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Über dieses Buch

Digitalisierungsprozesse führen zu Veränderungen in allen gesellschaftlichen Teilbereichen. Dies gilt auch für Interessenorganisationen als zentralen Akteuren der politischen Kommunikation auf der Mesoebene. Paula Nitschke untersucht deshalb, wie sich Onlinekommunikation im Binnengefüge von Interessenorganisationen institutionalisiert. Dieser Zugriff hat den Vorteil, dass Onlinekommunikation nicht bloß als Werkzeug in der Toolbox politischer PR erscheint. Es wird stattdessen gezeigt, wie Onlinekommunikation zum dauerhaften Bestandteil der Strukturen von Interessenorganisationen wird. Die Autorin verbindet Forschung unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen zu einer theoretischen Konzeption, die in zwei Fallstudien mit teilnehmender Beobachtung empirisch erprobt wird.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung: Interessenorganisationen in der Onlinewelt

Zusammenfassung
Die vorliegende Studie hat Digitalisierungsprozesse auf der Mesoebene zum Thema und untersucht diese Prozesse am Beispiel der Onlinekommunikation von Interessenorganisationen. Das Erkenntnisinteresse liegt darin, zu beschreiben, wie Interessenorganisationen langfristig auf die Verbreitung von Onlinekommunikation als Bestandteil der Digitalisierung reagieren.
Paula Nitschke

Kapitel 2. Interessenorganisationen Online: Stand der Debatte

Zusammenfassung
Zu den zentralen Fragen der politischen Internetforschung gehört, ob das Internet politische Partizipation fördert und zu einer starken Demokratie beiträgt. Von Beginn an lassen sich in der Debatte über die Folgen des Internets auf die Verfasstheit demokratischer Systeme und politische Partizipation die Positionen der Cyberenthusiasten und der Cyberpessimisten unterscheiden (vgl. Park und Perry 2009; Rowell 2009; Wright 2012). Die Cyberenthusiasten argumentieren, dass die Demokratie-Internet-Beziehung positiv ist.
Paula Nitschke

Kapitel 3. Institutionentheoretische Fundierung: Organisationen als Makro-Meso-Mikro-Link

Zusammenfassung
Ziel der Arbeit ist die Entwicklung einer theoretischen Konzeption, mit der analysiert werden kann, wie sich Digitalisierung auf der Mesoebene vollzieht. Um eine Analyse zu entwickeln, die der Komplexität des Phänomens gerecht wird, muss allerdings über die Mesoebene der Organisationen hinausgegangen werden. Digitalisierung ist ein Megatrend, der tiefgreifende Veränderungen für alle gesellschaftlichen Teilbereiche bedeutet – und sich auf globaler Ebene vollzieht.
Paula Nitschke

Kapitel 4. Eine Forschungsheuristik zur Untersuchung organisationaler Institutionalisierungsprozesse

Zusammenfassung
Um zu analysieren, wie sich Onlinekommunikation als soziale Praktik institutionalisiert, braucht es eine Operationalisierung des Institutionalisierungsprozesses. In diesem Kapitel wird deshalb eine vierdimensionale Forschungsheuristik entwickelt, anhand derer der Weg nachgezeichnet werden kann, entlang dessen institutionelle Ordnungen aus der Organisationsumwelt Eingang in organisationale Strukturen und organisationales Handeln finden. Dieses Vorgehen unterscheidet sich in entscheidenden Punkten von Herangehensweisen, in denen nach dem Vorkommen einer (Online-) Medienlogik oder anderen, gut abgrenzbaren Elementen, zum Beispiel Organisationsmodellen, gefragt wird.
Paula Nitschke

Kapitel 5. Moderatoren im Institutionalisierungsprozess

Zusammenfassung
Nachdem das vorherige Kapitel eine Operationalisierung des Institutionalisierungsprozesses geliefert hat, nimmt dieses Kapitel eine Präzisierung der Kontextfaktoren vor, die als Moderatoren einen Einfluss auf den Institutionalisierungsprozess haben. Diese Präzisierung ist vor allem notwendig, da die bisherigen Ausführungen von allgemeiner Natur waren, sodass sie im Prinzip auch für andere Formen kollektiven Handelns, andere gesellschaftliche Teilbereiche und andere institutionelle Ordnungen gültig sind. Deshalb dient dieses Kapitel dazu, dem Status von Interessenorganisationen als spezifische Organisationen und den Spezifika von Onlinekommunikation als Teil der Digitalisierung gerecht zu werden.
Paula Nitschke

Kapitel 6. Zusammenfassung der theoretischen Konzeption und Forschungsfragen

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden die bislang vornehmlich getrennt voneinander behandelten theoretischen Ausführungen kurz zusammengefasst und aufeinander bezogen, bevor auf dieser Basis einzelne Forschungsfragen als Konkretisierung der leitenden Fragestellung abgeleitet werden. Die leitende Fragestellung der Arbeit wurde bereits formuliert und lautet.
Paula Nitschke

Kapitel 7. Empirische Umsetzung: Organisationsfallstudien mit Beobachtung

Zusammenfassung
Um die entwickelte theoretische Konzeption explorativ zu erproben, wurden zwei vertiefende Organisationsfallstudien durchgeführt. Das Herzstück dieser Fallstudien stellt eine teilnehmende Beobachtung dar, die durch weitere Methoden ergänzt wurde. Zur Vorbereitung der Organisationsfallstudien wurden Interviews mit Kommunikationsverantwortlichen von insgesamt 28 Interessenorganisationen geführt.
Paula Nitschke

Kapitel 8. Befunde der empirischen Untersuchung

Zusammenfassung
Im Folgenden werden die Befunde der empirischen Untersuchung anhand der Forschungsheuristik dargestellt, die den komplexen Institutionalisierungsprozess der Untersuchung zugänglich macht und dafür die Dimensionen Artefakte, Arbeitsroutinen und Arbeitsregeln, Beziehungsnetzwerke und Koordination sowie sprachbasierte Sinnwelten unterscheidet. Um die Befunde zu den beiden untersuchten Organisationen sinnvoll aufeinander zu beziehen, werden die Organisationen nicht einzeln besprochen und anhand der vier Dimensionen durchdekliniert. Es wird stattdessen andersherum vorgegangen und innerhalb der Analysedimensionen die Befunde beider Organisationen dargestellt.
Paula Nitschke

Kapitel 9. Konklusion: Entgrenzung durch Digitalisierung und Onlinekommunikation

Zusammenfassung
Die vorliegende Studie hat die Onlinekommunikation von Interessenorganisationen zum Thema. Das Erkenntnisinteresse der Arbeit lag darin, zu beschreiben, wie Interessenorganisationen langfristig auf die Verbreitung von Onlinekommunikation als Bestandteil der Digitalisierung reagieren. Die langfristige Reaktion wurde auf Basis neoinstitutionalistischer Theorie als Institutionalisierung von Onlinekommunikation verstanden.
Paula Nitschke

Backmatter

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