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20.03.2018 | Ausgabe 2/2018

Zeitschrift für Energiewirtschaft 2/2018

Eine soziologische Systemanalyse und sozio-ökonomisches Review der Soziotechnik Energiewende

Zeitschrift:
Zeitschrift für Energiewirtschaft > Ausgabe 2/2018
Autor:
Hon.-Prof. Dr. Uwe Pfenning
Wichtige Hinweise
Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Energiewende aus soziologischer Sicht. Zentrale Elemente sind hierbei die Interaktionen zwischen sozialen und technischen Systemen, zwischen den Akteuren innerhalb der separaten Systeme sowie den Wechselbeziehungen von Akteuren und Systemen.

Zusammenfassung

Die Energiewende ist ein politisch geprägter Begriff für den Status der Erneuerbaren Energien als Gesellschaftstechnik. Eine Gesellschaftstechnik kennzeichnet einen Konsens von Politik, Wirtschaft und Bevölkerung, einer bestimmten Technik und assoziierten Technologien, essentielle Aufgaben der Daseinsvorsorge zu übertragen. Dies ist ein seltenes Technikformat. Daraus resultieren eine umfassende Forschungsförderung, Gesetze zur Umsetzung, eine aufklärende Wissenschaftskommunikation und Bildung sowie wissenschaftliche Politikberatung.
Eine soziologische Systemanalyse zeigt neben Synergien auch Defizite und Dyssynergien. Als maßgebliche Ursache werden das fehlende Verständnis der Energiewende als soziotechnisches System und die technokratische Umsetzung seitens zentraler Akteure identifiziert. Die erneuerbaren Energien wirken nicht nur auf technische Systeme und deren Systemarchitektur der Energieversorgung, sondern auch auf soziale Systeme wie Bildung, Märkte, Öffentlichkeit und individuelle Verhaltensweisen, Einstellungen und Eigentumsformen.

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