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Über dieses Buch

Was hat Hamlet falsch gemacht? In diesem Buch lernen Sie Instrumente kennen, mit denen Sie dieser Frage systematisch nachgehen können – die Ihnen helfen, Entscheidungssituationen zu durchdenken, die sich durch Konflikte und Koordinationsprobleme auszeichnen. Mit Hilfe spieltheoretischer Konzepte und Ansätze werden Sie Ihre Antwort darauf finden, was Hamlet falsch gemacht hat, warum der Kalte Krieg „kalt" blieb und warum es für Michelin besser gewesen wäre, nicht in den amerikanischen Markt einzutreten.

Die Spieltheorie ist aus der heutigen Ökonomik nicht mehr wegzudenken. Auch in der Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie findet sich inzwischen ein breites Band sehr unterschiedlicher Anwendungen. Diese Einführung in die Spieltheorie liefert die theoretischen Grundlagen und schult beim Leser die spieltheoretische Argumentationsweise. Für die vorliegende 8. Auflage wurden große Teile der Kapitel 1 bis 4 gründlich überarbeitet und ergänzt. Das neue Kapitel 9 bietet unterhaltsame Einblicke in die spannende (Vor-)Geschichte der Spieltheorie.Eine gut lesbare Einführung mit umfangreichem Übungsmaterial!

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einführung

Zusammenfassung
Aufgrund der Eigenschaften (a) bis (d) sind Interessenskonflikte und/oder Koordinationsprobleme charakteristische Eigenschaften von strategischen Entscheidungssituationen. Die Spieltheorie liefert eine Sprache, mit deren Hilfe sich solche Spielsituationen analysieren lassen. Sie formalisiert, wie jeder Spieler Erwartungen über das Verhalten der Mitspieler bildet oder auf die Entscheidungen der Mitspieler reagiert und dann nach gewissen Regeln seine Entscheidungen trifft.
Manfred J. Holler, Gerhard Illing, Stefan Napel

Kapitel 2. Grundkonzepte

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden wir eine Reihe von Grundbegriffen der Spieltheorie, die wir im Einführungskapitel 1 informell kennengelernt haben, in einer allgemeinen, abstrakten Form definieren. Dies tun wir nicht deshalb, um dem Image der Spieltheorie als mathematischer Disziplin gerecht zu werden, die sie zweifellos ist, sondern um über ein wohldefiniertes Grundvokabular zu verfügen.
Manfred J. Holler, Gerhard Illing, Stefan Napel

Kapitel 3. Lösungskonzepte für nicht-kooperative Spiele in strategischer Form

Zusammenfassung
Strategische Unsicherheit über das Verhalten der Mitspieler ist ein wesentliches Kennzeichen von Spielsituationen. Der Ausgang eines Spiels hängt davon ab, welche Erwartungen die Spieler über die Strategiewahl ihrer Mitspieler besitzen. Alternative Lösungskonzepte unterscheiden sich gerade dadurch, wie diese Erwartungsbildung modelliert wird. Eine einheitlich akzeptierte Theorie darüber kann es nicht geben.
Manfred J. Holler, Gerhard Illing, Stefan Napel

Kapitel 4. Dynamische Spiele

Zusammenfassung
Dynamische Entscheidungssituationen, in denen die Spieler ihre Handlungen von Informationen abhängig machen können, die sie erst im Verlauf ihrer Interaktion erhalten, lassen sich am einfachsten mit Hilfe eines Spielbaums (der extensiven Form eines Spieles) analysieren. Häufig lässt sich das Gesamtspiel in einzelne Teilspiele zerlegen. An einem bestimmten Entscheidungsknoten X des Spiels Γ fängt ein Teilspiel Γx an, wenn der Teil des Baums, der in X beginnt, mit dem Rest des Spiels ausschließlich über diesen Knoten X verknüpft ist.
Manfred J. Holler, Gerhard Illing, Stefan Napel

Kapitel 5. Individualistisch-kooperative Spiele und Verhandlungsspiele

Zusammenfassung
In diesem Kapitel betrachten wir kooperative Spiele und nicht-kooperative Verhandlungsspiele zwischen zwei Spielern. Die Spieler werden stets als individuelle Entscheidungseinheiten gesehen. Die Ergebnisse dieses Kapitels, die für zwei Spieler abgeleitet werden, lassen sich im Allgemeinen auf Verhandlungssituationen mit mehr als zwei Spielern übertragen, sofern wir annehmen, dass jeder Spieler isoliert für sich allein handelt, falls keine Vereinbarung zwischen allen Spielern zustande kommt und sich keine Koalition bildet.
Manfred J. Holler, Gerhard Illing, Stefan Napel

Kapitel 6. Koalitionsspiele

Zusammenfassung
Wenn wir, wie in Kap. 5, ausschließen, dass Teilmengen der Spieler miteinander Koalitionen bilden, dann können die dort für das 2-Personen-Spiel abgeleiteten Ergebnisse auf n-Personen-Spiele verallgemeinert werden. Diese Annahme soll nun modifiziert werden: Wir gehen jetzt davon aus, dass auch die Mitglieder jeder echten Teilmenge von Spielern (mit mehr als einem Element), also die Mitglieder von Koalitionen im engeren Sinne, verbindliche Abmachungen über die von ihnen zu wählenden Strategien treffen können. Es ist unmittelbar einzusehen, dass sich damit für Spiele mit mehr als zwei Spielern neue Lösungsprobleme ergeben. Entsprechende kooperative Lösungskonzepte stehen im Mittelpunkt dieses Kapitels.
Manfred J. Holler, Gerhard Illing, Stefan Napel

Kapitel 7. Implementierung und Mechanismusdesign

Zusammenfassung
In den vorausgehenden Kapiteln haben wir einige nicht-kooperative Spiele kennengelernt, deren Auszahlungen identisch mit denen kooperativer Spiele waren. Für das komprimierte Zeuthen-Harsanyi-Spiel ergibt sich z. B. die Nash-Lösung als Nash-Gleichgewicht; beim Rubinsteinspiel erhält man für bestimmte asymptotische Eigenschaften der Parameter die Nash-Lösung als teilspielperfektes Gleichgewicht.
Manfred J. Holler, Gerhard Illing, Stefan Napel

Kapitel 8. Evolutorische Spiele

Zusammenfassung
Wie entwickelt sich der Fischbestand, wenn ein Hecht in den Karpfenteich eindringt? Ein ähnliches Beispiel: Falken und Tauben versorgen sich aus einerWasserstelle, deren Vorrat begrenzt ist. Die Falken sind bereit, um das Wasser zu kämpfen, wenn es ihnen streitig gemacht wird – auf die Gefahr hin, dabei schwer verwundet zu werden, wenn der Kontrahent ebenfalls ein Falke ist. Die Tauben kämpfen nicht. Werden sich die Tauben oder Falken durchsetzen – oder werden sie auch in Zukunft die Wasserstelle gemeinsam benutzen? Apple Computer bringt eine CD-ROM auf den Markt, deren Speicherkapazität tausendmal größer ist als die jeder herkömmlichen CD-ROM, aber sie ist mit der vorhandenen Hardware nicht kompatibel.
Manfred J. Holler, Gerhard Illing, Stefan Napel

Kapitel 9. Zur Geschichte der Spieltheorie

Zusammenfassung
Wie hätte sich die Spieltheorie entwickelt, wenn nicht die Analyse von Gesellschaftsspielen ihr Ausgangspunkt gewesen wäre (siehe Waldegrave, Zermelo und von Neumann im Folgenden), sondern die „Konkurrenz der Wenigen“, wie sie Augustin Cournot in seinen Recherches sur les principes mathématiques de la théorie des richesses von 1838 beschreibt?
Manfred J. Holler, Gerhard Illing, Stefan Napel

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