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02.08.2018 | E-Payment | Nachricht | Onlineartikel

Genossen und Sparkassen offen für Apple Pay

Autor:
Angelika Breinich-Schilly

Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken bieten derzeit mobiles Bezahlen für Besitzer von Android-Smartphones an. Dem jüngsten Vorstoß von Apple, einen Bezahlservice in Deutschland noch 2018 anzubieten, stehen sie offen gegenüber.

Die Sparkassen haben zum 30. Juli ihr Angebot an flexiblen Zahlungslösungen um den neuen Service "Mobiles Bezahlen" erweitert. Kunden mit einem NFC-fähigen Android-Smartphone können damit ab sofort überall dort kontaktlos bezahlen, wo auch jetzt schon NFC-Kartenzahlungen möglich sind. Dies sei, so teilt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) mit, "nach der jüngsten Einführung der Echtzeit-Überweisungen der nächste große Pfeiler im Sparkassen-Digitaljahr 2018".

Die rund 45 Millionen Girocards im Umlauf können alle für das mobile Bezahlen genutzt werden. "Damit sind wir in Deutschland Vorreiter, was Verfügbarkeit und Verbreitung einer mobilen Zahlungslösung angeht", erklärt DSGV-Präsident Helmut Schleweis. In Deutschland seien bereits rund 75 Prozent der Kartenterminals mit der entsprechenden Schnittstelle für kontaktloses Bezahlen ausgestattet, weltweit stünden gar Millionen Terminals zur Verfügung. Um möglichst vielen Sparkassenkunden Smartphone-Zahlungen zu ermöglichen, könne in der App sowohl die Sparkassen-Card (Girocard), als auch die Sparkassen-Kreditkarte (Mastercard) hinterlegt und für mobiles Bezahlen verwendet werden.

"Open NFC müsste selbstverständlich sein"

Auch die Genossenschaftliche Bankengruppe setzt auf mobiles Bezahlen. Bereits Mitte Juli stellte Andreas Martin, Vorstandsmitglied des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), auf der Pressekonferenz zum Jahresabschluss fest: "Wir sind der erste Marktteilnehmer in Deutschland, der sein gesamtes Bankkartenportfolio – also Girocard, Visa- und Mastercard – für das Bezahlen per Smartphone digital zur Verfügung stellt." Er ließ seinerzeit bereits durchblicken, dass man sich für Volks- und Raiffeisenbankkunden nicht nur eine Android-Lösung wünscht. "Im Zeitalter von Open Banking müsste Open NFC eigentlich selbstverständlich sein."

Nun hat das Warten der Institutsgruppen scheinbar ein Ende. Wie Apple am Mittwoch in einer Analystenkonferenz zu den Quartalszahlen ankündigte, will das Unternehmen seinen Bezahldienst "Apple Pay" noch in diesem Jahr hierzulande einführen. Laut Medienberichten kooperiert der Internetriese dabei mit der Deutschen Bank, der Hypovereinsbank sowie dem Zahlungsanbieter Wirecard mit seiner Bezahl-App "Boon". Bei der Commerzbank, die bereits bei Google Pay von Anfang an dabei war, zeigte man sich abwartend, prüfe aber das System. Bei der Commerzbank-Tochter Comdirect ist man dagegen schon weiter. "Wir sehen an der Resonanz auf Google Pay, dass Angebote zum mobilen Bezahlen von den Kunden gut angenommen werden. Diese Payment-Lösungen passen sehr gut zu unserer Strategie, der smarte Finanzbegleiter für eine mobile Generation zu sein", so Comdirect-Chef Arno Walter im Interview mit Springer Professional.

Sparkassen und Genossenschaftsbanken senden positive Signale

Positive Signale für eine mögliche Zusammenarbeit gibt es auch von Seiten der Volks- und Raiffeisenbanken. Man sei grundsätzlich offen und wolle die Option prüfen, erklärte eine BVR-Sprecherin. Der BVR und der DSGV betonten gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass beide Bankengruppen ihren Kunden für das mobile Bezahlen ein System anbieten wollen, das sowohl für Android-Geräte als auch iPhones offen sei. Es liege an Apple, die entsprechende NFC-Schnittstelle für die Kreditwirtschaft freizugeben, damit alle Kunden diesen technischen Marktstandard in gleicher Weise nutzen können, heißt es aus den Verbänden.

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