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Über dieses Buch

Dieses Beitragswerk bringt Vorreiter, öffentliche Meinungsbildner und renommierte Fachexperten zu Fragestellungen des digitalen Wandels zusammen und bündelt deren Blickwinkel auf dieses entscheidende Zukunftsthema. Somit beleuchten die hochkarätigen Autoren aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Recht mit ihren Beiträgen, in zwei Bänden des Herausgeberwerkes, unterschiedliche Facetten der Digitalisierung.

Dabei wird bewusst kein abschließendes, wertendes Fazit vorweggenommen – gerade die durchaus kontroversen Sichtweisen der Autoren tragen zum Mehrwert des vorliegenden Werkes und insbesondere der gesellschaftlichen Diskussion zum digitalen Wandel bei.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Digitale Transformation und gesellschaftliche Teilhabe

Die digitale Gesellschaft und die Digitalisierung als technische und wirtschaftliche Entwicklung bedingen sich gegenseitig: Je innovativer und überzeugender digitale Anwendungen werden, desto stärker digitalisiert sich die Lebenswelt ihrer Anwender.Digitalisierung bildet so die Grundlage für zahlreiche datenbasierte Geschäftsmodelle, und sie ist eine Chance für die Menschen, deren visionäre Ideen sich zu erfolgreichen Unternehmen entwickeln. Digitalisierung ist aber auch eine Verpflichtung zur Sensibilisierung der Gesellschaft für die Chancen einer möglichen Verbesserung der Lebensqualität durch technische Innovation.Politik für die digitale Gesellschaft ist in diesem Sinne digitale Chancen- und Teilhabepolitik. Zu ihr gehören Ordnungspolitik für die digitalisierte Wirtschaft, Ausbau digitaler Infrastrukturen, Förderung von Digitalkompetenz, und insbesondere, politischer Gestaltungswille in Zeiten der digitalen Transformation. Dazu gehört auch, Bürgerinnen und Bürgern die mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderungen aufzuzeigen und zu verdeutlichen, welche Chancen die Digitalisierung mit sich bringt.

Dorothee Bär

2. Der digitale Change

Wird mit Digitalisierung häufig vor allem die Entstehung und Entwicklung neuer Technologien in Verbindung gebracht, so bezeichnet der Begriff der digitalen Transformation weit mehr. Unternehmen stehen insbesondere vor der Herausforderung ihre etablierten Geschäftsmodelle und -prozesse permanent Infrage zu stellen und immer schneller auf Markt- und Kundenanforderungen zu reagieren. Der digitale Change kann dabei nur gelingen, wenn man den Wettbewerb um den Kunden gewinnt, indem man die Potenziale der Digitalisierung in echten Kundennutzen umwandelt. Auch müssen die eigenen Mitarbeiter in diesem Transformationsprozess mitgenommen und einbezogen werden, was ein hohes Maß an Leadership bedarf. Dabei stellt sich grundsätzlich die Frage: Wie kann ich mich neu erfinden und gleichzeitig die Anforderungen meiner Bestandskunden erfüllen?

Christian Bär, Markus Weiß, Sandra Seyd

3. Die richtigen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche digitale Transformation

Digitale Technologien entfalten ihren größten Nutzen, wenn sie sicher, grenzüberschreitend und für alle verfügbar sind. Deshalb müssen auf nationaler wie auf internationaler Ebene Regierungen und Regulierungsbehörden, IT-Industrie und Telekommunikationsanbieter und nicht zuletzt die Nutzer selbst an einem Strang ziehen, um Sicherheit und Datenschutz nachhaltig zu verbessern und den Zugang zu digitalen Technologien auf allen Ebenen zu schaffen. Nur so sichern wir das Vertrauen der Bürger, das wir für den Erfolg der digitalen Transformation so dringend benötigen.

Sabine Bendiek

4. Die vier Geschwindigkeiten des digitalen Wandels

Wie sich Unternehmen selbst im digitalen Wandel einordnen können

Auf dem Weg in die Digitalisierung wird deutschen Unternehmen derzeit mangelndes Tempo vorgeworfen: die deutsche Wirtschaft, heißt es in zahllosen Studien und Meinungsbeiträgen, schreite zu langsam voran, greife in ihren Aktivitäten nicht weit genug und erhalte zudem von der Politik zu wenig Rückendeckung. Das alles stimmt und stimmt auch wieder nicht. Denn Investitionen in die Digitalisierung der Geschäftsprozesse in Unternehmen und Organisationen, in der Wirtschaft ebenso wie in der öffentlichen Verwaltung sind kein Silo, in das man möglichst viel „Digitalisierung“ hineinkippt. Entscheidend ist noch immer, mit welcher Zielsetzung welche Technik eingesetzt wird. Und ebenso entscheidend ist, wie sehr und wie schnell sich Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle im Zuge der Digitalisierung wandeln. Der Autor macht dabei vier Geschwindigkeiten der Digitalisierung aus: Stagnation, Transition, Transformation und schließlich Disruption. Im Folgenden wird erläutert, wie sich diese Geschwindigkeiten und Reichweiten der Digitalisierung auf verschiedene Branchen auswirken können.

Heinz-Paul Bonn

5. Raus aus der Steinzeit! Aber wie genau?

Digitalisierung in der Versicherungsvermittlung: Zwischen Partikularinteressen, Unverständnis und neuen Geschäftsmodellen. Eine Bestandsaufnahme sowie ein Blick in die Glaskugel

Lange hinkte die Versicherungsindustrie der Entwicklung hinterher. Doch langsam nimmt die Digitalisierung auch in dieser Branche Fahrt auf. Wie aber sollen tragfähige Lösungen angesichts der sehr spezifischen Marktbedingungen konkret aussehen? Eines zeichnet sich dabei schon heute ab: Eine durchgängige End-to-end-Digitalisierung zwischen Versicherern und Kunden über die Mehrzahl der Produkte wird es nicht geben. Vermittler werden in diesem „Verkäufermarkt“ auch weiterhin eine maßgebliche Rolle spielen. Der springende Punkt: Gerade hinsichtlich der Prozesse zwischen Versicherungsunternehmen und Vermittlern blockieren Partikularinteressen und Unverständnis auf beiden Seiten die dringend nötige digitale Modernisierung. Dennoch werden die Innovatoren hier nicht nur aus der jungen Fin- und InsureTech-Szene kommen, sondern vor allem aus der Branche selbst. Unabhängige Intermediäre etwa könnten für einheitliche und durchgängige Prozesse zwischen Versicherern und Maklern sorgen – und zugleich die Erfüllung der zunehmend strengen Regularien hinsichtlich Vergleichbarkeit und Transparenz gewährleisten.

Matthias Brauch

6. Die Haftung des Steuerberaters nach dem Urteil des BGH vom 26.01.2017 – IX ZR 285

Spätestens mit dem BGH-Urteil vom 26.01.17 (BGH, Urteil vom 26.01.2017 – IX ZR 285/14 OLG Hamburg, BeckRS 2017, 101939) ist die zuletzt dem steuerberatenden Berufsstand eher zuträgliche Rechtsprechung wieder verschärft worden. Das potenzielle Haftungsrisiko für bzw. die Anforderungen an Steuerberater ist damit de jure wieder deutlich gestiegen.Mag die in Fachkreisen geführte Erörterung zu den möglichen Auswirkungen des Urteils versus der bis dato de facto Beratungspraxis häufig zur Aussage führen, dass die bisherige Praxis dem de jure beschriebenen Sachverhalt bereits Rechnung trägt – so verbleibt jedoch trotzdem die Frage, wie hoch das statistisch verbleibende Restrisiko in einem (größeren) Mandantenstamm tatsächlich ist.Die durch das Urteil indirekt begründete „Beweislastumkehr“ zu Lasten der mandatierten Steuerberatung bezüglich des Mitverschuldens der Gesellschaft versus korrekt geführter Hinweise und Warnungen lässt die Frage zu, inwieweit hier eine mögliche softwaretechnische Unterstützung der Steuerberater helfen könnte, das Restrisiko im Mandantenstamm zu minimieren. Die Ergebnisse der theoretischen Diskussion sowie die empirisch erhobenen Daten im Kontext der neuen Gesetzeslage verdeutlichen, dass die Digitalisierung des Steuerberatungsprozesses das Haftungsrisiko für den Berufsstand erheblich reduzieren kann.

Andreas Del Re, Kai Christian Uhr, Manuel Giese, Paul Markus Konrad

7. Das Zusammenwirken von Unternehmen und Steuerberatern/Wirtschaftsprüfern als Erfolgsfaktor auf dem Weg ins digitale Zeitalter

Steuerberater und Wirtschaftsprüfer sind für ihre Mandanten zunehmend auch Ansprechpartner in Digitalisierungsfragen. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen können von den Erfahrungen des Berufsstands beim IT-Einsatz profitieren. Als Digitalisierungs-Coaches helfen die Kanzleien ihren analog arbeitenden Mandanten dabei, den digitalen Wandel aktiv zu gestalten. Den bereits digitalisierten Unternehmen können moderne Kanzleien zugleich technisch auf Augenhöhe begegnen. Beides erfordert die „lernende Kanzlei“, die sich an den Erwartungen der Mandanten ausrichtet und ihre IT-Strukturen ständig weiterentwickelt, um zukunftsfähig zu bleiben.

Harald Elster

8. Messen – auch im digitalen Zeitalter real?!

Keine Branche kann sich am Ende des Tages den Chancen und Risiken der Digitalisierung entziehen. Dies gilt auch für eines der traditionsreichsten Gewerbe der Welt: Das Messewesen. Und in kaum einer Branche beeinflußt die Dualität von Digitalisierung und Globalisierung die Zukunftsentwicklung des Geschäftsmodell-Kerns so intensiv wie in der Messewirtschaft. Für die Unternehmensführer dieser Branche ist es deshalb unabdingbar, die Veränderung der digitalisierungsrelevanten nationalen und supranationalen Rahmenbedingungen genau zu beobachten, um unternehmerische Entscheidungen im Kontext der Digitalisierung der Messewirtschaft klug und verantwortungsvoll zu treffen. Politische und rechtliche Rahmenbedingungen, ökonomische Rationalität, technologische Innovationen sowie gesellschaftliche Akzeptanz determinieren in diesem Zusammenhang entscheidend den unternehmerischen Handlungs- und Möglichkeitsspielraum. Aussteller, Besucher und alle anderen Partner, mit denen Messegesellschaften heute und morgen am Markt in Beziehung stehen, hegen in Sachen Digitalisierung Erwartungen an das Messewesen bzw. werden von Messegesellschaften mit neuen digitalen Anwendungen und Tools vice versa konfrontiert. Die Kunst der Unternehmensführung im Messewesen wird darin bestehen, diese vorgenannten Erwartungen und Angebote so zu synchronisieren, dass die digitale Transformation in dieser Branche gelingt und das Messewesen im digitalen Zeitalter auch real weiter erfolgreich ist.

Roland Fleck

9. Daseinsvorsorge im Wandel durch Digitalisierung

Die Digitalisierung ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit und bietet damit auch weitreichende Chancen. Mit der Digitalisierung werden zentrale Weichen für die Zukunft gestellt; nicht nur in Bayern, sondern weltweit. Sie ist ein zentraler Standortfaktor und betrifft Menschen in allen Lebenslagen. Vor diesem Hintergrund gilt es, auch das staatliche Handeln anzupassen und auf die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger einzugehen. Mittlerweile reicht es nicht mehr aus, Gas, Wasser, elektrische Energie, Abwasserableitung, Verkehrsmittel usw. zur Verfügung zu stellen.Die Digitalisierung verlangt weitere infrastrukturelle Maßnahmen durch den Staat – und stellt damit auch den Staat vor neue Aufgaben. In Bayern sind wir die Digitalisierung mit einer breitangelegten Strategie auf verschiedenen Ebenen angegangen und haben dabei sowohl den wirtschaftlichen Erfolg unserer Unternehmen als auch den sozialen Nutzen für unsere Bürger im Blick. Bei den konkreten Maßnahmen staatlichen Handelns wurde ein großes Augenmerk auf Infrastruktur, IT-Sicherheit und eine moderne, digitale Verwaltung als Service für Bürger und Unternehmen in der Fläche gelegt.

Albert Füracker

10. Da braut sich was zusammen. Wie bereit sind wir für den digitalen Wandel?

Ebenso wie Strom ist die Verfügbarkeit der Informationstechnologie zum wesentlichen Bestandteil gesellschaftlicher Grundversorgung erwachsen. Moderne Technologie verändert alles, fordert vieles, ermöglicht herausragendes und gefährdet uns dabei wie nie zu vor. IT-Sicherheit ist längst zwingende Voraussetzung einer digitalisierten Gesellschaft.Doch wie sieht es aus in unseren Systemen? Wie vertrauenswürdig und ausfallsicher sind sie wirklich? Vor welchen Herausforderungen steht gleichsam Politik, Wirtschaft und jeder einzelne von uns, wenn es darum geht, die notwendigen Entscheidung einer sicheren Zukunft zu treffen und zu diskutieren? Da braut sich was zusammen. Wie bereit sind wir für den digitalen Wandel?

Michael George

11. Zwischen Datenschutz und Datenschatz – Worauf es bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens ankommt

Chancen der Digitalisierung im Gesundheitswesen sind unter anderem mehr Sicherheit, mehr Selbstbestimmung, mehr Verständlichkeit zwischen Ärzten und Patienten, neue Versorgungsformen und neue, auf den Einzelnen zugeschnittene Behandlungsmethoden. Dabei müssen das menschliche Wohlergehen und ein Mehr an Lebensqualität Richtschnur und Leitbild sein.

Hermann Gröhe

12. Datenökonomie braucht einen offenen Markt

Seit Jahren ist die Digitalisierung das beherrschende Thema der deutschen Wirtschaft. Fortschritt und Innovation werden von IT getrieben wie noch nie. Um die Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand Deutschlands zu sichern, ist es deshalb unerlässlich, den digitalen Standort Deutschland zu stärken, die Rahmenbedingungen für freie, mittelständische Digital-Geschäftsmodelle zu verbessern und in den Wachstumsfeldern der Zukunft Impulse zu setzen. Der IT-Mittelstand muss endlich als eigenständige Wirtschafts- und Innovationskraft erkannt und gefördert werden. Diese Einschätzung teilt auch der IT-Mittelstand selbst: Im zur CeBIT veröffentlichten IT-Mittelstandsbarometer 2017 des Bundesverbands IT-Mittelstand e.V. (BITMi) stimmten über 80 % der Befragten zu, dass das Bewusstsein für die Potenziale datengetriebener Geschäftsmodelle im Anwender-Mittelstand gestärkt werden muss, die Befragten sehen dort auch ihr eigenes Engagement als mittelständische IT-Anbieter und Entwickler digitaler Geschäftsmodelle gefragt. Der BITMi fordert daher eine klare Regelung für die Nutzung nicht-personenbezogener Daten sowie die Förderung eines offenen Markts für diese Daten. Ein offener Markt zählt als Grundvoraussetzung für eine zukunftsfähige Datenökonomie. Die Potenziale die dadurch neu freigesetzt werden, fördern neue datengetriebene Geschäftsmodelle. Diese gehören auch über das Thema Industrie 4.0 hinaus zu den entscheidenden Wirtschaftsfaktoren der Zukunft und sind für die digitale Souveränität in Europa zentral.

Oliver Grün

13. Digitalisierung und IT-Sicherheit

Die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten, stellt aber gleichzeitig mit ihrer rasanten Entwicklung auch immer höhere Ansprüche an die IT-Sicherheit. Nachfolgender Beitrag stellt das Spannungsfeld zwischen Digitalisierung und IT-Sicherheit dar, zeigt anhand aktueller Zahlen auf, wie Unternehmen vor diesem Hintergrund aufgestellt sind und zeigt auf, wie dieser Gleichlauf der fortschreitenden Entwicklung beider Felder gelingen kann.

Henning Gulden

14. Digitalisierung in Gesundheit und Pflege – High-Tech für mehr Menschlichkeit

Die Digitalisierung ist der Schlüssel zu mehr Qualität und Effizienz, auch in Gesundheit und Pflege. Der Mensch bleibt dabei der entscheidende Maßstab. Moderne Technologien bieten Unterstützung, nach dem Motto: Spitzenmedizin und Spitzentechnologie zum Wohl der Menschen.

Melanie Huml

15. Gründerförderung ist Innovationsförderung – nicht nur Finanzpolitik

Das Internet ist für uns alle Neuland, wie es Bundeskanzlerin Angela Merkel im Juni 2013 formulierte. Sie hat für diese Aussage viel Spott und Häme einstecken müssen. Wie wahr dieser Satz dennoch ist, zeigt sich im Rückblick auf die vergangenen Jahre. Die Digitalisierung erobert unser Leben und bietet eine nahezu unvorstellbare Vielzahl an Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft. Ich beschäftige mich seit knapp 25 Jahren mit dem Thema IT und der Digitalisierung und beobachte immer wieder disruptiv neue Entwicklungen.

Thomas Jarzombek

16. Demokratie in der digitalen Zeit: Was Politik und Gesellschaft leisten muss, damit keiner ausgeschlossen wird

Schlaglichter in drei Kapiteln auf die Thematik:Ohne digitale Teilhabe keine soziale Teilhabe. Was steckt dahinter, reicht ein technischer Zugang zum Netz?Souveränität und Leitplanken in der digitalen Welt. Was muss bedingungslos weiter gelten, brauchen wir einen neuen Gesellschaftsvertrag?Demokratie in der digitalen Zeit. Können Recht und Ordnung mit der Entwicklung Schritt halten, taugt unser Grundgesetz noch?

Matthias Kammer

17. Digitale Transformation der Industrie – besser leben mit dem Internet der Dinge

Die vierte industrielle Revolution ist geprägt von Informations- und Kommunikationstechnologien, die Kommunikation nicht nur zwischen Menschen, sondern auch zwischen Gegenständen und Services (Internet of Things) ermöglichen. Dies birgt unglaubliche Potenziale für die deutsche und europäische Wirtschaft, von individualisierten Produkten bis hin zu einer flexibleren Arbeitswelt. Entsprechend aber auch zahlreiche Herausforderungen, insbesondere hinsichtlich des Datenschutzes und der Datensicherheit, die dringend gemeinschaftlich über Ländergrenzen hinweg angegangen werden müssen, um im Rahmen von Industrie 4.0 weiterhin erfolgreich zu bleiben.

Dieter Kempf

18. Die Symbiose von Mensch und Computer

IT, Ethik und die Künstliche Intelligenz

Wie schlau werden Computer? Wo werden sie uns helfen, wo übertrumpfen, wo Konkurrenz machen? Amazon, Google & Co. teilen auch schon mit, in welchen Bereichen Künstliche Intelligenz eine Rolle spielt und aller Voraussicht nach noch stärker spielen wird: in der Gesundheit, in Schule und Universität, im Transport, in der Automatisierung des eigenen Zuhauses. Amazon-Gründer Jeff Bezos postuliert, dass es „keine Institution auf der Welt“ – keine staatliche und private – gebe, die nicht durch KI verbessert werden könne. Was aber folgt daraus?

Carsten Knop

19. Wir leben in einer Datenökonomie – neue Qualifikationen werden gebraucht

Datensouveränität und Datenkompetenz sind in der heutigen Datenökonomie die wichtigsten Voraussetzungen für wirtschaftlichen sowie persönlichen Erfolg. Umlernen, neu lernen, anders lernen lautet die Devise, sei es in der schulischen und universitären Ausbildung oder auch in der Personal-, Fortbildungs- und Einstellungspolitik von Unternehmen. Es entstehen „New Collar Jobs“ – wie beispielsweise der Data Scientist – in denen der Umgang mit digitalen Werkzeugen und Ökosystemen entscheidend ist. Wir brauchen also eine digitale Sozialisation von der Schule bis in die Arbeitswelt.

Martina Koederitz

20. IT-Sicherheit muss gelebt werden

Die digitale Transformation stellt Ihr Unternehmen vor neue Aufgaben: Übersehen werden dabei oftmals grundlegende Aspekte zu IT-Sicherheit und Datenschutz. Doch beides sind Voraussetzung für einen erfolgreichen und wettbewerbsfähigen Digitalisierungsprozess. IT-Sicherheit muss von Anfang an mitgedacht werden. Digitaler Schutz fängt bei Ihren Mitarbeitern an. Dabei geht es um das Verständnis für rechtliche Anforderungen sowie sichere Technologien und Infrastrukturen. Als Einstieg in eine sichere, digitale und wettbewerbsfähige Zukunft helfen praxisnahe Orientierungshilfen vom Verein Deutschland sicher im Netz (DsiN).

Thomas Kremer

21. Digitalisierung von Geschäftsprozessen am Beispiel der FIBU-Automatisierung

Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen macht vor kaum einer Branche halt. Auch die Finanzbuchführung befindet sich im stetigen Wandel. Von dem klassischen manuellen Prozess, über erste Digitalisierungsansätze bis hin zu einer voll automatisierten Buchführung in nicht allzu ferner Zukunft. Hierdurch ergeben sich neue Potenziale und Mehrwerte – für Unternehmen und Steuerberater. Auch wenn durch die Automatisierung, unter Einhaltung der kritischen Erfolgsfaktoren, ein erheblicher Effizienzgewinn generiert werden kann, wird sich auch dieser Prozess in Zukunft weiter verändern.

Peter Krug

22. Gesellschaft im Wandel – Cybermobbing – eine Gefahr für uns Alle?

In der Entwicklungsgeschichte der Menschheit gab es immer wieder Entwicklungsschübe, die Weisheit und Mut erforderten, wenn es um die Frage der Abwägung von Chancen und Risiken ging. Heute im 21 Jahrhundert stehen wir wieder vor weitreichenden Veränderungen in unsere Gesellschaft, ausgehend von einem immer schnelleren technologischen Wandel, ob in der Biotechnologie oder in Informationstechnik oder der künstlichen Intelligenz.Was sind die richtigen Antworten auf diese Entwicklungen und wie finden wir diese? Lassen Sie uns diese als starke Gemeinschaft herausfinden um konstruktive und schnelle Lösungen zu finden.

Uwe Leest

23. Das Recht auf Vergessenwerden

Das sog. Recht auf Vergessenwerden bringt das Bedürfnis vieler Internetnutzer zum Ausdruck, dass ihre Persönlichkeitsrechte auch im Internetzeitalter gewahrt werden. Mit der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs im Fall Google Spain 2014 wurde das Recht der Nutzer, von Suchmaschinenbetreibern das Löschen von Ergebnislisten mit Links nach einer namensbasierten Recherche zu verlangen, konkretisiert. Niederschlag hat das sog. Recht auf Vergessenwerden als ein Fall des allgemeinen Löschungsrechts in Art. 17 der Datenschutz-Grundverordnung gefunden.

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

24. Die Welt 4.0 – Fluch oder Segen?

Die Digitalisierung wird alle Lebensbereiche prägen, verändern oder zumindest beeinflussen. Grund genug, sich mit den Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen. Und das muss nicht zwangsläufig nur trockene Grundlagentheorie sein, sondern führt anschaulich und kontrovers durch alle Bereiche unseres Alltags. Auch wenn dabei die allermeisten von uns Suchende sind, lohnt es sich, sich auf solche „Gedankenspiele“ einzulassen. Denn unabhängig von der Frage, was wir tatsächlich werden steuern können und was nicht, sollten wir uns, statt uns der Entwicklung hinzugeben, mindestens überlegen, wobei uns Digitalisierung helfen kann – und was wir vielleicht nicht digitalisiert haben wollen …

Ulrich Maly

25. Neue Horizonte

Die digitale Transformation optimiert unternehmerische Prozesse

Die Digitalisierung und die darauf basierenden neuen Technologien werden sämtliche Lebensbereiche verändern (vgl. Schwab, Klaus, Die Vierte Industrielle Revolution, München, 2016). Diese These wird häufig geäußert, oft auch mit implizierter Sorge. Dabei ist Veränderung an sich weder schlecht noch neu. Auch für disruptive Erfindungen gibt es in der Menschheitsgeschichte genügend Beispiele – vom Rad über den Buchdruck und die Dampfmaschine bis hin zur Entdeckung der Elektrizität, der Erfindung des Computers und der Errichtung des Internets. Letztlich haben diese Entwicklungen den Menschen immer einen Zuwachs an Komfort und Fortschritt eingebracht. So wird es auch mit der weiteren digitalen Transformation sein. Am Beispiel der alltäglichen Prozesse in den Unternehmen wird dies schnell deutlich.

Robert Mayr

26. Die digitale Bilanz – Der Weg zum standardisierten Abschlussdatenreporting in Deutschland

Nach der Einreichung zur Offenlegung an den elektronischen Bundesanzeiger und der Einreichung der E-Bilanz im Besteuerungsverfahren an die Finanzverwaltung ist die Abschlussdatenweitergabe an Banken im sogenannten DiFin-Verfahren (Digitaler Finanzbericht) das dritte Massendatenverfahren in Deutschland, das auf digitale, standardisierte Abschlussdaten setzt. Der Beitrag beschreibt, warum das internationale Format XBRL (eXtensible Business Reporting Language) hierfür eingesetzt wird und wie es aufgebaut ist, um als Basis für diese sukzessive Etablierung unterschiedlicher Reportingzwecke dienen zu können. Die Besonderheiten der einzelnen Verfahren zeigen, dass neben materiellen Unterschieden derzeit immer noch regulatorische und andere Sonderregelungen verbleiben. Dennoch konnte sich die digitale Bilanz in mehr als zehn Jahren auch in Deutschland erfolgreich etablieren.

Lars Meyer-Pries

27. Digitale Medien – Fortschritt ohne Schattenseiten?

Die Digitalisierung ist der vielleicht prägendste gesellschaftliche Trend dieses Jahrhunderts. Die digitalen Medien sind aus unserem täglichen Leben nicht mehr weg zu denken. Die Vielzahl neuer Möglichkeiten für die Berufswelt, den Freizeitgebrauch und das öffentliche Leben sind unbestritten. Doch die Nutzung digitaler Angebote kann auch zur gesundheitlichen Herausforderung werden – ein Stichwort lautet Internetabhängigkeit. Deshalb gilt: Auch für die Internetabhängigkeit brauchen wir eine zielgerichtete Prävention und wirksame Behandlungsangebote.

Marlene Mortler

28. Digitale Verwaltung – in Deutschland (noch) kaum ein Thema

Eine digitale Verwaltung bietet großes Potenzial für alle Beteiligten, dennoch findet die umfassende und notwendige Modernisierung in Deutschland nur zögerlich und nicht immer sinnvoll statt. So kommt es auch, dass die deutsche Verwaltung in einer digitalisierten Welt, in der sich alles unkompliziert online erledigen lässt, nicht mehr mit den Gewohnheiten und Erwartungen der Bevölkerung Schritt hält. Das zeigen auch die seit Jahren stagnierenden Nutzungs- und Zufriedenheitszahlen der Studie eGovernment MONITOR. Zukünftig müssen Behördendienstleistungen vergleichbar zu kommerziellen Angeboten vom Nutzenden her und in Lebenssituationen zusammenhängend gedacht und automatisiert werden, um echten Mehrwert und damit auch Nutzung und Akzeptanz durch die Bevölkerung zu erzeugen.

Lena-Sophie Müller

29. Berufsbildung 4.0 – was müssen die Fachkräfte der Zukunft können?

Für unsere Gesellschaft ist die Frage zentral, wie wir auch zukünftig die erforderlichen, kompetenten Fachkräfte für den Arbeitsmarkt ausbilden, die wir in Deutschland brauchen, um weiterhin wirtschaftlich erfolgreich sein zu können und Wohlstand für alle zu ermöglichen. Dazu sollten wir die Potenziale der digitalen Transformation nutzen, die neu gewonnenen Gestaltungsspielräume verwertbar machen und für eine optimale Vermittlung des benötigten Wissens an die Fachkräfte sorgen. Kurz: als Antwort auf Industrie 4.0 ist die Berufsbildung 4.0 eine Riesenchance, die wir nutzen müssen und nutzen werden.

Stefan Müller

30. Die Digitalisierung revolutioniert die Wirtschaft – und die Arbeit der Wettbewerbsbehörden

Die Digitalisierung kommt einer industriellen Revolution über alle Wirtschaftsbereiche hinweg gleich. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass Plattformen oder Netzwerke auf vielen digitalen Märkten aufgrund von positiven Netzwerkeffekten aber auch durch Skalen- und Verbundvorteile in kurzer Zeit eine erhebliche Größe bis hin zu einer Monopolisierung des Marktes erreichen können. Dies stellt die Wettbewerbspolitik und die kartellbehördliche Praxis vor neue Fragen und verlangt nach innovativen Antworten. Netzwerkeffekte sowie der Zugang zu Daten sind neue Wettbewerbsparameter, die in die Praxis und die Gesetzgebung eingeflossen sind. Neben den wettbewerbsrechtlichen Fragestellungen wirft die Digitalisierung auch neue Themen im Bereich des Verbraucherschutzes auf. Hier hat das Bundeskartellamt im Rahmen der diesjährigen Novellierung des Kartellrechts neue Befugnisse erhalten, die es derzeit mit der ersten verbraucherschutzorientierten Sektoruntersuchung zum Thema „Vergleichsportale“ umsetzt.

Andreas Mundt

31. Value Added-Potenziale der Digitalisierung in der Wirtschaftsprüfung

Die Digitalisierung wird auch auf die Wirtschaftsprüfung einen erheblichen Einfluss ausüben. In den traditionellen Assurance-Leistungen wie der Abschlussprüfung ermöglichen die datenanalytischen Ansätze – gepaart mit dem prüferischen Experten- und Erfahrungswissen des Wirtschaftsprüfers – umfangreiche und tiefe Einblicke in die Unternehmenstransaktionen. Daneben können Wirtschaftsprüfer neue Vertrauensdienstleistungen anbieten, die auf die Begleitung der digitalen Transformation der Unternehmenswelt sowie den Abbau der damit verbundenen Unsicherheiten abzielen. Schließlich nutzen Wirtschaftsprüfer auch die Effizienzpotenziale aus der Digitalisierung in ihrer eigenen Praxis, indem sie die Prüfungsdokumentation und die Kommunikation mit ihren Mandanten digital gestalten.

Klaus-Peter Naumann, Klaus-Peter Feld

32. „Entscheidend ist das Nicht-Digitale“: Digitale Souveränität zwischen nationalen Vorgaben und globalen Anwendungen

Die digitale Transformation unserer Welt verändert Geschäftsmodelle und Arbeitsweisen grundlegend. Damit wir in der digitalen Welt zurechtkommen, rufen wir nach IT-Sicherheit. Hier gilt jedoch: Viel wichtiger als technisch umgesetzte Informationssicherheit ist Vertrauen! Vertrauen als Alleinstellungsmerkmal einer Lösung oder Dienstleistung kann nicht programmiert werden. Vertrauen ist das Ergebnis eines vieldimensionalen Prozesses, der unter anderem auch technische Aspekte beinhaltet. Daher geht in diesem Beitrag um folgende Fragen: Wie entsteht Vertrauen? Welche Parameter spielen bei der Vertrauensbildung eine wesentliche Rolle – und was hat digitale Souveränität damit zu tun? Unsere zentrale These: Der Kern des Vertrauens in digitale Prozesse kann nicht selbst digital sein!

Kim Nguyen

33. Software-Entwicklungsmethoden im digitalen Zeitalter

Der Beitrag befasst sich mit den Herausforderungen, die eine zunehmende Digitalisierung an etablierte Software-Unternehmen stellt. Digitalisierung ermöglicht auch kleinen Marktteilnehmern den Zugang zu Hochtechnologien und vereinfacht den Markteintritt über Länder- und Branchengrenzen hinweg. Der Beitrag kombiniert Erkenntnisse aus Theorie und Praxis, um aufzuzeigen wie etablierte Unternehmen ihre Entwicklungszeit verkürzen, ihre Flexibilität erhöhen und dabei den Kundennutzen im Fokus behalten können. Besondere Berücksichtigung finden dabei die Themen Führung, sowie Innovations- und Veränderungsfähigkeit, welche in Zeiten der Veränderung bei etablierten Unternehmen besonders herausfordernd sind. Es wird aufgezeigt, wie agile Vorgehensweisen (z. B. Scrum) und kreative Problemlösungsansätze (z. B. Design Thinking und Lean-Startup) im Entwicklungsvorgehen integriert und genutzt werden können.

Matthias Nitsche, Friedemann Richter

34. Landwirtschaft 4.0 – die Waffe gegen Hunger und Umweltzerstörung?

Die Digitalisierung in der Landwirtschaft ist im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen extrem komplex. Die enge Vernetzung der Landwirtschaft mit Umwelt, Sozialem und Politik ergibt auf der einen Seite enorme Herausforderungen und andererseits gewaltige Chancen. In globaler Hinsicht wird die Digitalisierung ein Schlüsselthema in Bezug auf Ernährungssicherheit, Stabilisierung von Ökosystemen und sozialem Frieden. Sie wird daher zwangsläufig in das öffentliche Interesse rücken und ist damit auch in höchstem Grad gefährdet, durch die Politik und diverse Interessenvertreter für eigene Zwecke instrumentalisiert zu werden. Fest steht aber, dass zur Lösung der absehbaren Probleme mit Welternährung und Umweltschutz die Digitalisierung in der Landwirtschaft noch vor der Biotechnologie das akut einzige wirklich erfolgversprechende Werkzeug ist.

Manfred Nüssel

35. Das Berufsbild des Steuerberaters im Zuge der Digitalisierung

Steuerberater haben schon früh erste Schritte in Richtung auf eine Digitalisierung unternommen. Die aktuell rasant fortschreitenden Veränderungen machen Anpassungen im Tätigkeitsspektrum von Steuerberatern und ihren Fachangestellten sowie in den Ausbildungsinhalten erforderlich. Durch den Wegfall von Routinearbeiten kann das Feld der eigentlichen Beratungstätigkeit ausgebaut werden, das den Kern der unabhängigen, selbstständigen und eigenverantwortlichen Berufstätigkeit bildet. Durch die Verfügbarkeit aktueller Daten wird die individuelle proaktive Beratung der Mandanten noch verbessert und gestärkt.

Raoul Riedlinger, Carola Fischer

36. Datenschutz in der Smart Factory

Die Vernetzung von Verkauf und Produktion ermöglicht es, immer einfacher auf sensible personenbezogene Kundendaten zuzugreifen. Der Beitrag stellt die rechtlichen Möglichkeiten und Beschränkungen des Umgangs mit sensiblen Daten durch ein Produktionsunternehmen dar. Bei einem Einsatz flexibler, autonomer und sich selbst konfigurierender Produktionsressourcen, die in einer Smart Factory untereinander und mit Produkten kommunizieren sowie Entscheidungen treffen, muss auch im Rahmen der Interaktion mit den Maschinenbedienern der Datenschutz beachtet werden.

Christian Rödl, Alexander von Chrzanowski

37. Leitplanken für die digitale Gesellschaft

Angesichts des schnellen Fortschritts in der Informationstechnik muss das Recht technologische Gestaltungsanforderungen formulieren und verfahrensmäßige Lösungen bereitstellen. Zudem ist eine Verschränkung des Datenschutzrechts im engeren Sinne mit den Anforderungen des Rechts der Nicht-Diskriminierung sinnvoll.

Peter Schaar

38. Landwirtschaft 4.0 – Digitalisierung als Chance für eine nachhaltige Landwirtschaft

Nach der „Grünen Revolution“, die die Erträge in der Landwirtschaft steigerte und körperliche Arbeit weitgehend durch Maschinen ersetzte, stehen wir heute erneut am Anfang eines neuen Zeitalters, nämlich dem der Digitalisierung. Die Arbeit der Landwirte wird sich dadurch grundlegend verändern. Viele Arbeitsschritte im Stall und auf dem Acker werden in absehbarer Zeit durch digitale Lösungen erleichtert und teilweise ersetzt werden können. Die Digitalisierung im Sinne einer Landwirtschaft 4.0 kann insbesondere die Nachhaltigkeit der Lebensmittelerzeugung in Deutschland weiter stärken und unsere Höfe für die globalen Herausforderungen der Zukunft fit machen. Um diese Chancen zu nutzen, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) unter meiner Federführung ein 12-Punkte Programm zur Digitalisierung in der Landwirtschaft formuliert. Diese 12 Punkte sind Kernbestandteile meines „Zukunftsprogramms Digitalpolitik Landwirtschaft“, das ich im August 2017 vorgestellt habe. Ausgehend davon wird der Beitrag darstellen, welche politischen Impulse die Bundesregierung setzt, um die Landwirtschaft in der digitalen Gesellschaft erfolgreich und nachhaltig zu gestalten.

Christian Schmidt

39. Die Digitale Agenda der BA – Wie sich ein öffentlicher Dienstleister der Digitalisierung stellt

Die Digitalisierung bringt neben den Veränderungen in der Arbeits- und Berufewelt auch neue Erwartungen der Bürger an die Kommunikations- und Zusammenarbeitsformen mit öffentlichen Verwaltungen mit sich. Demgegenüber stehen lückenhafte und oftmals nicht durchgängige Online-Angebote der Behörden. Mit ihrer Digitalen Agenda nimmt die Bundesagentur für Arbeit (BA) diese Herausforderung für sich an. Über die Definition von Zielgruppen und Handlungsfeldern hat sich die BA einen Rahmen für ihre Digitalisierungsambitionen gesetzt, vor dessen Hintergrund sie ihre Angebote neu konzipiert und stetig weiterentwickeln wird. Dabei sollen die Angebote über eine frühzeitige Einbindung der zukünftigen Nutzer in den Entstehungsprozess möglichst kundenfreundlich und praxisorientiert sein. Der Wandel der IT der BA hin zu einer agilen Arbeitsweise stellt die dafür notwendige Voraussetzung dar.

Markus Schmitz

40. Lebenslanges Lernen – Digitale Bildung bedeutet gesellschaftliche Teilhabe!

Unsere Welt wird zunehmend digital. Algorithmen, Daten, Netzwerke schaffen neue Zusammenhänge, veränderte Realitäten, zahlreiche Möglichkeiten, neue Chancen und Risiken. Unabhängig davon, ob man in der Digitalisierung das Heilsversprechen schlechthin oder eine elementare Bedrohung sieht (keines von beidem wird der Sache gerecht): Fakt ist, dass nur, wer die Systeme versteht, Gefahren vorbeugen und Chancen nutzen kann. Um sich möglichst souverän in einer digitalen Welt zu bewegen und wirtschaftlich wie gesellschaftlich partizipieren zu können, bedarf es eines tiefen Verständnisses digitaler Systeme. Deshalb ist digitale Bildung eine neue Grundkompetenz, eine Kulturtechnik, an der alle teilhaben sollen und müssen. Wir alle müssen uns digital bilden – jeder von uns ein Leben lang. Das beginnt bei den Kleinsten und endet bei den Senioren. Dazu bedarf es einer großen Kraftanstrengung.

Nadine Schön

41. Flexibilität und Unabhängigkeit – Rahmenbedingungen für eine gesellschaftliche Cyber-Sicherheit

Die Digitalisierung und Vernetzung aller Lebensbereiche stellt Staat, Wirtschaft und Gesellschaft vor große Herausforderungen. Sie führen auf der einen Seite zu Effizienzsteigerungen durch vereinfachte Prozesse, zu mehr Transparenz durch verbesserte Kommunikationsmöglichkeiten und zu mehr Komfort im Alltag. Auf der anderen Seite steigt das Bedrohungspotenzial deutlich an, da sich die Anzahl der Angriffspunkte erhöht, die Kommunikationsinfrastrukturen immer komplexer werden und die zu verarbeitenden Datenmengen sich vervielfachen. Die Informationssicherheit in den staatlichen Institutionen und Behörden, in den Unternehmen und Organisationen, aber auch beim Privatanwender muss durch die allumfassende Digitalisierung immer wieder neu und in hohem Tempo an die dynamischen Rahmenbedingungen angepasst werden. Dies ist nicht ohne Akzeptanz und Mitwirkung aller Beteiligten möglich.

Arne Schönbohm

42. Mit digitalen Geschäftsmodellen maximal skalieren

Durch die rasante Etablierung und den Erfolg innovativer Geschäftsmodelle gerieten traditionelle Unternehmen und ihre Geschäftsmodelle in den letzten Jahren massiv unter Druck und lassen im Kontext der Digitalisierung erkennen, dass sich Unternehmen einer massiven Transformation hin zu digitalen Geschäftsmodellen unterziehen müssen, um die Potenziale der Digitalisierung für sich nutzen zu können. Die Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation, die Stakeholder und die Wertschöpfungsketten sind vielfältig und komplex. Zentraler Erfolgsfaktor ist dabei die effiziente und vor allem bilaterale Gestaltung des Daten- und Informationsflusses zwischen Unternehmen und Kunden, um auch die Skalierungspotenziale zu maximieren. Dabei ließen sich diese Modelle durch verschiedene Tools wie Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen sowie Cloud Computing bei der Gestaltung und Umsetzung unterstützen.

Joachim Schreiner, Anna Katharina Klostermann

43. Digitale Brücken zur Finanzverwaltung – Erlebnisse, Erkenntnisse, Erwartungen

Etwas über 25 Jahre sind vergangen, seitdem mit der Übermittlung von Einkommensteuerdaten der Grundstein für die erste digitale Brücke zur Finanzverwaltung gelegt wurde. In der Zwischenzeit ist aus dieser Brücke ein viel genutztes und weit verzweigtes Netz digitaler Brücken geworden, über das die Beteiligten ihren elektronischen Datenverkehr zur Finanzverwaltung und wieder zurück abwickeln und damit die Voraussetzungen für effiziente Prozesse auf beiden Seiten der Brücken schaffen.Erlebnisse und Erkenntnisse aus diesen 25 Jahren werden im Artikel ebenso aufgearbeitet wie die sich aus den Erfahrungen ergebenden Schlussfolgerungen und Erwartungen für die zukünftige Weiterentwicklung des digitalen Ökosystems rund um die Finanzverwaltung.

Stefan Schröder

44. Die digitale Transformation der Steuerkanzlei im Kooperationsverbund

Das Thema der digitalen Transformation ist derzeit in aller Munde und nimmt auch in der Diskussion, welche Entwicklung die Steuerberaterbranche nehmen wird, zunehmend Raum ein. Dabei werden zum Teil provokante Fragen gestellt und bedenkliche Szenarien aufgezeigt, wie etwa im Beitrag in NWB 44 vom 31.10.2016 (NWB DokIDFAAAF 84587): „Digitalisierung in der Steuerberatung – Stirbt der Steuerberater aus?“ oder im StBMag vom 31.10.2016 (NWB DokID TAAAF-85216): „Ein Viertel der Kanzleien sperrt sich noch“.

Carsten Schulz, Holger Bodmann

45. Das Dilemma der Politik in der digitalen Welt

Hat Deutschland die erste Halbzeit der Digitalisierung verschlafen? Die US-amerikanischen IT-Konzerne machen das Geschäft mit den Daten, die skandinavischen und baltischen Staaten sind uns in vielen Bereichen der digitalen Verwaltung weit voraus (Bertelsmann Stiftung 2017a, Schweden auf dem Weg in die digitale Zukunft). Ist für Deutschland das Thema Digitalisierung verloren? Die wirklich großen Veränderungen beginnen sich erst jetzt, in der zweiten Halbzeit, zu entfalten. Noch ist also nichts verloren. Wir stehen am Beginn eines für weite Teile von Wirtschaft und Gesellschaft radikalen Wandels. Aufgabe der Politik in solchen Zeiten war und ist dabei die Gestaltung der regulatorischen Rahmenbedingungen so, dass unsere Gesellschaft zukunftsfähig aufgestellt werden kann. Konkret heißt dies, dass eine sichere, vertrauenswürdige und am Nutzer orientierte Digitalisierung über alle Ebenen von Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung ermöglicht werden muss. Bisher allerdings agierte die Politik zwar guten Willens, aber oft zu zögerlich, schlecht beraten, bisweilen auch glücklos. Bedingt weniger durch aktives Fehlverhalten, als durch die Automatismen zahlreicher politischer und administrativer Strukturen, die eine erfolgreiche Digitalisierung verhindern. Die Erkenntnis, wonach es schnellstmöglich gilt, in diese teils fundamentalen Strukturen einzugreifen, sie muss sich nun durchsetzen. Welche Strukturen aber sind das? Welche Lösungsansätze gibt es für die Zukunft? Und welche Themenfelder sollten zuerst angegangen werden? Dieses Papier soll dazu Empfehlungen geben.

Eckhard Schwarzer

46. Lernende Systeme in Wirtschaft und Gesellschaft

Lernende Systeme sind im Alltag angekommen: Bereits heute bearbeiten Roboter, Assistenz- und Softwaresysteme komplexe Probleme und passen sich unterschiedlichsten Situationen an. Diese Systeme basieren auf Methoden und Werkzeugen der Künstlichen Intelligenz wie dem maschinellen Lernen. Sie sind ein zentraler Bestandteil der vierten industriellen Revolution, ermöglichen neue Geschäftsmodelle und treiben den Wandel unseres Mobilitätssystems. Doch mit ihrem Einsatz sind zahlreiche soziale, ethische und rechtliche Fragen verbunden. Wollen wir den Einsatz Lernender Systeme im Sinne der einzelnen Menschen und unserer Gesellschaft gestalten, müssen wir diese Fragen in einem breit angelegten gesellschaftlichen Dialog beantworten.

Dieter Spath

47. Die Herausforderung der digitalen Transformation meistern

„Digitale Transformation“ bedeutet Abbildung der realen Welt durch Software. Digitale Herausforderer treiben einen Keil zwischen traditionelle Unternehmen und ihre Kunden. Die Antwort für die traditionellen Unternehmen darauf ist: Sie müssen digital werden. Dazu benötigen sie eine digitale Roadmap. Die Verantwortung dafür ist einem Chief Digital Officer (CDO) zu übertragen, der unmittelbar unter dem Vorstand anzusiedeln ist.

Karl-Heinz Streibich

48. Von Asymmetrien und Unsicherheiten im Cyber-Raum – Cyber-Sicherheit als gesamtstaatliche Aufgabe

Die Digitalisierung hat alle Ebenen des Staates erfasst: Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Daraus ergeben sich auf der einen Seite effizientere Verwaltungsapparate (eGovernment) und Arbeitsprozesse (Industrie 4.0) sowie ein durch eHealth, vernetze Infrastrukturen (smart cities) und Smartphones hervorgerufenes neues Level an Lebensqualität. Auf der anderen Seite zeigen gleichwohl Cyber-Angriffe auf Regierungsnetzwerke, kritische Infrastrukturen, Unternehmen oder Privatpersonen, wie verletzlich eine digitalisierte Gesellschaft sein kann. Der Staat sieht sich dabei zur Erfüllung seines Schutzauftrages einer besonderen Herausforderung ausgesetzt: einer asymmetrischen Bedrohungslage im Cyber-Raum. Aufgrund dieser Asymmetrie ist die Gewährleistung absoluter Sicherheit nicht umzusetzen, sodass eine resiliente Cyber-Sicherheitsarchitektur vor allem eines erfolgreichen Managements von Restrisiken in Form einer entsprechenden Organisation der verfügbaren Kompetenzen bedarf. Dieser Beitrag zeigt auf, wieso diese Organisation auf einem gesamtstaatlichen Ansatz beruhen muss.

Philipp von Saldern, Lukas W. Schäfer

49. Digitalisierung im Bürgerkontakt – Ein Streifzug durch die Möglichkeiten und Hürden des Datenaustauschs zwischen Behörden und Bürgern

Die Digitalisierung schreitet in allen Lebensbereichen mit großen Schritten voran, im Bereich der öffentlichen Verwaltung hinkt sie jedoch seit Jahren hinterher. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Stufen der Digitalisierung im Bürgerkontakt, stellt mögliche Hindernisse und Treiber der Digitalisierung dar und skizziert Ansätze zur Entwicklung von Digitalisierungsstrategien.

Tobias Wagner

50. Forschung zwischen Big Data und Datenschutz

Die bestehende nationale Datenschutzregulierung zur Forschung ist wenig praktikabel, unübersichtlich und nicht funktional. Die Datenschutz-Grundverordnung gibt nun einen europäischen forschungsfreundlichen Rechtsrahmen vor, der zugleich einen hohen Datenschutzstandard ermöglicht. Die damit verbundenen Möglichkeiten hat der nationale Gesetzgeber bisher nicht genutzt. Der Beitrag macht Vorschläge, wie Forschungsfreiheit und Datenschutz künftig anwendernah und grundrechtskonform verwirklicht werden können.

Thilo Weichert

51. Digitalisierung in der Wirtschaftsprüfung – Perspektive der Wirtschaftsprüferkammer

Die digitale Transformation führt zu einem umfassenden strukturellen Wandel in Wirtschaft, Gesellschaft und Privatleben. Für den Berufsstand der Wirtschaftsprüfer und vereidigten Buchprüfer eröffnen sich einerseits neue Dienstleistungsmöglichkeiten. Andererseits ergeben sich gravierende Auswirkungen auf die Art und Weise der Durchführung von Abschlussprüfungen. Schlagworte sind hier Big Data, Cloud Computing, Cyber Security, Remote und Continuous Audit. Der Gesetzgeber, die Kammern und Verbände sind angehalten, die digitale Entwicklung zu begleiten und zu fördern und in Gesetzen, Satzungen und Standards adäquat abzubilden.Der Berufsstand der Wirtschaftsprüfer und vereidigten Buchprüfer muss sich der rasanten Entwicklung bewusst sein und sich aktiv mit den Veränderungen auseinandersetzen. Investitionen in neue IT, Erlangung von IT-Kompetenzen, Prozessanpassungen in den WP-Praxen sowie die Gewinnung entsprechend gebildeter Mitarbeiter dürfte gerade kleinere und mittelgroße WP-Gesellschaften vor besondere Herausforderungen stellen. Die Wirtschaftsprüferkammer (WPK) wird die digitale Entwicklung im Berufsstand aufmerksam beobachten und sich für die Schaffung angemessener Rahmenbedingungen einsetzen. Zu den Digitalisierungsthemen will die WPK auch verstärkt Hilfestellung für Berufsangehörige zur Verfügung stellen.

Gerhard Ziegler, Reiner Veidt, Heiko Spang

52. Wer Industrie 4.0 verstehen will, kommt an Deutschland nicht vorbei

Der Begriff „Industrie 4.0“ ist zu einer international anerkannten Marke geworden, die eng mit dem Standort Deutschland verbunden ist. Dies ist der branchen- und unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit von Gewerkschaften, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden in der Plattform Industrie 4.0 zu verdanken. Das Ergebnis ist ein besonderes Industrie-4.0-Ökosystem, das weltweit seinesgleichen sucht. Der Anspruch ist kein geringerer, als die digitale Transformation der Industrie global zu gestalten. Wer Industrie 4.0 verstehen will, der kommt an Deutschland nicht mehr vorbei.

Michael Ziesemer

53. Verantwortung tragen in einer digitalisierten Gesellschaft

Digitalisierung verändert nicht nur Technologien und Marketing. Sie verändert die Art und Weise, wie Menschen denken, leben und arbeiten. Schon jetzt ist klar, dass eine reine Digitalisierung bestehender Angebote nicht ausreicht, junge Menschen zur Alters- und Risikovorsorge zu motivieren. Die Versicherungsbranche hat ihnen gegenüber aber eine sozial-politische Verantwortung. Wir müssen die Digital Natives besser verstehen lernen, um ihnen mit qualifizierter Beratung Lösungen anbieten zu können, die ihre Lebenswirklichkeiten passender als bisher abbilden.

Armin Zitzmann
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