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04.10.2016 | Elektrofahrzeuge | Nachricht | Onlineartikel

Renault zeigt Elektro-Studie Trezor mit 260 kW

Autor:
Christiane Köllner

Mit der Studie Trezor zeigt Renault einen elektrischen Sportwagen, der auf einem Formula-E-Wagen basiert. Das Auto fährt auf Wunsch auch von selbst.

Renault präsentiert auf dem Autosalon in Paris die GT-Studie Trezor. Die Studie verkörpert die nächste Evolutionsstufe des aktuellen Renault-Designs, das mit dem Concept Car Dezir 2010 seine Publikumspremiere feierte. Merkmale der rein elektrischen GT-Studie Trezor mit 260 kW sind das intelligent gestaltete Innenraumkonzept, das personalisierbare Multimediasystem und der autonome Fahrmodus.

Der Zweisitzer kommt auf eine Gesamtlänge von 4.700 Millimeter und einen Radstand von 2.776 Millimeter. Die Gesamthöhe beträgt 1.080 Millimeter. Fahrzeugdach, Panoramascheibe und die Motorhaube schwingen als Einheit elektrohydraulisch nach oben. Die niedrige Fahrzeughöhe erlaubt den Verzicht auf Türausschnitte – Fahrer und Beifahrer nehmen Platz, indem sie über die Seitenflanken steigen. Den Einstieg erleichtern dabei die automatisch zurückschwenkenden Kopfstützen. Die durchgehend rot gehaltene Panoramascheibe bietet nahezu einen 360-Grad-Rundumblick.

Das Chassis besteht aus einer Carbonzelle, während an Front- und Heckpartie ein Stahlrohrrahmen zum Einsatz kommt. Die mit der Motorhaube eine Einheit bildende Dachkonstruktion ist ebenfalls aus leichtem Carbon gefertigt. Dadurch beträgt das Gesamtgewicht des Renault Trezor 1.600 Kilogramm. Der Widerstandsbeiwert beträgt 0,22 Cx.

Personalisierbares Bedienkonzept für autonomes Fahren

Der Fahrer steuert den Renault Trezor über ein rechteckig geformtes Lenkrad mit drei integrierten Bildschirmen. Den zentral positionierten Rhombus flankieren zwei Touchpads, über die sich Funktionen wie Tempomat, Lautstärke und Telefonie steuern lassen.
Der großformatige Bildschirm in L-Form erlaubt einen Ausblick auf zukünftige Anzeigetafeln der Marke. Der durchgehende Farbbildschirm vereint die klassischen Armaturen hinter dem Lenkrad mit dem Multimediasystem und verstärkt den Cockpitcharakter. Die Bildwiedergabe erfolgt mittels OLED-Technik (Organic Light-Emitting Diode).

Sobald der Fahrer Platz nimmt, startet eine personalisierte Begrüßungszeremonie. Im Anschluss erfolgt ein kompletter Fahrzeugscan, um alle Funktionen zu prüfen. Sobald das Smartphone des Fahrers identifiziert ist, werden die individuellen Einstellungen in das Multimediasystem übernommen. Auf diese Weise lassen sich alle Funktionen des persönlichen Endgerätes über den Hauptbildschirm steuern und verwalten.

Die GT-Studie Trezor verfügt über die nächste Evolutionsstufe des Renault-Multi-Sense-Systems und bietet drei Fahrmodi: Neutral, Sport und Autonom. Damit verweist das Concept Car auch auf die zukünftige "Eyes-off/Hands-off"-Technik zukünftiger Serienmodelle.

Innovationen aus dem Formel-E-Sport

Der Antrieb basiert auf Einflüssen aus der Formula E. Der 260 kW (350 PS) starke Elektromotor entwickelt ein maximales Drehmoment von 380 Newtonmeter und ermöglicht den Sprint von 0 auf 100 km/h in weniger als vier Sekunden. Seine Kraft bezieht der Motor aus zwei Batterien, die jeweils über ein eigenes Kühlsystem verfügen. Je eine Batterie ist in den Vorderwagen und in das Heck integriert. Für zusätzliche Frischluft sorgt der variable Kühllufteinlass auf der Motorhaube.

Auch bei der Rückgewinnung von Bremsenergie profitiert der Trezor vom Renault Know-how in der Formel E. Die RESS-Technologie (Rechargeable Energy Storage System) gehört ebenfalls zu den Innovationen aus dem Formel-E-Sport.

Das Antriebspaket des Renault Trezor ermöglicht eine maximale Reichweite von 300 Kilometer. Mithilfe der Schnellladetechnik stehen nach rund zwei Stunden 80 Prozent der Ladekapazität zur Verfügung.

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