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01.08.2016 | Wissenschaftliche Beiträge | Ausgabe 2/2016

Zeitschrift für Arbeitswissenschaft 2/2016

Digitalisierungsansätze ergonomischer Analysen und Interventionen am Beispiel der markerlosen Erfassung von Körperhaltungen bei Arbeitstätigkeiten in der Produktion

Zeitschrift:
Zeitschrift für Arbeitswissenschaft > Ausgabe 2/2016
Autoren:
Christopher Brandl, Dominik Bonin, Alexander Mertens, Sascha Wischniewski, Christopher M. Schlick

Zusammenfassung

Mit dem fortschreitenden Einsatz von Sensoren und der anschließenden Vernetzung von erfassten Daten im Rahmen von Industrie 4.0 erfährt die Arbeitswelt der Produktion eine zunehmende Digitalisierung. Im Rahmen dieser Entwicklung lassen sich auch für die Ergonomie bislang ungenutzte Potenziale erkennen. Mit der Anwendung von Motion Capture Systemen für die markerlose Erfassung von Körperhaltungen lässt sich die ergonomische Analyse von Körperhaltungen digitalisieren. Auf Basis der digital erfassten Daten kann anschließend der ergonomische Interventionsprozesses unterstützt und die Optimierung der täglichen Personaleinsatzplanung nach der Arbeitsbelastung durchgeführt werden. Im vorliegenden Beitrag werden diese drei modularen Digitalisierungsansätze beispielhaft dargestellt. Auf dieser Basis wird ein Systemmodell für den primären Informationsfluss in einem Prozess zur Schaffung ergonomischer Voraussetzungen für bestehende Arbeitssysteme entwickelt, welches vor allem die Schnittstellen zwischen den vier Subsystemen der Analyse, der Intervention, der Umsetzung und der Arbeitstätigkeit in der Produktion definiert. Dadurch lassen sich bestehende Ansätze hinsichtlich digitaler Tools modular erweitern. Die Chancen und Risiken der vorgestellten Digitalisierungsansätze und einer modularen Systemstruktur werden kurz abschließend diskutiert.
Praktische Relevanz Der Beitrag stellt Digitalisierungsansätze für die ergonomische Analyse und Intervention am Beispiel der markerlosen Erfassung von Körperhaltungen vor, die als Grundlage für effektive und effiziente Prozesse zur ergonomischen Verbesserung bestehender Arbeitssysteme im Rahmen der Entwicklungen um Industrie 4.0 dienen.

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