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Über dieses Buch

Dieses Buch stellt erstmals die Gesamtsituation des IT-Managements der Digitalisierung im Öffentlichen Bereich Deutschlands vor. Aufgrund ihrer Schlüsselfunktion für die Verbesserungen in der Verwaltung selbst, aber auch der möglichen innovativen Impulse für unsere Gesellschaft – jeden IT-Nutzer und die Privatwirtschaft –, spielt sie eine sehr wichtige Rolle in Politik und Verwaltungsmanagement. Daher stehen hier vor allem folgende Fragen im Mittelpunkt: Wie managt der Öffentliche Bereich die Schlüsselkompetenz Informationswirtschaft? Wie stellt sich die Ausgangssituation in Bund, Ländern und Kommunen in Bezug auf die eigene Digitalisierung dar, welchen Stellenwert hat das IT-Management im eigenen Bereich des Öffentlichen Sektors? Welche Auswirkungen haben die Trends in der Digitaltechnologie auf Menschen, Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Verwaltung und Staat? Welche Empfehlungen lassen sich daraus ableiten? Das Buch soll dazu beitragen, mehr Aufmerksamkeit für das Thema zu erzeugen und liefert aus Sicht von IT-Verantwortlichen und externen Experten einen systematischen Überblick.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Dieses Buch stellt erstmals – in einem Werk – die Gesamtsituation des IT-Managements der Digitalisierung im Öffentlichen Bereich Deutschlands vor. Trotz ihrer großen Bedeutung für die Innovation der Verwaltung und der möglichen Impulse für Wirtschaft und Gesellschaft spielte die Öffentliche IT lange Zeit eine geringere Rolle in der Wahrnehmung von Politik und Verwaltungsmanagement, als ihr faktisch zukommt. Das Werk soll dazu beitragen, mehr Aufmerksamkeit für das Thema zu erzeugen, und einen ersten systematischen Überblick, einschließlich der Sicht verschiedener Experten, liefern.

Roland Heuermann

Kapitel 2. Digitalisierung: Begriff, Ziele und Steuerung

Der Begriff „Digitalisierung“ umfasst ein breites Spektrum von technologischen, betriebs- und volkswirtschaftlichen Entwicklungen seit Beginn der Einführung integrierter Schaltkreise in massentaugliche Computer und der Nutzung des Internets. Der technische Kern ist die Entwicklung von Web-3.0- und Web-4.0-Anwendungen. Diese Trends der Verwaltungsinformatik sind völlig analog zu denen in der Privatwirtschaft. Der Nutzen für die Kernverwaltung im Öffentlichen Bereich besteht im Innovationspotenzial für Öffentliche Services, die Verwaltungsabläufe und deren Steuerung. Disruptiv sind die Entwicklungen nicht, da das „Geschäftsmodell“ der Verwaltung sich zwar erheblich ändern und verbessern wird, aber schon aus rechtlichen Gründen das Monopol der Kernverwaltung auf hoheitliche Handlungen erhalten bleibt. Sachlich eröffnet die Digitalisierung den Weg in eine vernetzte Verwaltung, die als Smart Government den Vorteil der Vernetzung durch eine Verringerung der Bürokratielasten an Bürger und Unternehmen weitergibt und mit Open Government die Gesellschaft auch an den Informationsschätzen der Verwaltung teilhaben lässt. Die koordinierte Steuerung der Öffentlichen IT-Dienstleister erfolgt über die als gleichberechtigte Mitglieder im IT-Planungsrat vertretenen Länder und den Bund. Treibende Kraft hinter den Institutionen sind die CIOs, deren Rolle sich von einer nur auf den IT-Bereich bezogenen Aufgabe immer weiter in Richtung eines Netzwerkmanagements erweitert.

Roland Heuermann, Andreas Engel, Jörn von Lucke

Kapitel 3. Digitalisierung auf kommunaler Ebene

Die Situation der Digitalisierung auf kommunaler Ebene wird aus vier Betrachtungswinkeln heraus betrachtet: Zunächst aus der strukturellen Situation der Anbieterlandschaft mit einer Vielzahl Öffentlicher IT-Dienstleister, die teils in Konkurrenz bei einzelnen Aufträgen zueinander stehen, teils aber auch zunehmend miteinander in netzwerkartigen Strukturen kooperieren. Dann aus dem Blickwinkel der IT-Unterstützung von Fachverfahren, darunter als derzeit noch in kleinen Piloten bestehenden „digitalen Dörfern“, und als Drittes aus dem Optimierungspotenzial von Fachverfahren durch Nutzung weiterer digitaler Angebote in der gesamten Prozesskette. Als großes viertes Thema wird das umfassende Konzept der „Smart City“ generell und dann ihre Ausprägung in ausgewählten deutschen Städten und der Hauptstadt Österreichs, dem schönen Wien, betrachtet.

Roland Heuermann, Carsten Jürgens, Peter Adelskamp, Tanja Krins

Kapitel 4. Digitalisierung auf Landesebene

Die Bundesländer sind eine hinsichtlich ihrer Größe und internen Struktur heterogene Ebene der Gebietskörperschaften: Stadtstaaten und Flächenländer, kleine und große Einwohnerzahlen, Länder mit und solche ohne Regierungsbezirke als Zwischenebene zwischen Ressorts und nachgelagerten Behörden der Landesverwaltung sind schon äußerliche Unterschiede. Die Organisation der Landes-IT-Dienstleister ist ebenfalls verschieden: Auffällig ist Dataport,Deutschlands einzige Mehrländeranstalt, die von den Nordstaaten Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein ausgehend weitere Bundesländer als Kunden gewinnen konnte. Alle Bundesländer machen Fortschritte bei der Digitalisierung, sie unterscheiden sich aber teils erheblich sowohl im Grad der Zentralisierung wie auch im Tempo der Fortschritte in den letzten Jahren.

Roland Heuermann, Stefan Krebs, Christian D. Kohl, Carsten Jürgens, Johann Bizer, Michel Golibrzuch

Kapitel 5. Digitalisierung auf Bundesebene

Der Bund ist die oberste Ebene der Gebietskörperschaften. Seine Aufgaben kann man in drei Gruppen einteilen: Wahrnehmung deutscher Interessen in internationalen Angelegenheiten, Wahrnehmung steuernder Aufgaben im „Konzert“ mit den drei deutschen Ebenen der Gebietskörperschaften und Management der eigenen Bundesbehörden sowie deren Beteiligungen. Für den Bereich der eigenen Kernverwaltung hatte sich der Bund mit dem Konzept zur IT-Steuerung Bund in 2007 unbefristete Ziele zur Konsolidierung der Bundes-IT gesetzt, die er teils nur sehr langsam und unvollständig umsetzte. Ein Reflex darauf ist die in 2015 beschlossene, vermutlich mindestens bis 2022 andauernde, forcierte vertikale Konsolidierung der Bundes-IT. Den ebenfalls teils langsamen und unvollständigen Verbesserungen der Bundesbehörden beim Eröffnen des digitalen Zugangs zu rechtsgeschäftlichen Verwaltungsservices und der Nutzung elektronischer Akten in Behörden machte der Bund durch das E-Government-Gesetz von 2014 und teils verbindliche Fristen Druck. Die Bundeswehr ist eine in echtem Wettbewerb mit außenstehenden potenziellen Angreifern stehende Bundesbehörde und engagiert sich in besonderem Maße, sogar mit Gründung einer eigenen Cyber-Teilstreitkraft, in der eigenen Digitalisierung.

Falk A. Schmidt, Gerhard van der Giet

Kapitel 6. Treiber, Ratgeber, Meinungsmacher

Das thematisch sehr breite Spektrum der Digitalisierung im Öffentlichen Bereich wird durch eine Vielzahl von interessierten Berufsgruppen mit Schwerpunkt auf Lehre, Forschung, Serviceangeboten und Vertretung von verbandlichen Interessen von Wirtschaft sowie Verwaltung begleitet. Gemeinsam ist diesen hinsichtlich ihrer Motive sonst sehr heterogenen Stakeholdern, dass sie die Entwicklung der Digitalisierung weiter vorantreiben, Trends erkennen, Nischen für die eigene Profilierung bzw. Marktpositionierung nutzen und Entscheidungsträger mit eigenen Einsichten erhellen, evtl. auch von Vorschlägen für Managemententscheidungen überzeugen und sich selbst in ihrem Segment als Mitgestalter der Situation einbringen wollen.

Jörn von Lucke, Roland Heuermann, Helmut Poder, Mario Walther, Heinrich Rentmeister, Marc Reinhardt, Jan Reddehase, Ulf Schitkowsky, Mathias Oberndörfer, Ferdinand Schuster, Philipp Kleinmanns, Carsten Hentrich, Michael Pachmajer

Kapitel 7. Wirkungen und Erfolge der Digitalisierung

Die Digitalisierung geht von technologischen Angeboten aus, deren Angebotspalette sich weiter dynamisch entwickelt: Die Blockchain-Technologie, Künstliche Intelligenz, Humanoide Roboter und Clouds sind aktuell teils vorhandene, teils noch deutlich verbesserungsfähige IT-Werkzeuge mit großem Potenzial der Nutzenstiftung innerhalb der Verwaltungs-IT und vor allem direkt für die Innovation von Verwaltungsservices. Die Digitalisierung hat starke Wirkungen auf privates und berufliches Verhalten, das soziale Leben und die Berufswelt inklusive der Arbeitsplätze. Da die Digitalisierung schon ein Teil der Lebenswirklichkeit ist, stellen sich oft nicht die Fragen des „Ob“ und „Wann“ einer Entwicklung, sondern nur des „Wie (stark)“, „Welche Möglichkeiten der Beeinflussung“ und „Wie gestalten“. Dies trifft auf IT-Services selbst wie auch auf die ganze Palette der politischen Handlungsfelder in der Welt innerhalb und außerhalb der Verwaltung zu.

Roland Heuermann, Matthias Tomenendal, Carsten Jürgens

Kapitel 8. Handlungsempfehlungen

Die konsequente Digitalisierung der deutschen Verwaltung ist keine auf das Öffentliche IT-Management selbst beschränkte Aufgabe, sondern bedarf eines ganzheitlichen Ansatzes der strategischen Organisationsentwicklung. Diese sollte ehrgeizige Ziele haben. Hierzu zählen eine Änderung der teils wenig innovations- und kooperationsfreundlichen deutschen Verwaltungskultur, die bestmögliche Transparenz über die Kosten-Nutzenbeziehung, eine weitmögliche Konsolidierung und Optimierung der Aufbau- und Ablaufstruktur in der Öffentlichen IT, die Verbesserung der Qualität des Verwaltungszugangs sowie der Services und ein mehr dem Gedanken des Leistungsprinzips verpflichtetes Personalmanagement. Darüber hinaus sollten in allen Bundesländern Normenkontrollräte etabliert werden und die Normenkontrolle selbst erweitert werden.

Roland Heuermann

Backmatter

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