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01.06.2014 | Aufsatz | Ausgabe 2/2014

Publizistik 2/2014

Effizienzvorteile und ihre Grenzen: Wie sich Medienwandel erklärt

Zeitschrift:
Publizistik > Ausgabe 2/2014
Autor:
Prof. Dr. Rudolf Stöber

Zusammenfassung

Geschichtlicher Wandel erscheint ex post folgerichtig, ex ante nicht vorhersagbar. Wenn sich Neuerungen durchsetzen, dann um ihrer Vorteile willen. Doch was ist deren Wesenskern? Wie erklärt sich der Wandel? Warum verläuft er nicht linear, in Schüben zwischen scheinbarem Stillstand und überraschenden Wendungen, kontingent? Warum sind die Folgen zumeist ambivalent, bisweilen sogar eine Falle?
Der Wesenskern des Vorteils liegt in größerer Effizienz, doch die ist je nach Standpunkt keineswegs immer von Nutzen. Effizienz ist zudem nicht unendlich zu steigern; wegen ihrer Grenzwertfunktion nehmen die Zuwächse vielmehr stetig ab. Dann kommt es zu nicht vorhersagbaren Innovationen mit unerwarteten (externen) Effekten. Innovationen, bzw. die damit einhergehende soziale Institutionalisierung der jeweils neuesten Medien, ermöglichen die Intensivierung von Ressourcennutzung und Kommunikation. Das macht das soziale Leben effizienter, nicht jedoch einfacher. Das Effizienzprinzip lässt sich von der kulturellen und medialen Evolution bis auf das Betriebssystem der Realität, die Hauptsätze der Thermodynamik, zurückführen.

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