Skip to main content
main-content

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Prolog

Frontmatter

Kapitel 1. Der platonische Himmel

Zusammenfassung
Princeton, die kleine, vor der amerikanischen Revolution gegründete Stadt im amerikanischen Bundesstaat New Jersey, war viele Jahre lang ein Dorf, bekannt wegen seiner Universität und vor allem wegen der Schlacht von Princeton, in der Washington und seine Soldaten den Engländern eine Niederlage bereiteten. 1685 hatten sich Quäker, angezogen vom flachen Land mit seinen Strömen und Wäldern, dort angesiedelt. Der zweite Kontinentalkongreß tagte 1783 in Princeton, das dadurch ein halbes Jahr lang zur Hauptstadt der Vereinigten Staaten wurde. Zuvor, 1756, war das Städtchen Sitz des College von New Jersey geworden; Presbyterianer hatten es auf der Höhe der großen Erweckungsbewe-gung, einer ekstatischen Wiederbelebung des orthodoxen Calvinismus, gegründet. Das College sammelte Spenden zum Bau von Nassau Hall — eine Zeitlang das größte Gebäude der Kolonien — und bot Jonathan Edwards, dem gewaltigen Prediger von Hölle und Verdammnis, die Präsidentschaft an.
Ed Regis

Priester des Waltalls

Frontmatter

Kapitel 2. Der Papst der Physik

Zusammenfassung
«Sie schreiben ein Buch über das Institut ... dann wissen Sie vielleicht Bescheid», sagt Rob Tubbs. Tubbs ist einer der Mitarbeiter des Instituts, die dort nur kurze Zeit verbringen, ein junger Mathematiker, Spezialist auf dem Gebiet der Theorie transzendenter Zahlen. Wir verlassen gerade nach einem Interview sein Zimmer, er zieht die Tür zu und schließt ab.
Ed Regis

Kapitel 3. Der hocherhabene mystische Herrscher

Zusammenfassung
Januar 1978. In einem Krankenzimmer des Princeton Hospital sitzt ein gebrechlicher alter Mann in Krankenhauskleidung auf einem Stuhl. Tiefe, eingesunkene Augen starren durch schwere, runde Brillengläser in den Winternachmittag. Der Mann ist ausgezehrt, ein Federgewicht von nur etwa achtzig Pfund. Er ist im Lauf seines Lebens immer wieder in Krankenhäusern, Sanatorien und in ambulanter Behandlung gewesen, weil er unter Nervenzusammenbrüchen, Depressionen, vielen eingebildeten und einigen wirklichen Krankheiten litt. Immer war er etwas eigen und zurückgezogen, immer sahen ihn jene, die ihn kannten, als einen außerordentlich merkwürdigen Menschen; manche sagen, sein Verhalten sei von Kindheit an wenig stabil gewesen. Der Patient hat ein Blasenproblem, aber er hat jede Behandlung verweigert und sich dem Rat von mindestens zwei Urologen widersetzt. Aber nicht deshalb ist er so dünn. Vielmehr verweigert Kurt Gödel, der größte lebende Logiker der Welt, vermutlich der größte überhaupt seit Aristoteles, und nach Einstein wohl der Berühmteste am Institute for Advanced Study, jede Nahrungsaufnahme. Gödel glaubt, seine Nahrung sei vergiftet und seine Ärzte wollten ihn töten.
Ed Regis

Kapitel 4. Schaut die Ideen

Zusammenfassung
Ist das da ein Dolch? ... Weiß Gott, was es ist. John Milnor starrt auf den Bildschirm, schaut tief in ihn hinein, als ob er unter die Glasscheibe blicken könnte, bis in die Tiefen, bis zu den Elektronen, wie sie von der heißen Kathode hinten ausgestrahlt werden. Milnor ist der typische Institutsprofessor, groß und dünn, hochgewachsen, erhaben wie Gary Cooper. Sein langes graues Haar schwingt vor seinen Augen hin und her, während er den Schirm beobachtet.
Ed Regis

Ketzer

Frontmatter

Kapitel 5. Johnny Lustig

Zusammenfassung
Das Roulette dreht sich, die weiße Plastikkugel läuft in eine Richtung, der Kessel in die entgegengesetzte; alle Augen ruhen auf der Kugel, während die Zahlen — auf abwechselnd roten und schwarzen Feldern — im Vorbeiziehen verschwimmen. Der Raum ist vollkommen still, man hört nichts außer dem Surren der Luft, die an den Bunden des Kessels vorbeistreicht, und das Rollen der Kugel, während sie wie ein Mond um einen Planeten um die Achse kreist. Wie viele Spieler denken die Beobachter, sie wüßten, welche Zahl fallen wird — oder, in diesem Fall, sie wüßten es wenigstens ungefähr. Dieser Kessel ist in acht Abteilungen oder Oktanten geteilt, und die Beobachter setzen darauf, daß die Kugel irgendwo im fünften Oktanten landen wird, der die Zahlen 18, 31,19, 8 und 12 enthält.
Ed Regis

Kapitel 6. Der Hm-hm-hm-Mann

Zusammenfassung
Kaum zwei Jahren später wird dieser Mann der neue Direktor des Institute for Advanced Study sein. Jetzt greift er an einen Pfosten, einen der Balken, die den Sparren über ihn stützen, und beruhigt sich selbst. «Ich muß bei Bewußtsein bleiben», denkt er.
Ed Regis

Visionen des Extremen

Frontmatter

Kapitel 7. Hubble, Bubble, Müh’ und Trouble

Zusammenfassung
Franz Moehn ist ohne Zweifel eine der wichtigsten und verehrtesten Gestalten am Institute for Advanced Study. Er ist erst seit 1979 dort, eine vergleichsweise kurze Zeit (manche Menschen bleiben jahrzehntelang dort). Und obwohl er an einem Institut ist, dessen Mitglieder ihren Fachgebieten entsprechend relativ starr voneinander getrennt leben, kennt ihn anscheinend jeder, kommt jeder mit seiner Arbeit in Berührung. Franz Moehn ist natürlich Chef — Küchenchef.
Ed Regis

Kapitel 8. Fackelträger

Zusammenfassung
Das Weltall, in das Astronomen schauen, ist großenteils leerer Raum. Eben deshalb können die Astronomen so weit hinausblicken: Nichts versperrt die Sicht, sie können durch ihre Teleskope bis hin zum Ende von Raum und Zeit schauen. Auch nach innen gerichtet ist die Sicht ähnlich. Die Materie selbst scheint zwar fest und dicht, doch ist sie ebenfalls meistens Nichts. Das ist offensichtlich, wenn man bedenkt, daß man bei gutem Wetter in Alaska über 300 km weit sehen kann. Man schaut durch 300 km Luft — durch Milliarden von Stickstoff-, Sauerstoff -und Wassermoleküle und alles andere — und sieht ... gar nichts. Luft ist natürlich weniger dicht als feste Stoffe, aber auch durch feste Stoffe läßt sich hindurchsehen, durch eine Fensterscheibe etwa oder einen Eiswürfel oder einen Brillanten. Wie kommt das? Warum können wir durch manche Dinge hindurchsehen, als ob es sie nicht gäbe? Die Antwort ist, daß materielle Objekte vor allem... Leere sind.
Ed Regis

Kapitel 9. Die Wahrheit der Dinge

Zusammenfassung
Ein guter Wissenschaftler ist nicht bescheiden. Oh ja, als Wissenschaftler mögen Sie enorm scheu, fast duckmäuserisch wirken, zurückgezogen leben und, was Geselligkeit angeht, eher ein Mauerblümchen sein — denken Sie an Kurt Gödel —, aber Sie können es sich nicht leisten, intellektuell, in bezug auf die Wissenschaft, schüchtern oder ängstlich zu sein. Da müssen Sie kühn, arrogant, vielleicht sogar etwas rücksichtslos sein. Denn nur indem Sie mit Ihrem Verstand über Erfahrungstatsachen nachdenken, können Sie, davon müssen Sie überzeugt sein, die Wahrheit entdecken — ein bißchen davon jedenfalls —, die Wahrheit über die Natur und ihr Wirken.
Ed Regis

Leben, Weltall, Alles

Frontmatter

Kapitel 10. Die Software der Natur

Zusammenfassung
Als Stephen Wolfram im reifen Alter von dreiundzwanzig Jahren ans Institut kam, wurde ihm ein Arbeitszimmer in einem Winkel der astrophysikalischen Abteilung zugewiesen. Wolfram gehörte jedoch nicht wirklich dahin, denn er war kein Astrophysiker. Aber er gehörte auch nicht zu den Teilchenphysikern, weil er kein Teilchenphysiker war. Stephen Wolfram gehörte zu einer ganz neuen Kategorie, die noch keinen Namen hatte.
Ed Regis

Kapitel 11. Jenseits des Unsichtbaren

Zusammenfassung
Schon seit einer Weile waren Gerüchte im Umlauf, Gerüchte, daß dies die richtige Theorie sei, die neue, alles erklärende Theorie der Welt. Ed Witten kündigte einen Vortrag am Institute for Advanced Study an, einen Vortrag, in dem er möglicherweise die eine wirklich wahre Theorie der Natur darstellen würde.
Ed Regis

Epilog

Frontmatter

Kapitel 12. Kinder im Spielzeugland

Zusammenfassung
Die alten Herren kommen als erste. Sie sind jeden Mittag pünktlich mit dem Glockenschlag zwölf da. Sie machen sozusagen den Laden auf. Sie sind gutgekleidet, mit Jackett und Krawatte, wie in der guten alten Zeit. Sie hocken beisammen, diese kleinen Gruppen älterer Herren, und unterhalten sich beim Mittagessen über ... was auch immer. Über die gute alte Zeit wahrscheinlich.
Ed Regis

Backmatter

Weitere Informationen