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2022 | Buch

Dyskalkulie als Phänomen in der Grundschule aus mathematikdidaktischer Perspektive

Eine Fallstudie zu Diagnose und Intervention

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Über dieses Buch

Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit der Thematik der Dyskalkulie aus einer mathematikdidaktischen Perspektive. Den Kern bildet dabei eine Fallstudie mit einer Grundschülerin, bei der zuvor eine Dyskalkulie diagnostiziert wurde. Im Sinne des Case-Study-Ansatzes liegt der Fokus auf der genauen Beschreibung und Analyse des Falls unter Berücksichtigung verschiedener Datenquellen. Dazu werden im Verlauf der Studie Diagnosetests, Experteninterviews mit den Eltern, der Lehrperson und der Schülerin, sowie Analysen von Lösungsskizzen durchgeführt. Im Rahmen der Interviews und diagnostischer Gespräche mit der Schülerin werden insbesondere ihre Denkweisen und Lösungsprozesse beobachtet, beschrieben und somit die Kompetenzen und mögliche Hürden im Bereich der Arithmetik identifiziert. Auf Grundlage der Erkenntnisse aus den Diagnoseeinheiten werden entsprechende Interventionseinheiten konzipiert. Der Schwerpunkt der Beobachtungen und Analysen orientiert sich dabei an der Frage nach den Lernfortschritten, die sich im Verlauf der Förderung beschreiben lassen. Ziel dieser Studie ist es, einen Ansatz zu einem „ganzheitlichen“ Bild eines Falls zu skizzieren, um Perspektiven für Diagnose- und Fördermöglichkeiten aufzuzeigen und weitere Forschungsfragen und -anliegen zu generieren.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
Kapitel 1. Einleitung
Zusammenfassung
Obgleich sich die Begriffe der Dyskalkulie, Rechenstörung oder Rechenschwäche verstärkt in der psychologischen und mathematikdidaktischen Literatur wiederfinden und sich verschiedene Disziplinen diesem Thema widmen, scheint es dennoch Unsicherheiten im Umgang mit der Diagnose einer Dyskalkulie zu geben. Kommt es zu einer solchen Diagnose z. B. im Rahmen einer psychiatrischen Behandlung, eröffnen sich eine Vielzahl von Fragen, die sich Eltern in so einer Situation stellen können. Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einigen dieser Fragen aus einer mathematikdidaktischen Perspektive nachzugehen.
Jenny Knöppel

Theoretischer Hintergrund

Frontmatter
Kapitel 2. Dyskalkulie bei Grundschülerinnen und Grundschülern
Zusammenfassung
Um Schwächen und Schwierigkeiten im Fach Mathematik zu beschreiben, wird eine Vielzahl an Begriffen verwendet. Neben dem Begriff der Dyskalkulie verwenden Autorinnen und Autoren in diesem Zusammenhang auch weitere Begriffe, wie z. B. die der Rechenstörung und Rechenschwäche. Dazu werden die Begriffe in diesem Kapitel zunächst näher erläutert. Anschließend werden das Konzept der Grundvorstellungen und die Theorie der subjektiven Erfahrungsbereiche vorgestellt, die eine Beschreibung und Analyse der Aspekte aus einer mathematikdidaktischen Perspektive ermöglichen.
Jenny Knöppel
Kapitel 3. Diagnose- und Interventionsverfahren
Zusammenfassung
Im Hinblick auf die Identifikation von Kompetenzen sowie Hürden im Lernprozess von Schülerinnen und Schülern spielt der Begriff der Diagnose eine wichtige Rolle, um z. B. Leistungen, Stärken und Schwierigkeiten von Schülerinnen und Schülern zu beobachten, zu beschreiben, einzuschätzen und anschließend entsprechende Interventionseinheiten zu planen. Dazu werden die in dieser Arbeit verwendeten Diagnoseverfahren sowie Möglichkeiten für eine daran anknüpfende Intervention vorgestellt.
Jenny Knöppel

Empirischer Teil

Frontmatter
Kapitel 4. Fallstudie
Zusammenfassung
In dieser Arbeit wird in Anlehnung an den Case-Study-Ansatz nach Yin (2003) und Stake (1995) eine Einzelfallstudie durchgeführt. Dabei handelt es sich um den Fall einer Grundschülerin mit attestierter Dyskalkulie, der aus einer mathematikdidaktischen Perspektive näher untersucht wird und somit den Fokus der Analyse bildet. Zur Beschreibung des Falls und zur Beantwortung der Forschungsfragen werden verschiedene Datenquellen herangezogen. Dazu werden unter anderem Transkriptauszüge aus Interviews und diagnostischen Gesprächen vorgestellt und analysiert. Diese Studie verfolgt das Ziel, einen Ansatz zu einem „ganzheitlichen“ Bild des Falls zu skizzieren, um Perspektiven für Diagnose- und Fördermöglichkeiten aufzuzeigen und weitere Forschungsanliegen zu generieren.
Jenny Knöppel
Kapitel 5. Fazit und Ausblick
Zusammenfassung
Aus den Ergebnissen der in dieser Arbeit angelegten Fallstudie geht hervor, dass durch die Betrachtung eines einzelnen Falls einer Grundschülerin mit attestierter Dyskalkulie interessante Erkenntnisse über den Fall selbst, sowie Anregungen für weitere Forschungsanliegen gewonnen werden können. Hier wird deutlich, dass bereits durch eine kurze aber intensive Beschäftigung mit den Vorstellungen, Denkweisen sowie Lösungsprozessen von Aufgaben der Schülerin, Hinweise auf ihre Kompetenzen, Schwierigkeiten und Hürden aufgezeigt werden können. Daran anknüpfend können entsprechende Interventionseinheiten geplant werden.
Jenny Knöppel
Backmatter
Metadaten
Titel
Dyskalkulie als Phänomen in der Grundschule aus mathematikdidaktischer Perspektive
verfasst von
Jenny Knöppel
Copyright-Jahr
2022
Electronic ISBN
978-3-658-39006-8
Print ISBN
978-3-658-39005-1
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-39006-8

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