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Über dieses Buch

Dieses Buch beschreibt die interdisziplinäre Entwicklung eines Elektrofahrzeuges unter besonderer Berücksichtigung von Kundenanforderungen und intermodaler urbaner Mobilitätmuster im Jahre 2030. Das Ergebnis der Zusammenarbeit von
Betriebswirten, Psychologen, Designern, Stadtplanern und Ingenieuren ist der Designentwurf eines NRWCars 2030, das in einem Teststudio („Car Clinic“) mit möglichen Zielkunden der Elektromobilität getestet wurde. Ebenfalls gezeigt werden die Reaktionen auf eine Visualisierung der Stadtumgebung 2030, eine
Fahrt in einem Fahrsimulator und ein 1:5-Modell des Fahrzeugentwurfs.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Herausforderung: Interdisziplinäre Betrachtung der intermodalen urbanen Mobilität

Frontmatter

1. Notwendigkeit und Ansatzpunkte einer interdisziplinären Betrachtung der intermodalen urbanen Mobilität

Zusammenfassung
Angesichts der zunehmenden Verkehrsbelastung von Stadtstraßen, erhöhter Umweltbelastung durch den Stadtverkehr und letztlich der Minderung der Lebensqualität infolge des oft einseitig automobilorientierten Städtebaus scheint die Zeit reif für eine intermodale urbane Mobilität mit Elektrofahrzeugen.
Heike Proff, J. Alexander Schmidt

2. Herausforderung für die Stadtplanung: Mobilität findet Stadt – Neue intermodale urbane Mobilität mit neuen Nutzer- und Nutzungsansprüchen

Zusammenfassung
Mobilität als ein menschliches Grundbedürfnis unserer Gesellschaft ist seit jeher Triebfeder für Wachstum und Fortschritt. Wie bereits in der Vergangenheit wird auch zukünftig der Wunsch nach Mobilität stetig wachsen. Die Auswirkungen von Mobilitätsystemen zeigen ihre sichtbarsten Verflechtungen in Städten und Regionen und damit in den verdichteten Bereichen über den dazwischenliegenden dispersen Gebieten und den eher ländlich geprägten Räumen. War früher maßgeblich die Stadt der räumliche Bezugsraum, dehnt sich dieser durch die zunehmende Mobilität immer stärker in die Region aus. Zudem führt das erhöhte Mobilitätsbedürfnis der Menschen zu einem stetig anwachsenden Verkehrsaufkommen. Dieses hat letztlich enorme Auswirkungen auf den Klimaschutz. Die Folgen dieser Entwicklung sind in den Städten unmittelbar mess- und spürbar. Um eine grundsätzlich Senkung der CO2-Emissionen zu erzielen, muss auch ein Beitrag von Seiten der nachhaltigen und klimaschonenden Mobilität kommen.
J. Alexander Schmidt, Sonja Hellali–Milani

3. Herausforderungen für das Management: Managemententscheidungen über völlig neue Produkte trotz Marktunsicherheit infolge von Informationsdefiziten

Zusammenfassung
Die intermodale urbane Mobilität mit Elektrofahrzeugen schafft innovative Leistungen mit innovativen Produkten und damit völlig neue Produkte („really new products“ oder „discontinuous new products“) und Leistungen. Sie ändert Marktstrukturen und beruht auf neuen Technologien, zu denen den Automobilunternehmen in einer Übergangsphase meist ausreichende Informationen fehlen.
Heike Proff, Thomas M. Fojcik

4. Herausforderung für die Psychologie: Blockaden gegenüber Neuerungen

Zusammenfassung
Die Entwicklung eines neuen Elektrofahrzeugkonzepts für die Stadt 2030 ist auch aus psychologischer Sicht eine Herausforderung. Elektromobilität erhält immer mehr Einzug in das alltägliche Leben, stellt jedoch für viele Konsumenten immer noch ein weitgehend unbekanntes und neuartiges Themenfeld dar. Entscheidungen, die Neuerungen betreffen, bergen ein großes Maß an Unsicherheit, da noch keine Erfahrungswerte und wenig Wissen über das Produkt vorliegen. Eine Innovation kann zunächst relativ schnell als eine Chance oder eine Bedrohung eingestuft werden, je nachdem in welche Richtung die erste Bewertung ausfällt. Dabei gibt es Personen, die generell Neuerungen eher offen (innovators/ early adopters), und andere, die ihnen zunächst eher skeptisch gegenüberstehen (laggards). Bei der Mehrheit der Bevölkerung bestehen zunächst gewisse Hemmschwellen und Barrieren, die bewirken, dass Neuerungen erst spät angenommen werden (late majority). Eine besondere Herausforderung ist es daher, herauszufinden, welche Faktoren dafür verantwortlich sind, dass neuartige Produkte prinzipiell abgelehnt oder überhaupt in Erwägung gezogen werden.
Silke M. Müller, Matthias Brand

5. Herausforderungen für die Technik: Technische Machbarkeit der intermodalen urbanen Mobilität

Zusammenfassung
Im Bereich der persönlichen Mobilität hat ein Wandlungsprozess begonnen, der allerdings in den verschiedenen Regionen der Welt sehr unterschiedlich ausgeprägt ist. Untersuchungen in Deutschland und einigen weiteren europäischen Ländern zeigen, dass immer weniger, vor allem junge Menschen ein eigenes Auto bzw. überhaupt einen Führerschein besitzen. Mögliche Alternativen zum eigenen Fahrzeug sind Vernetzungen des Individualverkehrs mit öffentlichen Verkehrskonzepten. Dies gilt ganz besonders für stark urbanisierte Gebiete. So kommen z. B. in Berlin auf 1000 Einwohner nur noch 325 Fahrzeuge, während es im bundesdeutschen Durchschnitt noch 517 Fahrzeuge sind. Allerdings sind die Werte in verschiedenen urbanen Regionen durchaus unterschiedlich. Dieser Wandlungsprozess treibt einerseits die technische Entwicklung im Fahrzeugbau, teilweise wird er durch letztere maßgeblich beeinflusst.
Dieter Schramm

6. Herausforderung für das Design: Chancen für eine völlig neue Gestaltung der urbanen Mobilität durch den Wandel zum elektrischen Individualverkeh

Zusammenfassung
Design ist zu einem der wesentlichen Differenzierungsmerkmale von auf dem Markt verfügbaren Produkten und Serviceleistungen geworden und hat damit einen entscheidenden Anteil am Erfolg. Damit ist aber nicht nur die formalästhetische Komponente eines Produktes gemeint, sondern die Konzipierung und Gestaltung der gesamten Interaktion bis hin zu komplexen Systemen.
Kurt Mehnert, Carolin Schreiber

Interdisziplinäre Entwicklung eines Elektrofahrzeugs für die Stadt 2030

Frontmatter

7. Ansatz und Methode: Entwurf und Test eines neuen Fahrzeugkonzepts im DesignStudio NRW

Zusammenfassung
Im DesignStudio NRW wurde ein Elektrofahrzeug für eine Stadt im Jahr 2030 (NRWCar 2030) von einem interdisziplinären Team (Betriebswirte, Psychologen, Stadtplaner, Ingenieure und (Industrie Designer) entwickelt und bei Bürgern in Nordrhein-Westfalen getestet.
Heike Proff, Nicole Schleiffer

8. Vorarbeiten für den Entwurf des neuen Fahrzeugkonzepts

Zusammenfassung
Das Gesamtgefüge der Stadt der Gegenwart funktioniert in seiner Vielschichtigkeit als städtebauliche Erinnerung, stetig werden neue Bestandteile hinzugefügt. Und kontinuierlich reagiert die Stadt auf neue Ereignisse. Derartige räumliche Entwicklungen, bedingt durch soziokulturellen, technologischen, ökonomischen Wandel, lassen sich jeweils im Stadtgrundriss und in der Bautypologie wiederfinden. Zudem spiegeln sie sich in unbebauten Zwischenräumen, Straßen und Wegen oder auch Plätzen und Grünflächen. Bei näherer Betrachtung wird deutlich, dass Leitbilder in der Vergangenheit für die Gestalt unserer Städte prägend waren, die entscheidende Auswirkungen auf die Lebensqualität hatten und noch haben.
J. Alexander Schmidt, Sonja Hellali-Milani, Heike Proff, Thomas M. Fojcik, Katharina Kestner, Nicole Schleiffer, Stefan Schwarz, Silke M. Müller, Laura Bottel, Matthias Brand, Kurt Mehnert, Carolin Schreiber, Benjamin Hesse, Martin Koppers, Dieter Schramm

9. Entwurf des NRWCars 2030

Zusammenfassung
Die Frage nach der Zukunft der Mobilität ist immer verbunden mit der Frage nach der Zukunft der Stadt. Um Maßnahmen für die künftige Planung hiesiger Siedlungsräume und ihren Verkehrsräumen zu entwickeln, ist ein Blick auf die gegenwärtigen Lebensweisen und Gewohnheiten unabdingbar. Denn ausgehend davon werden die gesellschaftlichen Entwicklungen einen Einfluss auf die Stadt- und Mobilitätsstrukturen der Zukunft haben. Im Rahmen des Projektes wurden sowohl globale Anforderungen als auch lokale Auswirkungen einbezogen.
J. Alexander Schmidt, Sonja Hellali-Milani, Benjamin Hesse, Martin Koppers, Hendrik Völker, Dieter Schramm, Kurt Mehnert, Carolin Schreiber

10. Test des NRWCars 2030 in einer „Car Clinic“

Zusammenfassung
Die Automobilindustrie muss deshalb Kunden eingehender befragen, als es in einem Forschungsprojekt mit einer Online-Befragung von Zielkunden und bei einer Analyse von Fokusgruppen von jeweils bis zu 10 Personen möglich ist. Die Befragten müssen stärker informiert werden, damit sie mehr als nur vage Antworten geben können, die dann vom Management zu Markttrends zusammengefasst werden und die Grundlage für Investitionsentscheidungen bilden.
Heike Proff, Nicole Schleiffer, J. Alexander Schmidt, Sonja Hellali-Milani, Silke M. Müller, Martin Koppers, Thomas M. Fojcik

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