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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

0. Vorwort

Zusammenfassung
Spätestens seit der Bahnreform ist die Eisenbahn in Deutschland wieder permanenter Gegenstand des öffentlichen Interesses. Kaum eine Woche vergeht, ohne dass in den Medien der eine oder andere Aspekt des Bahnwesens eine Rolle spielt. Dabei überwiegen die negativen Berichte. Streckenschließung, Personalabbau und Finanzprobleme sind häufig benutzte Schlagwörter. Auf der anderen Seite wünschen sich Politiker der meisten Parteien mehr Verkehr auf der Schiene zur Entlastung der Straßen. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass auch die Zahl der wissenschaftlichen Betrachtungen zu diesem weiten Themenkreis an wächst. Dabei überwiegen Veröffentlichungen in Fachzeitschriften. Während die Menge der populärwissenschaftlichen Publikationen kaum überschaubar ist, hält sich die Zahl der in den letzten Jahren erschienenen Fachbücher zum Eisenbahnwesen dagegen in Grenzen. Naturgemäß bezieht sich die Fachliteratur überwiegend auf ausgewählte Spezialgebiete des Eisenbahnwesens.
Thomas Berndt

1. Einleitung

Zusammenfassung
Über Jahrzehnte bildete der Schienengüterverkehr das Rückgrat der Wirtschaft. Gravierende Veränderungen auf den Märkten führten zu verändertem Nachfrageverhalten. Die Bedeutung der eisenbahnaffinen Massengüter sinkt seit Jahren. Zunehmend werden Leistungen nachgefragt, bei denen hochwertige Güter in wechselnden Relationen zu transportieren sind. Zudem erwarten die Transportkunden marktgerechte Leistungsangebote. Während andere Wettbewerber auf dem Verkehrsmarkt von der wachsenden Nachfrage profitieren konnten, gelang es den Eisenbahnen nicht in angemessener Weise daran teilzuhaben. Insbesondere die Anbieter von Leistungen im Straßengüterverkehr konnten ihre Systemvorteile nutzen. Diese Vorteile bestehen vor allem darin, flexibel auf Kundenanforderungen reagieren zu können und im direkten Haus-Haus-Verkehr über ein weitverzweigtes Straßennetz fast überall präsent sein zu können. Eng begrenzte öffentliche Kassen, erheblicher Wettbewerbsdruck durch andere Marktteilnehmer und eine schwierige Finanzlage bei vielen Bahnen zwingen zu schnellem aber überlegtem Handeln. Die Eisenbahnen stehen somit vor gänzlich neuen Herausforderungen.
Thomas Berndt

2. Systembetrachtung

Zusammenfassung
Als Bahnen werden alle spurgebundenen Verkehrsmittel bezeichnet. Dazu gehören neben Zahnrad- und Seilbahnen auch die Eisenbahnen. Im Gegensatz zu den erstgenannten Bahnen zählen die hier ausschließlich betrachteten Eisenbahnen zu den Schienenbahnen. Insgesamt stellt die Eisenbahn bei näherer Betrachtung ein recht komplexes System dar. Zum besseren Verständnis erscheint deshalb eine Systembetrachtung unter verschiedenen Aspekten zweckmäßig.
Thomas Berndt

3. Rahmenbedingungen

Zusammenfassung
Für die realistische Beurteilung von Chancen und Risiken des Schienengüterverkehrs im Wettbewerb mit anderen Verkehrsträgern ist die Kenntnis der wesentlichsten Rahmenbedingungen unerlässlich. Dies ist unter den heutigen Wettbewerbsbedingungen umso wichtiger, zumal solche Betrachtungen zunehmend existenziellen Charakter annehmen. Dabei lastet auf den europäischen Bahnen ein historisches Erbe, welches eine optimale Anpassung an die dynamischen Marktverhältnisse nicht gerade leicht macht. Dieses Erbe ist durch divergierende Entwicklungen im Rahmen der Europäischen Nationalstaaten auf vielen Gebieten des Eisenbahnwesens geprägt. Trotzdem die Bahnen seit Jahrzehnten in internationalen Verbänden wie der UIC1 um entsprechende Harmonisierungen gerungen haben, existieren noch heute Hemmnisse im internationalen Schienengüterverkehr. Selbst im nationalen Bereich besteht durchaus noch Handlungsbedarf. Darüber hinaus ist es wichtig für Kunden und Partner der Bahnen deren wesentlichste Rahmenbedingungen zu kennen. Erst daraus lässt sich ableiten, welche Möglichkeiten das System Bahn bietet aber auch welche Grenzen es hat. Die wichtigsten Beurteilungskriterien lassen sich in die Kategorien
  • technische
  • wirtschaftliche und
  • rechtliche Rahmenbedingungen
einordnen.
Thomas Berndt

4. Marktsituation

Zusammenfassung
Der Schienengüterverkehr ist Bestandteil des Verkehrsmarktes. In diesem Marktsegment sind neben allgemeinen Erscheinungen einige spezifische Sachverhalte festzustellen. Die allgemeinen Prozesse auf Märkten sind in der betriebswirtschaftlichen Literatur umfassend dargestellt1. An dieser Stelle soll das allgemeine, aus Bild 4.1 ersichtliche, Marktmodell als Bezugsbasis für die folgenden Ausführungen dienen.
Thomas Berndt

5. Infrastruktur

Zusammenfassung
Vereinfacht kann das Eisenbahnnetz als Graph verstanden werden, dessen Knoten die Bahnhofsanlagen darstellen. Die Kanten des Graphen werden durch Streckengleise gebildet, welche die Knoten verbinden.
Thomas Berndt

6. Fahrzeuge für den Güterverkehr

Zusammenfassung
Der Entwurf für die DIN 250031 enthält eine Systematik der spurgeführten Fahrzeuge und zugehörige Begriffsdefinitionen. Eine Untermenge der Schienenfahrzeuge bilden neben Straßenbahn- und sonstigen Schienenfahrzeugen die hier betrachten Eisenbahnfahrzeuge. Dabei wird auch auf die EBO Bezug genommen, die sich insbesondere im dritten Abschnitt mit den Fahrzeugen der Eisenbahn auseinandersetzt. Auf dieser Basis ergibt sich die im Bild 6.1 dargestellte Einteilung.
Thomas Berndt

7. Aufbauorganisation

Zusammenfassung
Die Erfüllung der Aufgaben jedes Unternehmens erfordert einen geeigneten organisatorischen Rahmen. Dabei handelt es sich je nach Unternehmensgröße und Aufgabenspektrum um mehr oder weniger komplexe Organisationseinheiten. Insbesondere bei solchen komplexen Organisationen, wie sie bei Eisenbahnen nicht selten sind, wird das Verständnis durch die in der betriebswirtschaftlichen Organisationslehre übliche Trennung in Aufbau- und Ablauforganisation erheblich erleichtert. Die Aufbauorganisation beschreibt die Organisationsstrukturen, wo sich die für die Aufgabenerfüllung notwendigen Abläufe vollziehen. Die Organisationsstrukturen entstehen durch die zweckdienliche Verknüpfung funktionsfähiger organisatorischer Grundelemente. Zwischen den Grundelementen in Form von Stellen, Instanzen oder Abteilungen besteht ein System von Beziehungen. Diese Beziehungen sind Ausdruck von Weisungsbefugnissen und Kommunikationswegen. Eine einheitliche Aufbauorganisation der mit der Durchführung des Schienengüterverkehrs befassten Unternehmen gibt es nicht. Bedingt durch die Komplexität der zu organisierenden Prozesse, die Vielzahl der Prozessbeteiligten und die notwendige Arbeitsteilung ist dies auch kaum vorstellbar. Weitere Gründe dafür sind u. a.
Thomas Berndt

8. Ablauforganisation

Zusammenfassung
Aus der Sicht externer Kunden bieten Eisenbahnunternehmen Dienstleistungen an. Um diese Dienstleistungen erbringen zu können, sind neben der Vorhaltung von Infrastruktur, Betriebsmitteln, Personal und eine entsprechende Organisation erforderlich. Den Bezugsrahmen bildet hier die bei der Systembetrachtung vorgestellte Gliederung in Kernprozesse. Während die Aufbauorganisation den strukturellen Rahmen der Organisation bildet, beschreibt die Ablauforganisation, welche Arbeitsprozesse innerhalb der geschaffenen Strukturen von wem, wann, wo und wie durchgeführt werden sollen. Strukturen und Abläufe stehen in enger Wechselwirkung. Die getrennte Betrachtung ist lediglich aus Verständnisgründen gebräuchlich.
Thomas Berndt

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