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Über dieses Buch

Das Buch stellt hochschuldidaktische Konzepte zu dualen Studienformaten der Sozialpädagogik/Sozialen Arbeit vor und reflektiert die Faktoren, die wesentlich zur Professionalisierung von Studentinnen und Studenten beitragen. Es werden Möglichkeiten und Herausforderungen dieser Studienform dargestellt, die durch die Relationierung des akademisch-wissenschaftlichen und des betrieblich-praktischen Anteils entstehen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

(Meta-)Didaktische Positionen im dualen Sozialpädagogik-Studium

Frontmatter

Von der modularen Konzeption im Studiengang „Sozialpädagogik & Management“ hin zum gelungenen Theorie-Praxis-Transfer

Zusammenfassung
Im dualen Studium ist eine enge Verzahnung zwischen Theorie und Praxis von zentraler Relevanz. Grundlage der erfolgreichen Konzepterstellung von Modulen ist eine Balance zwischen dem Anspruch wissenschaftlichen Denkens (und Arbeitens) und der Übertragbarkeit dessen in handlungsorientierte/handlungsleitende Praxis. Unter Berücksichtigung nationaler Rahmenvorgaben zur Modulentwicklung und staatlicher Vorgaben für die Vergabe der Bezeichnung „staatlich anerkannte/r Sozialpädagoge/in, Sozialarbeiter/in“ wurde der duale Studiengang „Sozialpädagogik & Management“ der Internationalen Berufsakademie (iba) konzipiert. Hierzu wird das didaktische Konzept des Studiengangs skizziert, das auf dem Spannungsfeld von Wissenschaft und Praxis basiert. Die Qualität der Lehre spiegelt sich in einem gelungenen Praxistransfer wider. Dieses Ziel im Blick wird ein neuartiges Konzept der Qualitätssicherung der Praxisphasen vorgestellt, dass die Vergabe der staatlichen Anerkennung zum/r Sozialpädagogen/in, Sozialarbeiter/in ermöglicht und Aspekte der organisationsinternen Personalentwicklung beinhaltet.
Tanja Greulich, Monika Zimmermann, Kathrin Adam

Lehren und Lernen im dualen Studium

Zusammenfassung
Trägt die Struktur eines dualen Studiums zur Lernleistung der Studierenden bei oder lenkt die praktische Tätigkeit neben dem Studium von den eigentlichen Inhalten ab? Dieser Artikel beschäftigt sich mit Erkenntnissen des Konstruktivismus, der Hirnforschung und der Didaktik und diskutiert die oben genannte Frage anhand der Kategorie der Professionalität Sozialer Arbeit im Sinne von Dewe und Otto (Handbuch Soziale Arbeit, Reinhardt, München, S. 1245–1255, 2015). Der Artikel beschreibt den didaktischen Lehr- und Lernansatz des Konstruktivismus und bezieht diese Strategie des Lernens auf die Bedingungen eines dualen Studiums. Im Text wird eine erhöhte Reflexivität von Theoriewissen und Praxiserfahrungen durch den starken Gegenstandsbezug und die aktive Rolle der Lernenden in Lehrveranstaltungen des dualen Studiums konstatiert. Das zentrale Fazit des Textes: Eine praxisbezogene Lehre ist nachhaltige Lehre, weil dadurch Themen und Fakten persönlich bedeutsam und kontextualisiert gelernt werden. Diese Kontextualisierung, mit der Lehrende den Lehrinhalten eine Bedeutung und einen konkreten Bezug geben, ist eine der zentralen Aufgaben von Hochschuldozenten*innen – das gelingt in Koproduktion mit den Studierenden dualer Studiengänge besonders gut, weil die Kontexte aus aktuellen, persönlich bedeutsamen und fachrelevanten Erlebnissen der Studierenden selbst stammen.
Stefan Bornemann

Eine systemische Perspektive auf Lern- und Kompetenzentwicklungsprozesse im dualen Hochschulstudium

Zusammenfassung
Hochschulen stehen in Anbetracht vielfältiger und sich dynamisch entwickelnder gesamtgesellschaftlicher Anforderungen vor der Herausforderung, (Weiter-)Bildungsangebote zu gestalten, die ihren Studierenden die Möglichkeit geben, sich Berufsqualifikationen anzueignen und die erwarteten Kompetenzen zu entwickeln (Vgl. HRK, Positionen. https://​www.​hrk.​de/​positionen/​beschluss/​detail/​die-hochschulen-als-zentrale-akteure-in-wissenschaft-und-gesellschaft/​. 2016). Vor diesem Hintergrund wird eine systemische Perspektive auf die Ermöglichung von Kompetenzentwicklung in der dualen Hochschullehre gerichtet. Aufgezeigt werden Interdependenzen und Synergien, die sich insbesondere aus der Haltung Lehrender heraus im pädagogischen Lehr- und Lernsetting abzeichnen. Die Fundierung erfolgt durch die Zusammenführung ausgewählter Aspekte von Kompetenzentwicklungsprozessen, Aspekten eines systemisch-konstruktivistischen Lernverständnisses sowie Aspekten einer systemischen Professionalität. Eine dynamische Verknüpfung des Außen und Innen – dem institutionellen Rahmen und den notwendigen Bedingungen einer gelingenden Kompetenzentwicklung einerseits sowie dem Lernverständnis und der Haltung Lehrender andererseits – ermöglicht einen erweiterten Blick auf Gelingensfaktoren, die im Rahmen eines dualen Hochschulstudiums Kompetenzentwicklungsprozesse fördern.
Sandra Henze

Unterstützungsformen für wissenschaftliches Arbeiten und Reflektieren im dualen Studienformat

Frontmatter

Wissenschaftliches Arbeiten lernen in dualen sozialpädagogischen Studiengängen

Zusammenfassung
Wissenschaftliches Arbeiten findet in dualen Studiengängen unter anderen Bedingungen als im klassischen Studienmodell statt. Der Beitrag zeigt wesentliche Unterschiede in Hinblick auf die Rahmenbedingungen, auf die Gestaltung des Inhalts studentischer Texte und auf prozessuale Aspekte. Daraus lässt sich die Frage ableiten, welche Ansätze für die Lehre des wissenschaftlichen Arbeitens in dualen Studiengängen, insbesondere der Sozialpädagogik, existieren. Im Zentrum der Betrachtung stehen Ansätze für eine schreibförderliche Lehre.
Andrea Klein

Bedeutsamkeit und Aneignungspraxen akademischer Literalität in Onlineformaten dualer Studiengänge

Zusammenfassung
Duale Studiengänge sind akademische Ausbildungsangebote, die sich durch eine hohe Praxisnähe auszeichnen und gute Chancen auf einen erfolgreichen Einstieg in den Beruf nach Studienabschluss versprechen. Aus der Praxisnähe können allerdings auch Schwierigkeiten bei der Einlösung des Anspruchs auf Wissenschaftlichkeit der Ausbildung resultieren. Im folgenden Beitrag wird der Frage nachgegangen, wie duale Studiengänge diesem Risiko begegnen und welchen Einfluss neue Studienformate wie das Online-Format, das hohe Erwartungen an die akademische Literalität Studierender stellt, auf die Wissenschaftlichkeit eines dualen Studiums haben. In diesem Zusammenhang wird einerseits die Relevanz der Schrift für die Entstehung wissenschaftlichen Denkens rekonstruiert und zum anderen stehen die didaktischen Herausforderungen einer hochwertigen Online-Lehre im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens in dualen Online-Studiengängen zur Diskussion. Abschließend werden praktische Vorschläge zur Unterstützung Studierender in der Aneignung akademischer Literalität in dualen Online-Studiengängen mit verschiedenen Lern- und Studienorten sowohl in der Hochschule, der Praxis als auch der Online-Lernplattform von zu Hause aus unterbreitet.
Edith Bauer

Supervision im dualen Studiengang „Sozialpädagogik und Management“ – Beispiel einer Gruppensupervision

Zusammenfassung
Der Beitrag stellt ausgehend von verschiedenen Supervisionsformen die Kollegiale Fallberatung als unterstützendes modular verankertes Reflexionsangebot für dual Sozialpädagogik Studierende im Studiengang Sozialpädagogik und Management an einer Berufsakademie dar. Anhand eines ausführlichen Fallbeispiels wird deutlich, welche Herausforderungen den dual Studierenden gestellt werden und wie die studentischen Akteure im Rahmen des Settings diese aufnehmen, interpretieren und bearbeiten. Die Bedeutung von Ausbildungssupervision für den Erwerb sozialpädagogischer Rollenidentität ist auf diese Weise nachvollziehbar.
Astrid Caroline Seib-Marx

Professionalisierung durch Theorie-Praxis-Verzahnung im konkreten Arbeitsfeld

Frontmatter

Professionalisierung im Umgang mit Antinomien und Paradoxien im dualen Lernarrangement

Zusammenfassung
Studierende der Sozialen Arbeit an einer Berufsakademie haben eine sehr enge Verzahnung mit der Praxis. Erfolgt durch das hier vorgestellte Modell ein abgemilderter „Praxisschock“, wird der „‚Praxisinsuffizienz‘ der Bachelorabsolventinnen und -absolventen“ (Schröder, Soziale Passagen 2:135–142, 2010, S. 138) ebenso wie einer unkritischen „Glorifizierung der Praxis“ (Harmsen, Professionelle Identität im Bachelorstudium Soziale Arbeit, Springer, Wiesbaden, 2014, S. 126) entgegengewirkt? Um diesen Fragen sich anzunähern wurde exemplarisch das Seminar „Pädagogische Professionalität“, welches die Studierenden im 3. Semester belegen, dargestellt. In dem Seminar, wie dem folgend auch in dem Aufsatz, werden exemplarisch theoretische Modelle, mit denen (sozial-)pädagogisches Handeln reflektiert werden kann, erläutert. Danach wird anhand eines Praxisfalles einer Studierenden der Frage nachgegangen, ob die verstärkte Praxisorientierung schon im Studium besondere Möglichkeiten für die Herausbildung einer professionellen sozialpädagogischen Handlungskompetenz bietet. Dies kann, im Sinne des wissenschaftlich ausgebildeten Praktikers (Lüders, Der wissenschaftlich ausgebildete Praktiker, Deutscher Studien-Verlag, Weinheim, 1989) letztendlich bejaht werden.
Sandra Lentzen

Professionalisierung durch Emotionen-fokussierte Praxisreflexion in Qualifizierungsarbeiten am Fallbeispiel einer Eingewöhnung

Zusammenfassung
Es wird eine Form der Theorie-Praxis-Verzahnung im Rahmen einer Qualifikationsarbeit als studienintegriertes Bewertungsformat anhand eines Fallbeispiels (Begleitung einer kindlichen Eingewöhnung) aus dem Arbeitsfeld Frühpädagogik aufgezeigt und besprochen. Die besondere Dimension in der Reflexion von Praxis vollzieht sich hier durch Rekurs auf die Emotionen der studentischen Akteurin im Kontext ihrer Eingewöhnungsbegleitung. Entsprechend wird eine theoretische Fundierung durch Ergebnisse der Emotionen-Forschung vorangestellt. Professionalisierungsentwicklung von Sozial- und Frühpädagogen kommen bei genauer Betrachtung ohne die Bezugnahme auf ihre Emotionen gar nicht aus, eine explizite Thematisierung dieser in der akademischen Ausbildung verhilft den Studierenden zu einer vertiefteren Reflexionskompetenz und zu einem größeren Bewusstseins bei der Ausgestaltung ihrer Interaktionsbezüge (nicht nur) zu den Klienten.
Simone Hess

Das Gewaltpräventionsprojekt „Kita 2020“ im Kontext des dualen Studiums der Sozialen Arbeit

Zusammenfassung
Das Duale Studium kann mit Projekten auf Praxis einwirken und Studierenden andere Formen des Lernens ermöglichen. Das Projekt „Kita 2020“ und die Gewaltpräventionsworkshops an der DHBW förderten die Sensibilisierung für Gewalt und den Umgang mit aggressiven Kindern. Studierende lernen hier darüber hinaus konzeptionell zu denken und einen größeren Zusammenhang des Handlungsfeldes zu betrachten. Einige Studierende fanden in diesem Projekt Möglichkeiten, sich auch als Lehrende zu erproben.
Christiane Vetter

Empirische Befunde zu Studierenden, Kompetenzen, Herausforderungen und Belastungen im dualen sozialpädagogischen Studium

Frontmatter

Berufseinstieg nach einem dualen Studium der Sozialen Arbeit

Zusammenfassung
Wie verlaufen die Berufskarrieren der Absolvent*innen des dualen Studiengangs „Soziale Arbeit“ an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in den ersten drei Jahren nach ihrem Studienabschluss? Wie gestaltet sich ihr Einstieg in die erste Stelle? Wie kommen sie in ihren beruflichen Positionen an? In Bezug auf welche Kompetenzen sehen sie sich besonders gefordert? Zu diesen Fragen nimmt die „Panelstudie Berufsbiografie“ Stellung. Insgesamt 201 Absolvent*innen der verschiedensten Studienrichtungen wurden über Mehrfachbefragungen zu verschiedensten Themen über die ersten 33 Berufsmonate begleitet. Die folgende Darstellung greift einige zentrale Ergebnisse der Studie heraus.
Matthias Moch

Duales Studium der Sozialen Arbeit – breite Zugangsmöglichkeiten, attraktiver Praxisbezug, hohe Arbeitsmarktchancen, aber auch besonders belastend?

Zusammenfassung
Duale Studienangebote erfreuen sich insbesondere im Sozial- und Gesundheitswesen in der Bundesrepublik Deutschland zunehmender Beliebtheit. Die Vorteile für potenzielle Studieninteressierte sind dabei vor allem die Möglichkeit, bereits während des Studiums berufspraktische Erfahrungen sammeln zu können, die finanzielle Unterstützung während des Studiums sowie vermeintlich höhere Arbeitsmarktchancen. Trotz oder gerade aufgrund des starken quantitativen Wachstums und der Vorteile dieses Studiensystems mehren sich allerdings auch kritische Stimmen, beispielsweise hinsichtlich der Überlastung der dual Studierenden und dem häufig mangelnden Transfer zwischen Theorie und Praxis. Der vorliegende Beitrag präsentiert einige ausgewählte Befunde aus einer Studierendenbefragung an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) zu den Themenschwerpunkten „Soziales Profil der Studierendenschaft“, „Einschätzung des Theorie-Praxis-Transfers“, „Belastungen“ sowie „Hintergründe von Studienabbrüchen“. Im Ergebnis zeigt sich, dass das duale Studium der Sozialen Arbeit an der DHBW durchaus eine „Öffnungsfunktion“ für Studierende aus nicht-akademischen Milieus hat, was allerdings vermutlich mit einer starken Orientierung an der Praxis einhergeht. Insgesamt wird der Theorie-Praxis-Transfer von den Studierenden zudem überdurchschnittlich positiv beurteilt. Im Vergleich zeigen sich aber auch besondere Belastungskonstellationen für diese dual Studierenden (z. B. hohe Entfernung zwischen Wohn- und Studienort). Die detaillierte Analyse von Studienabbrüchen verdeutlicht darüber hinaus eine hohe Heterogenität an Gründen und Bedingungsfaktoren.
Sebastian Rahn, Thomas Meyer

Umfassende individuelle Kompetenzentwicklung als Ziel im dualen Studium der Sozialpädagogik – Erste Ergebnisse einer Pilotstudie zu relevanten Einflussfaktoren

Zusammenfassung
Sozialpädagog*innen sind mit einer zunehmenden Komplexität der Aufgaben und Handlungsfelder und damit steigenden Anforderungen an die Professionalität konfrontiert. Dies wiederum bedingt grundlegende Anpassungen in der Qualifizierung von Sozialpädagog*innen im Sinne eines vertieften Fachwissens, einer verstärkten Vielseitigkeit und einer höheren Flexibilität. In diesem Beitrag wird zum einen herausgearbeitet, inwieweit das duale Studium Qualifizierungsvorteile gegenüber der dualen Ausbildung und dem klassischen Studium der Sozialpädagogik bieten kann. Dazu wird auch eine Auffächerung der Lernorte sowie die Differenzierung von Wissensformen vorgenommen. Zum anderen wird ausgelotet, welche Faktoren die individuelle Kompetenzentwicklung während des Studiums fördern können. Dazu wurde eine explanative Studie mit Studierenden der Internationalen Berufsakademie am Studienort Köln durchgeführt.
Felizitas Hartwig, Youssef El Ouadoudi, Jenny Amelingmeyer

Leistungsbezogener Substanzkonsum bei Studierenden im dualen Studiengang Soziale Arbeit: eine quantitative Querschnittserhebung

Zusammenfassung
Das Kapitel fasst die Ergebnisse einer Erhebung zum leistungsbezogenen Substanzkonsum an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Stuttgart im Studiengang Soziale Arbeit zusammen. Im Fokus der Studie liegen hierbei die deskriptive Darstellung des Substanzkonsums (Studienzeitprävalenz, Art der eigenommenen Substanzen), die Untersuchung von Einflussfaktoren (Geschlecht, Alter, Belastung der Studierenden, Besonderheiten des dualen Studiums) sowie das Herausarbeiten von gewünschter Unterstützung seitens der Studierenden. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund vorangehender Studienergebnisse und in Bezug auf praktische Implikationen diskutiert. Um eine verbesserte Vergleichbarkeit verschiedener Studien zu erzielen sind einheitliche Definitionen erforderlich. Zudem sind Langzeitstudien und kontrollierte Studiendesigns notwendig, um kausale Zusammenhänge zu untersuchen.
Eva Hungerland, Ella Weik

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