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Über dieses Buch

Die Pharmaindustrie erfährt durch die digitale Transformation gegenwärtig einen großen Entwicklungsschub. Verkäufer von Arzneimitteln bieten ihre Produkte und Dienstleistungen verstärkt im Internet und über andere Kommunikationskanäle an. Patienten erhalten benötigte Informationen in kurzer Zeit und können Angebote und Preise vergleichen und für sich die jeweils passende Leistung auswählen. Durch die Digitalisierung ergeben sich darüber hinaus Chancen für neue Therapieansätze, für die Therapieauswahl und für stärker personalisierte Medizin. Künstliche Intelligenz wird künftig die Prozesse der Arzneientwicklung verändern und einen Einfluss auf das Datenmanagement bewirken. Für Unternehmen wird die strategische und digitale Ausrichtung zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Das Buch gibt einen Überblick über aktuelle Trends, Entwicklungen und die Märkte der Zukunft in der Pharmabranche sowie in ihren angrenzenden Bereichen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Das digitale patientenzentrierte Pharmaunternehmen

Zusammenfassung
Digitalisierung ist einerseits ein Modewort unserer Zeit, andererseits die am schnellsten voranschreitende spürbare gesellschaftliche Veränderung in unserem täglichen Leben. Wie können pharmazeutische Hersteller diesen Megatrend nutzen? Müssen sie ihn nutzen um ihrer selbst willen? Welcher Nutzen entsteht für die Patienten? Ist das klassische Geschäftsmodell der Pharmabranche hinfällig? Welche Möglichkeiten hat ein Pharmaunternehmen überhaupt, die Digitalisierung gewinnbringend, sinnstiftend und patientenzentriert einzusetzen? Nicht zu vergessen: Welche Rolle spielt bei all diesen Fragen die Unternehmenskultur? Der Beitrag erläutert anhand vieler Beispiele, dass sich eine traditionelle Branche in einem Paradigmenwechsel befindet, bei dem der Patient als „Gewinner“ hervorgehen wird. Gleichzeitig beschreibt er die Risiken der Digitalisierung sowie die Notwendigkeit einer kulturellen Identität in einer äußerst schnelllebigen Zeit.
Werner Bleilevens, Julia Schenk

2. Welche Auswirkungen hat die Digitale Transformation auf das Unternehmensrecruiting in der Pharmaindustrie?

Zusammenfassung
Die digitale Transformation ist aktuell eine der großen Herausforderungen für die Pharmaindustrie. Also das Lösen von Problemen mit den bestmöglichen technischen Mitteln. Sie erfordert die unternehmensseitige Fähigkeit einer kontinuierlichen und schnellen Adaption, um nachhaltig erfolgreich zu sein. Der vorliegende Beitrag zeigt zunächst die Entwicklung der Digitalisierung im Recruitingprozess auf. Im Anschluss daran werden die aktuellen Herausforderungen und Möglichkeiten für Unternehmen und Kandidaten aus der Pharmaindustrie aufgezeigt und Lösungsansätze für Probleme vorgestellt. Des Weiteren werden aktuelle Trends besprochen. Den Abschluss bildet ein Ausblick auf die weitere Entwicklung sowie die Schlussbetrachtung.
Jürgen Stoll, Claudia Gschwind, Alexandra Krahl

3. Potenziale und Trends der Digitalisierung in der Pharmaindustrie im Kontext von E-Health

Zusammenfassung
E-Health ist eine der Schlüsseltrends der Pharmabranche. Dieser Trend hat sich durch die zunehmende Bedeutung der Digitalisierung verstärkt. Die Digitalisierung wird dabei im Wesentlichen durch eine betriebswirtschaftliche und eine technologische Dimension getrieben. Deshalb ist es das Ziel des Beitrags, anhand verschiedener technologischen Treiber die für Pharmaunternehmen relevantesten wirtschaftlichen Potenziale und Trends der Digitalisierung aufzuzeigen. Dafür wurden sieben Schlüsseltechnologien identifiziert: Big Data, Analytics und künstliche Intelligenz, Cloud Computing, Blockchain, 3D-Druck, Internet of Things, Wearables und mobile Computersysteme sowie Virtual und Augmented Reality. Diese Technologien werden zu teilweise umfangreichen Veränderungen in der Forschung und Entwicklung, Produktion, Supply Chain und patientenorientierten individuellen Versorgung führen. Big Data, Analytics und künstliche Intelligenz haben dabei das Potenzial, die Forschung und Entwicklungsfunktion von Pharmaunternehmen grundlegend zu verändern. Neben der Forschung und Entwicklung wird Cloud Computing die patientenorientierte Versorgung grundlegend transformieren. Die hohe Transparenz und Sicherheit machen die Blockchain zu einer idealen Technologie für die Forschung und Entwicklung sowie für den Einsatz in der Supply Chain. Der pharmazeutischen Supply Chain droht dank Produktion mittels 3D-Druck disruptiv revolutioniert zu werden. Darüber hinaus wird das Internet of Things die Überwachung der Produktion und Supply Chain sowie die patientenorientierte Versorgung verbessern. Mithilfe des Einsatzes von Gamification und Sensorik bieten Wearables und andere mobile Computersysteme in der patientenorientierten Versorgung und der Forschung und Entwicklung unzählige Möglichkeiten. Schlussendlich können sich durch Augmented und Virtual Reality einige Potenziale in der patientenorientierten Versorgung eröffnen.
Lars Schweizer, Christian Johannes Hüning

4. 2D & 3D-Print-Technologien in der pharmazeutischen Industrie

Zusammenfassung
Spätestens mit der ersten FDA-Zulassung eines Medikaments aus dem 3D-Drucker hat die digitale Herstellung auch in der Pharmabranche Einzug gehalten. Neueste Druckverfahren setzen dabei auf eine individualisierte Medikation und sogenannte Polypills, also Darreichungsformen, die mehrere Wirkstoffe kombinieren. Mit der individualisierten Therapie können Neben- und Wechselwirkungen reduziert, die Adhärenz erhöht und somit auch die Effektivität der Therapie verbessert werden. Neben dem unmittelbaren Nutzen für den Patienten können so auch die Therapiekosten gesenkt werden. Es ist zu erwarten, dass mit dieser disruptiven Technologie zunehmend eine dezentrale On-demand-Produktion von Medikamenten im Gesundheitsmarkt verankert wird. Dieser Artikel beschreibt die wichtigsten Druckverfahren, die in der Pharmabranche Einsatz finden sowie deren Vor- und Nachteile. In naher Zukunft sind die 2D- und 3D-Druckverfahren in der modernen, patientenzentrierten Medikamentenbehandlung nicht mehr wegzudenken.
Markus Dachtler, Gerald Huber, Tanja Pries

5. Digitale Patient Centricity – die App „Tebonin®– Übungen gegen Schwindel“

Zusammenfassung
Schwindel gehört zu den häufigsten Beratungsanlässen in der Praxis des Allgemeinarztes. Insbesondere ältere Patienten sind betroffen. Neben einer medikamentösen Behandlung sind physiotherapeutische Übungen bei einigen häufigen Schwindelformen Mittel der Wahl, um den Patienten wieder zu mehr Gleichgewicht im Alltag zu verhelfen. Die Verfügbarkeit angemessener Physiotherapie in Deutschland ist limitiert, die selbstständige Durchführung von Schwindelübungen anhand gedruckter Anleitungen häufig fehlerbehaftet und die Compliance begrenzt. Die Applikation (App) Tebonin® Übungen gegen Schwindel unterstützt Patienten bei der regelmäßigen und korrekten Durchführung solcher Übungen. Sie bietet Schwindelpatienten mit gutartigem Lagerungsschwindel, chronischem Schwindel oder akutem vestibulärem Syndrom ein individuelles, auf ihre Schwindelform abgestimmtes Übungsprogramm an. Zusätzlich liefert sie Informationen zum Krankheitsbild, erinnert an die Durchführung und dokumentiert Übungsintensität und Schwindelverlauf. Als Software zur Behandlung einer Krankheit ist die App entsprechend den gesetzlichen Vorgaben als Medizinprodukt registriert, was eine qualitätsgesicherte Entwicklung, Programmierung und umfangreiche Dokumentation erfordert. Durch dieses hochwertige innovative therapeutische Angebot unter der etablierten Marke Tebonin®, die seit über 50 Jahren für ein hochwertiges Ginkgo-Arzneimittel steht, das auch zur Behandlung von altersbedingtem Schwindel eingesetzt wird, will der Vertreiber seine Innovationsführerschaft im Segment der Ginkgo-Arzneimittel untermauern und die Aufmerksamkeit von Ärzten auf das Angebot zur Behandlung von Schwindel unter der Marke Tebonin® lenken.
Martin Burkart, Dietrich Bender, Rosa Markarian, Traugott Ullrich, Vera Wimmenauer

6. Chancen, Risiken und Pflichten in der patientenorientierten digitalen Gesundheitskommunikation

Zusammenfassung
Gesundheitskommunikation ist ein breites und in Deutschland vergleichsweise junges Forschungsfeld, das sich an Konzepten aus den Gesundheitswissenschaften und Kommunikationswissenschaften orientiert. Es betrachtet im Wesentlichen alle Informationsaustauschprozesse zu gesundheitsrelevanten Themen. Das schließt auch digital vermittelte und an Patienten gerichtete Kommunikationsmaßnahmen von Arzneimittelherstellern und Medizintechnik-Unternehmen ein. Diese üben in ihrer Kommunikation einen legitimen Einfluss auf die Meinungsbildung und Gesundheitsfähigkeit der Patienten aus, um eigene wirtschaftliche Interessen zu verfolgen. Daraus ergeben sich zugleich Chancen und Risiken für die Unternehmen. Und weil die Gesundheitsfähigkeit von Patienten insbesondere vor dem Hintergrund digitaler Entwicklungen ein sensibles und bedrohtes Gut ist, müssen auch Pflichten für Unternehmen im Sinne einer verantwortungsvollen Kommunikation betrachtet werden. Der Beitrag diskutiert daher Potenziale, Einschränkungen und ethische Fragestellungen der digitalen patientenorientierten Gesundheitskommunikation auch mit Blick auf zunehmende Digitalisierungstendenzen im Gesundheitssystem.
Denis Haßing, Horst-H. Müther

7. Digitale Kommunikation am Beispiel Apothekenmarkt

Zusammenfassung
Die Pharmaindustrie, vor allem der deutsche Apothekenmarkt, ist in Zeiten der Digitalisierung, Verdrängungswettbewerb und regulatorischen Gesetzgebungen eine starre und behagliche Disziplin. Nichtsdestotrotz leistet sie in dieser Zeit trotz kompetitiver Marktumfelder einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der flächendeckenden Gesundheitsfürsorge in Deutschland. Die Digitalisierung stellt den Apothekenmarkt in den nächsten Jahren vor eine seiner größten Herausforderungen. Um erfolgreich am Markt bestehen zu können, muss die stationäre Apotheke ihre Schwerpunkte online sichtbar bis nach Hause zum Kunden zeigen, um dadurch eine langfristige Kundenbindung aufzubauen und sich gegenüber dem Wettbewerb zu positionieren. Um dieser Herausforderung entsprechen zu können, bedarf es einer kontinuierlichen Verbesserung der Service- und Beratungsleistung. Der Apotheken Fachkreis ist eine digitale Initiative von ALIUD PHARMA®, eine Tochtergesellschaft der STADA Arzneimittel AG, und setzt sich mit dieser Herausforderung auseinander. Ein Innovationsprojekt zur Stärkung und Sicherung der Apothekenstandorte in Deutschland.
Steffen Nold

8. Digitalisierung im pharmazeutischen Großhandel am Beispiel des MSV3-Standards

Zusammenfassung
Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Einführung der sogenannten MSV3-Bestellnorm im pharmazeutischen Großhandel und den damit verbundenen Vorteilen für den Großhandel und deren Kunden auf der Apothekenebene. Es wird aufgezeigt, wie mit der branchenweiten Einführung der webbasierten MSV3-Norm veraltete bzw. uneinheitliche Bestelllösungen modernisiert, standardisiert und schließlich abgelöst wurden. Dabei bietet MSV3 für Großhandlungen und Apotheken vielfältige Funktionalitäten rund um die Bestellung von Arzneimitteln und anderen apothekenüblichen Artikeln. Diese Funktionen sind nicht nur auf den Bestellvorgang begrenzt, sondern umfassen einen weitreichenden Informationsfluss zwischen den Warenwirtschaftssystemen von Großhandel und Apotheken. Schließlich wird mit dem Beitrag gezeigt, wie mit der Folgeversion 2 weitere, dem eigentlichen Bestellvorgang vor- oder nachgelagerte Geschäftsvorfälle funktional, prozessual und technisch beschrieben und in die MSV3-Norm überführt werden. Im Ergebnis können immer mehr Prozesse in der Warenwirtschaft Schritt für Schritt digitalisiert und effizienter gestaltet werden.
Michael Dammann

9. Science First, Sales Second! Transformation im Vertrieb in Pharma-Deutschland, von analog bis digital

Zusammenfassung
Der Pharmavertrieb in Deutschland arbeitet heute in einem komplexen Gefüge zwischen Healthcare-Professionals, Patienten und Forschung, das sich immer weiter verschiebt. Die Anzahl der niedergelassenen Ärzte, insbesondere in ländlichen Regionen, sinkt, gleichzeitig spezialisieren sich zunehmend Hausärzte, unter anderem durch die hausarztzentrierte Versorgung. Steigender Verwaltungsaufwand, hohes Patientenaufkommen und Zeitmangel im Praxisablauf erschweren die Kommunikation zu anderen Stakeholdern zusätzlich – ein ernsthaftes Problem für die pharmazeutische Industrie, denn sie hat eine Informationspflicht gegenüber Healthcare-Professionals. Gleichzeitig werden die Therapieansätze komplexer und individueller. Die Anzahl neuer Medikamente, vor allem in Fachrichtungen, wie z. B. der Onkologie oder Kardiologie, steigt. Ärzte stehen mehr denn je unter Druck, sich ausführlich zu allen verfügbaren Präparaten zu informieren, um qualifizierte Therapieentscheidungen treffen zu können, für die sie die alleinige Verantwortung tragen. Hierfür bleibt ihnen jedoch immer weniger Zeit. Daher muss der Pharmavertrieb lernen, seiner Zielgruppe zuzuhören und Informationen genau auf den Kanälen zu liefern, die für den Healthcare-Professional am besten sind. Hierfür müssen Vertriebsstrategien im gesamten Maßnahmen-Orchester gedacht und Customer-Centric Omni-Channel-Konzepte entwickelt und umgesetzt werden. Doch welche Kanäle sind relevant? Wo liegen die Vorteile digitaler Ansätze und wie sieht die Zukunft des Außendienstes in modernen Vertriebskonzepten aus? Der Beitrag analysiert den Status quo und zeigt, wie Pharmaunternehmen die Vielzahl an Kanälen nutzen können, um Healthcare-Professionals auch weiterhin effizient zu erreichen.
Thomas Marco, Sandra Schwarte, Julia Beyer

10. Herausforderung im Multichannel-Management in der Pharma: vom Kontentplan und Kanalwahl hin zur effektiven Vernetzung und Synchronisation der Kanäle

Zusammenfassung
Bei den Begrifflichkeiten Multi-Channel, beziehungsweise Omni-Channel, handelt es sich um Buzzwords in der pharmazeutischen Industrie, auch wenn heute noch kein einheitliches Verständnis darüber besteht. Unabhängig von möglichen Definitionen und Diskussionen zum Inhalt und Umfang, geht es uns in diesem Kapitel darum, zu beleuchten, welche Herausforderungen sich konkret in der Umsetzung unseres Verständnisses von Multi-Channel im Pharmabereich ergeben. Wir zeigen hierbei die generellen Herausforderungen auf, vor denen wir standen und zum Teil nach wie vor stehen. Wichtig ist uns dabei jedoch vor allem aufzuzeigen wie unsere konkrete Herangehensweise bei der Umsetzung von Content Plänen, in den für uns relevanten Kanälen on- und offline und die dazu erforderliche Integration der Stakeholder, um so die bestmögliche Customer Experience zu bieten, war und wie diese sich Schritt für Schritt entwickelt hat.
Kerstin Dehn, Christin Eckardt, Alin Vazquez Vargas, Friedrich Erath

11. Paradigmenwechsel in der Pharmabranche: Precision Medicine

Zusammenfassung
Die Gesundheitsbranche steht – wie zahlreiche andere Branchen auch – vor großen Veränderungen, die durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse und neue technische Möglichkeiten ausgelöst werden. In diesem Beitrag sollen der Begriff Precision Medicine definiert und die Unterschiede zur klassischen Medizin erläutert werden. Dabei geht es insbesondere um die Umbrüche in der Pharmabranche. Dies betrifft insbesondere die bisherige Massenproduktion. Es wird sich zeigen, dass der Patient wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt wird, dass neue Akteure eine wichtige Rolle spielen und dass nahezu alle bisherigen Akteure der der Gesundheitsbranche betroffen sein werden.
Erik Rederer, Gerald Huber

12. Auf dem Weg zur Präzisionsonkologie: Biomarker, molekulargenetische Tumorprofile und Big Data

Zusammenfassung
Bei der Entwicklung der Krebsforschung reihen sich zahlreiche, bahnbrechende Meilensteine aneinander. Entdeckergeist, Ideenreichtum aber auch Irrtümer prägen die Geschichte – über allem stehen Beharrlichkeit und Mut. Deshalb wissen wir heute bis ins Detail wie Krebs entsteht, wie er sich verbreitet und wie aggressiv er sein kann. Lange Zeit galt die Krankheit als unheilbar – mit der personalisierten Medizin sind wir heute auf dem besten Weg den Patienten die individuelle Therapie zu ermöglichen, die sie im Kampf gegen den Krebs benötigen. Unser bisheriges Wissen gepaart mit ständig neuen Forschungserkenntnissen macht die Onkologie immer persönlicher, sicherer und effektiver. Biomarker, molekulargenetische Tumorprofile und Big Data sind dafür zentral.
Claudia Ivascu

13. Die Bedeutung von Big Data für klinische Entwicklungen und den Marktzugang

Zusammenfassung
Der Artikel beschreibt den möglichen Einsatz von Daten, die nicht aus klinischen Studien stammen, für die Zulassung und die Preisermittlung bei Marktzugang. Hierbei wird zwischen strukturierten Daten aus der Versorgung, sogenannte Real-World-Daten, wie z. B. Abrechnungsdaten, und großen unstrukturierten Daten von Personen, sogenannte Big Data, wie z. B. Daten aus Genomanalysen und von mobilen Geräten, unterschieden. Für den Einsatz von Real-World-Daten werden Datenquellen gelistet und Beispiele für deren Einsatz in den großen Märkten der pharmazeutischen Industrie genannt. Für den Einsatz von Big Data werden die Besonderheiten für einen Einsatz bei der Zulassung und dem Marktzugang diskutiert und es wird über die Aktivitäten sowohl der Zulassungs- als auch der Bewertungsinstitute berichtet. Am Ende wird die Frage diskutiert, mit welchen Methoden diese Daten analysiert werden können, um die für beide Behörden notwendige Sicherheit zu erlangen, die für eine Zulassung oder den Marktzugang notwendig ist.
Jörg Tomeczkowski, Sven Dillenburger, Joerg Mahlich

14. From Data to Vial: Der Einfluss vertikaler IT-Integration auf den Erfolg von CDMOs

Zusammenfassung
Die digitale Transformation ist in aller Munde. Dabei handelt es sich hierbei weniger um ein neues Phänomen, sondern vielmehr um ein Modewort, hinter dem sich eine Vielzahl von technologischen, prozessualen und organisatorischen Veränderungen und Herausforderungen verbirgt. In diesem Beitrag werden wir anhand eines Beispiels aus der Biopharma-Branche das Kernthema der Nutzung von Unternehmensdaten näher beleuchten und daraus mögliche Handlungsempfehlungen mit Blick auf vertikale IT-Integration ableiten.
Wolfram Schulze, Claus Michael Sattler, Florian Schneider

15. IOT basierte Sensor Systeme für Applikationen im Gesundheitswesen

Zusammenfassung
Der wahre Wert des Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) liegt in seinen Daten. In der Tat ist der Hauptgrund für die Vernetzung der IoT-Geräte das Erzeugen großen Datenmengen, die von anderen Geräten, Anwendungen, Maschinen oder Menschen analysiert werden können, um gegebenenfalls darauf zu reagieren. Die Integration von IoMT-Daten mit Überwachungs-, Warnungs- und Entscheidungshilfesystemen wird eine dramatische Transformation bei der Entwicklung und Herstellung effektiver und sicherer medizinischer Produkte ermöglichen und die Einführung einer wertorientierten Gesundheitsversorgung und personalisierten Medizin beschleunigen.
Mark Wolff, Stijn Rogiers, Soundarya Palanisamy, Julijana Dukanovic, Ittipan Kanluan, Oliver Hilgers, Markus Dachtler, Admir Kulin

16. Das digitale Versorgungsangebot an Patienten seitens pharmazeutischer Unternehmen

Zusammenfassung
Die digitale Transformation von Geschäftsmodellen erfasst zunehmend auch die Erforschung, Produktion und Vermarktung von pharmazeutischen Produkten und Dienstleistungen. Dieser Beitrag soll eine Einführung in existierende, digitale Versorgungsangebote an Patienten von pharmazeutischen Unternehmen geben. Ein Ziel dieses Beitrages ist es, nicht nur auf einzelne Fallbeispiele einzugehen, sondern auch den Stand der Diskussion zur wissenschaftlichen Bewertung sowie sich abzeichnende Standards und generelle Gestaltungsprinzipien darzustellen. Die Systematisierung der wissenschaftlichen Beurteilungskategorien wird schließlich zur Erörterungen von Chancen und Risiken aus Sicht von Patienten und pharmazeutischen Unternehmen genutzt. Der Beitrag zeigt bestehende Forschungslücken auf und gibt Anregungen für zukünftige Forschung und Praxis in Bezug auf die Digitalisierung der Transaktionen zwischen den beteiligten Akteuren des Gesundheitswesens.
Anisa Idris, Wolfgang-Moritz Heupel

17. Bewertung von medizinisch-digitalen Anwendungen und deren Anbieter aus der Perspektive eines Pharmaunternehmens

Digitale Gesundheitsinnovationen durch ein nutzerfreundliches Kooperationsinstrument schneller zum Patienten bringen
Zusammenfassung
Die Gesundheitswirtschaft in Deutschland befindet sich aktuell in einem umfänglichen Wandlungsprozess. Technische Entwicklungen wie Blockchain, Wearables und künstliche Intelligenz (KI) haben Einfluss auf die deutsche Gesundheitswirtschaft. Wenn auch etwas langsamer als in anderen Industriezweigen ist die Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft dabei eine Entwicklung von stets wachsender Bedeutung. Alle Akteure der Gesundheitswirtschaft sind mit der Herausforderung weitreichender Veränderung konfrontiert. Der Wandel des Patientenbewusstseins (health literacy) und die damit verbundene Verschiebung des Rollenverständnisses, werden daher alle Handlungsträger beeinflussen. Auch neue, teils branchenfremde, Marktteilnehmer, drängen in den Gesundheitsmarkt. Vor allem Technologieunternehmen werden im Zuge der Digitalisierung enormen Einfluss auf das bisherige System haben. Aus den genannten Gründen wird sich auch die Pharmaindustrie den neuen Gegebenheiten anpassen müssen, um im Wettbewerb bestehen zu können. Die Option von Pharmaunternehmen, Kooperationen mit Technologieunternehmen einzugehen, bringt hierbei eine Vielzahl verschiedener Vorteile mit sich. Durch die Erstellung eines Bewertungsmodelles, basierend auf den entscheidungstheoretischen Ansätzen der Nutzwertanalyse, soll es ermöglicht werden, transparent und nachvollziehbar potenzielle Kooperationspartner und deren medizinisch-digitale Anwendungen zu beurteilen. Dieses Modell basiert auf den Grundlagen der Entscheidungsfindung, der Kategorien- und Kriteriendefinition anhand von Interviews verschiedener Fachleute und Ergebnissen eines firmeninternen Workshops. Es handelt sich um ein 2-stufiges Bewertungsmodell, welches ergänzt um eine Liste von Ausschlusskriterien zur schnellen Selektion unpassender Kooperationspartner Anwendung finden soll. Mithilfe dieses Bewertungsmodells ist es nun möglich, effizient medizinische-digitale Anwendungen zu identifizieren und Kooperationen zu initiieren.
Carolin Helmer, Herdis Bender, Martin Bierbaum, Maximilian Wambach

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