Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Die Digitalisierung lässt keinen Stein auf dem anderen. Dieses Buch beschreibt neue Denkansätze für modernes Management in einer Ökonomie in der Wertschöpfung durch Geschäftsmodelle statt durch Maschinen entsteht, in der die erfolgreichsten Unternehmen Verluste machen, in der Daten den wertvollsten Rohstoff bilden und in der Finanzierung nichts mehr kostet.

Das Buch zeigt detailliert die Auswirkungen der Digitalisierung im betrieblichen Alltag, die Bedeutung der Geschäftsmodelle und Prozesse mit neuen Ansätzen zur Wirtschaftlichkeit, mit einer neuen Sicht des Marktes, der Kunden und Wettbewerber sowie der Mitarbeiter.

Im Praxisteil konkretisieren Unternehmen Lösungsansätze zur Internetrecherche, Einkaufsoptimierung, Mitarbeitersuche und Prozessoptimierung.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Wege zum digitalen Unternehmen

Frontmatter

Kapitel 1. Das Buch auf einen Blick

In der Vergangenheit erfolgte Wertschöpfung in Fabriken, und damit an Orten die sich unübersehbar selbst darstellten, Orten, wo man hingehen, die Maschinen sehen, den Fertigungsprozess abschreiten und die Produkte anfassen und zählen konnte und wo Mitarbeiter arbeiteten und wo man auf Briefköpfen die Bedeutung des Unternehmens an der Anzahl der Schornsteinen erkennen konnte.
Otto Brauckmann

Kapitel 2. Unser Unternehmen – Wer wir sind

Die Fabrik der Vergangenheit hat sich selbst dargestellt mit seinen Gebäuden, rauchenden Schloten und Gleisanschlüssen. Wenn man vom Gasometer in Oberhausen nach Osten auf die angrenzende Grünfläche schaut, sieht man als Kontrast eine Fotomontage des gleichen Ausblicks noch von vor zwei Generationen mit kilometerlangen endlosen Fabrikgebäuden, unzähligen Schornsteinen und einem Wirrwarr von Eisenbahnschienen, Straßen und Lkws in einem grauen Umfeld. Diese traditionelle Vorstellung von einem Betrieb, die von Gutenberg als „die konkrete örtliche, technische und organisatorische Einheit“ beschrieben wird, ist inzwischen überholt. Wenn man aber über die Fotomontage auf das heutige Gelände schaut, sieht man einen Park mit Spazierwegen und Teichen, man sieht ins Grüne.
Otto Brauckmann

Kapitel 3. Unser Geschäftsmodell – Warum es uns gibt

Geschäftsmodell ist ein relativ neuer Begriff. In der Anfangszeit der industriellen Fertigung reichte das Produkt in der Regel als Kaufgrund aus. Die Industrie entwickelte Produkte und verbesserte ihre Herstellung, verbesserte und verbilligte Herstellverfahren schafften ihrerseits neue Anwendungen und neue Anwendungen schafften wiederum neue Märkte. Die mit der Produktion verbundene Rationalisierung hat die Nachfrage selbst in Gang gehalten – ein exemplarisches Beispiel dafür ist die Entwicklung der Verkehrstechnik und des Eisenbahnwesens im 19. Jahrhundert. Der Kunde war zu der Zeit noch hinter den Produkten verborgen, seine zentralen Bedürfnisse wie niedrige Preise oder eine hohe Qualität konnten prinzipiell über die Produktionstechnik gelöst werden. Der Kunde wurde mehr oder weniger vorausgesetzt und konnte durch die Fabrik „bedient bzw. beliefert“ werden. Der Wettbewerb der Frühzeit der Industrialisierung war im Gegensatz zu heute ein Wettbewerb der Produkte.
Otto Brauckmann

Kapitel 4. Prozesse – Die neuen Produktionsfaktoren

Alle reden von Prozessen – was sind eigentlich Prozesse? Die etwas sperrige Definition der Norm DIN/ISO kann man etwas vereinfacht formulieren: „Prozesse sind Tätigkeiten, die ausgeführt werden um Ergebnisse zu erzielen“.
Otto Brauckmann

Kapitel 5. Digitalisierung – Die Zukunft überholt uns

Früher kommunizierte man über Briefe. Dazu benötigte man Briefpapier und einen Umschlag. Der Brief wurde diktiert und von einer Schreibkraft – getippt und eventuell mehrfach korrigiert und mit Kohlepapier ein Durchschlag angefertigt. Der Durchschlag musste später im Archiv abgelegt werden. Der Brief kam nach der Unterzeichnung zur die Poststelle und wurde dort frankiert und anschließend zur Post gebracht. Die Antwort kam frühestens in einer Woche, ging an der Poststelle ein, dort mir einem Eingangsstempel versehen, dann nach Zuständigkeiten vorsortiert und vom Boten zum Sachbearbeiter gebracht.
Otto Brauckmann

Kapitel 6. FinTech – Finanzierung ohne Banken

„Banking ist necessary, banks are not“ ist ein inzwischen vielzitierter Ausspruch von Bill Gates aus dem Jahr 1994. Das Bankgewerbe ist seit der Finanzkrise im Umbruch und damit auch das klassische Modell der Kreditgewährung. Der Hintergrund dieser Aussage gewinnt inzwischen zunehmend an Bedeutung. Durch das Zusammenspiel von Social Media, Mobile IT, Analytics und Cloud Computing entstehen neue Möglichkeiten, welche das Potenzial haben, die traditionellen Geschäftsmodelle zu zerstören – man nennt das heute disruptive Technologien. Disruptive Technologien zwingen nahezu alle Industrien dazu, ihr Geschäftsmodell grundlegend zu überarbeiten oder gar neu zu definieren. Erfolgreiche Finanzanbieter zeichnen sich durch ein besonders starkes Technologiebewusstsein für die Erstellung ihres Leistungsangebots aus.
Otto Brauckmann

Kapitel 7. Big Data – Daten als Rohstoff der Zukunft

„Daten sind der Rohstoff der Zukunft – Daten sind ein Teil der realen Welt wie Kohle und Stahl“ beschwört Angela Merkel auf dem Digitalisierungskongress der CDU. Sie warnt eindringlich vor der Gefahr, dass Deutschland im Wettlauf zur Industrie 4.0 wegen zu hoher Datenschutzauflagen ins Hintertreffen geraten könnte.
Otto Brauckmann

Kapitel 8. Neue Wirtschaftlichkeit in der Digitalisierung

Jeder will wirtschaftlich arbeiten. Wirtschaftlichkeit folgt dem ökonomischen Prinzip, wonach ein bestimmter Erfolg mit dem geringst möglichen Mitteleinsatz bzw. mit einem bestimmten Mitteleinsatz der größtmögliche Erfolg erzielt werden soll. Das Wirtschaftlichkeitsprinzip ist nach Gutenberg das Kriterium für eine Unternehmung überhaupt und steht für viele Autoren für die die Theorie der Unternehmung (Theory of the firm) schlechthin.
Otto Brauckmann

Kapitel 9. Wer sind unsere Kunden?

Es gibt keinen Ersatz für Kunden. Kunden sollten daher für jedes Unternehmen im Mittelpunkt stehen. Die bekannte Autorin Anne M. Schüller behauptet in ihrem spannenden Buch Kundennähe in der Chefetage, (Schüller 2008) dass die Kunden den meisten Anbietern und ihren Führungskräften häufig nicht bekannt sind. Stellen Sie sich oder Ihrer Verkaufsabteilung einmal Fragen zu Ihren wichtigsten Geldgebern – den Kunden: Was tut sich gerade bei ihm, gibt es einen Generationswechsel oder einen neuen Geschäftsführer, wie heißt er oder wo war der vorher? Kooperiert vielleicht er gerade mit einem Wettbewerber oder mit einer Hochschule? vergibt man gerade für ein Projekt Diplomarbeiten oder wird er zurzeit von einem anderen Unternehmen (Privat Equity, Wettbewerber) übernommen? Hat es kürzlich Insolvenz angemeldet? Oder geht er gerade nach China oder baut er neu am Standort? Wird gerade in eine neue Fertigung investiert oder ist kürzlich eine Halle abgebrannt? Alle Informationen zu diesen Fragen sind wichtig und können wichtige Aktivitäten auslösen.
Otto Brauckmann

Kapitel 10. Unser Markt

In der Vergangenheit betrachtete man Hersteller, Märkte, Kunden oder Wettbewerber, Geldgeber etc. als isolierte Parameter, denen in der Betriebswirtschaftslehre eigene Monografien und Lehrstühle gewidmet wurden. Markt, Kunde und Wettbewerb, Fremdanbieter und Nichtkunden bilden heute einen strategischen Zusammenhang – ein Ecosystem. Der Begriff Ecosystem ist in der betriebswirtschaftlichen Literatur noch nicht fest etabliert und findet sich bei Kagermann u. a. (Kagermann und Österle 2007)
Otto Brauckmann

Kapitel 11. Das ungehobene Potenzial Mitarbeit

In der Mitarbeit liegt vermutlich das größte ungehobene Potenzial jedes Unternehmens: Nach der jährlich wiederholten Umfrage des Gallup Instituts arbeiten 65 Prozent aller Mitarbeiter gleichgültig ihrem Job gegenüber und nur 15 Prozent sind motiviert. Nach einer Studie der globalen Proudfoot Consulting wird 1/3 aller Arbeitszeit unproduktiv verschwendet. Däfler von der FOM Hochschule Frankfurt am Main behauptet als Ergebnis einer offline Erhebung von 1519 Personen, dass zweidrittel aller Beschäftigten unzufrieden ist. (Däfler 2017) Es gibt heute in allen Unternehmen und Organisationen Scharen unmotivierter Mitarbeiter.
Otto Brauckmann

Werkstattberichte aus der Praxis

Frontmatter

Kapitel 12. Patentrecherche: Heute die Technik von Morgen kennen

Neue Technologien verändern die gesamte Welt und auch das Leben eines jeden Einzelnen. Vieles, was vorgestern undenkbar und gestern noch Zukunftsvision war, gehört heute zum Alltag und kann morgen bereits überholt sein.
Otto Brauckmann

Kapitel 13. Leadership 4.0

Ein indischer Kollege, der inzwischen an einer Universität in England eine Professur für Management & Leadership ausfüllt, beschrieb mir bei einem gemeinsamen Projekt sehr eindrücklich und auf typische, trockene, englische Art das Führungsverhalten deutscher Manager und Führungskräfte, die er in seiner Laufbahn als Berater bisher erleben durfte. Er sagte, in Deutschland gelte der Führungsstil: „leading people by hurting feelings“.
Otto Brauckmann

Kapitel 14. Einkauf 4.0 – Beschaffung als Prozess

Die Beschaffung als Teil der der Supply Chain unterliegt dem gleichen Wandel, wir die Industrie 4.0, ein Wandel, der darin besteht, dass nicht mehr das isolierte Einkaufsobjekt, sondern der gesamte Prozess, in den das Einkaufsobjekt eingebunden ist, zum Ziel der Optimierung wird. Damit kommt dem Einkauf eine entscheidende Rolle für die Prozessfähigkeit – jede Kette ist nur so stark, wie ihr schwächstes Glied.
Otto Brauckmann

Kapitel 15. MES Manufacturing Execution System 4.0

Ein Manufacturing Execution System (MES) ist ein Fertigungsmanagementsystem, das im Gegensatz zu den ERP-Systemen prozessnah operiert. Während ERP-Systeme die Gesamtheit aller Geschäftsprozesse im Unternehmen abbildet, ist ein MES-System auf die Prozesse der operativen Ebene fokussiert. Durch die direkte Anbindung an die verschiedenen Fertigungssysteme wie Maschinensteuerungen, DNC-Systemen, Personal-, Qualitäts-, Materialmanagementsysteme kann es die Fertigung praktisch in Echtzeit erfassen, transparent machen und steuern.
Otto Brauckmann

Kapitel 16. Schlauer zu mehr Geschäft

Wie Geschäftsführer Neukundengewinnung, Produktentwicklung und Geschäftsmodelle mit digitalen Daten-Robotern im Griff behalten
Welches Unternehmen möchte nicht in der Lage sein, schlauere Entscheidungen zu treffen? In einer Minute werden im Internet 3 bis 4 Millionen Google-Suchen durchgeführt, 14 Millionen WhatsApp-Nachrichten verschickt und 25.000 Produkte auf Amazon verkauft. Wir produzieren jeden Tag über 2,5 Trillionen Bytes an Daten, 80 Prozent davon sind unstrukturiert – z. B. die Texte in Facebook oder auf Ingenieurforen – und daher für herkömmliche Technologien unsichtbar. Prognosen gehen davon aus, dass sich unser Datenbestand auch in Zukunft alle zwei Jahre verdoppelt. Studien kommen zu dem Ergebnis, dass nur 1 Prozent der Big-Data-Bestände analysiert werden.
Otto Brauckmann

Kapitel 17. Betriebswirtschaft und ihre Praxis heute

Die Wirtschaftlichkeit ist das zentrale Prinzip jedes Unternehmens und die BWL bzw. das Controlling sollte entsprechend die Aufgabe haben, eine „zielbezogene, erfolgsorientierte Steuerung des Unternehmens wahrzunehmen“ (Weber in Springer Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Controlling). Vor dem Hintergrund der oben beschriebenen Probleme der nach wie vor unverändert gelehrten Kosten- und Leistungsrechnung für die moderne betriebliche Praxis habe ich im Jahr 2015 52 Controlling-Lehrstühle in Deutschland, Österreich und der Schweiz angeschrieben mit dem Hinweis, dass die traditionelle Kostenrechnung mit ihrer Ausrichtung auf isoliert betrachtete Produktionsfaktoren die Wirtschaftlichkeit der kundenorientierten und servicegetriebenen Wertschöpfung nicht mehr abbilden und nur noch die Produktionsbedingungen aus der Anfangszeit der Industrialisierung reflektiert.
Otto Brauckmann

Backmatter

Weitere Informationen

Premium Partner

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Wieviel digitale Transformation steckt im Informationsmanagement? Zum Zusammenspiel eines etablierten und eines neuen Managementkonzepts

Das Management des Digitalisierungsprozesses ist eine drängende Herausforderung für fast jedes Unternehmen. Ausgehend von drei aufeinander aufbauenden empirischen Untersuchungen lesen Sie hier, welche generellen Themenfelder und konkreten Aufgaben sich dem Management im Rahmen dieses Prozesses stellen. Erfahren Sie hier, warum das Management der digitalen Transformation als separates Konzept zum Informationsmanagement zu betrachten
und so auch organisatorisch separiert zu implementieren ist. Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise