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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Erstes Kapitel. Die Betriebswirtschaftslehre als angewandte Wissenschaft

Zusammenfassung
Der Mensch ist in eine ihm fremde Welt hineingeboren, die ihn täglich vor neue Probleme der Daseinsbewältigung stellt. Seit jeher wird es als die vornehmste Aufgabe der Wissenschaft angesehen, dem Menschen bei der Bewältigung seiner Daseinsprobleme zu helfen. Hier liegen somit Ausgangs- und Bezugspunkt allen wissenschaftlichen Bemühens um Erkenntnis.
Edmund Heinen

Zweites Kapitel. Betriebswirtschaftliche Grundmodelle

Zusammenfassung
In einer praktisch-normativen Betriebswirtschaftslehre steht die Frage im Vordergrund, wie das Verhalten der Betriebswirtschaften bzw. der in ihnen tätigen Menschen sein soll, damit die gesetzten Ziele erreicht werden. Daraus könnte der Schluß gezogen werden, das tatsächliche Verhalten wäre für die Betriebswirtschaftslehre ohne Interesse. Aus zwei Gründen ist dies unzutreffend. Einmal wird übersehen, daß allen betriebswirtschaftlichen Entscheidungen Annahmen über das Verhalten anderer Betriebswirtschaften oder Menschen zugrunde liegen. Sie bestimmen die Folgen der Entscheidungen wesentlich mit. So enthalten z.B. Preisentscheidungen Annahmen über die Reaktion der Kunden auf unterschiedliche Preisstellungen. Die Empfehlungen der praktisch-normativen Betriebswirtschaftslehre sind nur dann sinnvoll, wenn die zugrunde gelegten Verhaltensannahmen dem tatsächlichen Verhalten entsprechen. Die Erklärungsaufgabe der Betriebswirtschaftslehre erfordert somit beschreibende Modelle des menschlichen Verhaltens in Betriebswirtschaften. Zum anderen benötigt die Betriebswirtschaftslehre aber auch hinreichende Kenntnisse darüber, wie tatsächlich Entscheidungen in der Praxis gefällt werden. Allzu oft erweisen sich Empfehlungen der Betriebswirtschaftslehre deshalb als nicht durchführbar, weil sie gegenüber der bisherigen Übung der Praxis erhebliche Umstellungen erfordern würden. Empfehlungen, die an einem theoretischen „Ideal“ ausgerichtet sind, erweisen sich meist für die Praxis als unbrauchbar.
Edmund Heinen

Drittes Kapitel. Die betriebswirtschaftlichen Ziele

Zusammenfassung
Die Betriebswirtschaftslehre als praktisch-normative Wissenschaft muß bei ihren theoretischen Untersuchungen von wirklichkeitsentsprechenden betriebswirtschaftlichen Zielen ausgehen. Eine systematische Zielforschung ist Voraussetzung hierfür. Lange Zeit wurde diese Aufgabe vernachlässigt. Die Ziele der Betriebswirtschaften bildeten nicht Gegenstand, sondern Ausgangspunkt der Forschung. Die Annahme der größtmöglichen Gewinn-erzielung (Gewinnmaximierung) lag der betriebswirtschaftlichen Modellbildung zugrunde. Erst in jüngster Zeit beginnt die Betriebswirtschaftslehre, das Zielsystem von Betrieb und Unternehmung zum Gegenstand ihrer Untersuchungen zu erheben. Die betriebswirtschaftlichen Ziele zeigen sich als Ergebnis von Entscheidungen. Ständige Anpassungen an veränderte inner- und außerbetriebliche Daten sind erforderlich. Die Zielbildung in einer Betriebswirtschaft ist ein fortwährender Prozeß.
Edmund Heinen

Viertes Kapitel. Die betriebswirtschaftlichen Entscheidungstatbestände

Zusammenfassung
Die Darlegungen der betriebswirtschaftlichen Grundmodelle zeigen eine Reihe von Tatbeständen, die alle Betriebswirtschaften kennzeichnen. Viele haben Freiheitsgrade, und es liegt im Ermessen der Entscheidungsträger, welche ihrer möglichen Ausprägungen verwirklicht werden. Tatbestände dieser Art sind die Entscheidungstatbestände einer Betriebswirtschaft. Es ist ein Hauptanliegen der angewandten Betriebswirtschaftslehre, das Entscheidungsfeld auf die Freiheitsgrade der Entscheidungsträger hin zu untersuchen. Die klare Abgrenzung und Einteilung der Entscheidungstatbestände stehen im Vordergrund des wissenschaftlichen Bemühens.
Edmund Heinen

Fünftes Kapitel. Betriebswirtschaftliche Erklärungsmodelle

Zusammenfassung
„Richtige“ Entscheidungen können nur getroffen werden, wenn der Entscheidungsträger in der Lage ist, die Folgen der möglichen Entscheidungen vorauszusehen. Solche Voraussagen sind weitgehend vom persönlichen Wissen und der Urteilsfähigkeit des Entscheidenden abhängig. Die Betriebswirtschaftslehre kann ihm bei seinem Bemühen helfen, indem sie für eine Entscheidung wichtige Ereignisse erklärt und in gewissem Umfange vorhersehbar macht. Erklärung und Voraussage von Entscheidungsfolgen bilden daher den Ausgangspunkt der betriebswirtschaftlichen Entscheidungsforschung.
Edmund Heinen

Sechstes Kapitel. Betriebswirtschaftliche Entscheidungsmodelle

Zusammenfassung
In der Betriebswirtschaftslehre können die theoretischen Erörterungen nicht auf die Abgrenzung betriebswirtschaftlicher Entscheidungstatbestände und die Formulierung von Erklärungsmodellen beschränkt bleiben. Die Betriebswirtschaftslehre ist vielmehr eine angewandte, praktisch-normative Wissenschaft. Ihre Gestaltungsaufgabe erfordert es, Entscheidungsmodelle zu entwickeln und in den Entscheidungsprozeß einzufügen. Solche Modelle ermöglichen eine bestmögliche oder „befriedigende“ Gestaltung des betriebswirtschaftlichen Entscheidungsfeldes. Die entscheidungsorientierte Betriebswirtschaftslehre hat in dieser Hinsicht in jüngster Zeit eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Dies ist nicht zuletzt auf die zunehmende Einbeziehung mathematischer Methoden zurückzuführen.
Edmund Heinen

Siebentes Kapitel. Nachwort

Zusammenfassung
Der vorgetragenen Auffassung zur entscheidungsorientierten Betriebswirtschaftslehre liegt ein systematischer Ansatz zugrunde, den Abb. 62 in vereinfachter Form wiedergibt. Das größere obere Rechteck vergegenwärtigt den Zuständigkeitsbereich der Betriebswirtschaftslehre. In den einzelnen kleineren Rechtecken finden sich die Überschriften der Kapitel zwei bis sechs. Die Bewertung von betriebswirtschaftlichen Handlungsmöglichkeiten (Entscheidungen) steht im Mittelpunkt praktischer Tätigkeit und ist der Hauptansatzpunkt des wissenschaftlichen Bemühens. Zur Erfüllung dieser Aufgabe werden Grundmodelle entwickelt, die die Verhaltensweisen der Entscheidungsträger beschreiben und erklären. Ein solches Programm läßt sich nicht ohne Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaftsbereichen verfolgen.
Edmund Heinen

Backmatter

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