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28.01.2014 | Einkommensteuer | Im Fokus | Onlineartikel

Geschenke pauschal besteuern

Autor:
Sylvia Meier
1:30 Min. Lesedauer

Bekommt ein Mitarbeiter ein Geschenk von seinem Arbeitgeber, interessiert sich auch das Finanzamt dafür.

Geschenke vom Arbeitgeber zählen in der Regel zum steuerpflichtigen Arbeitslohn eines Arbeitnehmers. Doch ein Geschenk, dass steuerliche Nachteile mit sich bringt? Viele Unternehmen wollen dies verhindern, indem sie selbst die Steuer übernehmen.

Unter bestimmten Voraussetzungen werden Geschenke an Arbeitnehmer und Geschäftsfreunde nach §37b EStG pauschal besteuert. Der Arbeitnehmer muss dann im Rahmen seiner Einkommensteuerveranlagung auf diese Einkünfte keine Steuern mehr entrichten.

Zuwendung muss einkommensteuerbar sein

Aktuell war die Regelung wieder Gegenstand mehrerer Verhandlungen vor dem Bundesfinanzhof. Der BFH hat mit drei Urteilen vom 16. Oktober 2013 entschieden, dass unter § 37b EStG nur Zuwendungen fallen, die (beim Empfänger) einkommensteuerbar und auch dem Grunde nach einkommensteuerpflichtig sind.

In „Personalabrechnung auf den Punkt“ beschreibt Springer-Autorin Marianne Kiepe, welche Sachzuwendungen unter § 37b EStG fallen. Sie weist außerdem darauf hin, dass die Pauschalbesteuerung an Nichtarbeitnehmer und Arbeitnehmer an bestimmte Voraussetzungen gebunden ist.

Bemessungsgrundlage

Können Geschenke pauschal besteuert werden, kann der Arbeitgeber die Besteuerung mit 30 Prozent der Bemessungsgrundlage übernehmen. Kiepe beschreibt: „Die Sachbezüge im Sinne dieser Regelung sind mit den Aufwendungen einschließlich Umsatzsteuer zu bewerten, die dem Zuwendenden tatsächlich entstanden sind. Eine Pauschalisierung für Sachbezüge, die dabei einzeln den Wert von 10.000,00 € brutto übersteigen ist von vornherein ausgeschlossen (Höchstgrenze). Bei mehreren Zuwendungen innerhalb eines Wirtschaftsjahres an ein und denselben Empfänger ist durch Zusammenrechnung zu prüfen, ob insgesamt 10.000,00 € überschritten werden (Höchstbetrag).“

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2014 | OriginalPaper | Buchkapitel

Pauschalversteuerung

Quelle:
Personalabrechnung auf den Punkt

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