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Über dieses Buch

Anne-Christin Hoffmann untersucht den Einfluss massenmedialer und interpersonaler Kommunikation auf die Relevanzbeurteilung von Themen. Sie legt den Blick darauf, unter welchen Rahmenbedingungen Rezipienten welche Ereignisse als wichtig für sich, ihr soziales Umfeld und die Gesellschaft einschätzen. Das Zusammenspiel von Gesprächen und Mediennutzung in Medienwirkungsprozessen betrachtet sie exemplarisch anhand der Fußball-Europameisterschaft 2016. Als Großereignis stößt es Kommunikation in öffentlichen, teil- und nicht-öffentlichen Räumen an. Den Effekt dieser unterschiedlichen Kommunikationsformen auf die Beurteilung der Themenrelevanz analysiert sie mithilfe eines Mehrmethodendesigns, bestehend aus zwei Inhaltsanalysen, einer Tagebuchstudie sowie einer Online-Befragung.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Um die Umwelt zu beobachten und Themen zu erfahren, stehen dem Rezipienten prinzipiell drei Quellen zur Verfügung: Die direkte Beobachtung in der eigenen Umgebung, Gespräche mit Anderen sowie die Berichterstattung der Medien. Die letzteren beiden Quellen sind Untersuchungsgegenstand der Kommunikationswissenschaft, wobei sich das Fach lange Zeit ausschließlich mit der Wirkung der Massenmedien auf die Rezipienten beschäftigt hat. Gemäß der folgenden Aussage von Cohen (1963, S. 13) wurde davon ausgegangen, dass die Wirklichkeitswahrnehmung stark von den Medien abhängt: “The world looks different to different people, depending not only on their personal interests, but also in the map that is drawn for them by the writers, editors, and the publishers of the papers they read.”
Anne-Christin Hoffmann

Kapitel 2. Massenmediale und interpersonale Kommunikation

Zusammenfassung
Da sich das Erkenntnisinteresse der vorliegenden Arbeit auf die massenmedial-öffentliche, die interpersonal-öffentliche und interpersonal-nicht-öffentliche Kommunikation im analogen und digitalen Raum bezieht, ist deren Definition und Einordnung im Medienwirkungsprozess notwendig.
Anne-Christin Hoffmann

Kapitel 3. Wirkungen von massenmedialer und interpersonaler Kommunikation

Zusammenfassung
„Eine merkwürdige Diskrepanz herrscht zwischen der allgemein anerkannten Bedeutung interpersonaler Kommunikation in der Medienwirkungsforschung und der schon fast sträflich vernachlässigten Untersuchung derselben“ (Brosius 2014, S. 5). Da sich die Kommunikationswissenschaft die Untersuchung öffentlicher Kommunikation und damit massenmedialer Kommunikation zum Hauptgegenstand gemacht hat, wurde das Forschungsfeld lange Zeit getrennt von der interpersonalen Kommunikation betrachtet (vgl. Reardon & Rogers 1988). In Wirkungsstudien waren vielmehr die Effekte von Massenmedien interessant oder welche persönlichen Merkmale diese Medieneffekte erleichtern beziehungsweise erschweren (s. Kapitel 3.2.3).
Anne-Christin Hoffmann

Kapitel 4. Einflussfaktoren auf die Relevanzbeurteilung

Zusammenfassung
„The heart of the agenda-setting process is when salience of an issue changes on the media agenda, the public agenda or the policy agenda. The task of the scholar of agenda-setting is to measure how the salience of an issue changes, and why this change occurs” (Dearing & Rogers 1996, S. 8). Das Konstrukt der Themenrelevanz meint die Wichtigkeit, die Rezipienten Themen zuweisen und ist die zentrale Variable der Agenda-Setting-Forschung.
Anne-Christin Hoffmann

Kapitel 5. Sportgroßereignisse im Kontext massenmedialer und interpersonaler Kommunikation

Zusammenfassung
Ereignisse wie Fußball-Weltmeisterschaften und -Europameisterschaften sind in Deutschland vom Publikum stark rezipierte, von der Wirtschaft stark geförderte und von der Politik stark beachtete Ereignisse, die aufgrund dessen einen hohen Stellenwert in der massenmedialen und interpersonalen Kommunikation haben. Die Fußball-Europameisterschaft 2016 war nicht nur ihrer Größe wegen ein besonderes Ereignis, bei welchem zum ersten Mal 24 statt 16 Mannschaften teilnahmen, was die Anzahl der Spiele auf 51 erhöhte (36 Vorrundenspiele, acht Achtelfinalspiele, vier Viertelfinalspiele, zwei Halbfinalspiele und das Finale). Es war ebenso das Nachfolgeereignis auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2014, bei welchem die deutsche Mannschaft den Weltmeistertitel holte.
Anne-Christin Hoffmann

Kapitel 6. Methodik

Zusammenfassung
Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es herauszufinden, welchen Einfluss die massenmediale und interpersonale Kommunikation unter welchen Rahmenbedingungen auf die Relevanzbeurteilung der Fußball-Europameisterschaft 2016 im Vergleich zu anderen Themen haben. Hierbei steht weniger eine Kontrastierung der Beeinflussungspotenziale interpersonaler und massenmedialer Quellen im Fokus, da sich beide Kommunikationsformen wechselseitig beeinflussen. Massenmedien stoßen Gespräche an und fungieren als Gesprächsstoff. Gespräche wiederum stoßen eine Mediennutzung an, wenn Personen in Konversationen auf relevante Themen aufmerksam gemacht werden.
Anne-Christin Hoffmann

Kapitel 7. Ergebnisse

Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit möchte zwei zentrale Forschungsfragen beantworten.
Anne-Christin Hoffmann

Kapitel 8. Schlussbetrachtung

Zusammenfassung
Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit war die bislang unzureichende Untersuchung der Zusammenhänge zwischen der massenmedialen und interpersonalen Kommunikation sowie Relevanzbeurteilung von Themen während eines Fußballgroßereignisses. Während sich Agenda-Setting-Studien auf politische Ereignisse konzentrieren, ist die Sportwirkungsforschung auf affektive Effekte der Rezeption fokussiert (s. Übersicht in Schramm, Dohle & Klimmt 2008). Fußballgroßereignisse erhalten eine herausragende Stellung in den Medien, der Gesellschaft, Wirtschaft und Politik, deren Beziehungsgeflecht gut untersucht ist (vgl. z. B. Dohle, Vowe & Wodtke 2009; Horky 2009a; Meyen 2014; Heinecke 2014; Hagenah 2017).
Anne-Christin Hoffmann

Backmatter

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