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Über dieses Buch

Die Belastung an vielen Arbeitsplätzen hat sich in den letzten Jahrzehnten von einer überwiegend körperlichen Anstrengung hin zu einer kognitiven Belastung entwickelt. Dies führt u. a. auch zu einer zunehmenden psychischen Belastung von Arbeitnehmern. André Scholz verbindet in seiner empirischen Studie die wissenschaftlichen Disziplinen der Betriebswirtschaftslehre mit denen der Neurowissenschaften und entwickelt Aufmerksamkeitsprofile, die durch EEG-Messungen der kognitiven Beanspruchung von Probanden erfasst und gebildet wurden. Aufmerksamkeitsprofile können einen Beitrag dazu leisten, die psychische Belastung von Arbeitnehmern am Arbeitsplatz zu reduzieren und präventiv entgegenzuwirken.​

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Globalisierung und Wettbewerbsdruck haben dazu geführt, dass Arbeitsprozesse in Unternehmen zunehmend optimiert und aufgrund moderner Kommunikationsmittel stetig beschleunigt werden. In den Industrieländern, die ihre Wertschöpfung zunehmend durch den tertiären Dienstleistungssektor generieren, sind die Güter „Informationen“ und „Wissen“ von ganz besonderer Bedeutung. Die Geschwindigkeit der Generierung von Informationen und die Komplexität der Informationsverarbeitung steigen. Elektronische Medien und das Web 2.0 tragen einen bedeutenden Teil hierzu bei.
André Scholz

2. Theoretischer Hintergrund

Viele der in dieser Arbeit verwendeten Begriffe sind geläufige Wörter, die im Alltag und in den Medien häufig vorzufinden sind. Die Bedeutungen dieser Begriffe sind von einer wissenschaftlichen und einer umgangssprachlichen Sicht aus betrachtet jedoch oftmals nicht deckungsgleich und müssen daher zunächst voneinander abgegrenzt werden. Im Folgenden werden die Begriffsdefinitionen für das bessere Verständnis dieser Arbeit erläutert und weitere Fachbegriffe beschrieben, die es ermöglichen, das Studiendesign und die Lösungsvorschläge in den gesellschaftspolitischen und den betriebswirtschaftlichen Kontext einordnen zu können. Jede Begriffserläuterung schließt damit, dass ein konkreter Bezug zum Forschungsansatz hergestellt wird.
André Scholz

3. Klassifizierung von Aufmerksamkeitsprofilen

Unter Aufmerksamkeit versteht man die selektive Verarbeitung von Informationen, die aus verschiedenen parallelen Quellen stammen. Der Brockhaus Psychologie definiert Aufmerksamkeit als: „Wachheit; Bewusstheit; Selektion aus der Vielfalt der Wahrnehmungsinformationen“. Diese Informationen sind typischerweise akustischer Art (z.B. mehrere Gespräche in einem Raum) oder visueller Art (z.B. mehrere Objekte im Sichtfeld). Unser Gehirn hat dabei die Fähigkeit die Aufmerksamkeit auf bestimmte Informationen zu richten und gezielt andere (unbedeutendere) Informationen oder Reize auszublenden. Durch die Konzentration der Aufmerksamkeit auf diese bestimmten Reize kann wiederum die Sensitivität und die Reaktionszeit verbessert werden. Aufmerksamkeit kann auch als die Fähigkeit zur Aufrechterhaltung eines Aktivierungszustandes beschrieben werden, der es möglich macht, relevante Informationen registrieren und verarbeiten zu können sowie für die Planung und Durchführung von Handlungen auszuwählen.
André Scholz

4. Einordnung in den betriebswirtschaftlichen Kontext

Die Forschungsarbeiten, die im Rahmen dieser Arbeit erfolgten, gehören klassischerweise nicht zu den Disziplinen der Wirtschaftswissenschaften. Vielmehr sind Untersuchungen von Funktionen und Verhaltensweisen des Gehirns den Gesundheitswissenschaften oder den Neurowissenschaften zuzuordnen.
André Scholz

5. Studiendesign

Es galt die Grundannahme, dass innerhalb der untersuchten Probandengruppe deutliche Unterschiede bei der Fähigkeit zur Steigerung, Aufrechterhaltung und Reduzierung von Aufmerksamkeiten durch die Aufzeichnung eines EEGs festzustellen sind und sich hieraus Aufmerksamkeitsprofile bilden lassen können.
André Scholz

6. Statistische Datenauswertung

Die Auswertung und Beurteilung der EEG-Messergebnisse erfolgte durch Unterstützung von Herrn Dr. phil. Axel Kowalski, der als Diplom-Psychologe und Neurofeedback-Trainer auch bei der Ausgestaltung des Studiendesigns beratend tätig war.
André Scholz

7. Zusammenfassung und Ausblick

Bezugnehmend auf die Ausführungen zu Beginn dieser Arbeit kann festgehalten werden, dass die Veränderungen des Arbeitsinhaltes, wie z.B. die zunehmende Informationsflut und Arbeitsverdichtungen, zu einer steigenden Belastung bei vielen Arbeitnehmern führt. Auch eine ungünstige Arbeitsorganisation, bedingt zum Beispiel durch ungenügende Pausenzeiten oder Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit, wie sie in vielen Berufen heutzutage anzutreffen ist, trägt ihren Teil hierzu bei. Vor allem aber die zunehmende kognitive Beanspruchung von Arbeitnehmern in der heutigen Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft, führt bei Fehlbelastungen immer öfters zu psychischen Erkrankungen und zu hiermit verbundenen Arbeitsausfällen.
André Scholz

Backmatter

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