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Über dieses Buch

Das Lehrbuch bietet eine systematische Einstiegshilfe in die soziologische Beschäftigung mitGesellschaft in diskursanalytischer Perspektive und führt gut verständlich in die für die Soziologie relevanten Felder der Diskurstheorie ein. Es gelingt der Autorin damit sowohl eine Herleitung und Erklärung der zentralen Begriffe und Konzepte, als auch eine anwendungsorientierte Kontextualisierung, so dass die Diskurstheorie auch für aktuelle gesellschaftstheoretische Debatten fruchtbar gemacht wird. Durch die Lektüre erhalten Lesende grundlegende Einblicke in die soziologische Diskurstheorie, lernen diskursive Praktiken neben anderen als eine relevante Dimension gesellschaftlicher Praxis kennen und bekommen Methoden zur Analyse von Diskursen und deren Verhältnis zu Gesellschaft an die Hand. Die Autorin lädt ihre Leser*innen im Rahmen der Lektüre dazu ein, mit der diskursanalytischen Brille den ein oder anderen Blick auf Gesellschaft zu riskieren und das soziologische Arbeiten mit den Werkzeugen der Diskursanalyse auszuprobieren.
Der InhaltDiskurswolken am gesellschaftlichen Denkhorizont • Diskurs und Gesellschaft – alte Bekannte, aktueller denn je • Mit dem diskursiven Werkzeugkoffer bis zum gesellschaftlichen Denkhorizont • Multimediales Material • Weiterführende Literatur • Erkenntnisse evaluierende Fragen
Die AutorinDr. Franka Schäfer ist Soziologin. Sie lehrt und forscht zu Soziologischer Theorie, Soziologie der Populärkultur, Soziologie des Protests und Soziologie sozialer Ungleichheit an der FernUniversität in Hagen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Diskurswolken am gesellschaftlichen Denkhorizont

Wir befinden uns in einem chaotischen Gewimmel – einem diskursiven Gewimmel, immer und überall – es wimmelt nur so von Aussagen, die um uns herumschwirren. Diskurse wabern umher – sie sind überall, es gibt kein Entkommen. Diskurse werden ähnlich Gesprächen geführt, in Diskursen wird verhandelt, Themen werden be- oder abgehandelt, Diskurse erörtern und bilden Gegenstände, sie diskutieren Dinge, sie sprechen über etwas, und bringen Aussagen hervor – sie sagen uns, was gesagt werden kann und was nicht und wie über etwas gedacht wird. Expert_innendiskurse geben uns Hilfestellung bei Entscheidungen, der neoliberale Diskurs verführt uns zur Ökonomisierung des Sozialen, der öffentliche Diskurs prägt unsere Einstellung zu aktuellen gesellschaftspolitischen Streitthe men, der mediale Diskurs bestimmt unsere Meinungen über andere, digitale Diskursphänomene überraschen uns im Alltag und lassen uns zu Fans, Nerds oder Teilen von Flashmobs werden; Formen von Diskursethik heben den moralischen Zeigefinger und ein herrschaftsfreier Diskurs lädt uns zu Demokratie ein.
Franka Schäfer

Kapitel 2. Diskurs und Gesellschaft – alte Bekannte, aktueller denn je

Dass die zwei alten Bekannten Diskurs und Gesellschaft in ihrem analytischen Potential gegenwärtig für soziologische Analysen mehr als nur Zaungäste sind und vor dem Hintergrund aktueller Ereignisse und Zeitdiagnosen notwendig und produktiv analytische Zugänge zur Gegenwartsgesellschaft bereitstellen, führen die gesellschaftlichen Problemlagen und krisenhafte Entwicklungen vor Augen, die momentan auf der Folie der Gefährdung von Gesellschaften oder der Legitimität von Diskurspositionen thematisiert werden: Klimawandel und Umweltzerstörung – hier tobt der Kampf um legitime Diskurspositionen ganz offensichtlich zwischen Klimaschützenden und an der Erderwärmung Zweifelnden und wird je nach Diskursgesellschaft mit anderen Aussageformationen hervorgebracht; Flucht, Vertreibung und Migration – hier existieren z. T. Leben gefährdend gegensätzlich gerichtete Diskurse, die entweder eine Willkommenskultur oder aber das Ende des Abendlandes konstituieren; Ausbeutung und die mit neoliberalen Wirtschaftsordnungen einhergehende wachsende Kluft zwischen Arm und Reich/prekär und sicher, werden in ihrer Paradoxie von agonalen Dispositiven stabilisiert; und auch Analysen des Erfolgs rechtspopulistischer Parteien und antidemokratischer Strömungen kommen ohne diskurstheoretische Informiertheit nicht zu Rande. Gerade in Bezug auf letztere hilft der Rückgriff auf diskurstheoretische Soziologien im Sinne des Poststrukturalismus im Nachgang Foucaults, um z. B.
Franka Schäfer

Kapitel 3. Mit dem diskursiven Werkzeugkoffer bis zum gesellschaftlichen Denkhorizont

Nun haben Sie es so gut wie geschafft. Die dunklen Diskurs- und Gesellschaftswolken am Denkhorizont haben sich verzogen, das Wetter hat theoretisch aufgeklart und Sie spazieren mit der diskursiven Sonnenbrille durch die Gesellschaft. Sie haben sich die grundlegenden theoretischen Konzepte und Werkzeuge der Foucault’schen Diskurstheorie angeeignet, haben sich sein Leben und Werk vor Augen geführt und dabei seinen ganz eigenen Forschungs- und Arbeitsstil verinnerlicht. Sie haben sich der Frage gestellt, wie man mit Foucault Gesellschaft denken und analysieren kann und haben im Zuge dessen Marcharts postfundamentalistische Theorie der Gesellschaft kennengelernt. Nun wissen Sie wie das Verhältnis von Diskurs und Gesellschaft gedacht werden kann und was die Soziologie in ihrem Arbeitsalltag damit anfängt.
Franka Schäfer

Kapitel 4. Multimediales Material

Da das am Ende eines Lehrbuchs sonst immer unter den Tisch fällt, aber doch ehrlich gesagt am meisten Spaß macht und zum Weiterdenken anregt, finden Sie hier nun direkt im Anschluss ein Angebot an multimedialem Zusatzmaterial. Klicken Sie sich mit Foucault durchs Netz und surfen auf der Foucault’schen Welle unbedingt durch die folgenden Webseiten, Blogs, Audios und Videos
Franka Schäfer

Kapitel 5. Weiterführende Literatur

Nachdem Sie sich durch dieses Lehrbuch geackert haben, sollten Sie sicherlich eine diskursanalytische Pause einlegen. Vielen geht es mit der Diskurstheorie jedoch so, dass man sie, einmal kennengelernt, nicht mehr ganz aus den Gehirnwindungen herauskriegt und stets ein kleiner imaginärer Foucault im Gehörgang sitzt, der bei jeder soziologischen Tätigkeit fragt: und was ist mit dem Diskurs ? Was ist die Bedingung dessen, dass Du so denkst und arbeitest ? Wenn Sie der kleine Quälgeist Foucault also nicht in Ruhe lässt, sollten Sie einfach noch ein wenig weiterlesen und was sich hierfür anbietet, werde ich Ihnen nun noch kurz mitteilen
Franka Schäfer

Kapitel 6. Erkenntnisse evaluierende Fragen

Wer dies sinnvoll oder hilfreich findet, kann sich nach der Auseinandersetzung mit Diskurstheorie und Gesellschaft gerne so genannten Lernkontrollfragen stellen, die so häufig Lehrbücher abschließen. Lesen Sie die Fragen bitte jedoch ausschließlich als Anregungen, darüber zu reflektieren, was Sie bei der Lektüre des Kurses mitgenommen haben, nicht als Werkzeug eines möglichen Regimes der Kontrolle !
Franka Schäfer

Backmatter

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