Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Das in drei Bände gegliederte Lehrbuch zur Einführung in die Mikroökonomik gibt einen umfassenden Einblick in die Modellwelt der Mikroökonomik (Band I), liefert zahlreiche Anwendungsbeispiele (Band II) und bietet mit über 100 Übungsaufgaben und Lösungen (Band III) eine solide Grundlage zur selbständigen Wissensüberprüfung wie auch zur Vorbereitung von Prüfungen. Im vorliegenden ersten Band „Theoretische Grundlagen“ werden in verständlicher Sprache, unterstützt durch eine Vielzahl an Abbildungen und unter Verwendung einfacher Mathematik, die Kerninhalte der mikroökonomischen Theorie dargestellt:

· Das Modell des vollkommenen Marktes und Markteingriffe

· Spieltheoretische Grundlagen

· Alternative Marktmodelle

· Unternehmenstheorie

· Theorie der Haushalte

· Faktormärkte

· Marktversagen

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung in die Mikroökonomik

Zusammenfassung
Morgens, mit dem Klingeln des Weckers, wird von Ihnen bereits eine erste Entscheidung gefällt, die gleich zwei ökonomische Gedanken beinhaltet. Sind Sie dem Weckruf Ihres Weckers gefolgt, haben Sie demnach beschlossen, ab 6:00 Uhr in der Früh nicht mehr schlafen zu wollen, sondern stattdessen Ihre Zeit anderweitig zu nutzen. Aber warum ist es überhaupt von Bedeutung für Sie, dass Sie Überlegungen anstellen, wie Sie Ihre Zeit einteilen? Wohl aus dem Grund, dass Sie nicht unbegrenzt Zeit zur Verfügung haben! Um nicht auf Lebensdauer oder den Sinn des Lebens eingehen zu müssen, reduzieren wir die Betrachtung an dieser Stelle einfach auf einen einzigen Tag. Dieser umfasst 24 Stunden. Das bedeutet, dass Sie maximal diese 24 Stunden für den Tag verplanen können. Es herrscht Ressourcenknappheit. Die Ressource (Zeit) steht nur in begrenztem Ausmaß zur Verfügung und somit ist es für Sie von Interesse, diese knappe Zeit möglichst sinnvoll zu verwenden. Entscheiden Sie sich nun dafür, um 6:00 Uhr in der Früh aufzustehen, um vor der ersten Vorlesung noch eine Runde joggen zu gehen, so haben Sie eine Entscheidung zwischen Alternativen gewählt. Entweder noch eine Stunde länger schlafen oder stattdessen eine Runde laufen. Für etwas Sport verzichten Sie auf Schlaf. Ökonomisch ausgedrückt kalkulieren Sie auf Basis sogenannter Opportunitätskosten (oder auch Verzichtskosten). Indem Sie sich für eine Alternative entscheiden, entstehen ihnen Kosten in Höhe der nächstbesten nicht gewählten Alternative. Diese Verzichtskosten müssen – wie Sie an dem obigen Beispiel bereits sehen – nicht einmal monetär, also in Geldeinheiten, ausgedrückt werden.
Falk Strotebeck

2. Unsere Modellwelt

Zusammenfassung
Modelle sind ein zentraler Bestandteil der Wissenschaft. Im Rahmen von Modellen werden komplexe Sachverhalte vereinfacht dargestellt. Unser Ziel ist es, die zentralen Parameter zu bestimmen, durch welche sich ein bestimmtes Resultat erklären lässt, ohne dass wir uns durch zahlreiche weniger bedeutsame Effekte ablenken lassen. Wie im obigen Zitat von Joan Robinson verdeutlicht wird, ist etwa eine Karte hilfreich, um Informationen über ein Gelände zu erlangen oder eine passende Route zu ermitteln. Dies funktioniert, obwohl die Karte nicht exakt die Realität widerspiegelt.
Falk Strotebeck

3. Angebot und Nachfrage im homogenen Polypol

Zusammenfassung
Wenige Instrumente der Volkswirtschaftslehre werden so regelmäßig für Argumentationen herangezogen wie das typische Marktmodell, welches die Funktionsweise von Angebot (supply) und Nachfrage (demand) erklärt. In diesem Kapitel werden wir das Modell in den Grundzügen aufbauen und für erste Erklärungen nutzen. Im Anschluss legen wir in den Themengebieten der Produktion und der Theorie der Haushalte noch einmal einen wesentlich detaillierteren Blick auf die Bestandteile des Modells.
Falk Strotebeck

4. Theorie der Unternehmung

Zusammenfassung
In zwei relativ umfangreichen Kapiteln zur (1) Theorie der Unternehmung und (2) der Theorie der Haushalte erfolgt nun eine detailliertere Betrachtung von Angebot und Nachfrage bzw. der zugrunde liegenden Verhaltensannahmen von Produzenten und Konsumenten. Wir gehen der Frage nach, was genau hinter den beiden Kurven unseres Marktdiagramms steckt. Zwar sind die „Gesetze“ von Angebot und Nachfrage intuitiv gut herzuleiten und nachzuvollziehen, doch steckt dahinter jeweils eine deutlich kleinteiligere Betrachtung der Haushalts- und Unternehmensentscheidungen. In beiden Fällen ist der Weg jedoch klar: Beginnend bei der Analyse individuellen Produzentenverhaltens (bzw. Konsumentenverhaltens) und den zugrunde liegenden Determinanten wollen wir letztendlich – mit besserem Verständnis der Zusammenhänge – wieder bei der Angebotskurve (bzw. Nachfragekurve) landen.
Falk Strotebeck

5. Theorie der Haushalte

Zusammenfassung
Zuvor wurde behandelt, wie Produzenten auf Märkten, auf denen vollkommener Wettbewerb herrscht, auf Basis von Produktionskosten und erzielbarem Preis kalkulieren, um ihren Gewinn zu maximieren. Im folgenden Abschnitt gilt unser Interesse nun nicht mehr der Produzenten-, sondern der Konsumentenseite. Für die Produzenten wendeten wir das Gewinnmaximierungskalkül an und nun benötigen wir ein Pendant für die Haushalte. Nach welchem Kalkül handeln Konsumenten? Nun gibt es kein dem Gewinn vergleichbares Gegenstück auf der Nachfrageseite, welches die Messung eines dem Konsumentenverhalten zugrunde liegendes Maximierungskalkül auf solch leichtem Weg ermöglicht. Als Zielgröße der Konsumenten wird nunmehr die nicht direkt beobachtbare Größe des Nutzens (utility) betrachtet: Die Konsumenten wollen ihren Nutzen maximieren.
Falk Strotebeck

6. Spieltheoretische Grundlagen

Zusammenfassung
Bisher haben wir uns mit den rationalen Entscheidungen von Individuen (Produzenten oder Konsumenten) auseinandergesetzt. Denn auch wenn auf dem vollkommenen Wettbewerbsmarkt unzählige Anbieter und Nachfrager auftraten, so ergab sich das Verhalten auf dem Markt doch als Summe der individuellen rationalen Verhaltenskalküle. In der Spieltheorie erweitern wir unser Blickfeld. Bezugnehmend auf das obige Zitat betrachten wir nun anstelle der voneinander losgelösten Handlung der Individuen, das Verhalten von (rational handelnden) Akteuren in Interaktion miteinander. Im weiteren Verlauf des Textes werden wir daher an verschiedenen Stellen (etwa beim Anbieterverhalten im Oligopol oder bei der Analyse öffentlicher Güter) sowohl die klassische mikroökonomische Theorie als auch die Spieltheorie zur Untersuchung von Sachverhalten heranziehen. Damit im Zuge dessen an den jeweiligen Stellen im Text direkt eine spieltheoretische Betrachtung erfolgen kann, liefert dieses Kapitel eine kurze Vorstellung der Spieltheorie zum Erlangen eines Grundverständnisses der Analysemethode. Das Kapitel konzentriert sich dabei jedoch auf lediglich wenige Inhalte der Spieltheorie. Für tiefergehende und weitreichendere Darstellungen sei auf die vielen guten Lehrbücher zur Spieltheorie verwiesen.
Falk Strotebeck

7. Alternative Marktformen

Zusammenfassung
Bisher sind wir mit nur einer Marktform in Berührung gekommen. Diese Marktform war der sogenannte vollkommene Wettbewerb (das homogene Polypol) und diese war durch Preisnehmerschaft seitens Produzenten und Konsumenten gekennzeichnet. Die Zahl der Konsumenten war groß, ebenso die Zahl der Unternehmen und weder auf der einen noch auf der anderen Seite bestand die Möglichkeit, einen Einfluss auf den Marktpreis auszuüben. Die Güter waren homogen und Produzenten und Konsumenten waren vollständig informiert. Ein anderes Extrem am Markt ist das Monopol (monopoly). In diesem Fall beherrscht ein einziges Unternehmen den Markt und dieses besitzt im hohen Maße Preissetzungsmacht. In der Praxis bewegen sich die Märkte in der Regel von der Struktur her zwischen den beiden Extrempolen. Doch insbesondere die Preisbildung im Monopol ist für die Betrachtung der weiteren Marktformen relevant, so dass es Sinn macht, sich diese genauer anzusehen. Ansonsten darf davon ausgegangen werden, dass viele Unternehmen sicherlich der Marktstruktur der monopolistischen Konkurrenz (monopolistic competition) oder des Oligopols (oligopoly) zuzuordnen wären. Im Falle monopolistischer Konkurrenz sprechen wir wiederum von vielen Anbietern, doch sind deren Güter nicht als homogen zu klassifizieren, sondern als heterogen (daher auch teils die Bezeichnung als heterogenes Polypol). Die Güter sind in gewissem Maße, aber nicht vollständig, austauschbar. Dies führt zu einem vorhandenen, wenn auch eingeschränkten Preissetzungsspielraum der Anbieter. Im Fall des Oligopols gibt es (und dies sind wiederum häufig Akteure in wirtschaftlich bedeutsamen Märkten) große Unternehmen in Volkswirtschaften, die zwar nicht wie in dem Ausmaß eines Monopols, aber dennoch so viel Marktmacht besitzen, dass sie nicht als Preisnehmer fungieren und (und dies ist eine große Besonderheit) deren Strategien direkte Auswirkungen auf die übrige Konkurrenz haben, sodass Aktionen und Reaktionen der Wettbewerber bzgl. eigener Handlungen mit einkalkuliert werden müssen.
Falk Strotebeck

8. Faktormärkte

Zusammenfassung
Schauen wir uns einmal kurz die Akteure einer Volkswirtschaft an und unterscheiden dabei die Funktionalbereiche der Haushalte auf der einen und der Unternehmen auf der anderen Seite. Die Haushalte fragen gemäß ihrer Nutzenkalküle Güter und Dienstleistungen auf dem sogenannten Gütermarkt nach. Die Unternehmen wiederum bieten die Güter und Dienstleistungen an. Dies (Angebot und Nachfrage auf dem Gütermarkt) ist der Bereich, dem wir uns bisher fast ausschließlich auf mikroökonomischer Betrachtungsebene gewidmet haben.
Falk Strotebeck

9. Marktversagen

Zusammenfassung
Bisher hatte es (trotz kritischer Anmerkungen) sicherlich insgesamt den Anschein, dass Märkte eine hervorragende Allokationsmethode für knappe Güter darstellen. So zeigte uns die Betrachtung von Markteingriffen bisher auch, dass die Administration von Märkten zu Effizienzverlusten führte. Wurden beispielsweise Subventionen gezahlt, so wurden Handelsaktivitäten initiiert, die auf Basis der individuellen Kalküle von Anbieter und Nachfrager sonst nicht getätigt worden wären, und wurden Steuern erhoben, dann wurden durch den Preisaufschlag Handelsaktivitäten verhindert. Es entstanden Wohlfahrtsverluste. Jeder Eingriff führte dazu, dass wir das Marktgleichgewicht verlassen haben, und dies haben wir als hinderlich bewertet, da das Marktgleichgewicht ein effizientes Ergebnis darstellte.
Falk Strotebeck

10. Methoden – Ein (sehr) kurzer Einblick

Zusammenfassung
Zur besseren Veranschaulichung und zum Zwecke der einfacheren Handhabung wurden bisher hypothetische Zahlenwerte verwendet oder Modelle gänzlich ohne Berücksichtigung quantitativer Ausprägungen zur Erläuterung von Sachverhalten herangezogen. Dies erleichtert es deutlich, Inhalte in übersichtlicher Form zu präsentieren, geht aber durchaus zu Lasten des Anwendungsbezugs. Nachfolgend soll in sehr groben Zügen anhand von einfachen Beispielen auf statistische Methoden eingegangen werden, die uns – unter vielen anderen – zur Verfügung stehen, um etwa Nachfragefunktionen zu schätzen, Präferenzen von Konsumenten offenzulegen oder Kundengruppen zu segmentieren.
Falk Strotebeck

Backmatter

Weitere Informationen

Premium Partner

    Bildnachweise