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Über dieses Buch

Die Geldpolitik der Zentralbanken sollte den Märkten möglichst klare Leitlinien geben. Hiervon scheinen Zentralbanken aber weiter entfernt denn je. Es fehlt ihnen an überzeugender Theorie, an verständlichen Regeln und an wirkungsmächtigen Instrumenten. Es fehlt auch an einer zeitgemäßen institutionellen Form.

Burkhard Wehner stellt diesem Status quo ein zukunftsweisendes Modell für die Geldpolitik gegenüber: ein Festzinssystem, das der Zentralbank jederzeit klare, für die Märkte leicht nachvollziehbare Handlungsorientierung gibt. Im Instrumentarium dieses Systems spielt ein an alle Bürger zu zahlendes Konjunkturgeld eine zentrale Rolle.

Das Buch bietet – nach einem kurzen Überblick über die Geschichte, die Ziele und die Institutionen der Geldpolitik – fundierte Begründungen des Festzinssystems, Vorschläge zu dessen praktischer Umsetzung und Antworten auf damit verbundene geldpolitische und staatstheoretische Detailfragen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Eine kurze Geschichte der Geldpolitik

Zusammenfassung
Die Erfindung und Verbreitung des Geldes war für die Menschen – wie die meisten umwälzenden technologischen Neuerungen – zunächst eine zweischneidige Angelegenheit. Die offensichtlichen Vorteile des Geldes waren, dass sich damit im Wirtschaftsverkehr leichter rechnen ließ, dass sich leichter Vermögen bilden ließ und dass sich vor allem die gesellschaftliche Arbeitsteilung besser entfalten konnte.
Burkhard Wehner

2. Die Institutionen der Geldpolitik

Zusammenfassung
Zentralbanken haben im Umgang mit dem Geld in seinen modernen Erscheinungsformen im Lauf der Zeit Fortschritte gemacht. Sie haben genügend pragmatischen Sachverstand entwickelt, um das Geldsystem vor den schlimmsten inflatorischen oder deflatorischen Turbulenzen zu bewahren. Zumindest in den hoch entwickelten Staaten sind Hyperinflation wie in Deutschland in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts oder eine tiefe Weltwirtschaftskrise wie in den dreißiger Jahren nicht mehr zu befürchten. Diese Fortschritte reichten aber nicht aus, um Finanzmarktkrisen und starke Konjunkturschwankungen auszuschließen.
Burkhard Wehner

3. Der geldpolitische Auftrag – multiple Ziele oder klarer Fokus?

Zusammenfassung
Auch die Institutionalisierung des geldpolitischen Sachverstands in unabhängigen Zentralbanken und die Fortschritte im Verständnis vom modernen Geld reichten nicht aus, um ein wirklich nachhaltiges Handlungskonzept für die Geldpolitik zu entwickeln und in der Praxis durchsetzen.
Burkhard Wehner

4. Fokussierte Politik mit herkömmlichen Mitteln

Zusammenfassung
Dass eine Geldpolitik, die mit ihren begrenzten Mitteln mehreren Zielen zugleich dienen soll, systematisch überfordert sein könnte, war natürlich schon immer ein naheliegender Gedanke. Es lag daher schon immer nahe, dass Zentralbanken sich ganz auf das übergeordnete Ziel der Geldwertstabilität konzentrieren sollten. Dieser Gedanke hat auch die gesetzlichen Aufträge an die Zentralbanken großenteils geprägt.
Burkhard Wehner

5. Ein Alternativmodell: die Stabilisierung des langfristigen Zinses

Zusammenfassung
Die Suche nach einem neuen Konzept der Geldpolitik muss mit dem Eingeständnis beginnen, dass eine an herkömmlichen Größen wie der Geldmenge, der aktuellen Inflationsrate oder dem Produktionspotenzial ausgerichtete Geldpolitik keinen Fortschritt mehr verspricht. Es muss also eine neue Orientierungsgröße gefunden werden, die viel klarer als alle bisherigen erkennen lässt, ob, wann, womit und in welcher Dosierung Zentralbanken zu intervenieren haben.
Burkhard Wehner

6. Welcher Zins ist fest im Festzinssystem?

Zusammenfassung
Herkömmliche stabilitätspolitische Konzepte kranken an der Unbestimmtheit ihrer Steuerungsgrößen. Eine Geldpolitik, die z. B. auf Abweichungen der Inflationsrate oder der Geldmenge von einem vorgegebenen Zielwert reagieren soll, steht immer vor der Frage, welche Geldmenge oder welche Inflationsrate gemeint ist. Auch hinsichtlich der Inflationsrate ist diese Frage zunehmend komplizierter geworden. Sind bei der Berechnung z. B. Hypothekenzinsen oder Immobilienpreise oder beide zu berücksichtigen? Sind alle Konsumgüter zu berücksichtigen, oder ist die richtigere Zielgröße die so genannte Kerninflationsrate, bei der Energiepreise und/oder Lebensmittelpreise nicht einbezogen werden? Und ist neben der statistisch gemessenen Inflationsrate womöglich auch die „gefühlte“ Inflation stabilitätspolitisch relevant?
Burkhard Wehner

7. Der Ausbau des geldpolitischen Instrumentariums

Zusammenfassung
In einem Festzinssystem der hier dargestellten Art würde der langfristige Nominalzins mit marktkonformen Mitteln gesteuert und als Fixzins, wie oben definiert, möglichst konstant gehalten. Wie präzise dieser Fixzins eingehalten werden kann, hängt aber von vielerlei exogenen Umständen ab. Anfänglich könnten die Zentralbanken daher gezwungen sein, eine relativ große Schwankungsbreite um den Fixzins zuzulassen.
Burkhard Wehner

8. Wege zum Festzinsmodell – wie, wo und wann?

Zusammenfassung
Der Gedanke, dass ein stabiler langfristiger Zins ein lohnendes Ziel der Geldpolitik wäre, ist natürlich alles andere als neu. Unabhängig von allen geldpolitischen Kontroversen dürfte unstrittig sein, dass eine Stabilisierung des langfristigen Nominalzinses im Prinzip vorteilhaft wäre. Insoweit Zentralbanken sich in der Vergangenheit hierum bemüht haben, war dem aber kein Erfolg beschieden. Daher galt eine auf einen stabilen langfristigen Zins abzielende Geldpolitik letztlich nicht als praktikabel. Schlüssig begründen ließ sich dies aber nicht bzw. nur in einem System fester Wechselkurse. Eine Geldpolitik, die den Wechselkurs stabil halten musste, konnte in der Tat nicht zugleich den langfristigen Zins für längere Zeit stabil halten.
Burkhard Wehner

9. Einige Ergänzungen

Zusammenfassung
Ein so neuartiges Konzept wie das Festzinssystem wirft auf lange Sicht natürlich viele weitere, hier meistenteils nicht zu erörternde Fragen auf. Dies sind Detailfragen der geldpolitischen Theorie und Praxis, aber es schließt auch staatstheoretische Fragen und Fragen der politischen Werteordnung ein, Fragen also wie diese:
Burkhard Wehner

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