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15.10.2021 | E-Government | Nachricht | Onlineartikel

Verwaltung erfolgreich transformieren

Autoren:
Anja Schüür-Langkau, Alexander Ebert
1:30 Min. Lesedauer

Wie erfolgreich sind die Bundesländer bei der Digitalisierung? Eine aktuelle Studie gibt Antworten auf diese Frage und liefert 20 Handlungsoptionen für die weitere Transformation der Verwaltung. 

Die Umsetzung der Digitalisierung und des Onlinezugangsgesetzes (OZG) zählen nach wie vor zu den größten Herausforderungen der Verwaltungsmodernisierung. Die drei wichtigsten mit der Digitalisierung verbundenen Ziele sind nach Ansicht der Verantwortlichen in der Verwaltung Effizienz, Schnelligkeit und Servicequalität der öffentlichen Verwaltung. Erst danach folgt das Ziel der Erfüllung der Vorgaben des OZG. 

Diese Ergebnisse ermittelten die Inhouse-Berater der öffentlichen Hand PD gemeinsam mit der Hertie School of Governance im Rahmen einer qualitativen Befragung. In die Studie "Erfolgsfaktoren für die Digitalisierung der Bundesländer – 20 Handlungsoptionen"  sind die Antworten von 229 Verwaltungsmitarbeite innen und -mitarbeitern aus allen Bundesländern eingeflossen. 

Akzeptanz des OZG

57 Prozent der Befragten glauben, dass das OZG einen Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger schafft. Immerhin noch 43 Prozent halten den Gesetzesrahmen für geeignet, um die Digitalisierung voranzutreiben. 

Weniger gut schneidet das Gesetz bei der Akzeptanz der Mitarbeitenden ab. 61 Prozent sind der Ansicht, dass das OZG keine Akzeptanz bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat. Kritisiert wird von den Befragten unter anderem, dass die Backend-Digitalisierung vernachlässigt werde. Das heutige OZG sei somit nur "der halbe Weg". Digitalisierung müsse stets von
"Ende zu Ende" gedacht werden und nicht wie heute zunächst das Frontend
und dann das Backend.

20 Handlungsoptionen 

PD leitet aus den Befragungsergebnissen 20 konkrete Handlungsempfehlungen ab. Diese wurden in vier Bereiche unterteilt:

  • Strategische Optionen wie zum Beispiel die Intensivierung von Länderallianzen, die Priorisierung von Leistungsbündeln und der Abbau rechtlicher Hürden,
  • Organisatorische Optionen wie zum Beispiel eine ausgeprägtere Fehlerkultur, stärkere Förderung kleiner und mittlerer Kommunen und angepasste Projektmanagement-Richtlinien,
  • Methodische Optionen wie zum Beispiel die Messung des Umsetzungsstands, die Verbesserung der Abläufe zwischen föderalen Ebenen und Nutzbarmachung von Vorgehensmodellen sowie Vorlagen in Portalen,
  • Optionen im Bereich der technischen Dienstleister wie zum Beispiel die Schärfung der strategischen Positionierungen der Landesdienstleistungsunternehmen und die Schaffung einer neuen Basis für die Digitalisierung mit Cloud Services mithilfe externer Dienstleister.

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