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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einzelabschluß

Frontmatter

Die Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung und ihre Kodifizierung nach neuem Bilanzrecht

Zusammenfassung
Vor einem Jahr — das BiRiLiG war gerade in Kraft getreten — stand ich noch unter dem Eindruck, nun seien ja doch wohl so ziemlich alle — jedenfalls mir bekannten -GoB in das Dritte Buch des HGB als gesetzliche Normen aufgenommen und somit zu positiven Gesetzesvorschriften geworden, so daß sich ein Vortrag auf die Konsequenzen einer solchen Umqualifizierung beschränken könnte.
Weif Müller

Das Verhältnis des „True and Fair View“ zu den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung und zu den Einzelrechnungslegungsvorschriften

Zusammenfassung
Nach der Generalnorm des § 264 Abs. 2 Satz 1 HGB hat der Jahresabschluß von Kapitalgesellschaften „unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage“ des Unternehmens zu vermitteln. Diese Regelung geht im Kern auf Art. 2 Abs. 3 der Vierten EG-Richtlinie1 zurück und stellt eine Übersetzung des in der englischen Richtlinienfassung verwendeten und von der englischen Rechtsprechung entwickelten Begriffspaares „true and fair view“ dar. Sie kann auch als „Forderung nach Tatsachenentsprechung oder Tatsachentreue des Jahresabschlusses“ umschrieben werden.2 Die Forderung der Richtlinie ist jedoch nicht wörtlich in das deutsche Recht übernommen worden, sie steht hier vielmehr unter dem Vorbehalt der Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung.
Wolfgang Dieter Budde, Gerhart Förschle

Gesamtkostenverfahren oder Umsatzkostenverfahren?

Zusammenfassung
Wie Sie der Ankündigung entnehmen konnten, komme ich aus dem Hause Degussa. Ich bin dort für den Bereich Finanzen verantwortlich und damit auch für die externe und interne Rechnungslegung. Mit dem, was wir heute Bilanzrichtlinien-Gesetz oder BiRiLiG nennen, hat sich unser Haus schon sehr frühzeitig befaßt. Über die Ausschüsse des Chemieverbandes, aber auch parallel hierzu, haben einige unserer Herren die Umsetzung der 4. EG-Richtlinie in Nationales Recht eng begleitet. Im Sinne einer gewissen Arbeitsteilung mit anderen Firmen haben wir uns dabei besonders der Frage der Steuerneutralität angenommen; das Postulat der steuerneutralen Umsetzung der 4. EG-Richtlinie ist eigentlich von unserem Hause initiiert worden und war zu Beginn der Beratungen keinesfalls selbstverständlich. Wir wirken jetzt mit in einem Arbeitskreis, der sich speziell den aus der praktischen Anwendung des Bilanzrichtliniengesetzes stellenden Fragen widmet. Wir haben also Experten im Hause, die auch als Verfasser von Aufsätzen hervorgetreten sind und als Autoren bei einem kürzlich erschienenen Kommentar mitgewirkt haben. Ich selbst nehme für mich ein solches Expertentum nicht in Anspruch. Da die Dinge bei unseren Fachleuten in besten Händen sind, konnte ich mich auf eine mehr allgemeine Befassung mit den für uns wichtigen Aspekten des Bilanzrichtliniengesetzes beschränken.
Robert Ehrt

Bonitätsprüfung von Unternehmen unter besonderer Berücksichtigung der neuen Rechnungslegungsvorschriften

Zusammenfassung
Ziel meiner Ausführungen soll es sein, aus der Sicht der Praxis darzulegen, ob das neue Handelsrecht für die Prüfung der Bonität mehr Vor- oder mehr Nachteile gebracht hat. Bei der Behandlung dieses Themas möchte ich allerdings weitgehend darauf verzichten, auf die auch heute noch mit großer Intensität geführten theoretischen Auseinandersetzungen über eine Vielzahl von Einzelbestimmungen der neuen Rechnungslegungsvorschriften einzugehen. Vielmehr möchte ich versuchen, eine praxisorientierte Beurteilung der wesentlichen Auswirkungen der neuen Vorschriften auf die Bonitätsprüfung aus dem Blickwinkel eines Kreditinstitutes zu geben. Zu meiner eigenen Aufgabe in unserem Hause, der Deutschen Bank, möchte ich in diesem Zusammenhang erwähnen, daß ich weniger der Seite der Bilanzanalysten zuzuordnen bin, sondern selbst eine Bilanz erstelle, nämlich die der Deutschen Bank AG und des Konzerns.
Jürgen Krumnow

Handelsbilanz und Steuerbilanz nach dem Bilanzrichtlinien-Gesetz

Zusammenfassung
Meine Ausführungen über Handelsbilanz und Steuerbilanz nach dem Bilanzrichtlinien-Gesetz weichen in der Methode ab von anderen Abhandlungen über dieses Thema. Viele Aufsätze und Urteile erwecken den Eindruck, als habe das Bilanzrichtlinien-Gesetz alle Brücken zum bisherigen Recht hinter sich abgebrochen. Man glaubt beinahe beim Lesen dieser Beiträge, man befinde sich auf einer Novitätenmesse.
Georg Döllerer

Bilanzierung latenter Steuern nach neuem Recht

Zusammenfassung
Das BiRiLiG regelt zum ersten Mal im deutschen Recht die sog. „Steuerabgrenzung“, die auch häufig als „Bilanzierung latenter Steuern“ bezeichnet wird. Damit sind für Bilanzierung und Ausweis von Ertragsteuern im Einzel- und Konzernabschluß neue Daten gesetzt worden. Mit dem Übergang auf die neuen Rechnungslegungsvorschriften müssen Unternehmen die bilanzielle Behandlung von Ertragsteuern in ihren Abschlüssen überprüfen und ggf. ändern. U.U. können sich dabei erhebliche Auswirkungen auf Eigenkapital und Ergebnis ergeben.
Karl-Hermann Baumann

Konzernabschluß

Frontmatter

Vereinheitlichung von Bilanzansatz und Bewertung im Konzernabschluß

Zusammenfassung
Versteht man Rechnungslegung als den im nachhinein geführten Nachweis, wie sich das zu wirtschaftlicher Betätigung eingesetzte Kapital nach Vermögensaufbau, Liquidität und Ertrag entwickelt hat, so liegt es nahe, den Nachweis für die wirtschaftliche Einheit zu führen, die in ihren Dispositionen autonom ist. Zwar ist das einzelne Unternehmen, wenn es wegen seiner Einbindung in einen Konzern nicht autonom ist, auch zur Rechnungslegung verpflichtet, weil es als solches in wirtschaftliche und rechtliche Beziehungen zu anderen tritt. Das ist aber auch der Konzern, weil er über diese Autonomie verfügt und seine Führung auch die Disposition für seine angeschlossenen Unternehmen ausübt. Deshalb ist es folgerichtig, den Konzern wie eine Einheit zur Rechnungslegung zu verpflichten. Dieser Gedanke lag bereits den bisherigen aktienrechtlichen Konzernrechnungslegungsvorschriften zugrunde, die die Zusammenfassung der Jahresabschlüsse der in einen Konzern eingebundenen Unternehmen verlangten, allerdings nur der im Inland ansässigen Unternehmen. Dies geschah durch Addition der Posten der Einzelabschlüsse, ohne daß diese verändert werden durften; lediglich wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen aus konzerninternen Geschäften waren zu verrechnen (§§ 331,332 AktG 1965). Durch diesen Grundsatz der Maßgeblichkeit war der Konzernabschluß durch die Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen festgelegt.
Werner Schulen

Konzernabschluß nach neuem Bilanzrecht aus der Sicht des Analysten

Zusammenfassung
Seinzerzeit habe ich relativ rasch zugesagt, im „Frankfurter betriebswirtschaftlichen Forum“ zum Thema „Konzernabschluß nach neuem Bilanzrecht aus der Sicht des Analysten“ zu referieren; denn analytische Aufgaben nehme ich in der (Bank-)Praxis schon lange wahr, und mit der Umstellung auf das neue Bilanzrecht muß ich mich in der Dresdner Bank AG ohnehin beschäftigen. Meine Vorstellung war es also, vom Standpunkt und aus der Erfahrung des Bankpraktikers zu diskutieren. Als ich dann begann, mich intensiver mit Thema und Referat auseinanderzusetzen, merkte ich sehr schnell, daß ich etwas getan habe, was ein Banker, noch zumal im Kreditgeschäft tätig, nie tun sollte: schnell und damit vielleicht vorschnell und leichtsinnig zuzusagen. Warum diese „Selbsterkenntnis“ und ,,-kritik“?
Horst Müller

Organisation der Erstellung und Prüfung des Konzernabschlusses

Zusammenfassung
Am 19. Dezember 1985 hat der deutsche Gesetzgeber das Bilanzrichtlinien-Gesetz verabschiedet. Damit sind die Leitungen deutscher Konzerne u.a. auch vor die Aufgabe gestellt, die Konzernrechnungslegung zu entwickeln oder ihre nach dem AktG 1965 erstellten Konzernabschlüsse dem neuen Recht anzupassen.
Christian Schnicke

Konzernbilanzpolitik nach neuem Recht

Zusammenfassung
Die Methoden der Konzernbilanzpolitik haben durch die Vorschriften des Bilanzrichtlinien-Gesetzes1 nicht nur einige neue Aspekte erhalten; durch die neuen Vorschriften zum Konzernabschluß, die wesentlich durch angelsächsische Vorstellungen zur Konsolidierung beeinflußt sind, wurde eine neue Basis für die Konzernbilanzpolitik geschaffen. Die ersten vorliegenden Abschlüsse nach neuem Recht2 lassen erkennen, welche Vielzahl von Entscheidungen zum Konzernabschluß getroffen werden mußte. Nachfolgend sollen diese neuen Aspekte aus der Sicht des international tätigen Konzerns Mannesmann beleuchtet werden.
Hermann Sigle
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