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27.11.2020 | Editorial | Ausgabe 4/2020 Open Access

Standort 4/2020

Editorial

Zeitschrift:
Standort > Ausgabe 4/2020
Autoren:
Janika Kuge, Prof. Dr. Matthias Naumann, Prof. Dr. Henning Nuissl, Prof. Dr. Sebastian Schipper
Liebe Leserinnen, lieber Leser,
in dieser Ausgabe des STANDORT steht das ursprünglichste Anliegen der Angewandten Geographie im Mittelpunkt: die Praxisrelevanz unseres Fachs. Dieses Anliegen beschäftigt nicht nur die diejenigen, die sich explizit als angewandte Geographinnen und Geographen verstehen und sich deshalb im DVAG organisiert haben, sondern auch viele andere, vermutlich sogar die allermeisten Fachvertreterinnen und -vertreter, die mit „ihrer“ Wissenschaft dazu beitragen möchten, „die Welt ein Stück besser zu machen“.
Insbesondere die Kritische Geographie teilt mit der Angewandten Geographie die grundlegende Überzeugung, dass die Geographie als eine praktische Angelegenheit zu verstehen ist, nämlich als eine Fachdisziplin,
  • die über die Scientific Community hinauswirken soll,
  • die gesellschaftlich relevante Probleme aufgreift, benennt, erklärt und Ansätze für deren Lösung liefert und
  • damit praktische Relevanz entfaltet!
Die Angewandte und die Kritische Geographie bzw. deren jeweilige Communities, wie sie im DVAG bzw. in der Kritischen Geographie organisiert sind, müssten daher eine Reihe gemeinsamer Interessen haben.
Mit diesem Heft möchten wir die Schnittstellen zwischen Angewandter und Kritischer Geographie ausloten und Ansatzpunkte für eine gemeinsame Arbeit aufzeigen. Im einleitenden Beitrag führen wir etwas näher aus, wo wir diese Schnittstellen und Ansatzpunkte sehen. Die darauffolgenden Beiträge beleuchten sodann meist anhand konkreter Beispiele oder Projekte, wie eine gleichermaßen kritische wie angewandte geographische Forschung und Praxis aussehen kann und welchen Mehrwert sie zu generieren vermag. Dabei stehen ganz unterschiedliche geographische Themenfelder, Konzepte und Methoden im Mittelpunkt: die Studienmotivation und Berufswahl von Geographinnen und Geographen (Runkel), das Konzept des solidarischen Quartiers (Hellriegel und Schmidt Pacifico), die Wohnungsmarktforschung (Mießner), die forschende Auseinandersetzung mit möglichen Antworten auf rassistische Tendenzen (Liebscher, Corvino und Hetmank), das kollektive Kartieren (Halder) und die kollektive Wissensproduktion (Volmer), insbesondere im Kontext der internationalen Zusammenarbeit, sowie die Bildung für nachhaltige Entwicklung (Thiele und Becker). Abgerundet wird das Themenheft durch einen Kommentar zum Verhältnis von kritischer und angewandter Perspektive in der Geographie (Hesse).
Wir wünschen eine anregende Lektüre, die Anstöße zum Nachdenken über (manchmal nur vermeintlich) unterschiedliche geographische Perspektiven gibt.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden.
Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen.
Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation auf http://​creativecommons.​org/​licenses/​by/​4.​0/​deed.​de.
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