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11.01.2017 | E-Commerce | Im Fokus | Onlineartikel

Produktbewertungen als interaktives Tool für Webshops

Autor:
Annette Speck

Für 41 Prozent der deutschen Onliner spielen Produktbewertungen anderer Nutzer bei der Kaufentscheidung eine große Rolle, so eine Studie. Mit interaktiven Tools können Webshops dies gezielt fördern. 

Online-Shopping hat bekanntlich einen Nachteil: Die Ware kann vor dem Kauf nicht selbst geprüft werden. Um nicht die Katze im Sack zu kaufen, lesen viele Verbraucher daher im Vorfeld ihrer Kaufentscheidung die Bewertungen und Kommentare von anderen Usern. Für vier von zehn Internetznutzern sind Produktbewertungen sogar ein wesentlicher Grund, warum sie online einkaufen, stellt die Ipsos Omnichannel-Studie 2016 fest.

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Jeder zweite Elektronik-Shopper liest Bewertungen

Die repräsentative Onlinebefragung von 1.500 Internetnutzern in Deutschland, Frankreich und Großbritannien zeigt auf, welchen Einfluss Kundenrezensionen mittlerweile bei der Kaufentscheidung haben. So liest die Hälfte der deutschen Internetnutzer (51 Prozent), die in den letzten drei Monaten elektronische Geräte in einem Webshop gekauft haben, regelmäßig Produktbewertungen.

Ebenfalls 51 Prozent der deutschen Elektronik-Käufer sagen zudem, dass die Kundenbewertungen sie bei ihrer Kaufentscheidung beeinflussen. Im Vergleich der Altersgruppen trifft dies am häufigsten (58 Prozent) auf die 18- bis 35-Jährigen, die so genannten Millennials, zu. Beim Schreiben von Produktbewertungen hält sich diese Generation allerdings zurück (30 Prozent) gegenüber den 52- bis 65-Jährigen (37 Prozent).

Insbesondere Millennials lassen sich beeinflussen

Die Umfrage belegt zudem, dass Anbieter, die in ihrem Shop Produktbewertungen integriert haben, bei den potenziellen Kunden punkten: 53 Prozent der Elektronik-Käufer und 34 Prozent der Lebensmittel-Käufer bevorzugen Onlinehändler mit Produktrezensionen. Darüber hinaus geben 36 Prozent der deutschen Onlinekäufer von Lebensmitteln an, vor dem Kauf Nutzerbewertungen zu lesen, wobei sich durchschnittlich 37 Prozent davon beeinflussen lassen. Überdurchschnittlich hoch ist der Einfluss von Kundenrezensionen auch hier wiederum bei den Millennials (47 Prozent). 

Eine Erklärung für die zunehmende Bedeutung von Nutzerbewertungen ist unter anderem die Skepsis der Verbraucher gegenüber den Werbeversprechen der Unternehmen. Dagegen genießt User Generated Content eine hohe Glaubwürdigkeit, denn er gilt als authentisch. "Nur was gut ist, wird gut genannt sollte die Strategie von Unternehmen sein", mahnt daher Gerrit Heinemann im Buchkapitel "Kanalexzellenz und Erfolgsfaktoren im E-Commerce" (Seite 183). Es gehe darum, mithilfe des Kunden gute Produkte und Services mit Mehrwert anzubieten und die Kunden zu motivieren, in Kundenempfehlungen und Produktbewertungen glaubwürdig darüber zu berichten. Als Bewertungsskala hat sich insbesondere das Fünf-Sterne-System etabliert, das auch Amazon einsetzt. Außer einer Beurteilung mit Sternen können die Nutzer hier zusätzlich Textkommentare abgeben. Neben klassischen Artikelbewertungen stellen Nutzer in Online-Shops soweit möglich auch immer öfter eigene Produktbilder und -videos ein.

Produktbewertungen als interaktives Tool integrieren

Heinemann empfiehlt E-Commerce-Unternehmen, Produktbewertungen als interaktives Tool in ihre Online-Shops einzubinden. Hierzu müssen auf der Website entsprechende Dialogelemente zur Artikelbewertung integriert sein. "Die derartige Einbindung von Kunden kann auch positive Effekte für die Kundenbindung haben. Zugleich wird ein wichtiger Mehrwert für den Anbieter geschaffen, da die Bewertung zumindest mit der Angabe von Name und E- Mail-Adresse des Bewertenden verbunden ist", erklärt er auf Seite 205.

Eine weitere Möglichkeit für den persönlichen Erfahrungsaustausch bieten Corporate Blogs. Hier können unterschiedlichste Themen im Zusammenhang mit Unternehmen und ihren Produkten diskutiert werden. Ein Beispiel ist der Daimler-Blog, in dem Konzern-Mitarbeiter etwa über neue Entwicklungen berichten, die die Leser kommentieren können.

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

01.11.2016 | Vertriebspraxis | Ausgabe 11/2016

Gut empfohlen ist halb gewonnen

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