Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Dieses Buch wendet sich an Studierende der Wirtschaftswissenschaften, aber auch an Interessenten anderer Fachrichtungen und an Praktiker. Vermittelt wird ein Überblick über die Volkswirtschaftslehre mit dem Ziel, die wichtigsten Fragestellungen dieser Disziplin aufzuzeigen und die Methoden vorzustellen, mit denen man diese Fragen zu beantworten sucht. In erster Linie geht es darum, die "ökonomische Intuition" beim Leser zu wecken, mit den Denkansätzen der Ökonomie vertraut zu machen und zur weiteren Beschäftigung mit der Materie anzuregen. Nach einem kurzen Überblick über die Grundlagen der Volkswirtschaftslehre steht die Behandlung mikro- und makroökonomischer Themen im Vordergrund. Anschließend werden zentrale Themen der Theorie der Wirtschaftspolitik und der Finanzwissenschaft untersucht. Nicht zuletzt erläutert das Kapitel „Finanzwissenschaft“ aktuelle volkswirtschaftlich relevante Begriffe wie Schuldenbremse, Fiskalpakt oder Fiskalunion.Die 7. Auflage wurde aktualisiert und in einigen Punkten ergänzt.

Zeitgleich zu diesem Buch erscheint auch die Neuauflage des dazugehörigen Arbeitsbuches "Aufgaben und Lösungen in der Volkswirtschaftslehre".

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Grundlagen

Die Volkswirtschaftslehre beschäftigt sich mit wirtschaftlichen Phänomenen im Hinblick auf die Volkswirtschaft als Ganzes. Zur Reduktion der Realität wird dabei auf Modelle und Theorien zurückgegriffen. Hauptgegenstand der Volkswirtschaftslehre ist das Wirtschaften, der Einsatz knapper Mittel zur Bedürfnisbefriedigung, und erfolgt unter Beachtung des ökonomischen Prinzips. Die Produktionsmöglichkeiten einer Volkswirtschaft sind kurzfristig gegeben, weshalb die Produktionsfaktoren in Verwendungskonkurrenz stehen. Grundsätzlich lassen sich je nach zentraler oder dezentraler Planung und Privat- oder Gemeineigentum an Produktionsmitteln vier Wirtschaftsordnungen unterscheiden. Zwei der wichtigsten Denkschulen sind die Klassik und der Keynesianismus. Grundlage der klassischen Auffassung ist das Gesetz vom Wettbewerb. Im Keynesianismus wird von einer Tendenz zur Instabilität und der Notwendigkeit von Staatseingriffen ausgegangen.
Paul Engelkamp, Friedrich L. Sell

2. Mikroökonomie

Die Mikroökonomie setzt am einzelwirtschaftlichen Verhalten, also am Verhalten der einzelnen Haushalte bzw. Unternehmungen an, und untersucht auf dieser Grundlage die Koordination der individuellen Entscheidungen am Markt. Die wichtigsten Teilbereiche der mikroökonomischen Theorie sind die Spieltheorie, die Haushaltstheorie, die Unternehmenstheorie, die Preistheorie und die Wettbewerbstheorie. Darüber hinaus zu nennen sind vor allem die Standorttheorie, die Allokationstheorie und (Teile der) Verteilungstheorie.
Paul Engelkamp, Friedrich L. Sell

3. Makroökonomie

Die Makroökonomie bildet neben der Mikroökonomie das zweite große Hauptgebiet der Wirtschaftstheorie. Bei der makroökonomischen Analyse stehen volkswirtschaftliche Aggregate im Vordergrund. Volkswirtschaftliche Aggregate sind Zusammenfassungen von Einzel- oder Teilgrößen. Diese Aggregate beziehen sich zum einen auf die Wirtschaftseinheiten. So werden vor allem die einzelnen privaten Haushalte zum Haushaltssektor und die einzelnen Unternehmungen zum Unternehmenssektor zusammengefasst. Zum anderen findet aber auch bezüglich der wirtschaftlichen Aktivitäten eine Aggregation statt. So bilden bspw. die während einer Periode erzeugten Güter das Inlandsprodukt, die einzelnen Investitionsvorhaben werden zu einer einzigen Größe, nämlich den Investitionen, aggregiert, oder die gesamten Käufe von Konsumgütern werden zur Position Konsum zusammengefasst. Dieses Denken in Aggregaten bildet die Grundlage der makroökonomischen Analyse, die sich in die Bereiche Geld, Wirtschaftskreislauf, Einkommen und Beschäftigung, Konjunktur und Wachstum, Außenwirtschaft und Verteilung einteilen lässt.
Paul Engelkamp, Friedrich L. Sell

4. Theorie derWirtschaftspolitik

Für einen Studierenden in den ersten Semestern ist es manchmal schwierig, den Begriff der „Wirtschaftspolitik“ von der „Theorie der Wirtschaftspolitik“ abzugrenzen. Die von uns beobachtete, erfahrene und erduldete Wirtschaftspolitik, als Teil der allgemeinen Politik, ist das Erfahrungsobjekt eines jeden Wirtschaftssubjektes. Für den Wirtschaftswissenschaftler wird daraus noch etwas mehr, nämlich ein Erkenntnisobjekt. Was aber ist die Wirtschaftspolitik? Es handelt sich um Maßnahmen, die von vorwiegend öffentlichen Institutionen bzw. von sogenannten „Trägern der Wirtschaftspolitik“ ergriffen werden, um wirtschaftspolitische Ziele (besser) zu erreichen. Diese Maßnahmen können auf der nationalen, der internationalen, aber auch auf der supranationalen Ebene ansetzen. Die allgemeine Politik und die Wirtschaftspolitik sind eng miteinander verwoben. Maßnahmen der allgemeinen Politik können (mehr oder weniger) gewünschte wirtschaftspolitische Konsequenzen, wie auch wirtschaftspolitische Maßnahmen im engeren Sinne Auswirkungen auf die allgemeine politische „Großwetterlage“ haben. Die Theorie der Wirtschaftspolitik hat die Aufgabe, die Wirksamkeit des Einsatzes ökonomischer Instrumente rational zu überprüfen, und ist daher eine angewandte Wissenschaft mit den Teilbereichen Prozesspolitik und Ordnungspolitik.
Paul Engelkamp, Friedrich L. Sell

5. Finanzwissenschaft

In marktwirtschaftlich organisierten Volkswirtschaften sind es in erster Linie die privaten Haushalte und Unternehmungen, die mit ihren Entscheidungen den Wirtschaftsablauf bestimmen (sollen). Jedoch verbleiben auch in Marktwirtschaften – selbst wenn man den Gedanken des klassischen Liberalismus folgt – bestimmte Aufgaben, die dem Staat zugewiesen sind. Um diese Aufgaben, die natürlich unterschiedlich weit gefasst sein können, wahrzunehmen, benötigt der Staat Einnahmen. Stellt man den öffentlichen Einnahmen die öffentlichen Ausgaben gegenüber, gelangt man zum Staatshaushalt, auch Budget genannt. Die besondere Bedeutung, die den öffentlichen Einnahmen und Ausgaben zukommt, ergibt sich vor allem aus dem Umfang der staatlichen Aktivitäten (gemessen anhand der sogenannten Staatsquote) und hat im Rahmen der Volkswirtschaftslehre zu einer eigenständigen Disziplin, nämlich der Finanzwissenschaft, geführt. Gegenstand der Finanzwissenschaft sind Aussagen darüber, welche ökonomischen Aufgaben der Staat in einer Wirtschaft mit Hilfe von Einnahmen, Ausgaben und Regeln für deren Planung und Kontrolle erfüllt (positive Analyse) oder erfüllen sollte (normative Analyse).
Paul Engelkamp, Friedrich L. Sell

Backmatter

Weitere Informationen

Premium Partner

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Blockchain-Effekte im Banking und im Wealth Management

Es steht fest, dass Blockchain-Technologie die Welt verändern wird. Weit weniger klar ist, wie genau dies passiert. Ein englischsprachiges Whitepaper des Fintech-Unternehmens Avaloq untersucht, welche Einsatzszenarien es im Banking und in der Vermögensverwaltung geben könnte – „Blockchain: Plausibility within Banking and Wealth Management“. Einige dieser plausiblen Einsatzszenarien haben sogar das Potenzial für eine massive Disruption. Ein bereits existierendes Beispiel liefert der Initial Coin Offering-Markt: ICO statt IPO.
Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise