Digitale Medien im inklusiven Sportunterricht – ein Thema in der Sportlehrkräftebildung
Entwicklung, Anwendung und Evaluation von Lehr-Lernszenarien
- 2026
- Buch
- Verfasst von
- Svenja Kehm
- Buchreihe
- Bildung und Sport
- Verlag
- Springer Fachmedien Wiesbaden
Über dieses Buch
Digitale Medien eröffnen vielfältige Möglichkeiten, um den Sportunterricht zu unterstützen und einer heterogenen Schülerschaft gerecht zu werden. Es ist jedoch von entscheidender Bedeutung, dass der Einsatz reflektiert und didaktisch durchdacht erfolgt.
Dieses Buch analysiert Potenziale und Herausforderungen eines digitalgestützten inklusiven Sportunterrichts, definiert eine digital-inklusive Lehrkompetenz von Sportlehrkräften und untersucht, wie angehende Sportlehrkräfte auf einen diversitätssensiblen Einsatz digitaler Medien im Sportunterricht vorbereitet werden können. Auf Basis des Design-Based Research-Ansatzes werden Lehr-Lernszenarien erprobt, evaluiert und weiterentwickelt, um Prinzipien und konkrete Umsetzungshinweise für die Vermittlung einer inklusionsorientierten Digitalisierung in der Sportlehrkräftebildung bereitzustellen.
Inhaltsverzeichnis
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Frontmatter
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1. Einleitung
Svenja KehmDas Kapitel untersucht die Potenziale und Herausforderungen digitaler Medien im inklusiven Sportunterricht und deren Auswirkungen auf die Teilhabe aller Schüler*innen. Es analysiert, wie digitale Medien die gleichberechtigte Teilhabe fördern und welche Kompetenzen Lehrkräfte benötigen, um diese erfolgreich einzusetzen. Ein zentraler Fokus liegt auf der Entwicklung eines Kompetenzmodells für eine digital-inklusive Lehrkompetenz von Sportlehrkräften. Der Text beleuchtet zudem die Bedeutung der Digitalisierung für die Inklusion im Sportunterricht und zeigt auf, wie Lehr-Lernszenarien gestaltet sein müssen, um diese Kompetenzen zu fördern. Abschließend werden Gestaltungsprinzipien und Umsetzungshinweise für die Praxis abgeleitet, die eine breite Übertragbarkeit und Relevanz besitzen.KI-Generiert
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ZusammenfassungDas Einleitungskapitel thematisiert die weiterhin bestehenden Bildungsungleichheiten in Deutschland und die daraus resultierende Notwendigkeit eines inklusiven Bildungssystems. Inklusion wird dabei als Aufgabe von Schule verstanden, um allen Schüler*innen eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. Parallel dazu gewinnt die Digitalisierung an Bedeutung, deren Potenziale und Risiken für inklusiven Unterricht – insbesondere im Sportunterricht – bislang kaum erforscht sind. Diese Forschungslücke zeigt sich auch in der universitären Sportlehrkräftebildung, in der Inklusion und Digitalisierung bislang nur unzureichend gemeinsam adressiert werden. Vor diesem Hintergrund verfolgt die Arbeit das Ziel, Lehr-Lernszenarien zur Entwicklung einer digital-inklusiven Lehrkompetenz angehender Sportlehrkräfte zu gestalten. Zur Beantwortung der Forschungsfragen wird ein Design-Based-Research-Ansatz gewählt, der Theorie und Praxis eng verzahnt und die iterative Entwicklung, Erprobung und Weiterentwicklung hochschuldidaktischer Lehr-Lernszenarien ermöglicht. -
2. Inklusion und Digitalisierung als schulische Querschnittsthemen
Svenja KehmInklusion und Digitalisierung sind zwei zentrale Querschnittsthemen im aktuellen bildungspolitischen Diskurs. Das Kapitel beginnt mit einer grundlegenden Begriffsklärung beider Themen. Inklusion im Kontext Schule wird als ein System verstanden, das allen Menschen unabhängig von besonderen Lernbedürfnissen, Geschlecht, sozialen und ökonomischen Voraussetzungen die gleiche Teilhabe an qualitativ hochwertiger Bildung ermöglicht. Dabei wird die Vielfalt der Schüler*innen als Normalität und Ressource anerkannt, und es wird eine Abkehr von der Defizitorientierung gefordert. Es werden verschiedene Inklusionsverständnisse diskutiert, von einem engen, behinderungsspezifischen Ansatz bis hin zu einem weiten Verständnis, das alle Diversitätsdimensionen einbezieht. Der Text betont die Bedeutung eines inklusiven Sportunterrichts, der auf die individuellen Bedürfnisse der Schüler*innen eingeht und keine neuen didaktischen Prinzipien erfordert, sondern bekannte weiterentwickelt. Im zweiten Teil des Kapitels wird die Digitalisierung im schulischen Kontext beleuchtet. Digitale Medien werden als Werkzeuge zur Erfassung, Speicherung, Verarbeitung und Übermittlung von Informationen beschrieben, die neue Möglichkeiten für das Lernen und die Entwicklung von personalen Kompetenzen bieten. Es werden die Chancen und Herausforderungen der Nutzung digitaler Medien im Unterricht diskutiert, wobei verschiedene medienbezogene Grundhaltungen beleuchtet werden. Der kritisch-optimistische Ansatz wird als der wissenschaftlich fundierteste betrachtet, da er die Auswirkung der Nutzung digitaler Medien von verschiedenen Faktoren abhängig macht und eine differenzierte Betrachtung fordert. Das Kapitel schließt mit der Feststellung, dass digitale Medien in der Schule ausschließlich zur sinnvollen Unterstützung von Bildungsprozessen eingesetzt werden sollten und dass die Gestaltung von Bildungsprozessen im Vordergrund steht, nicht das Medium selbst.KI-Generiert
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ZusammenfassungIn aktuellen bildungspolitischen Diskussionen sind Inklusion und Digitalisierung als zwei Schwerpunktthemen auszumachen. Allerdings werden diese beiden Themen bisher weitestgehend als unabhängig voneinander laufende Diskurse betrachtet (Hartung et al., 2021). Bevor diese beiden Querschnittsthemen im Laufe der vorliegenden Forschungsarbeit zusammengebracht werden, soll zunächst eine grundlegende Begriffsklärung der Einzelperspektiven erfolgen. -
3. Professionalität von Lehrkräften
Svenja KehmDas Kapitel beginnt mit einer grundlegenden Betrachtung des Begriffs der Professionalität von Lehrkräften und stellt verschiedene professionstheoretische Ansätze vor. Dabei werden der strukturtheoretische, der (berufs-)biografische und der kompetenztheoretische Professionsansatz erläutert, die in der deutschen Erziehungswissenschaft zur Bestimmung von Professionalität im Lehrberuf vorrangig diskutiert werden. Anschließend werden die sozialpsychologischen Konstrukte Einstellungen und Selbstwirksamkeitserwartung erörtert, die als zentrale Einflussfaktoren auf das professionelle Handeln von Lehrkräften angesehen werden. Der Forschungsstand bezüglich der Einstellungen und Selbstwirksamkeitserwartungen von Lehrkräften im Kontext von Digitalisierung und Inklusion in der Schule wird analysiert. Abschließend werden auf Basis dieser Erkenntnisse Ableitungen für die vorliegende Studie formuliert. Das Kapitel bietet eine umfassende Analyse der Professionalität von Lehrkräften und zeigt auf, wie Einstellungen und Selbstwirksamkeitserwartungen das professionelle Handeln beeinflussen. Es wird deutlich, dass die Professionalität von Lehrkräften durch verschiedene Faktoren geprägt ist und dass eine reflektierte Auseinandersetzung mit diesen Faktoren für die Lehrkräftebildung von zentraler Bedeutung ist. Die Ableitungen für die vorliegende Studie bieten praktische Ansätze, um die Professionalisierung von Lehrkräften im Kontext von Digitalisierung und Inklusion zu fördern.KI-Generiert
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ZusammenfassungIn diesem Kapitel erfolgt eine grundlegende Betrachtung des Begriffs der Professionalität von Lehrkräften, indem zunächst verschiedene professionstheoretische Ansätze aufgezeigt werden. Im Anschluss werden die sozialpsychologischen Konstrukte Einstellungen und Selbstwirksamkeitserwartung erörtert, da diese als zentrale Einflussfaktoren auf das professionelle Handeln von Lehrkräften angesehen werden können. Im weiteren Verlauf wird der Forschungsstand bezüglich der Einstellungen und Selbstwirksamkeitserwartungen von Lehrkräften im Kontext von Digitalisierung und Inklusion in der Schule analysiert. Abschließend werden auf Basis dieser Erkenntnisse Ableitungen für die vorliegende Studie formuliert. -
4. Digitale Medien im (inklusiven) (Sport-)Unterricht
Svenja KehmDer Fachbeitrag beleuchtet die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten digitaler Medien im inklusiven Sportunterricht und untersucht, wie diese die Teilhabe und das Lernen aller Schüler*innen fördern können. Zunächst werden theoretische Grundlagen wie die Unified Theory of Acceptance and Use of Technology (UTAUT) und das SAMR-Modell vorgestellt, die helfen, die Akzeptanz und Integration digitaler Medien zu verstehen. Anschließend werden konkrete Anwendungsbeispiele wie die Nutzung von Videos für Visualisierung und Feedback, die Unterstützung der Klassenorganisation durch digitale Tools und die Erstellung von Video-Portfolios für Leistungsbewertung und -dokumentation diskutiert. Der Beitrag geht auch auf die Potenziale und Herausforderungen digitaler Medien im inklusiven Unterricht ein, wobei Studien zu den positiven Auswirkungen auf Motivation, Kooperation und Medienkompetenz hervorgehoben werden. Abschließend werden empirische Erkenntnisse zum Einsatz digitaler Medien im inklusiven Sportunterricht präsentiert, die zeigen, wie digitale Medien die Teilhabe von Schüler*innen mit unterschiedlichen Förderbedarfen verbessern können. Der Text bietet eine fundierte Analyse und praxisnahe Beispiele, die Lehrkräfte dabei unterstützen, digitale Medien gezielt und inklusiv im Sportunterricht einzusetzen.KI-Generiert
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ZusammenfassungAufgrund der Tatsache, dass der Einsatz digitaler Medien im inklusiven Sportunterricht bisher wenig erforscht ist, wird sich diesem Themenfeld zunächst aus verschiedenen Perspektiven genähert. Einerseits werden Erkenntnisse dazu aufgezeigt, wie digitale Medien im (Sport-)Unterricht Anwendung finden können. Andererseits wird untersucht, wie digitale Medien einen inklusiven Unterricht unterstützen können. Im weiteren Verlauf werden bestehende Erkenntnisse zur fachspezifischen Verknüpfung von Digitalisierung und Inklusion für das Unterrichtsfach Sport betrachtet. -
5. Methodischer Einschub im Rahmen des DBR-Ansatzes: Expert*inneninterviews zur Erweiterung der Wissensbasis
Svenja KehmIn diesem Kapitel wird die Methodik und Durchführung von Expert*inneninterviews zur Untersuchung der Potenziale und Herausforderungen digitaler Medien im inklusiven Sportunterricht dargestellt. Die Interviews zielen darauf ab, die Expertise von Fachleuten aus den Bereichen Forschung, universitäre Lehrkräftebildung und Schulpraxis zu verknüpfen, um Ableitungen für die Sportlehrkräftebildung zu treffen. Dabei werden sowohl explorative als auch systematisierende Ansätze verfolgt, um neue und bereits dokumentierte Wissensbestände zu berücksichtigen. Die Auswahl der Expert*innen erfolgte nach klaren Kriterien, die sowohl themenspezifische Expertise als auch verschiedene institutionelle Perspektiven abdecken. Die Interviews wurden digital durchgeführt und mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, welche Potenziale und Herausforderungen digitale Medien für den inklusiven Sportunterricht bieten und welche Kompetenzen angehende Sportlehrkräfte benötigen, um diese Medien kritisch-konstruktiv einzusetzen. Zudem werden Empfehlungen für die universitäre Ausbildung gegeben, um die Lehrkräfte bestmöglich auf den Einsatz digitaler Medien im inklusiven Sportunterricht vorzubereiten. Die detaillierte Darstellung der Methodik und der ausgewählten Ergebnisse bietet wertvolle Einblicke in die aktuelle Forschung und Praxis des Einsatzes digitaler Medien im inklusiven Sportunterricht.KI-Generiert
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ZusammenfassungMittels der in Abschnitt 4.1.3 und 4.2.3 erfolgten Sichtung relevanter nationaler sowie internationaler Forschungsliteratur konnten bereits interessante Erkenntnisse zu Einsatzmöglichkeiten, Potenzialen und Herausforderungen digitaler Medien im (Sport-)Unterricht sowie im inklusiven Unterricht gewonnen werden. Anhand der Ergebnisse der vorangegangenen Übersicht des Forschungsstandes zum Einsatz digitaler Medien im inklusiven Sportunterricht wird jedoch ersichtlich, dass es sich um ein aktuell wenig erforschtes Themenfeld handelt. Aus diesem Grund erscheint es naheliegend, die Wissensbasis auf diesem Gebiet nicht ausschließlich auf Grundlage der Fachliteratur zu erheben, sondern darüber hinaus Wissenschaftler*innen und Fachleute zu interviewen, um neue Wissensbestände zu generieren. -
6. Digitale Medien im inklusiven Sportunterricht: Ergebnisse der Interviewstudie
Svenja KehmDer Fachbeitrag beleuchtet die Potenziale und Herausforderungen digitaler Medien im inklusiven Sportunterricht anhand von Expert*inneninterviews. Die Ergebnisse zeigen, dass digitale Medien vielfältige Möglichkeiten bieten, um die Teilhabe aller Schüler*innen zu unterstützen. Dazu gehören assistive Technologien, die Visualisierung von Bewegungsabläufen, die Unterstützung der Individualisierung und Differenzierung sowie die Förderung der Medienkompetenz. Gleichzeitig werden Herausforderungen wie der Zeitaufwand für die Vorbereitung, die Gefahr der Defizitorientierung und der Datenschutz thematisiert. Die Expert*innen betonen die Notwendigkeit einer guten technischen Ausstattung, einer medienpädagogischen Konzept der Schule sowie eines reflektierten und didaktisch begründeten Einsatzes digitaler Medien. Die Ergebnisse werden entlang der Phasen der Unterrichtsvorbereitung, -durchführung und -nachbereitung diskutiert und in den Kontext der Inklusion und Digitalisierung gestellt. Der Beitrag schließt mit der Forderung nach einer Anpassung der Lehrkräftebildung an neue Entwicklungen, um eine digital-inklusive Lehrkompetenz zu fördern.KI-Generiert
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ZusammenfassungDie Interviews dienten der Generierung neuer Erkenntnisse hinsichtlich des Einsatzes digitaler Medien im inklusiven Sportunterricht. Die gewonnenen Ergebnisse werden im folgenden Kapitel dargelegt. Im Anschluss werden die Ergebnisse zusammengefasst, anhand der vorherigen Erkenntnisse aus Kapitel 4 diskutiert und eingeordnet. -
7. Die digital-inklusive Lehrkompetenz im Rahmen der Professionalität angehender Sportlehrkräfte
Svenja KehmDer Fachbeitrag untersucht die digital-inklusive Lehrkompetenz im Rahmen der Professionalität angehender Sportlehrkräfte. Es wird analysiert, welche Kompetenzen für einen kompetenten und wirksamen Einsatz digitaler Medien im inklusiven Sportunterricht benötigt werden. Der Text beginnt mit einer theoretischen Verortung und beschreibt die inklusionsorientierte Lehrkompetenz sowie die Lehrkompetenzen in der digitalen Welt. Anschließend werden die Ergebnisse von Expert*inneninterviews vorgestellt, die die notwendigen Kompetenzen für den Einsatz digitaler Medien im inklusiven Sportunterricht herausarbeiten. Basierend auf diesen Erkenntnissen wird eine digital-inklusive Lehrkompetenz von Sportlehrkräften formuliert. Der Beitrag schließt mit einer Diskussion über die Entwicklung dieser Kompetenz in der universitären Ausbildung. Der Fachbeitrag bietet eine umfassende Analyse und systematische Herangehensweise, die durch die Einbeziehung von Expert*inneninterviews und die Verknüpfung von digitalen und inklusiven Kompetenzen hervorsticht. Die detaillierte Beschreibung der Kompetenzbereiche und die Entwicklung eines Modells für die digital-inklusive Lehrkompetenz machen den Text zu einer wertvollen Ressource für Sportlehrkräfte und Bildungswissenschaftler.KI-Generiert
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ZusammenfassungIm Folgenden gilt es herauszuarbeiten, welche Kompetenzen Lehrpersonen für einen kompetenten und wirksamen Einsatz digitaler Medien im inklusiven Sportunterricht benötigen. Zudem ist unklar, wie die Professionalisierung angehender Lehrkräfte mit Fokus auf eine digital-inklusive Lehrkompetenz ausgestaltet werden kann. Hinsichtlich angehender Sportlehrkräfte gibt es in der Wissenschaft bisher weder ein allgemeingültiges Verständnis einer digital-inklusiven Lehrkompetenz noch verbreitete Methoden zur Entwicklung dieser Kompetenz. Aus diesem Grund wird im nachfolgenden Kapitel die digital-inklusive Lehrkompetenz als zu entwickelnde Handlungskompetenz von Sportlehrkräften sowie deren Entwicklung in der universitären Ausbildung näher betrachtet. -
8. Formulierung von Gestaltungsannahmen und theoretischen Annahmen
Svenja KehmIn diesem Kapitel wird die Formulierung von Gestaltungs- und theoretischen Annahmen im Rahmen des Design-Based Research Ansatzes detailliert erläutert. Es wird aufgezeigt, wie diese Annahmen die Gestaltung von Lehr-Lernszenarien konkret anleiten und wie sie durch empirische Überprüfungen verfeinert werden können. Der Prozess der Designentscheidungen wird durch verschiedene Forschungsinstrumente wie conjecture maps, hypothetical learning trajectories (HLT) und design principles sichtbar gemacht. Diese Instrumente dienen als Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis und helfen, die Annahmen über den Lernprozess zu präzisieren. Conjecture maps und HLT’s ermöglichen eine visuelle Darstellung von Annahmen und Hypothesen, während design principles praktische Ratschläge für die Umsetzung bieten. Im Rahmen dieser Forschungsarbeit wird zunächst eine conjecture map erstellt, auf deren Grundlage Gestaltungsannahmen und theoretische Annahmen abgeleitet werden. Diese Annahmen werden im weiteren Verlauf durch einen Evaluationszyklus überprüft und weiterentwickelt. Als Endergebnis werden design principles mit konkreten Umsetzungshinweisen formuliert, um die Ergebnisse für die Praxis nutzbar zu machen. Die conjecture map dient dabei als Werkzeug, um die Gestaltungs- und theoretischen Ideen sichtbar zu machen und die Entscheidungen über die Überprüfung dieser Ideen nachvollziehbar zu gestalten. Die Analyse der Interaktionen und Artefakte ermöglicht eine systematische Überprüfung der Vermutungen hinsichtlich der Wirkungsweise einer Bildungsintervention. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für die Konzeption eines Prototyps konkreter Lehr-Lernszenarien für das Seminar „Vielfalt und Inklusion II“ an der Universität Leipzig.KI-Generiert
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ZusammenfassungIn diesem Kapitel werden die vorläufigen Gestaltungsannahmen nach dem Design-Based Research Forschungsansatz weiter fundiert, um die Gestaltung der Lehr-Lernszenarien konkret anleiten zu können. Um diesen Prozess strukturiert anzugehen, werden die eher allgemein gehaltenen Ausführungen aus Kapitel 3.3 durch konkretere Überlegungen zur Designentwicklung ergänzt. -
9. Entwicklung von Lehr-Lernszenarien für das Seminar „Vielfalt und Inklusion II“ an der Universität Leipzig
Svenja KehmDas Kapitel beschäftigt sich mit der Entwicklung und Implementierung von Lehr-Lernszenarien für das Seminar „Vielfalt und Inklusion II“ an der Universität Leipzig. Es wird der Aufbau der Lehramtsbildung im Fach Sport an weiterführenden Schulen dargestellt, wobei besonderes Augenmerk auf die sportdidaktische Ausbildung gelegt wird. Die Lehr-Lernszenarien zielen darauf ab, angehende Sportlehrkräfte in der Nutzung digitaler Medien zur Förderung eines inklusiven Sportunterrichts zu schulen. Dabei werden die Kontextbedingungen, Lernvoraussetzungen, Lernziele und methodisch-didaktischen Bausteine der Lehr-Lernszenarien detailliert erläutert. Die Ausgestaltung der Szenarien umfasst sowohl theoretische Inputs als auch praktische Übungen, um die Studierenden auf die Herausforderungen eines diversitätssensiblen und digital unterstützten Sportunterrichts vorzubereiten. Die Evaluation und Reflexion der Lehr-Lernszenarien sind ebenfalls integraler Bestandteil des Kapitels, um die Wirksamkeit und Verbesserungspotenziale der entwickelten Konzepte zu analysieren. Durch die Integration digitaler Medien und die Förderung einer kritisch-optimistischen Haltung gegenüber deren Einsatz wird ein moderner und inklusiver Ansatz für die sportdidaktische Ausbildung präsentiert.KI-Generiert
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ZusammenfassungDie Lehr-Lernszenarien zur Entwicklung einer digital-inklusiven Lehrkompetenz angehender Sportlehrkräfte werden im Rahmen des Lehramtsstudiengangs Sport der Universität Leipzig erprobt und erforscht. Die Implementierung erfolgt im Bereich der Fachdidaktik, für den die Professur für Sportdidaktik/Bewegungspädagogik verantwortlich ist. Um die Einbettung der Lehr-Lernszenarien im Studiengang nachvollziehen zu können, beinhaltet dieses Kapitel zunächst eine Darstellung des Aufbaus der Lehramtsbildung an der Universität Leipzig für das Fach Sport an weiterführenden Schulen. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die sportdidaktische Ausbildung gelegt. Anschließend wird die Entwicklung der Lehr-Lernszenarien für das Seminar „Vielfalt und Inklusion II“ erläutert. Zu diesem Zweck werden die Kontextbedingungen, die angenommenen Lernvoraussetzungen der Studierenden, die angestrebten Lernziele, die Inhalte sowie die methodisch-didaktischen Bausteine der Lehr-Lernszenarien dargelegt. -
10. Methodisches Vorgehen im Rahmen des DBR-Ansatzes: Das Evaluationskonzept
Svenja KehmDas Kapitel beschäftigt sich mit dem methodischen Vorgehen im Rahmen des Design-Based Research-Ansatzes, insbesondere mit dem Evaluationskonzept für Lehr-Lernszenarien. Es werden die verschiedenen Phasen der Evaluation, wie Alpha-, Beta- und Gamma-Phase, detailliert beschrieben und die eingesetzten Evaluationsstrategien und -methoden vorgestellt. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der systematischen und formalisierten Durchführung der Evaluation, um die Wirksamkeit und Effektivität der Lehr-Lernszenarien zu untersuchen. Zudem werden qualitative und quantitative Methoden zur Datenerhebung und -auswertung diskutiert, wobei der Fokus auf qualitativen Forschungsmethoden liegt. Die Evaluation umfasst sowohl die Bewertung der Gestaltungsannahmen als auch der theoretischen Annahmen, um Gestaltungsprinzipien für die Weiterentwicklung der Lehr-Lernszenarien abzuleiten. Das Kapitel bietet wertvolle Einblicke in die praktische Umsetzung und Optimierung von Lehr-Lernszenarien im Rahmen des Design-Based Research-Ansatzes.KI-Generiert
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ZusammenfassungNach der Entwicklung des Prototyps I folgt im Prozessablauf des Design-Based Research als nächstes die Erprobung und formative Evaluation der Lehr-Lernszenarien. Da es bei der Evaluation wichtig ist, dass diese „bewusst, systematisch und formalisiert“ durchgeführt wird, sollte das Evaluationskonzept bereits vor der Erprobung ausgestaltet werden. In diesem Kapitel wird das Evaluationskonzept zunächst im Überblick vorgestellt. Anschließend wird auf die eingesetzten Evaluationsstrategien und -methoden eingegangen. -
11. Erprobung, Evaluation und Weiterentwicklung der Lehr-Lernszenarien
Svenja KehmDas Kapitel beschäftigt sich mit der Erprobung, Evaluation und Weiterentwicklung von Lehr-Lernszenarien im Kontext digitaler Medien im inklusiven Sportunterricht. Es wird detailliert beschrieben, wie die Lehr-Lernszenarien in drei aufeinanderfolgenden Evaluationszyklen weiterentwickelt wurden. Die Evaluation erfolgte mittels Fokusgruppeninterviews und umfasste die Identifizierung lernförderlicher und lernhinderlicher Faktoren. Die Studierenden bewerteten die praktischen Erfahrungen, den intensiven Austausch untereinander sowie das gemeinsame Erstellen von Unterrichtssequenzen als besonders lernwirksam. Die kontinuierliche Feedbackkultur und die kritische Reflexion des Medieneinsatzes wurden ebenfalls als unterstützend empfunden. Herausforderungen wie der Einsatz des Tools Mahara zur Erstellung eines E-Portfolios wurden identifiziert und diskutiert. Die Ergebnisse untermauern die Gestaltungsempfehlungen für die Lehr-Lernszenarien zur Förderung einer digital-inklusiven Lehrkompetenz. Die Weiterentwicklung der Lehr-Lernszenarien für den zweiten Anwendungszyklus wird ebenfalls dargestellt, wobei die Anpassungen der Gestaltungsannahmen und die konkreten Änderungen der methodisch-didaktischen Bausteine im Fokus stehen. Die Evaluation des zweiten Anwendungszyklus zeigt, dass die Studierenden die praktische Erprobung von Beispielen, das eigene Lehren mit digitalen Medien, die Theorie-Praxis-Verzahnung sowie die kritische Reflexion in Feedbackrunden als besonders relevant und lernförderlich erachten. Die Einstellungen und Selbstwirksamkeitserwartung der Studierenden bezüglich des Unterrichtens mit digitalen Medien in heterogenen Lerngruppen wurden ebenfalls untersucht. Die meisten Studierenden zeigten eine kritisch-optimistische medienpädagogische Grundhaltung und eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung. Die Ergebnisse der Evaluation bieten wertvolle Einblicke in die Wirksamkeit und Optimierung von Lehr-Lernszenarien im Kontext digitaler Medien im inklusiven Sportunterricht.KI-Generiert
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ZusammenfassungNachdem im vorhergehenden Kapitel das Evaluationskonzept dargelegt wurde, erfolgt in diesem Kapitel die detaillierte Darstellung der praktischen Erprobung und formativen Evaluation der Lehr-Lernszenarien. Nach einer ersten Erprobung wurden die Lehr-Lernszenarien auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse der Evaluation weiterentwickelt und erneut erprobt. Insgesamt durchliefen die Lehr-Lernszenarien im Rahmen der vorliegenden Forschungsarbeit drei aufeinanderfolgende Evaluationszyklen. -
12. Reflexion der Gestaltungsprinzipien und Formulierung konkreter Umsetzungshinweise
Svenja KehmDas Kapitel beschäftigt sich mit der Reflexion und Beurteilung von Gestaltungsprinzipien für den Einsatz digitaler Medien im inklusiven Sportunterricht. Es basiert auf Evaluationsergebnissen aus verschiedenen Anwendungszyklen, die im Rahmen eines Seminars durchgeführt wurden. Die Gestaltungsprinzipien wurden iterativ bestätigt und weiterentwickelt, um eine kritisch-optimistische Haltung gegenüber digitalen Medien zu fördern. Konkrete Umsetzungshinweise werden formuliert, die sowohl allgemeindidaktische Konzepte als auch spezifische Anweisungen für verschiedene Kontexte umfassen. Die Prinzipien sind darauf ausgelegt, nicht nur auf den spezifischen Kontext der sportdidaktischen Ausbildung an der Universität Leipzig anwendbar zu sein, sondern auch als Orientierungsrahmen für andere Hochschulstandorte oder Fachrichtungen zu dienen. Die volle Wirkung der Prinzipien entfaltet sich durch den Transfer und die Anpassung an die jeweiligen spezifischen Bedingungen durch die Anwendenden. Das Kapitel betont die Bedeutung einer hinreichenden Kontextualisierung der Bedingungen, die während der Entwicklung der Gestaltungsprinzipien vorherrschten, sowie die Notwendigkeit, die Gestaltungsprinzipien durch konkrete Umsetzungshinweise zu ergänzen. Diese Hinweise dienen einer weiteren Konkretisierung und erleichtern die Anwendung der Prinzipien im Lehralltag. Die Evaluationsergebnisse zeigen, dass die Studierenden durch die Reflexion und Anwendung der Gestaltungsprinzipien ihre Einstellungen gegenüber digitalen Medien im inklusiven Sportunterricht positiv beeinflusst haben. Die konkreten Umsetzungshinweise bieten wertvolle praktische Anleitungen für die Umsetzung der Prinzipien in der Praxis.KI-Generiert
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ZusammenfassungIm vorangegangenen Kapitel wurden die Evaluationsergebnisse der verschiedenen Anwendungszyklen, welche im Rahmen dieser Forschungsarbeit im Kontext des Seminars „Vielfalt und Inklusion II“ durchgeführt wurden, dargestellt und diskutiert. Dabei wurde analysiert, inwiefern die zuvor formulierten Gestaltungsannahmen und theoretischen Annahmen iterativ bestätigt bzw. weiterentwickelt werden konnten. Im Folgenden soll nun ein zentraler Schritt im Abschluss eines Design-Based-Research-Projekts erfolgen: eine Reflexion und Beurteilung der Gestaltungsprinzipien und die Formulierung konkreter Umsetzungshinweise. -
13. Diskussion, Fazit und Ausblick
Svenja KehmIn diesem Kapitel werden die Erkenntnisse einer Forschungsarbeit zur Förderung einer digital-inklusiven Lehrkompetenz bei angehenden Sportlehrkräften zusammengefasst. Die Arbeit identifiziert methodologische Limitationen des Design-Based-Research-Ansatzes und diskutiert offen gebliebene Fragen für zukünftige Studien. Der theoretische Bezugsrahmen der Arbeit basiert auf professionstheoretischen Ansätzen, sozialpsychologischen Konzepten und kompetenztheoretischen Ansätzen, die die Entwicklung einer professionellen Handlungskompetenz in den Fokus rücken. Die Arbeit untersucht die Potenziale und Herausforderungen des Einsatzes digitaler Medien im inklusiven Sportunterricht und entwickelt Gestaltungsprinzipien für Lehr-Lernszenarien, die auf einen breiten Anwendungskontext übertragbar sind. Die Evaluation der Lehr-Lernszenarien zeigt, dass die Studierenden nach dem Besuch des Seminars überwiegend positive Einstellungen gegenüber dem diversitätssensiblen Einsatz digitaler Medien im inklusiven Sportunterricht aufwiesen und ihre Selbstwirksamkeitserwartung gestärkt wurde. Die Arbeit bietet praxisnahe Gestaltungsprinzipien und Umsetzungshinweise für die Gestaltung von Lehr-Lernszenarien, die angehende Sportlehrkräfte auf einen diversitätssensiblen Einsatz digitaler Medien im inklusiven Sportunterricht vorbereiten.KI-Generiert
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ZusammenfassungIn diesem Kapitel werden die Erkenntnisse, die im Rahmen der vorliegenden Forschungsarbeit gewonnen werden konnten, zusammengefasst und gezielt in Bezug auf die Fragestellungen der Arbeit diskutiert. Zudem werden methodologische Limitationen identifiziert, die sich im Rahmen des Design-Based-Research Forschungsansatzes ergeben haben. Abschließend werden offen gebliebene Fragen adressiert, woraus Anregungen für künftige Studien abgeleitet werden können. -
Backmatter
- Titel
- Digitale Medien im inklusiven Sportunterricht – ein Thema in der Sportlehrkräftebildung
- Verfasst von
-
Svenja Kehm
- Copyright-Jahr
- 2026
- Electronic ISBN
- 978-3-658-50841-8
- Print ISBN
- 978-3-658-50840-1
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-658-50841-8
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