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01.09.2010 | Abhandlungen | Ausgabe 3/2010

Berliner Journal für Soziologie 3/2010

Dynamik und Verbreitung des Matthäus-Effekts

Eine kleine soziologische Bedeutungslehre

Zeitschrift:
Berliner Journal für Soziologie > Ausgabe 3/2010
Autor:
Harriet Zuckerman
Wichtige Hinweise
Aus dem Englischen von Cornelia Dörries

Zusammenfassung

Der Beitrag verfolgt die Rezeptionsgeschichte des von Robert K. Merton geprägten „Matthäus-Effekts“, der als Begriff und Konzept im Laufe der Zeit immer häufiger zitiert wurde und zunehmend an Einfluss gewann. Zunächst wird die von Merton prätendierte Bedeutung des Begriffes erläutert und im Anschluss daran seine Verbreitung in einer Vielzahl von Forschungsfeldern wie Psychologie, öffentliche Gesundheit, Kriminologie und Erziehung sowie dem öffentlichen Diskurs nachgezeichnet. Eine Auszählung der Verbreitung des Begriffes zeigt zwei Effekte: Erstens wird erkenntlich, dass er im Zuge seiner zunehmenden Verbreitung wiederholt mit neuen Bedeutungen versehen und darüber hinaus ganz unterschiedlich verwendet worden ist. Zweitens zeigt sich, dass er sich im Laufe der Zeit von seinem Erfinder löste und neben seinem ursprünglichen Verständnis und seiner Bindung an Merton auch eine eigenständige Existenz führt. Dieser Prozess, der auch für Begriffe und Konzepte anderer Soziologen nachgewiesen wird, erfüllt das, was Merton als „obliteration by incorporation“ bezeichnet hat, ein Prozess, in dem die ursprüngliche Bedeutung eines Begriffes durchaus verloren gehen kann.

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