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15.02.2022 | E-Commerce | Interview | Online-Artikel

"Mit ryd bezahlt man vom eigenen Auto aus"

verfasst von: Patrick Schäfer

3 Min. Lesedauer

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Das smarte Fahrzeug der Zukunft wird auch In-Car-Payments beherrschen. Wie das kontaktlose Bezahlen aus dem Auto heraus heute schon funktioniert, erklärt Johannes Martens, COO von ryd.

Springer Professional: Herr Martens, bis 2024 wollen Sie mit ryd pay EU-weit mobiles Bezahlen direkt an der Zapfsäule ermöglichen. Wie genau funktioniert das System?

Johannes Martens: Mit ryd bezahlt man Kraftstoff vom Auto aus, entweder per App oder "In-Car", also über das Infotainmentsystem des Autos. Wir sind ein offenes Ökosystem, d. h. ryd pay ist nicht nur über unsere ryd app verfügbar. ryd pay inside erlaubt eine einfache Integration des Dienstes für Drittanbieter. Unser Ökosystem umfasst dadurch beispielsweise Navigations-Apps, Spritpreisvergleiche, aber auch Automobilhersteller. Sie alle nutzen unsere Infrastruktur. Ein zusätzlicher Vorteil des offenen Systems ist, wir sind nicht auf wenige Tankstellenpartner limitiert. Das erhöht die Netzabdeckung und macht ryd damit noch interessanter für Autofahrer.

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Kontaktloses Bezahlen ist heiß umkämpft

Komfort und Sicherheit sind an der Kasse im stationären Handel besonders wichtig. Immer mehr Verbraucher bevorzugen kontaktlose Verfahren via Near Field Communication (NFC). Auch das Smartphone wird gerne statt der Geldbörse gezückt.

Was für den Kunden sehr einfach wirkt, ist technisch extrem komplex. Stark vereinfacht könnte man sagen, anhand des Standorts verbindet ryd den Autofahrer über das Kassensystem mit der Tankstelle und wickelt dabei die Bezahlung für den Kunden ab.

Das mobile Bezahlen kennt man ja bereits von Ladesäulen. Welche Vorteile bringt das dem Nutzer generell, er muss ja zum Tanken sowieso aussteigen?

In erster Linie spart der Kunde Zeit. Will ich nur schnell tanken und bezahlen, bin ich schlimmstenfalls genervt von der Schlange an der Kasse. Die Pandemie war ein zusätzlicher Treiber für uns. Stichwort: kontaktlos Bezahlen. Mit ryd bezahlt man vom eigenen Auto aus – "kontaktloser" geht nicht.

Im Laufe der Zeit haben wir immer wieder E-Mails von zufriedenen Kunden bekommen, die uns auf ganz neue Möglichkeiten gebracht haben. Eltern, die ihre Kinder zum Bezahlen nicht abschnallen müssen. Autofahrer, die Hunde nicht allein zurücklassen müssen. Aber auch Kunden, die mit ryd bezahlen, das Auto dann nebenan parken, um entspannt im Tankstellen-Shop einkaufen können.

Wie sieht es auf der anderen Seite bei den Tankstellenbetreibern aus?

ryd unterstützt Tankstellen bei der Digitalisierung. Ein Prozess, den viele Tankstelle ohne Partner unmöglich stemmen können. Weder vom Aufwand noch finanziell. Unser System ist ohne zusätzliche Hardware oder große Entwicklung nutzbar. Eine Tankstelle hat unterschiedliche Kunden mit unterschiedlichen Bedürfnissen. ryd zielt in erster Linie auf die Autofahrer ab, die es eilig haben. Je schneller die Zahlungsabwicklung, umso schneller ist die Zapfsäule für den nächsten Kunden frei. Hohe Frequenz bedeutet hohen Umsatz.

Zusätzlich kann sich die Tankstelle von anderen Tankstellen durch digitale Dienste und besseren Servicegedanken abheben. Dadurch erzielen unsere Tankstellenpartner eine höhere Kundenbindung und sind für In-Car Payment überhaupt erst erreichbar.

In welchen weiteren Bereichen außer dem Tanken wäre die Bezahlung aus dem Auto heraus noch denkbar?

Mit 14.000 Tankstellen nur in Deutschland und dem Verbrenner als nach wie vor stärkste Kraft im Markt, sind Tankstellen der perfekte Startpunkt für ryd. Betonung auf Start. Wie bereits erwähnt, wir sind ein offenes Ökosystem. Wir werden mit ryd perspektivisch alle Zahlungen aus dem Auto abwickeln können. Erste Pilotstationen mit alternativen Treibstoffen wie Wasserstoff sind bereits live, Elektroladesäulen werden im Laufe des Jahres integriert, Parken, Waschen, Maut – die Möglichkeiten sind unendlich.

Herr Martens, vielen Dank für das Gespräch.

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