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13.11.2018 | E-Commerce | Infografik | Onlineartikel

Online-Shops holen immer mehr Umsatz

Autor:
Eva-Susanne Krah

Webshops laufen dem klassischen stationären Vertrieb immer mehr den Rang ab. Das zeigt ein EHI-Ranking zum E-Commerce-Geschäft in Deutschland. Mega-Marktplätze wie Amazon hängen kleinere Anbieter ab.


Der deutsche E-Commerce-Umsatz hat 2017 weiter zugelegt, wenn auch nicht mehr so stark wie in den Vorjahren. Vor allem die großen Shops holen das stärkste Wachstum laut Ranking der 1.000 größten Online-Shops des Kölner EHI Retail Institute. Das verdeutlicht der EHI-Bericht zum "E-Commerce-Markt 2018".

Im vergangenen Jahr haben die 1.000 umsatzstärksten Onlineshops in Deutschland demnach Gesamtumsätze von 42,8 Mrd. Euro erwirtschaftet, bezogen auf das B2C-Geschäft mit physischen Gütern. Damit sind deutsche E-Commerce-Anbieter laut EHI weiterhin auf Wachstumskurs. An das Vorjahresergebnis von 11,4 Prozent reichen sie jedoch nicht heran. Die Generalisten bleiben mit einem Umsatz von 15,9 Milliarden Euro und einem Anteil von 37,2 Prozent am Gesamtumsatz das umsatzstärkste Segment. Auf dem zweiten Platz folgt Bekleidung mit 6,8 Milliarden Euro oder 16 Prozent Umsatzanteil. 

Marktplätze werden immer beliebter

So erklären sich Ergebnisse des Rankings, wonach Online-Marktriesen wie Amazon, Ebay oder Zalando immer stärker zulegen, während es für kleinere Anbieter schwieriger wird, zu wachsen. So erzielten die zehn umsatzstärksten Shops mit 17,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 15,7 Milliarden Euro) einen Umsatzanteil von mehr als 40 Prozent. Allen voran Amazon.de, mit einem eigenen Retail-Umsatz von 8,8 Milliarden Euro, gefolgt von Otto.de mit drei Milliarden Euro Umsatz. Auf Platz drei im Ranking verbleibt wie im Vorjahr Zalando.de mit 1,3 Milliarden Euro. Die Plätze elf bis 100 kommen auf einen Umsatzanteil von gut 31 Prozent beziehungsweise 13,3 Mrd. Euro. 

Um den Anschluss an den Wettbewerb nicht zu verlieren und vom Amazon- oder Ebay-Hype zu profitieren, schließen sich auch immer mehr Online-Händler den großen Marktplätzen an, um über die Plattformen zusätzliche Umsätze zu generieren. Laut EHI sind beispielsweise 

  • 35 Prozent der Top-1.000-Onlineshops zusätzlich auf Ebay aktiv, 
  • Amazon nutzen 43 Prozent der Onlinehändler als ergänzenden Vertriebskanal, hier ist
  • die Nutzung 2017 um sieben Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

"Immer mehr große Onlinehändler betreiben selbst Marktplätze, die wiederum von anderen vermehrt genutzt werden, um von der größeren Reichweite zu profitieren," bestätigt Christoph Langenberg, EHI-Data Analyst und Projektleiter Forschungsbereich E-Commerce. 

Online verzahnt sich mit offline

Dabei wird auch die zunehmende Verzahnung zwischen stationärem und online betriebenem Geschäft sichtbar. 

  • Stationäre Einzelhändler drängen ins Netz, um ihre Vertriebsbasis zu verbreitern. 
  • 68 Unternehmen unter den Top-100-Onlineanbietern sind beispielsweise auch stationär aktiv. Von diesen haben die meisten im stationären Handel oder dem Versandhandel begonnen. 
  • Nur elf von ihnen sind ehemalige so genannte Online-Pure-Player, die zuerst online präsent waren. 

Marc André Micha und Sebastian Koppers schreiben dazu im Kapitel "Digital Adoption Retail - Hat der Offline-Handel eine Vision?" des Buchs "Digitale Transformation oder digitale Disruption im Handel", vor allem die Eröffnungen von physischen Kanälen erfolgreicher Online Pure Player verdeutlichten, dass "nur eine holistische Multi-Channel-Präsenz dem Kunden alle gewünschten Anforderungen bieten kann." Als "elementarer Bestandteil der neuen Strategie" müsse sich der Offline-Handel aber von seiner bisherigen Praktik lösen und den Kunden in den Mittelpunkt aller Unternehmensaktivitäten stellen",  so die Autoren.

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