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Acht Erfahrungswerte zu E-Learning und Blended Learning

  • 20.08.2021
  • E-Learning
  • Schwerpunkt
  • Online-Artikel

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Bei der Konzeption eines digitalen Lernssystems ist neben der inhaltlichen Qualität die didaktische Aufbereitung entscheidend. Diese acht Erfahrungswerte können dabei helfen, E-Learning und Blended Learning erfolgreich zu machen.

Die ideale Form, Mitarbeitern Wissen zu vermitteln und Know-how aufzubauen, ist eine Mischung aus Präsenzschulungen und E-Learning.


Erfahrungswert Nummer eins: Die Größe der Lerneinheiten

Kleine Lerneinheiten sind in der Regel leichter verdaubar. Die Hemmschwelle, eine nächste Einheit zu konsumieren ist größer, wenn diese zum Beispiel 30 Minuten Zeit kostet – im Vergleich zu einem Modul, das nur zehn Minuten kostet. Hierbei geht es nicht zwingend darum, die Inhalte zu verdichten, sondern lediglich um die Portionierung. Grundsätzlich gilt: Die Lerneinheiten sollten im E-Learning so klein wie möglich sein, ohne ihre Sinnhaftigkeit zu verlieren.

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Erfahrungswert Nummer zwei: Die Freischaltung

Was passiert typischerweise, wenn alle Inhalte eines E-Learning-Kurses oder gar mehrerer Kurse auf einmal freigeschaltet werden? In der Regel führt dies zu einer starken Nutzung am Anfang – und dann zu stark abnehmenden Nutzungsraten. Sehr oft ist es daher sinnvoll, die Inhalte nur schrittweise freizuschalten. Feste Zeitpunkte für die Freischaltung einzelner Inhalte sind allerdings oft nicht optimal, weil Teilnehmer in unterschiedlichem Tempo die Inhalte nutzen. Manche Lern-Management-Systeme bieten die intelligente Möglichkeit einer Freischaltung, die vom Nutzerverhalten abhängig ist.

Erfahrungswert Nummer drei: Der Zeitraum

Das Lernen von neuen Sachverhalten via Blended Learning sollte sich idealerweise über einen gewissen Zeitraum vollziehen, ganz besonders natürlich, wenn es um Gewohnheitsänderungen geht. Teilnehmer benötigen schlichtweg Zeit, um Wissen längerfristig im Gedächtnis zu verankern und um gegebenenfalls ihr Verhalten zu verändern. Wenn die Portionsgröße relativ klein ist und die Freischaltung schrittweise erfolgt, sind die Voraussetzungen hierfür bereits geschaffen.

Erfahrungswert Nummer vier: Die Umsetzungsübungen

Entscheidend für die Nützlichkeit von vermittelten Inhalten ist es, ins Handeln zu kommen. Doch wie bekommt man Teilnehmer digitaler Lernformate dort hin? Indem man simple Übungen inkludiert. Diese sollten praxisnah, leicht umsetzbar sein und wiederum möglichst nicht zu viel Zeit kosten. Oft ist es zum Beispiel bei Soft-Skill-Themen gut möglich, Übungen so zu konzipieren, dass diese in den Alltag eingebaut werden können, ohne überhaupt zusätzlich Zeit zu kosten.

Erfahrungswert Nummer fünf: Das Reflektieren

Es ist ein großer Unterschied, ob ein Kursteilnehmer einen Inhalt lediglich passiv aufnimmt oder diesen aktiv reflektiert und seine eigenen Gedanken vielleicht sogar aufschreibt. Ein einfacher Weg., Mitarbeiter dazu zu animieren, besteht darin, eine Frage zum Sachverhalt zu stellen, die zum Nachdenken anregt. Diese kann sich beispielsweise auf die Umsetzungsübung beziehen: Was hat sich durch das Ausprobieren von XY verändert? Idealerweise bieten Lernsysteme den Teilnehmern auch eine Möglichkeit, die eigenen Reflexionsergebnisse auf der Lernplattform, primär oder sogar ausschließlich für sich selbst, festzuhalten.

Erfahrungswert Nummer sechs: Die Wiederholung

Übung macht den Meister, lautet der bekannte Ausspruch. Es ist paradox: Einerseits ist Wiederholung an vielen Stellen für den Lernerfolg entscheidend. Andererseits mögen die meisten Teilnehmer Wiederholungen nicht. Neues ist in der Regel spannender als die Wiederholung des bereits Bekannten. Wie lautet die Lösung? Wiederholung mit Abwechslung. Wenn Teilnehmer sich in einem Stressmanagement-Kurs jeden Tag Zeit für eine Entspannungsübung nehmen sollen, dann liefern Sie die Möglichkeit, jedes Mal eine etwas oder gänzlich anders gelagerte Übung durchzuführen.

Erfahrungswert Nummer sieben: Der schnelle Erfolg

Gerade aufgrund der Tatsache, dass sich nachhaltiges Lernen meistens über einen gewissen Zeitraum erstreckt, sind Erfolgserlebnisse zwischendurch essenziell. Wenn ein Kurs aus 30 Einheiten besteht, von denen der Teilnehmer jeden Arbeitstag eine absolvieren soll, sollte alle drei oder fünf Einheiten ein Quick-Win eingenaut werden. Der Nutzen muss nicht weltbewegend sein, sollte aber sofort spürbar sein.

Erfahrungswert Nummer ahct: Die Erinnerung

Egal wie gut die Inhalte sind und wie gut ein digitaler Kurs didaktisch konzipiert ist: Es ist oft eine Herausforderung, die Nutzungsraten hoch zu halten. Ganz entscheidend hierbei ist die Frage, ob man ein Erinnerungssystem hat und ob es die gewünschte Wirkung entfaltet: Es soll erinnern, vor allem, wenn ein Teilnehmer 'eingeschlafen' ist. Es soll aber auch nicht nerven. Ein gutes System liefert zum Beispiel Erinnerungen in einem Intervall von zwei, sieben, 14 und 21 Tagen Inaktivität.

Wer gerade eine Lern-Management-System auswählt, für den ist es sehr hilfreich, die obigen Punkte zu berücksichtigen. Ist allerdings bereits ein E-Learning-Tool im Einsatz, muss man manchmal Kompromisse machen, weil ein System nicht alles kann, was man gerne hätte.

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