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Über dieses Buch

Das Buch gibt eine fundierte und praxisbezogene Einführung in das Gesamtgebiet der Wirtschaftsinformatik. Aufbauend auf den bewährten Vorgängerauflagen von Stahlknecht und Hasenkamp wurde die 12. Auflage komplett überarbeitet, strukturell weiterentwickelt und aktualisiert. Die Schwerpunkte umfassen u.a. Systemplattformen, (Hardware, Betriebssysteme), Kommunikationssysteme, Datenbanken, Systementwicklung, IT-Anwendungssysteme, IT-Management und Digital Business.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Die Digitalisierung der Gesellschaft verändert die Art und Weise, wie wir konsumieren, arbeiten, leben und miteinander kommunizieren. Ziel dieses Kapitels ist es, darzulegen, welche Auswirkungen die wachsende Digitalisierung auf Unternehmen hat und welche Implikationen sich daraus ergeben. Des Weiteren wird erläutert, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die Wirtschaftsinformatik als wissenschaftliche Disziplin hat. Im Kern wird die Nutzer-, Nutzungs- und Nutzenorientierung eingeführt, die den digitalen Nutzer in den Mittelpunkt des Erkenntnisinteresses stellt. Ausgehend von der Orientierung am digitalen Nutzer und seinen Bedürfnissen müssen organisatorische Prozesse sowie Angebote in Form von Informationssystemen, Produkten und Dienstleistungen so gestaltet werden, dass sie diese Bedürfnisse bestmöglich erfüllen. Das führt dann zur Nutzung der Systeme oder Inanspruchnahme des Angebots, wodurch der angestrebte Nutzen sowohl für den digitalen Nutzer, das Unternehmen als auch die Gesellschaft erreicht wird. Aufbauend auf dieser Sichtweise wird das sogenannte „House of Digital Business“ vorgestellt, das Unternehmen dabei unterstützen kann, die Herausforderungen der Digitalisierung zu bewältigen. Das Haus dient weiterhin als strukturgebendes Element für das gesamte Lehrbuch.
Jan Marco Leimeister

2. Technische Grundlagen von Informations- und Kommunikationssystemen

Zusammenfassung
Sei es der Computer im Büro, das Smartphone oder der Kleinstcomputer, der die Regensensoren im Auto steuert, Computersysteme sind heutzutage allgegenwärtig und nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Dieses Kapitel beschäftigt sich mit den technischen Grundlagen von Informations- und Kommunikationssystemen. Es wird ein Einblick in die vier Bereiche Hardware, Software, Datenorganisation sowie Rechnernetze gegeben. Die Basis eines Computersystems bildet die Hardware, also die elektronische Ausrüstung z. B. in Form von Speicher, Prozessor, Eingabe- und Ausgabegeräten. Diese Hardware ist notwendig, um Software, wie Betriebssysteme (z. B. Microsoft Windows), zu betreiben, die wiederum den Einsatz von Anwendungssoftware, wie den Internetbrowser oder das Textverarbeitungsprogramm, ermöglicht. Bei der Verwendung unterschiedlicher Anwendungssoftware werden verschiedenste Daten erzeugt und gespeichert. Diese werden in Form von Dateien oder strukturiert in Datenbanken abgelegt. So sind Dokumente, Verkaufszahlen, Mitarbeiterdaten oder Buchhaltungsdaten jederzeit verfügbar und auffindbar. Nahezu jeder aktuelle Computer ist zudem über Rechnernetze mit anderen Rechnern verbunden. Dabei nimmt das Internet eine sehr wichtige Rolle ein. Es stellt viele Kommunikationskanäle wie E-Mail, Chats oder soziale Netzwerke zur Verfügung und bietet Zugriff auf viele Informationen und Dienste. Die einzelnen Abschnitte dieses Kapitels vermitteln dem Leser ein Grundverständnis für diese Technologien, die heute nahezu alle Geschäftsbereiche eines Unternehmens nachhaltig beeinflussen und deren Möglichkeiten auch unsere Gesellschaft immer stärker verändern.
Jan Marco Leimeister

3. Geschäftsprozessmanagement und Anwendungssysteme

Zusammenfassung
Das Kapitel befasst sich mit dem Geschäftsprozessmanagement und den Anwendungssystemen. Nach einer Einführung in die Thematik wird in ▶ Abschn. 3.2 auf Geschäftsprozesse und deren Modellierung eingegangen. Dabei wird dargestellt, wie Prozesse und Modelle im Rahmen dieses Buchs definiert werden. Es werden sowohl der Nutzen als auch die Voraussetzungen zur Modellierung von Geschäftsprozessen und verschiedene Methoden der Prozessmodellierung erläutert. Im Anschluss an diese theoretischen Grundlagen zur Modellierung von Geschäftsprozessen werden in den folgenden Abschnitten praxisnahe Notationssprachen vorgestellt. Die Modellierungssprachen EPK (Ereignisgesteuerte Prozesskette) und BPMN (Business Process Model and Notation) werden eingeführt und ihre Elemente veranschaulicht. Mit Hilfe von Anwendungsbeispielen werden die Grundlagen geschaffen, damit der Leser dieses Buchs dazu in der Lage sein wird, selbstständig Geschäftsprozesse in abstrahierter Form grafisch darzustellen, zu dokumentieren und zu analysieren. Der Leser sollte als Voraussetzung mit dem ARIS-Modell vertraut sein, um die Zusammenhänge zwischen der Modellierung von Geschäftsprozessen und den betrieblichen Informationssystemen zu erkennen. Abschließend werden in diesem Abschnitt Referenzmodelle thematisiert. Auf diese Weise wird eine Grundlage für die Gestaltung von Informationssystemen und Organisationen bereitgestellt. In ▶ Abschn. 3.3 werden daraufhin Anwendungssysteme vorgestellt. Dabei wird sowohl auf branchenspezifische als auch auf branchenneutrale Anwendungssysteme eingegangen. In ▶ Abschn. 3.4 liegt das Hauptaugenmerk auf Anwendungssystemen in der Praxis.
Jan Marco Leimeister

4. Führungsaufgaben des IT-Managements

Zusammenfassung
Das IT-Management lässt sich in strategisches und operatives IT-Management unterteilen. Der Planungshorizont des strategischen IT-Managements ist langfristig ausgerichtet. Verantwortlich für das strategische IT-Management ist der oberste IT-Entscheider, meist der Chief Information Officer (CIO), in Zusammenarbeit mit der Unternehmensführung. Das operative IT-Management ist dagegen kurz- bis mittelfristig angelegt und dient zur Umsetzung der im Rahmen des strategischen IT-Managements entwickelten Planungen und Vorgaben, um damit das laufende Geschäft im Unternehmen zu unterstützen.
Die im Einführungskapitel dieses Lehrbuchs thematisierte Digitalisierung beeinflusst auch das IT-Management. So hat das strategische IT-Management den Digitalisierungstrend zu berücksichtigen. Auf diesem Wege führt, wie im Einführungskapitel beschrieben, die Digitalisierung dazu, dass Geschäftsmodelle von Unternehmen modifiziert oder sogar neu konzipiert werden müssen. Da Geschäftsmodelle wiederum die Geschäftsstrategie und somit auch die IT-Strategie beeinflussen, zieht sich der Digitalisierungstrend über das strategische IT-Management bis hin zum operativen IT-Management, also der Wahrnehmung der operativen IT-Aufgaben im Unternehmen, durch. Auch hier spielt also das House of Digital Business (Abschn. 1.​4) eine zentrale Rolle, in dem existierende Modelle der Wirtschaftsinformatik um spezifische Aspekte der Digitalisierung erweitert werden.
Jan Marco Leimeister

5. Systementwicklung und Lifecycle Management

Zusammenfassung
Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der Systementwicklung und deren Management über den Lebenszyklus. Es werden zuerst die Grundlagen der Gestaltung von Anwendungssystemen in Unternehmen behandelt. Einleitend werden die Grundlagen der betrieblichen Gestaltung der IT-Infrastruktur im Rahmen des Enterprise-Architecture-Managements (EAM) vorgestellt. Darauf aufbauend werden Eigenschaften und Auswahlprozesse von Standardsoftware behandelt, also die konkreten Auswahl-, Gestaltungs- und Bewertungsprozesse von Software im Unternehmen. Daran anschließend wird die professionelle Systementwicklung durch Mitarbeiter der IT-Abteilung beschrieben. Die Systementwicklung erfolgt in Form von Projekten, für deren Strukturierung, neben den Grundlagen des IT-Projektmanagements, Vorgehensmodelle vorgestellt werden. Danach werden die wiederkehrenden Phasen Anforderungserhebung, Systementwurf und Realisierung genauer betrachtet. In Analogie zu dem in der Konsum- und Investitionsgüterindustrie gebräuchlichen Begriff „Produktlebenszyklus“ wird bei Anwendungssystemen der gesamte Zeitraum von der Begründung und Planung über die Entwicklung, Einführung und Nutzung bis zur späteren Ablösung durch ein neues System als Softwarelebenszyklus (Software Lifecycle) bezeichnet. Die beiden Hauptabschnitte sind dabei die Entwicklungszeit und die Nutzungszeit des Anwendungssystems. Die Systementwicklung wird – unabhängig davon, ob es sich um Individual- oder Standardsoftware handelt – mit der Einführung des neuen Anwendungssystems abgeschlossen. Die Einführung ist mit zahlreichen organisatorischen Aktivitäten verbunden. Der Systemeinführung folgt die oft viele Jahre dauernde Nutzung des Anwendungssystems, die als Systembetrieb bezeichnet wird. Das Kapitel befasst sich daher nacheinander mit der Systemeinführung, mit dem Betrieb von Anwendungssystemen und mit dem IT-Servicemanagement als etablierte Form des Betriebs von Anwendungssystemen.
Jan Marco Leimeister

6. Digitale Güter und Dienstleistungen als Leistungsergebnisse

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden die Internetökonomie (▶ Abschn. 6.1) und Dienstleistungen (▶ Abschn. 6.2) als wichtige Eckpfeiler der modernen Wirtschaftsinformatik eingeführt. Die Vernetzung und Digitalisierung mit dem Kunden im Mittelpunkt ändern dabei grundlegende Spielregeln. Alte Geschäftsmodelle , wie sie heute noch in vielen Bereichen zu finden sind, können mittlerweile längst überholt sein, während neue und hochprofitable Geschäftsmodelle entstehen. Als treibende Kraft dieser Entwicklung ist vor allem die IT zu sehen. Neue digitale Güter entstehen, die neue Mehrwerte für Kunden, Organisationen und die Gesellschaft schaffen. Auf Basis dieser Technologien und somit der entstandenen Möglichkeiten – aber auch neuer Trends wie z. B. veränderte Kundennachfrage oder Marktentwicklungen – können innovative und zukunftsweisende Leistungen bereitgestellt werden, die zunehmend zu massiven Veränderungen in der Dienstleistungsgesellschaft führen. Zentral in diesem Zusammenhang ist zudem, dass der ausschließliche Verkauf von Produkten immer schwieriger wird. Dies führt dazu, dass IT-ermöglichte Dienstleistungen an Bedeutung gewinnen und neue Geschäftsmodelle in Form von neuen Angeboten auf Basis von Produkt- und Dienstleistungsbündeln entstehen, die zunehmend auf die individuellen und problemorientierten Bedürfnisse des Kunden – im Sinne des Grundgedankens „Nutzer-, Nutzungs- und Nutzenorientierung“ (Abschn. 1.​3) zugeschnitten werden.
In diesem Kapitel werden daher zunächst die Grundlagen der Internetökonomie vorgestellt, welche Rolle dabei digitale Güter und Netzwerkgüter spielen und wie elektronische Märkte ausgestaltet sind. Der Dienstleistungsbegriff und die Rolle der Informationstechnologie im Zusammenhang mit der Bereitstellung von IT-Dienstleistungen werden diskutiert. Außerdem wird dargelegt, welche neuen Bereitstellungskonzepte durch IT ermöglicht werden und wie sich Unternehmen vor diesem Hintergrund auf dem Markt neu positionieren können.
Jan Marco Leimeister

7. Anwendungsbereiche des House of Digital Business

Zusammenfassung
Bereiche wie Medien, Handel, Bildung und Industrie sind nur einige Wirtschaftsbereiche, in denen die fortschreitende Digitalisierung die Art und Weise, wie Wertschöpfung betrieben wird, grundlegend verändert hat und weiter verändern wird. Einerseits stellt dies etablierte Unternehmen vor neue Herausforderungen, andererseits ergeben sich dadurch auch Chancen neue Geschäftsfelder zu erschließen. Andererseits erreichen kleinere Unternehmen durch die globale Vernetzung über das Internet einen wesentlich größeren Wirkungsbereich und haben auf Grund höherer Flexibilität oft Vorteile gegenüber etablierten Unternehmen. Neue Potenziale entstehen für Unternehmen auch durch Entwicklungen wie das Crowdsourcing, indem Tätigkeiten und Aufgaben flexibel an externe Menschen ausgelagert werden können. Junge Unternehmen mit kreativen Geschäftsideen und wenig Eigenkapital erhalten über Crowdfunding die Möglichkeit, sich am Markt zu etablieren. Der Open-Innovation-Ansatz zeigt weiterhin, wie Kunden mit geringem Aufwand in die Leistungserstellung einbezogen und Produkte sowie Dienstleistungen stärker individualisiert werden können. Gleichzeitig führt die steigende Bedeutung von Social Media zu einer stärkeren Vernetzung der Menschen und der Unternehmen sowohl untereinander als auch miteinander. Insbesondere im Enterprise 2.0 wird deutlich, wie Social Media für unternehmensinterne Zwecke verwendet werden und das Wissensmanagement verändern können. Dies verändert das Kommunikationsverhalten ebenso wie auch das Kaufverhalten, was aus Unternehmensperspektive von besonderer Relevanz ist. Produkte werden nicht mehr ausschließlich im Fachgeschäft gekauft, in denen der Kunde eine persönliche Beratung erhält. Stattdessen werden die Preise der Produkte im Internet verglichen, Kundenrezensionen gelesen und bei Bedarf online gekauft. Ein weiterer Trend ist „mobile“, wodurch sich Unternehmen die Möglichkeit bietet, mobile und ubiquitäre IT-Dienste anzubieten, die dem Kunden unterwegs neue Nutzungserlebnisse eröffnen.
Diese Entwicklungen erfordern ein Umdenken und strategische Neuausrichtungen von Unternehmen, weil bestehende Geschäftsprozesse diesen Anforderungen nicht gerecht werden und etablierte Geschäftsmodelle wie zum Beispiel das Verlagswesen verdrängt werden. Vor diesem Hintergrund werden die Anwendungsbereiche Electronic Business (E-Business ) (siehe ▶ Abschn. 7.1), Social Business (siehe ▶ Abschn. 7.2) sowie Mobile und Ubiquitous Business (siehe ▶ Abschn. 7.3) im Kontext des House of Digital Business diskutiert.
Jan Marco Leimeister

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