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Über dieses Buch

Sebastian Eberz entwickelt „FSim“ als interaktive, Szenario-basierte Computersimulation, die effektuatives und kausales Verhalten in einer virtuellen Umgebung zulässt und erfassbar macht. Es wird gezeigt, dass der Effectuation-Ansatz als moderne Entrepreneurship-Theorie und Alternative zum traditionellen Ansatz (Causation) bislang nur ansatzweise die Rolle der Persönlichkeit für das Gründungsverhalten adressierte. Zudem stehen vor allem erfahrene Entrepreneure im Vordergrund. Die durchgeführte theoretische Analyse und eine empirische Studie zeigen jedoch, dass auch unerfahrene Entrepreneure grundlegend effektuatives und kausales Verhalten aufweisen, das von der Persönlichkeit in Abhängigkeit von der Umgebungsunsicherheit beeinflusst wird.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Zur Bedeutung unternehmerischen Verhaltens

Erfolgreiche Unternehmen repräsentieren den Motor einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung. Das Schaffen von Arbeitsplätzen, finanzielle Rückflüsse an den Staat in Form von Steuern und die Befriedigung von (Kunden)Bedürfnissen durch unternehmerisches Handeln sind nur einige Argumente, die die Bedeutsamkeit erfolgreicher Unternehmen untermauern. Nicht von minderer Bedeutung ist daher auch die Betrachtung der „Vorstufe“ etablierter Unternehmen: die Unternehmensgründung.
Sebastian Eberz

Chapter 2. Causation & Effectuation: Klassik und Moderne im Entrepreneurship

Die Entrepreneurship-Forschung hat verschiedene Ansätze hervorgebracht, die die Entstehung von Unternehmen zu erklären versuchen (Rauch & Frese, 2007b). Die Literatur differenziert hier insbesondere zwischen dem klassischen, kausalen Ansatz und vergleichsweise moderneren Ansätzen, wie beispielsweise Bricolage, Lean Startup und Effectuation (Fisher, 2012).
Sebastian Eberz

Chapter 3. Umgebung und Persönlichkeit als Verhaltensdeterminanten

Die Persönlichkeit eines Menschen ist in der Literatur konzeptuell nicht einheitlich und präzise definiert. Dementsprechend hat die Forschung verschiedene, sich teils überlappende, teils gegensätzliche Ansätze zur Beschreibung der Persönlichkeit hervorgebracht (Caprara & Cervone, 2000). Eine eher grobgranulare Definition der Persönlichkeit ist in Brandstätter (2011, S. 223) zu finden, der sie als „[…] descriptions of a person’s mean level of her/his states […]“ auffasst.
Sebastian Eberz

Chapter 4. FSim als Bezugsrahmen zur Bestimmung effektuativer und kausaler Verhalten

Die Bestimmung von effektuativem bzw. kausalem Verhalten gestaltet sich bei unerfahrenen Entrepreneuren schwieriger als bei erfahrenen Entrepreneuren. Obgleich Indikatoren zur Bestimmung effektuativen und kausalen Verhaltens entwickelt und validiert wurden (Chandler et al., 2011), ist eine retrospektive Bestimmung der Ausprägungen von unerfahrenen Entrepreneuren in diesen Indikatoren nicht möglich, da diese trivialerweise keine oder nur geringe Gründungserfahrungen vorweisen können. Think-Aloud-Protokolle, wie sie in experimentellen Studien zu Effectuation und Causation verwendet wurden (Deligianni et al., 2017), eignen sich eher zur Erforschung effektuativer Denkprozesse denn effektuativer Verhalten (Perry et al., 2012).
Sebastian Eberz

Chapter 5. Forschungsdesign und Methodik

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Bestimmung des Verhaltens von unerfahrenen Entrepreneuren im Kontext von Effectuation und Causation. Im Rahmen dieser Verhaltensbestimmung werden die Persönlichkeitsmerkmale der unerfahrenen Entrepreneure und ihre Wahrnehmung der Umgebung als potentielle Verhaltensdeterminanten berücksichtigt. Aufgrund der eingangs erwähnten, wissenschaftstheoretischen Verortung der vorliegenden Arbeit in der empirischen Forschung gilt es ein Verfahren zu finden, dass dem empirischen Erkenntnisgewinn in dem beschriebenen Kontext zuträglich ist.
Sebastian Eberz

Chapter 6. Pretest

Nach Töpfer (2012, S. 289) dient ein Pretest der „[…] Eingrenzung und Präzisierung […]“ von Indikatoren zur „[…] Überprüfung der Verständlichkeit und der Eindeutigkeit […]“. Diese Notwendigkeit einer umfassenden Prüfung bezieht sich nicht nur auf Indikatoren, sondern auf das verwendete Forschungsinstrument im Allgemeinen: „No amout of intellectual exercise can substitute for testing an instrument designed to communicate with ordinary people“ (Hunt et al., 1982, S. 269). Im vorliegenden Kontext ist ein durchzuführender Pretest daher nicht nur auf die in der Befragung verwendeten Indikatoren zu beziehen, sondern auch auf FSim im Sinne einer ganzheitlichen Prüfung des verwendeten Forschungsinstruments.
Sebastian Eberz

Chapter 7. Ergebnisse der Studie

Die Haupterhebung wurde vom 12.-16. Februar 2016 im Multimedia-Labor (mLab) an der Universität Koblenz-Landau durchgeführt. Die Teilnehmer wurden auf 2-Stunden-Zeitslots unter Berücksichtigung eines Maximums von 15 Teilnehmern pro Zeitslot verteilt. Für die Simulation inklusive Einführung durch den gezeigten Screencast wurde eine Nutzungsdauer von einer Stunde vorgegeben. Im Pretest wurde ersichtlich, dass die Befragung im Anschluss an die Simulation ca. 25 Minuten in Anspruch nimmt. Hieraus ergibt sich ein Gesamtzeitaufwand von ca. 1,5 Stunden pro Teilnehmer.
Sebastian Eberz

Chapter 8. Zusammenfassung, Limitationen und Ausblick

Das Phänomen der Unternehmensgründung wurde in der Wissenschaft bereits aus verschiedenen Perspektiven, z.B. aus der kognitiven, demographischen und finanziellen Perspektive, beleuchtet (Meyer et al., 2014). Aus der behavioristischen Perspektive hat die Entrepreneurship-Forschung verschiedene Ansätze hervorgebracht, die das Verhalten von Gründern (Entrepreneuren) unter Berücksichtigung der Gründungsumgebung zu erklären versuchen (Ries, 2011; Baker & Nelson, 2005; Sarasvathy, 2001). Die Literatur unterscheidet hier insbesondere zwischen dem traditionellen, kausalen Ansatz und vergleichsweise moderneren Ansätzen.
Sebastian Eberz

Backmatter

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