.0“ werden die sich abzeichnenden Veränderungen als vierte Revolution eingestuft und ein Signal für eine Zukunftsvision der Arbeitswelt gesetzt. Diese Vision zielt darauf ab, die Instanzen der Wertschöpfungskette, der Menschen und Fertigungssysteme, durch den Einsatz der Informationstechnik über Netzwerke zu verbinden und zu synchronisieren. Diese Verknüpfungen werden nicht nur Dienstleistungen und Produktionsprozesse beeinflussen. Alle Bereiche der Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft werden sich wandeln und vernetzen,
      Dieser Wandel, diese Chance eine neue Welt gestalten zu können, sollte stimulieren und motivieren. Wie in der Wirtschaft ist auch im Bildungswesen für das Lernen in der digitalen Welt ein konsequentes Umdenken erforderlich.
    8. Die Cloud als Höheres Wesen? Digitale Psychologie

      Manfred Schönebeck, Elke van der Meer
      Zusammenfassung
      Digitalwissenschaft kann Temposteuerung und Erkenntnisvalidität auf ihrem Gebiet, aber im abgesicherten Modus auch für andere Bereiche ermöglichen. Sie wird sich dabei der Medien und Techniken bedienen, die sie selbst erforscht, sie wird also teilnehmende Beobachterin sein. Aber auch das ist seit der Antike nichts Neues. Was große Philosophen durch Introspektion und Denken erkannten, versucht nun eben das System Menschheit einfach mal als Ganzes mit Hilfe der Digitalwissenschaft. Das Ganze aber bleibt mehr als die Summe seiner Teile.
      Ob allerdings künstliche Intelligenz und menschliche Intelligenz ein Ganzes werden, wird auch von der Entwicklung der Digitalwissenschaft abhängen.
    9. Alles digital, oder was?

      Digitale Technologien und Medien – so ist ihr Einsatz in der Präsenzlehre an der Universität sinnvoll Harald Rau
      Zusammenfassung
      In der Tradition dieses Beitrages soll abschließend auch in diesem Punkt sehr praxisorientiert argumentiert werden. Der Autor hat beste Erfahrungen mit so genannten „Kann-Listen“ gemacht. Hierunter verbirgt sich ein Konzept, das von konstruktivistisch motivierter Pädagogik befeuert wird. Herold und Herold entwickeln das Werkzeug zielgerichtet aus ihrem Konzept der Selbstorganisationskompetenz und geben damit Lehrenden ein hilfreiches Werkzeug an die Hand. Die Kann-Liste delegiert die Verantwortung an den Lernenden und gibt ihm offen und an den individuellen Möglichkeiten orientiert einen Leitfaden für Inhalte, Lernaspekte und an einer Taxonomie orientierte Kompetenzen.
    10. Fünf Thesen zur digitalen Bildung

      Thomas Riecke-Baulecke
      Zusammenfassung
      Die digitale Revolution führt zu dramatischen Veränderungen in allen Bereichen der Gesellschaft mit weitgehenden Folgen auch für Schule und Unterricht. Die Polemik über den „Digitalhype“ verkennt die Herausforderungen für Wohlstand, Demokratie und Bildung.
      Wider den Abgesang auf Schule und Unterricht: Im digitalen Zeitalter wächst die Bedeutung allgemeiner Bildung, von Schule und Unterricht als zentrale Lernorte zur Kultivierung von Lernfähigkeit und Mündigkeit.
      Jeder Werkzeuggebrauch ist ambivalent. Der unreflektierte Einsatz von Medien jeder Art macht den Fachunterricht nicht besser, möglicherweise wird er sogar schlechter.
      Digitale Kompetenz ist als basale Kulturtechnik aufzuwerten und als Längs- sowie Querschnittsaufgabe für alle Fächer verankern.
      Nicht die Lehrer sind das Problem: Politik ist gefordert die Infrastruktur und Fortbildung sicherzustellen. Bildungsverwaltungen, Landesinstitute und Hochschulen sollten Vorbilder für Schulen sein – auch bei der Nutzung „künstlicher Intelligenz“.
    11. Blended Learning als Spielfeld für Learning Analytics und Educational Data Mining

      Malte Persike
      Zusammenfassung
      Der Einsatz digitaler Lernformate im Blended Learning bietet demnach Chancen in mindestens zwei Bereichen. Zum einen können digitale Lernformate direkt die Lernprozesse von Studierenden günstig beeinflussen, ihre Leistungen verbessern und zudem positive Effekte auf vielen weiteren Ebenen wie der Motivation oder des Selbstkonzeptes bewirken. Zum anderen generieren digitale Lernformate eine Fülle von Daten in vielfältiger Gestalt. Studierende erzeugen bei der Arbeit mit digitalen Werkzeugen Nutzungsdaten, wie Verweildauern und Aktivitätsprofile, sie produzieren Leistungsdaten aus digitalen Aufgaben, sie hinterlassen Textbeiträge in Foren und Chats. All diese Daten können genutzt werden, um mit Methoden von Learning Analytics (LA) und Educational Data Mining (EDM) zu analysieren, Schlüsse und Vorhersagen über studentisches Lernverhalten zu ziehen und die Lernangebote entsprechend zu optimieren.
    12. Der Inverted Classroom – eine Königsdisziplin der digitalen Hochschullehre?

      Bertram Bühner, Julia Sommer
      Zusammenfassung
      In den letzten Jahren haben sich die Randbedingungen für die Hochschullehre rapide verändert. Die Universitäten stehen unter einem hohen Druck, sich diesen Veränderungen anzupassen. Sie erfordern einen kritischen Blick auf die traditionellen Formen und Orte der Wissensvermittlung. Die Abkehr von der traditionellen Arbeitsweise mit Buch und Mitschrift hin zur intensiven Nutzung von Medien, wie beispielsweise beim Flipped Classroom, stellt dabei eine mögliche Alternative dar. Diese eröffnet im Präsenz- wie auch im Selbststudium Freiräume, um neue Formen der Wissensvermittlung, -vertiefung sowie des sozialen Miteinanders zu entwickeln und darüber hinaus den kompetenten und reflektierten Umgang mit digitalen Medien zu fördern.
    13. Hochschul(aus)bildung im Zeitalter der Digitalisierung – Ziele und Kompetenzanforderungen

      Tobias Seidl
      Zusammenfassung
      Die Digitalisierung – in Form von neuen Technologien, intelligenten Systemen, neuen Medienlandschaften und einer Zunahme verfügbarer Daten – hat das Potenzial Arbeit und Gesellschaft tiefgreifend zu verändern. Das Bildungssystem sieht sich durch die Digitalisierung an verschiedensten Stellen herausgefordert:
      Nicht zuletzt (und vermutlich mit höchster Priorität) müssen sich aber Hochschulen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst als life-long-learner verstehen. Auch hier sind Ambiguitätstoleranz, die Bereitschaft zum Wandel und zur eigenen Weiterentwicklung (sowohl didaktisch aber auch fachlich/inhaltlich) sowie zur proaktiven Gestaltung der Zukunft zentrale Voraussetzungen, um die Herausforderungen vor die uns die Digitalisierung stellt bewältigen zu können.
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Titel
Digitale Kompetenz
Herausgegeben von
Prof. Dr. Mike Friedrichsen
Wulf Wersig
Copyright-Jahr
2020
Electronic ISBN
978-3-658-22109-6
Print ISBN
978-3-658-22108-9
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-22109-6

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    Bildnachweise
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