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Über dieses Buch

In "Ein Jahrhundert Automobiltechnik - Nutzfahrzeuge" beschreiben die Autoren die Entwicklung der Hauptbauelemente, zum Beispiel der Motoren und Getriebe, Fahrwerke, Aufbauten, Räder und Reifen. Dabei zeigen sie auch Irrwege auf und stellen bemerkenswerte Konstruktionen vor, denen trotz ihrer Vorzüge der Sprung in die Serienreife nicht gelang. Sonderfahrzeuge werden beschrieben, auch solche, die nur als Einzelstücke oder in sehr geringer Stückzahl gebaut wurden. Die Probleme des Straßentransports und das Nutzfahrzeug der Zukunft sind weitere Themen. Zahlreiche Fotografien aus den "Kindertagen" des Nutzfahrzeugs und Farbbilder aus der jüngeren Zeit illustrieren das Buch; Konstruktionszeichnungen und Grafiken veranschaulichen die technischen Details.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Nutzfahrzeuggeschichte international

Zusammenfassung
Die Entwicklung des automobilen Nutzfahrzeugs begann eigentlich schon im Jahr 1831, als der erste Lastwagen mit eigenem Antrieb für den kommerziellen Transport landwirtschaftlicher Erzeugnisse eingesetzt wurde. Dies geschah in Frankreich und in England mit kleinen Dampfmaschinen. Diese Art der Güterbewegung erfuhr sogar noch 70 Jahre später die amtliche Anerkennung in Form eines Patenteintrags: Der Engländer Richard Trevithick hatte tatsächlich das Glück, daß seine Dampfmaschine als „Wagenantrieb“ trotz vielerlei vergleichbarer Lösungen in Frankreich und Deutschland 1907 als schutzwürdig akzeptiert wurde.
Otto-Peter A. Bühler

2. Antriebstechnik

Zusammenfassung
Von Anfang an dachten die französischen Lizenznehmer des Daimler-Motors, Panhard & Levassor, an die Entwicklung von Omnibussen. Schon 1892 versuchte man dort, mit einem Einachsanhänger die Transportkapazität des leichten Viersitzers zu vergrößern, und 1893 entstand das Versuchsmuster für einen Pritschen-Lastwagen, der bereits alle technischen Merkmale des Nutzfahrzeugs der folgenden zwei Jahrzehnte zeigte: den vorne stehenden Motor, die Konuskupplung, das Zahnradschaltgetriebe mit anschließendem Kegelraddifferential, von dessen Achsstummeln aus die Hinterräder über Ketten angetrieben wurden.
Theo Delfried Domina

3. Fahrwerk und Federung

Zusammenfassung
Das Fahrwerk eines Nutzfahrzeugs ist — ebenso wie Antriebsstrang und Aufbau — eine seiner wesentlichen Baugruppen. Zum Fahrwerk gehören Rahmen, Achsen, Räder, Federung, Dämpfung und Lenkung. Die Ausführung dieser Komponenten sowie ihr Zusammenwirken und ihre Abstimmung aufeinander beeinflussen wesentliche Fahrzeugeigenschaften, wie zum Beispiel Tragfähigkeit, Gewicht, Fahrstabilität, Kurvenverhalten, Komfort, Fahrbahn- und Ladegutbeanspruchung sowie Herstellkosten.
Jürgen Helling, Heinz Junker

4. Bremsen für Schwerfahrzeuge

Zusammenfassung
Im Lauf von hundert Jahren Automobilgeschichte ist das Abbremsen von Straßenfahrzeugen zu einer so hoch entwickelten Wissenschaft geworden, daß ein ideales System nicht mehr in unerreichbarer Ferne zu liegen scheint. An ein optimales Nutzfahrzeug-Bremssystem sind bestimmte Forderungen zu stellen:
  • Nutzung des vollen Reibwertes zwischen Reifen und Straße unter allen Betriebsbedingungen;
  • Vermeidung jeglicher, durch den Bremsvorgang hervorgerufener Störungen der Richtungsstabilität;
  • Verhinderung der Trampelneigungen von Starrachsen, die durch den Bremsvorgang angeregt werden;
  • Maximierung der Lebensdauer von Reibbelägen durch gleichmäßige Verteilung der Bremskräfte;
  • gleiche Brernsqualität bei unterschiedlichen Belastungen des Fahrzeugs.
Jan P. Norbye

5. Räder und Reifen rollender Lasten

Zusammenfassung
Der Reifen eines Lastwagens ist nicht schlechthin ein vergrößerter Pkw-Reifen. An den Lkw-Reifen werden nicht nur höhere, sondern auch andere Anforderungen gestellt als an den Reifen eines Personenwagens. Gewiß, auch der Lkw-Reifen hat die Aufgabe, einen kraft- und formschlüssigen Kontakt zwischen Fahrzeug und Fahrbahn herzustellen. Aber die meisten Einzeleigenschaften, zum Beispiel Tragfähigkeit, Traktion, Geradeauslad, Kurvenstabilität, Schnellauftauglichkeit, Laufruhe, Lenkpräzision, Nässeeignung, Federungs- und Geräuschverhalten, — alle diese Kriterien haben bei Lkw-Reifen eine andere Bedeutung und Rangfolge als bei Pkw-Reifen. Der Reifen eines Pkw hat bei voller Beladung des Fahrzeugs etwa das 1,5fache der last des Leerfahrzeugs zu tragen. Bei einem Lkw-Reifen kann es das achtfache sein.
Heinz Thomass

6. Fahrerhaus und Aufbauten, Schwerlastfahrzeuge

Zusammenfassung
Die ersten Lastkraftwagen hatten einen Aufbau zur Aufnahme der primär wichtigen Nutzlast — für den Fahrer war nur ein Sitz oder eine Sitzbank vorgesehen. Echte Fahrerhäuser mit Wetterschutz und wenigstens teilweiser Verglasung gehörten erst ab etwa 1930 zum allgemeinen Standard. „Komfort“ für den Fahrer gab es in den ersten 30 Jahren der Nutzfahrzeugentwicklung nicht und später im Rahmen des technischen Fortschritts der Lastkraftwagen nur begrenzt, bis — etwa 1955 beginnend — der Durchbruch zum gut gefederten „Arbeitsplatz“ mit Heizung und Lüftung, guter Sicht und Lärmschutz und später sogar ergonomisch richtiger Anordnung aller Bedienungselemente begann.
Erich Hoepke

7. Anhänger-Technik

Zusammenfassung
Das Bewegen schwerer Lasten war schon zu Beginn der Industrialisierung im letzten Jahrhundert notwendig, und man findet auf alten Darstellungen abenteuerlich anmutende Transporte von Kesseln, großen Maschinenteilen oder Lokomotiven auf vierrädrigen Gestellen mit 20 bis 30 Pferden als Zugkraft.
Erich Hoepke

8. 90 Jahre Automobil-Omnibus

Zusammenfassung
Der Omnibus feiert am 18. März Geburtstag. An diesem Geburtsdatum gibt es keinen Zweifel, denn an einem 18. März verkehrten zum ersten Mal sowohl der Omnibus ohne als auch der Omnibus mit Motor.
Heinzmartin Nitsche

9. Sonderfahrzeuge

Zusammenfassung
Mit möglichst wenig personellem Aufwand viel und schnell transportieren zu können ist einer der Grundsätze unserer Zeit. Gutes Fahr- und Bedie­nungspersonal ist knapp, die Löhne steigen ständig, und der Treibstoff wird von Zeit zu Zeit teurer.
Ingo Kasten

10. Schlepper und Geräteträger in der Landwirtschaft

Zusammenfassung
Technik in der Landwirtschaft ist uralt und nicht erst an das Erscheinen des Traktors gebunden. Technik damals — dies war die Erfindung des Rades, des Pfluges und das Nutzen tierischer Zugkraft. Die Mechanisierung der Landwirtschaft begann 1851 mit den dampfbetriebenen Seilpflügen von John Fowler, deren Einsatz Max Eyth in weiten Teilen der Welt vorantrieb. Die Dampfmaschinen waren schwer und unhandlich und eher zum stationären Betrieb mit Winde geeignet als zum Ziehen von Pflügen. Die Zeit wurde bald reif für einen leichten und dennoch zugkräftigen Traktor, der nicht nur auf riesigen Ländereien, sondern auch auf europäischen Feldern rationell arbeiten konnte. Aber erst während des Ersten Weltkriegs entstanden die Schlepper, deren Konstruktion für spätere Entwicklungen richtungweisend wurde.
Erich Hoepke

11. Nutzfahrzeug-Elektrik im Wandel der Zeit

Zusammenfassung
Als das Automobil laufen lernte, wurde der Verbrennungsmotor als Nachfolger der Dampfmaschine schon vielfach angewandt. Seine einzylindrigen Gasmotoren zündete Otto mit offener Flamme, später, etwa ab 1877, mit Niederspannungsmagnetzündung. Lenoir entwickelte schon 1860, zusammen mit dem deutschen Handwerker Heinrich Ruhmkorff (1803 bis 1877), eine batterieelektrische Summerzündung.
Ernst Woisetschläger

12. Vom Einzelfahrzeug zum Transportsystem

Zusammenfassung
Wie die Verbreitung der Eisenbahn, beeinflußte auch das Aufkommen des Lastkraftwagens die soziale Struktur und die wirtschaftliche Entwicklung der Industrievölker in revolutionärer Weise. Vom Lastwagenverkehr gingen wesentliche Impulse auf das Entstehen einer nach heutigen Begriffen modernen Volkswirtschaft aus. Mit Hilfe dieses schienenunabhängigen Transportmittels wurde in Ergänzung des vorhandenen Eisenbahnsystems die Fläche, wurden entlegene Zonen erschlossen und die ökonomischen Bedingungen innerhalb der nationalen Wirtschaften angeglichen. Der Lastkraftwagen hat aber nicht nur Probleme raumökonomischer Natur gelöst.
Joachim Baron

13. Der Lastkraftwagen als Wirtschaftsfaktor

Zusammenfassung
Der Gütertransport mit Lastkraftwagen war in der Pionierzeit des Straßentransportgewerbes mit vielen technischen und wirtschaftlichen Risiken verbunden. Heute — im Jahr 1986 — verfügt der Güterkraftverkehr über moderne Straßennetze, optimierte Fahrzeug-, Transport- und Umschlagtechniken und ausgefeilte Organisationskonzepte. In den meisten westeuropäischen Industrieländern entfallen auf den Straßentransport
  • etwa 70 Prozent aller beförderten Gütermengen,
  • etwa 50 Prozent aller Verkehrsleitungen,
  • etwa 90 Prozent des Personenverkehrs.
Peter Stöffges

14. Trends in die Zukunft

Zusammenfassung
Die Technik im Fahrzeugbau ist ständig im Fluß, Augrund technisch-physikalischer sowie wirtschaft licher Überlegungen, erforderlicher Entwicklungszeiträume und sinnvoller Gebrauchszyklen der Fahrzeugmodelle, dürften etwa 50 Prozent des technischen Umfangs für ein Nutzfahrzeug des Jahres 2000 bereits heute festgeschrieben sein.
Otto-Peter A. Bühler

Backmatter

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