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Über dieses Buch

Das vorliegende VWL-Lehrbuch ist inhaltlich genau auf das Bachelor-Studium zugeschnitten. Methodisch und didaktisch entspricht es dem Standard der Grundlagenveranstaltungen im Fach Volkswirtschaftslehre (Mikroökonomik I und II) im wirtschaftswissenschaftlichen Studium. Ausgehend von den Grundbegriffen, der Abgrenzung und den Methoden der VWL wird zunächst ein Überblick über die volkswirtschaftliche Dogmengeschichte, die Theorie der Wirtschaftssysteme und die Wirtschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland gegeben. Im Weiteren liegt der Schwerpunkt des Lehrbuches auf den klassischen Themen der Mikroökonomik, gegliedert in Einführung, Theorie des Haushalts, Theorie der Unternehmung, Grundlagen der Markt- und Preistheorie sowie der Wettbewerbstheorie und -politik. Zielgruppe sind Studierende von Bachelor-Studiengängen des Fachs Volkswirtschaftslehre an Berufsakademien, Fachhochschulen und Universitäten. Jetzt in der 2. aktualisierten und korrigierten Auflage.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Teil A: Einführung in die Volkswirtschaftslehre

Frontmatter

1. Grundbegriffe der Volkswirtschaftslehre

Abstract
Wenn Sie den Stoffplan Ihres im Bereich Wirtschaft ausgewählten Bachelor- Studiengangs genauer analysieren, so gilt unabhängig von der als Schwerpunkt gewählten Wirtschaftsbranche und Speziellen Betriebswirtschaftslehre, dass wirtschaftliches Denken und Handeln die Schlüsselqualifikation Ihrer Ausbildung sein sollen. „Wirtschaft“ bildet also den inhaltlichen Schwerpunkt Ihres Studiums. Auch die „Wirtschaft“ um die Ecke ist für Studenten der Volkswirtschaftslehre von großer Bedeutung, da man nirgendwo besser als am Stammtisch populäre Lehrmeinungen über das Funktionieren der Wirtschaft hören und nicht zuletzt die Geltung der Grenznutzentheorie des Bierkonsums (bis hin zur Sättigungsgrenze und darüber hinaus) am eigenen Leibe erfahren kann. Insofern ist es wichtig, von „Wirtschaften“ zuallererst ein klares Begriffsverständnis zu bekommen.
Dirk Piekenbrock, Alexander Hennig

2. Abgrenzung der Volkswirtschaftslehre

Abstract
Als Kerndisziplin der Wirtschaftswissenschaften hat die Volkswirtschaftslehre mit anderen wirtschafswissenschaftlichen Disziplinen Wirtschaften im funktionalen und institutionellen Sinn als Erkenntnisobjekt gemeinsam. Ausgangsproblem ist das Phänomen der Güterknappheit und die damit verbundene Frage, wie damit umzugehen und wie diese zu überwinden ist.
Dirk Piekenbrock, Alexander Hennig

3. Methoden der Volkswirtschaftslehre

Abstract
Die Frage nach den Methoden der Volkswirtschaftslehre ist eingebettet in die umfassendere Frage nach der Methodik der wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung überhaupt, die wiederum Gegenstand der Wissenschaftstheorie als Wissenschaft von der Wissenschaft (Metatheorie) ist. (vgl. hierzu Kornmeier, M.: Wissenschaftstheorie und Wissenschaftliches Arbeiten. Eine Einführung für Wirtschaftswissenschaftler, Heidelberg 2007). Die Wissenschaftstheorie systematisiert die Methodenvielfalt und versucht eine allgemeingültige Methode zur Theoriegewinnung zu entwickeln. Die verschiedenen (nicht nur in der Volkswirtschaftslehre vertretenen) Methodologien lassen sich in drei Gruppen einteilen: die rationalistische, empirische und synthetische Methodologie (vgl. Piekenbrock, 2009, S. 278 ).
Dirk Piekenbrock, Alexander Hennig

4. Knappheit und Produktionsmöglichkeiten

Abstract
Wie groß das Knappheitsproblem einer Volkswirtschaft ist und wie es „gelöst“ werden kann, hängt bei gegebenen Bedürfnissen seiner Wirtschaftssubjekte entscheidend von den Möglichkeiten ab, die knappen Güter zu produzieren. Um zu zeigen, welche Optionen sich für die volkswirtschaftliche Güterproduktion ergeben, beschränken wir uns auf einen Zwei-Güter-Fall.
Dirk Piekenbrock, Alexander Hennig

5. Wirtschaftssysteme

Abstract
Untersuchungsgegenstand der Wirtschaftssystemlehre sind die grundsätzlichen Gestaltungsmöglichkeiten der Lenkung einer arbeitsteiligen Wirtschaft, d.h. für das Planungs- und Koordinationssystem der Wirtschaftseinheiten einer Volkswirtschaft. Kernfrage dabei ist, wer plant und was geplant wird. (Die Frage stellt sich natürlich nicht für sog. „Subsistenzwirtschaften“, in denen sich jede Wirtschaftseinheit selbst versorgt und keine Arbeitsteilung stattfindet.) Darauf lassen sich zwei Antworten geben (vgl. Woll, 1981, S. 67):
Dirk Piekenbrock, Alexander Hennig

6. Wirtschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland

Abstract
Wie die Zentralverwaltungswirtschaft kommt auch die Marktwirtschaft in reiner Form als „freie“ Marktwirtschaft nach dem Ideal des Laissez-Faire-Liberalismus ohne Lenkung des Staates nicht vor. Auch die „soziale“ Marktwirtschaft als reale Wirtschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland stellt mit dem Wettbewerbsprinzip einerseits und dem Sozialstaatsprinzip andererseits eine realtypische Mischform (mixed economy) dar. Die in der Gründungphase der Bundesrepublik zugunsten dieses Mittelweges getroffene gesellschafts- und ordnungspolitische Entscheidung beruhte auf dem Gedankengut des Ordoliberalismus der Freiburger Schule, mit Walter Eucken (1891-1950), Franz Böhm (1895-1977), Hans Großmann-Doerth (1894-1944) als deren Begründern, sowie von Friedrich Hayek (1899-1992), (mit Gunnar Myrdal Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften 1974). Er hat nach dem Zweiten Weltkrieg als Nachfolger von Eucken in Freiburg neben diesem wesentliche Anregungen zur Ausgestaltung der Marktwirtschaft in Deutschland geliefert. Noch heute sind seine Konzepte der „spontanen Ordnung“ und des „Wettbewerbs als Entdeckungsverfahren“ wichtige Fundamente der freien Markt- und Wettbewerbswirtschaft.
Dirk Piekenbrock, Alexander Hennig

7. Einführung in die volkswirtschaftliche Dogmengeschichte

Abstract
„Das Modelldenken der Volkswirtschaftslehre – die Abstraktion von der realen Welt und deren gedankliche Rekonstruktion – lässt uns über die Reduktion von Komplexität erkennen, was die Welt im innersten zusammenhält. Dem Gewinn an Erkenntnis steht jedoch als stete Gefahr der Verlust der Realität gegenüber. Daher brauchen Ökonomen Erkenntnisse gerade aus der Geschichte, um nicht in die Unwirklichkeit abzurutschen. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Volkswirtschaftslehre – in folgendem „Dogmengeschichte“ genannt – und mit deren Wurzeln, die überwiegend in der Moralphilosophie sowie in der politischen Philosophie gründen, hilft uns, die Realität in ihrer gesellschaftlichen Komplexität im Blick zu behalten. … Schließlich zeigt uns die Beschäftigung mit der Dogmengeschichte, welche konkreten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen auf die volkswirtschaftlichen Theorien einwirkten oder diese geradezu erzwangen – wie John Maynards Keynes’ Beschäftigungstheorie als Antwort auf die Weltwirtschaftskrise in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts.
Dirk Piekenbrock, Alexander Hennig

Teil B: Mikroökonomik

Frontmatter

8. Einführung in die Mikroökonomie

Abstract
Nach dem Aggregationsgrad der untersuchten Wirtschaftseinheiten ordnet man wirtschaftswissenschaftliche Analysen einer mikro-, meso- oder makroökonomischen Ebene zu (vgl. Kapitel 2). Die Mikroökonomie befasst sich dabei mit den Wirtschaftsplänen einzelner Wirtschaftssubjekte und der Abstimmung ihrer zusammengefassten Angebots- und Nachfragepläne auf einzelnen Märkten. Mikroökonomische Entscheidungseinheiten und Marktteilnehmer sind Haushalte und Unternehmen. Die Haushalte untergliedern sich in private und öffentliche Haushalte. Die mikroökonomische Theorie öffentlicher Haushalte wird jedoch traditionell als Teilgebiet der Finanzwissenschaft gesondert behandelt. Da wir uns im Folgenden auf die Analyse privater Haushalte beschränken, sprechen wir diese kurz als „Haushalte“ an. Entsprechend gliedert sich die Mikroökonomie (unter Ausklammerung der öffentlichen Haushalte) grob in die Haushalts-, Unternehmens- und Markttheorie.
Dirk Piekenbrock, Alexander Hennig

9. Theorie des Haushalts

Abstract
Unter Ausklammerung von Staatshaushalten wird hier im funktionalen Sinne unter „Haushalt“ ein privates Wirtschaftsubjekt einer arbeitsteiligen Produktions- und Tauschwirtschaft verstanden, welches einerseits (als Eigentümer von Arbeits-, Sachvermögen und Geldvermögen) Produktionsfaktoren, insbesondere Arbeit anbietet und andererseits vor allem Konsumgüter nachfragt, aber z.B. auch (Humankapital- )Bildung, Kredite und Freizeit. Der Großteil der damit verbundenen Entscheidungsund Optimierungsprobleme ist in Abb. 8-2 dargestellt. Um eine nachfragetheoretische Grundlage für die späteren markt- und preistheoretischen Kapitel zu gewinnen, soll es auf dem begrenzten Raum ausreichen, wenn wir uns zunächst auf das Entscheidungsproblem des optimalen Konsumplanes, d.h. auf die Güternachfragetheorie des Haushalts konzentrieren. Die Grundzüge der Arbeitsangebotstheorie werden wir im Schlussabschnitt kurz skizzieren.
Dirk Piekenbrock, Alexander Hennig

10. Theorie der Unternehmung

Abstract
Im Vordergrund der folgenden theoretischen Analyse, steht das Entscheidungsproblem einer Ein-Produkt-Unternehmung, die zum Absatz bestimmten Gütermengen kostenminimal herzustellen. Das Ziel der Kostenminimierung entspricht dabei einerseits dem Wirtschaftlichkeitsprinzip, andererseits dient es auch der Gewinnmaximierung als Hauptunternehmensziel. Der damit verbundene betriebsinterne Zusammenhang zwischen Produktion und Kosten bildet einen Schwerpunkt der volkswirtschaftlichen Unternehmenstheorie, dem wir uns zunächst widmen.
Dirk Piekenbrock, Alexander Hennig

11. Begriffliche Grundlagen der Markttheorie

Abstract
Bevor wir den für eine Markttheorie fundamentalen Begriff „Markt“ allgemein abzugrenzen versuchen, ist darauf hinzuweisen, dass jede Definition auf einen bestimmten Untersuchungszweck zugeschnitten ist und hieran gemessen operational sein muss. Vom Ziel der theoretischen Analyse ist es abhängig, ob ein Begriff weit oder eng abzugrenzen ist bzw. welche Definitionsmerkmale als sinnvoll und notwendig anzusehen sind.
Dirk Piekenbrock, Alexander Hennig

12. Preisbildung bei vollkommener Konkurrenz

Abstract
Die sog. „vollkommene Konkurrenz“ verbindet die Marktform des „Polypols“ mit den Kriterien für einen „vollkommenen“ und „wettbewerblichen“ Markt, d.h. es gelten folgende Charakteristika:
Dirk Piekenbrock, Alexander Hennig

13. Preisbildung im Monopol

Abstract
Das „Monopol“ ist abgesehen von dem Mindestmerkmal eines einzigen aktuellen Anbieters keineswegs eine einheitliche definierte Marktform, weil damit durchaus unterschiedliche Zusatzannahmen über das Produktangebot des Monopolisten, die Struktur seiner Nachfrager und über die Markzutrittsmöglichkeiten verbunden sein können.
Dirk Piekenbrock, Alexander Hennig

14. Preisbildung im Oligopol

Abstract
Kurzbeschreibung der Marktform, „wenige“ (große bis mittlere) Anbieter; „viele“ (kleine) Nachfrager; homogenes Produktangebot (aus Sicht der Nachfrager, die diesem folglich „indifferent“ gegenüberstehen bzw. keine Präferenzen haben); vollständige Markttransparenz; freier Markzu- und Marktaustritt.
Dirk Piekenbrock, Alexander Hennig

15. Faktormärkte

Abstract
Faktormärkte sind Märkte, auf denen Produktionsfaktoren als Bestands- oder Stromgrößen angeboten und nachgefragt werden und sich die bisher als „gegeben“ angenommenen Faktorpreise bilden. Nach Faktorenarten unterscheidet man Arbeitsmärkte, Bodenmärkte und Real- oder Sachkapitalmärkte.
Dirk Piekenbrock, Alexander Hennig

16. Marktunvollkommenheiten: Marktversagen und Staatseingriffe

Abstract
In der Marktformenlehre versteht man unter „vollkommenen“ Märkten solche, die die fünf Vollkommenheitskriterien der sachlichen, räumlichen, zeitlichen und persönlichen Homogenität sowie der vollständigen Markttransparenz erfüllen. „Marktunvollkommenheiten“ bestehen dann umgekehrt, wenn entweder bei einigen oder allen Marktteilnehmern Präferenzen vorliegen und/oder wenn unvollständige Markttransparenz herrscht. Die erste Gruppe von Unvollkommenheitskriterien findet in der Preis- und Wettbewerbstheorie in allen Marktmodellen Berücksichtigung, bei denen sachliche, räumliche, zeitliche oder persönliche Heterogentitätsmerkmale angenommen werden. Traditionellerweise beschränkt man sich dabei auf Marktformen mit Produktheterogenität wie das heterogene Mehr-Produkt-Monopol, heterogene Oligopol und die Monopolistische Konkurrenz (monopolistic competiton nach E.H. Camberlin oder imperfect competition nach J. Robinson) oder aber mit räumlicher Heterogenität (räumliche Oligopolmodelle nach Launhardt und Hotelling). Persönliche und zeitliche Heterogenitäten spielen demgegenüber eine untergeordnet Rolle.
Dirk Piekenbrock, Alexander Hennig

17. Wettbewerbspolitik und Wettbewerbstheorie

Abstract
Das Fundament einer marktwirtschaftlichen Ordnung ist nach herrschender Vorstellung nicht ein minimales Marktprinzip, dem schon mit bilateralen Monopolen genüge getan wäre, sondern das anspruchsvollere Wettbewerbsprinzip. Wenn es als dezentrale Organisation wirtschaftlicher Entscheidungen auf beiden Marktseiten gelten soll, muss Wettbewerb zwischen (mindestens zwei) Anbietern und Wettbewerb zwischen (mindestens zwei) Nachfragern herrschen.
Dirk Piekenbrock, Alexander Hennig

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