Elektroauto-Besitz hängt vom Einkommen ab
- 11.02.2026
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Je geringer das Haushaltseinkommen, desto niedriger ist der Anteil von Elektroautos oder Plug-in-Hybriden. Das zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes.
E-Autos und Plug-in-Hybride: Ausstattung in Haushalten hängt stark vom Einkommen ab.
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Elektromobilität ist in Deutschland bislang vor allem eine Frage des Geldbeutels. Eine Analyse des Statistischen Bundesamts (Destatis) zeigt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen einem hohen Haushaltseinkommen und der Anschaffung eines Elektroautos.
Im Jahr 2023 besaßen demnach erst 1,3 % der Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen unter 2.600 Euro ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid. Bei Haushalten mit einem Einkommen von 2.600 bis unter 3.600 Euro monatlich waren es 3,5 %, bei einem Einkommen von 3.600 bis unter 5.000 Euro monatlich 5,4 %. Dagegen hätten 13,4 % der Haushalte mit einem monatlichen Haushaltseinkommen von 5.000 Euro oder mehr ein oder mehrere E-Autos oder Plug-in-Hybride besessen.
Besonders häufig wählten zudem Paare mit Kindern ein Elektroauto. Bei ihnen lag die Quote bei 11,5 % im Gegensatz zu 7,5 % bei den Paarhaushalten ohne Kinder. Je nach Zahl der Kinder im Haushalt sei die Ausstattung mit E-Autos oder Plug-in-Hybriden laut Destatis unterschiedlich: Bei Paaren mit einem Kind seien es 10,6 % der Haushalte gewesen, bei Paaren mit zwei Kindern 12,6 % und bei Paaren mit drei und mehr Kindern 10,7 %. Bei Alleinlebenden hätten 2,2 % der Haushalte diese Art von Fahrzeug besessen.
Nur wenige Gebrauchtwagen
Die geringe Quote bei Geringverdienern dürfte mit den hohen Preisen der E-Mobile und dem geringen Bestand günstiger Gebrauchtwagen zu tun haben. Bei Haushalten, die mindestens ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid besaßen, waren dies laut Destatis vorwiegend Neuwagen oder Leasingfahrzeuge: Knapp die Hälfte (48,5 %) habe mindestens ein neu gekauftes E-Auto oder einen neu gekauften Plug-in-Hybrid besessen. Bei 45,2 % dieser Haushalte sei mindestens ein geleastes E-Auto oder ein geleaster Plug-in-Hybrid vorhanden gewesen. Einen entsprechenden Gebrauchtwagen hätten 15,2 % der Haushalte besessen, bei denen ein E-Auto oder ein Plug-in-Hybrid vorhanden war.
Die Ergebnisse stammen aus der Befragung von 54.000 Haushalten im Rahmen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe. Grundsätzlich verfügen rund 80 % der Haushalte in Deutschland mindestens einen Pkw – egal, ob E-Auto, Plug-in-Hybrid, Benziner oder Diesel. Davon waren laut Stichprobe im Jahr 2023 rund 6 % mit einem elektrischen Antrieb ausgestattet.
Neue Prämie soll E-Autos stärken
Die Bundesregierung plant eine neue Förderung zum Kauf von Elektro-Autos. Sie soll erneut auch Plug-in-Hybride umfassen, die sowohl elektrisch als auch mit Kraftstoff betrieben werden können. In die beiden förderfähigen Kategorien fielen im vergangenen Jahr 30 % aller neu zugelassenen Autos in Deutschland. Als Obergrenze der Förderung ist ein jährliches Nettoeinkommen von bis zu 90.000 Euro vorgesehen, wenn mindestens zwei Kinder im Haushalt leben.