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Über dieses Buch

Dieses Buch bespricht eine Transformation im Bankensektor, die ähnlich tiefgreifend ist, wie einst die Industrialisierung in der Produktion physischer Güter. Sie führt nicht nur zur weiteren Automatisierung von Abläufen in Banken selbst, sondern auch zur Veränderung der Arbeitsteilung im gesamten Finanzsektor. Zur Strukturierung dieser Entwicklung unternimmt das vorliegende Buch erstmalig eine durchgängige modellorientierte Sicht auf Banken, welche die Ebenen Strategie, Organisation und Informationssystem umfasst. Anhand der vier Leitlinien Multidimensionalität, Serviceorientierung, Innovation und Vernetzung skizziert es die wesentlichen Eckpunkte für die Transformation bestehender Banken und liefert gleichzeitig Grundlagen für die jüngst entstandenen Fintech-Lösungen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Digitalisierung der Finanzindustrie: Einführung

Zusammenfassung
Wirtschaftsinformatik bezeichnet die Gestaltung und Nutzung der Informationstechnologie (IT) für die Unternehmenspraxis. Die Bankenindustrie ist davon in besonderem Maße betroffen, da ebenso wie im Software- oder Medienbereich die Kernprodukte fast oder sogar vollständig auf Information beruhen. Prinzipiell kann die Erfassung, Weitergabe und Verarbeitung von Information mittels der IT ohne Zeitverzug bzw. in Echtzeit erfolgen. Offensichtlich betrifft dies auch alle Aspekte des Geldes bzw. des Kapitals, das einen zentralen Produktionsfaktor in modernen Volkswirtschaften darstellt.
Rainer Alt, Thomas Puschmann

Chapter 2. Bankmodell

Zusammenfassung
Den Ausgangspunkt zum fachlichen Verständnis der Aktivitäten einer Bank bilden die Modelle auf Organisationsebene. Im Mittelpunkt steht das sog. Bankmodell, das eine strukturierte Sicht auf die Abläufe, Aktivitäten und Produkte liefert.
Rainer Alt, Thomas Puschmann

Chapter 3. Banknetzwerke

Zusammenfassung
Die Vernetzung (s. Kap. 1.4.2) bildet eine der Leitlinien dieses Buches. Aufgrund des zwischen Markt und Hierarchie aufgespannten Spektrums existieren Unternehmensnetzwerke in vielen Ausprägungen, die nach dem zeitlichen Horizont der Zusammenarbeit, der Anzahl und rechtlichen Verflechtung der Partner, der Steuerungsform oder der Aufgabenzuweisung variieren (Alt, 2008, 92). Dazu zählen Joint Ventures, strategische Partnerschaften oder virtuelle Unternehmen. Sie entsprechen der Definition von Unternehmensnetzwerken (Sydow, 1992, 82) als „eine von einem oder mehreren Unternehmungen strategisch geführte Organisationsform, welche sich durch kooperative und relativ stabile Beziehungen zwischen den rechtlich selbstständigen Netzwerkakteuren auszeichnet, deren ökonomische Aktivitäten zwischen Markt und Hierarchie anzusiedeln sind“. Banken entwickeln sich durch die aufgezeigten Entwicklungslinien (s. Kap. 1.3.1), insbesondere der Reduktion der Fertigungstiefe, zu Banknetzwerken (s. Kap. 1.3.2).
Rainer Alt, Thomas Puschmann

Chapter 4. Bank-IS

Zusammenfassung
Bank-IS stellen den Bezug der organisatorischen Ebene zur Systemebene (s. Kap. 1.4.1) her, indem sie, in Anlehnung an die Definition von IS, sowohl menschliche wie auch maschinelle Komponenten beinhalten (s. Kap. 1.2.1). Anwendungssysteme (AS) oder „Applikationen“, als Teilmenge von IS (s. Bild 4–1) bilden die ablauf- und aufbauorganisatorischen Strukturen eines Unternehmens ab (s. Kap. 2.2.2). Über das Prinzip der Serviceorientierung sind sie eng mit der fachlichen Sicht verbunden (s. Kap. 1.4.3).
Rainer Alt, Thomas Puschmann

Chapter 5. Modellbank

Zusammenfassung
Zusätzlich zu den punktuellen Beispielen im Buch soll nun ein durchgängiges Beispiel die Prinzipien und die Mechanik des Zusammenspiels der Modelle und Leitlinien illustrieren. Dazu dient das fiktive Modell der „NettestBank“. Diese hat den in Kap. 2.1.2 skizzierten Transformationsprozess hin zu stärkerer Digitalisierung sowie die „Bedrohung“ vonFintech-Unternehmen erkannt und möchte sich zur „SmartestBank“ weiterentwickeln.
Rainer Alt, Thomas Puschmann

Chapter 6. Ausblick

Zusammenfassung
Zusammenfassend zeigt das Lehrbuch wie eng die Digitalisierung mit der Finanzindustrie verbunden ist. Wie kaum eine andere Branche, lässt sich das Bankgeschäft fast vollständig elektronisch abbilden. Nicht zuletzt deshalb gilt die Bankenindustrie seit jeher als „Early Adopter“ von IT und war eine der ersten Branchen, die ihren Kunden bereits 1981 Online-Transaktionen von zu Hause ermöglichte. Aktuell zeichnet sich nach der Einführung von Lochkarten, dem Aufkommen von Standardsoftware sowie dem Online Banking eine fünfte Phase der Digitalisierung ab, die Produkte sowie Prozesse umfassend unterstützt und einen Paradigmenwechsel von einer bankzentrierten Inside-Out Sicht hin zu einer kundenzentrierten Outside-In Sicht bewirkt.
Rainer Alt, Thomas Puschmann

Backmatter

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