Skip to main content
main-content

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

Einleitung

Zusammenfassung
Das unter Ökonomen am weitesten verbreitete und akzeptierte Erklärungsmuster für wirtschaftliches Handeln ist das neoklassische Paradigma. Kernstück der Neoklassik ist die allgemeine Gleichgewichtstheorie, entwickelt von Léon Walras. Wenn man sich auf die von Kenneth J. Arrow und Gerard Debreu ausformulierten Varianten beschränkt, sind folgende Modellelemente essentiell:
  • vollständige Konkurrenz auf allen Märkten;
  • individuelle Handlungsrationalität (jeder Haushalt maximiert seinen Nutzen unter der Nebenbedingung seines Budgets; jede Unternehmung maximiert ihren Gewinn unter der Nebenbedingung ihrer Produktionstechnologie);
  • Gleichgewicht auf allen Märkten.
Klaus-Jürgen Duschek

Eine kurze Einführung in die empirische allgemeine Gleichgewichtsökonomie

Kapitel 1. Historie der empirischen allgemeinen Gleichgewichtsökonomie

Zusammenfassung
Erste ‘angewandte’ Gleichgewichtsanalysen von Steuer- und Handelspolitiken wurden bereits in den 50er und 60er Jahren auf der Basis von allgemeinen Gleichgewichtsmodellen in der Tradition von Meade (1955a, 1955b), Johnson (1954, 1956, 1958) und Harberger (1959, 1962, 1966) durchgeführt. Da in der damaligen Zeit noch keine numerischen Lösungsverfahren zur Verfügung standen, konnten allgemeine Gleichgewichtsmodelle im Rahmen von ‘praktisch orientierten’ Analysen — wenn überhaupt — dann nur nicht-numerisch gelöst werden. Um die nicht-numerische Lösbarkeit zu gewährleisten, wiesen die zugrunde gelegten Modelle der allgemeinen Gleichgewichtstheorie allesamt ein sehr hohes Abstraktionsniveau auf, wobei typischerweise zwei Länder bzw. zwei Produktionssektoren, zwei Faktoren und zwei Güter Berücksichtigung fanden; die Operationalität hatte somit ihren Preis, nämlich die Vernachlässigung vieler Zusammenhänge der ‘realen Welt’. Dennoch fanden die Ergebnisse, die diese Modelle lieferten, ein beachtliches Interesse.
Klaus-Jürgen Duschek

Kapitel 2. Der typische Arbeitsablauf einer empirischen allgemeinen Gleichgewichtsanalyse

Zusammenfassung
Der typische Arbeitsablauf einer EAG-Analyse umfaßt drei Phasen:
1.
Formulierung des Modells und Erstellung des Datensatzes;
 
2.
Berechnungen mit dem Computer;
 
3.
Ökonomische Interpretation der Modellergebnisse.
 
Jede dieser Arbeitsphasen soll im folgenden etwas näher betrachtet werden.9
Klaus-Jürgen Duschek

Kapitel 3. Stärken und Schwächen von empirischen allgemeinen Gleichgewichtsanalysen

Zusammenfassung
In diesem Kapitel soll überblicksartig auf die Vor- und Nachteile von EAG-Analysen eingegangen werden.15
Klaus-Jürgen Duschek

Modell und Simulation im Überblick

Kapitel 4. Grundlegende Modellcharakteristika

Zusammenfassung
Das im folgenden vorgestellte EAG-Modell zur Beurteilung von Steuerreformprogrammen ist eine Synthese der Modelle von Rose/Kungl/Kühn (1988) (im folgenden als RKK-Modell bezeichnet) und Ballard/Fullerton/Shoven/Whalley (1985) (im folgenden als BFSW-Modell bezeichnet).1 Es kombiniert die Vorteile des RKK-Modells mit den Stärken des BFSW-Modells und überwindet so diejenigen Schwachpunkte, die diese beiden Modelle jeweils für sich betrachtet aufweisen.
Klaus-Jürgen Duschek

Kapitel 5. Genereller Simulationsablauf

Zusammenfassung
Wie im vierten Abschnitt des vorangegangenen Kapitels bereits hervorgehoben wurde, wird davon ausgegangen, daß sich die Weltökonomie im Jahr 1980 (der Periode 0) in einem allgemeinen Gleichgewicht befindet und daß dieses Gleichgewicht auf einem gleichgewichtigen Wachstumspfad liegt. Ein derartiger Wachstumspfad ist dadurch charakterisiert, daß alle Faktor- und Güterpreise konstant sind und alle Faktor- und Gütermengen mit derselben (gleichgewichtigen) Rate wachsen. Eine alternative Steuerpolitik, die annahmegemäß stets zu Beginn der Periode 1 einsetzt, läßt die Weltökonomie auf einen Übergangspfad gleiten, der sich im Zeitablauf asymptotisch an einen neuen gleichgewichtigen Wachstumspfad annähert. Ein Übergangspfad zeichnet sich dadurch aus, daß die Faktor- und Güterpreise variieren und die Faktor- und Gütermengen mit unterschiedlichen Raten wachsen. Auf dem neuen gleichgewichtigen Wachstumspfad sind wieder alle Faktor- und Güterpreise konstant und alle Faktor- und Gütermengen wachsen wieder mit der gleichgewichtigen Rate. Gegenüber dem ursprünglichen Wachstumspfad haben sich die Preis- und Mengenverhältnisse jedoch geändert.8
Klaus-Jürgen Duschek

Das ‘statische’ Teilmodell

Kapitel 6. Theoretisches Modell

Zusammenfassung
Das theoretische Modell läßt sich gedanklich in zwei Submodelle zerlegen, das Submodell für die Bundesrepublik Deutschland und das Submodell für den Rest der Welt. Beide Submodelle sind über die internationalen Handelsbeziehungen miteinander gekoppelt.
Klaus-Jürgen Duschek

Kapitel 7. Datenbasis

Zusammenfassung
Die mikrokonsistente Datenbasis (im folgenden kurz als Datenbasis bezeichnet) spiegelt den ‘empirisch beobachtbaren Gleichgewichtszustand’ der Weltökonomie im Jahr 1980 wider41 Simulationstechnisch gesehen handelt es sich bei der Datenbasis um das statische allgemeine Gleichgewicht der Periode 0 der Referenz- und der Alternativsequenz.
Klaus-Jürgen Duschek

Kapitel 8. Kalibration

Zusammenfassung
Das vorliegende Kapitel ist der numerischen Spezifikation der Parameter der Produktions- und Nutzenfunktionen gewidmet.112
Klaus-Jürgen Duschek

Das ‘dynamische’ Modell

Kapitel 9. Theoretisches Modell

Zusammenfassung
Das ‘dynamische’ Modell beruht auf der Annahme, daß alle ökonomischen Entscheidungseinheiten in FRG und ROW eine unendliche Lebenserwartung besitzen und ihre Produktions- und Konsumentscheidungen in jeder Periode in der durch das ‘statische’ Teilmodell beschriebenen Art und Weise wiederholen.
Klaus-Jürgen Duschek

Kapitel 10. Kalibration

Zusammenfassung
Das vorliegende Kapitel beschäftigt sich mit der numerischen Spezifikation der Parameter des ‘dynamischen’ Modells.6
Klaus-Jürgen Duschek

Simulation

Frontmatter

Kapitel 11. Replikationssimulationen

Zusammenfassung
Die Beschreibung der Replikationssimulationen (im folgenden auch als Replikationstests bezeichnet) gliedert sich in zwei Abschnitte. Im Vordergrund des ersten Abschnitts steht die Lösung des Modells im Rahmen der drei durchgeführten Replikationssimulationen, die jeweils nach demselben Schema abläuft. Auf die spezifischen Charakteristika der einzelnen Replikationssimulationen (im folgenden gemäß der Reihenfolge in der sie durchgeführt werden auch als Replikationstest 1 bis 3 bezeichnet) wird im zweiten Abschnitt eingegangen.
Klaus-Jürgen Duschek

Kapitel 12. Alternativsequenz

Zusammenfassung
Im Vordergrund des vorliegenden Kapitels, das sich in zwei Abschnitte unterteilt, steht die numerische Berechnung der Alternativsequenz. Im ersten Abschnitt werden die grundlegenden Charakteristika eines Steuerreformprogramms und seiner Simulation anhand eines konkreten Beispiels für eine ‘typische’ alternative Steuerpolitik erörtert. Ferner wird darauf eingegangen, inwiefern einzelne Steuerreformprogramme von dem behandelten Fallbeispiel abweichen können. Gegenstand des zweiten Abschnitts ist die Lösung des Modells unter der im ersten Abschnitt diskutierten ‘typischen’ alternativen Steuerpolitik.
Klaus-Jürgen Duschek

Kapitel 13. Beurteilung von Steuerreformprogrammen

Zusammenfassung
Die Bewertung von alternativen Steuerpolitiken basiert, wie im vorangegangenen bereits mehrfach erwähnt wurde, auf der Gegenüberstellung der Alternativ- und der Referenzsequenz. Grundsätzlich durchführbar sind hierbei drei Arten von Analysen: Eine komparativ-statische Analyse in dem Sinn, daß man das statische allgemeine Gleichgewicht der Periode t des Übergangspfads (t = 1, 2, ..., T-1) mit dem statischen allgemeinen Gleichgewicht der Periode t des ursprünglichen gleichgewichtigen Wachstumspfads vergleicht, eine komparativ-dynamische Analyse in dem Sinn, daß man das statische allgemeine Gleichgewicht der Periode T der Alternativsequenz und das statische allgemeine Gleichgewicht der Periode T der Referenzsequenz gegenüberstellt (Vergleich von steady state-Niveaus) und eine ‘voll’-dynamische Analyse in dem Sinn, daß man alle statischen allgemeinen Gleichgewichte der Alternativsequenz simultan mit sämtlichen statischen allgemeinen Gleichgewichten der Referenzsequenz vergleicht. Gegenstand derartiger Analysen können eine ganze Reihe von Effekten, wie etwa Preis-, Mengen-, Einkommens-, Steueraufkommens-, Wohl-fahrts- und terms of trade-Effekte sein. Da eine adäquate Diskussion der Beurteilung sämtlicher durch ein Steuerreformprogramm ausgelöster Effekte den Rahmen dieser Arbeit bei weitem sprengen würde und bei der Analyse von alternativen Steuerpolitiken die Auswirkungen auf FRG im Vordergrund stehen, beschränken sich die weiteren Ausführungen dieses Kapitels auf die Messung der Wohlfahrts- und der terms of trade-Effekte für FRG. Jedem dieser beiden Aspekte wird ein eigener Abschnitt gewidmet. Schon an dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß die Messung der Wohlfahrtseffekte in Form einer ‘voll’-dynamischen Analyse vorgenommen wird, während die Messung der terms of trade-Effekte in Gestalt einer komparativ-statischen bzw. einer komparativ-dynamischen Analyse erfolgt.
Klaus-Jürgen Duschek

Schlußwort

Schlußwort

Zusammenfassung
Wie die vorangegangenen Ausführungen verdeutlicht haben dürften, sind EAG-Modelle mit einem enormen Arbeitsaufwand verbunden. Vor allem die Notwendigkeit, sich gleichzeitig in eine Reihe unterschiedlichster Problembereiche einzuarbeiten, macht die Erstellung eines EAG-Modells zu einer äußerst anspruchsvollen Aufgabe. So muß ein Modellentwickler ein gutes Verständnis der ökonomischen Theorie besitzen, sich umfassend auf dem Gebiet der Wirtschafts- und Sozialstatistik auskennen, mit dem Umgang von Computern vertraut sein und über Program mierkenntnisse verfügen.
Klaus-Jürgen Duschek

Backmatter

Weitere Informationen