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04.10.2016 | Elektrofahrzeuge | Nachricht | Onlineartikel

Volkswagen will Elektroauto I.D. 2020 auf die Straße bringen

Autor:
Christiane Köllner

Mit dem I.D. präsentiert Volkswagen eine Elektro-Designstudie auf dem Autosalon Paris 2016. Der I.D. soll Reichweiten von 400 bis 600 Kilometer ermöglichen und ab 2025 vollautomatisiert fahren.

Mit dem Elektrofahrzeug I.D. gibt Volkswagen auf dem Pariser Automobilsalon, 1. bis 16. Oktober 2016, einen Ausblick auf die Mobilität von morgen. Der I.D. soll bereits 2020 auf dem Preisniveau eines vergleichbar starken, gut ausgestatteten Golf in Serie gehen und den Auftakt für eine neue Generation Elektrofahrzeuge bilden. Volkswagen blickt mit der Studie aber noch weiter in die Zukunft: Im Modus "I.D. Pilot" fährt das Elektroauto vollautomatisiert – ab 2025 soll auch diese Technik serienreif sein. Ebenfalls für das Jahr 2025 hat sich Volkswagen zum Ziel gesetzt, per anno eine Million E-Fahrzeuge zu verkaufen. Die Serienversion des I.D. soll dazu im Markthochlauf der E-Mobilität einen entscheidenden Beitrag leisten.

Erster kompakter Volkswagen auf Basis des MEB

Dr. Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Marke Volkswagen, erklärte: "Im Jahr 2020 werden wir beginnen, eine ganze Familie elektrischer Fahrzeuge auf den Markt zu bringen. Alle werden auf einer neuen Fahrzeugarchitektur basieren, die speziell und ausschließlich für rein elektrische Fahrzeuge entwickelt wurde. Nicht für Verbrenner, nicht für Plug-in-Hybride. Der I.D. steht für diese neue Ära von Elektroautos, für ein neues automobiles Zeitalter: Elektrisch, vernetzt, automatisch fahrend."

Der I.D. wird als erster Volkswagen auf Basis des neuen Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) auf den Markt kommen. Positioniert ist der I.D. als kompaktes Elektromodell, mit dem Volkswagen parallel zu dem Polo, Golf, Tiguan und Passat das Spektrum seiner Volumenmodelle erweitern wird.

400 bis 600 Kilometer Reichweite

Der Elektromotor entwickelt eine Leistung von 125 kW (170 PS). Aus dem Stand heraus beschleunigt der I.D. in unter acht Sekunden auf 100 km/h; die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 km/h. Für die spätere Serienversion seien alternativ auch E-Maschinen mit mehr oder weniger Leistung denkbar. Parallel dazu sieht das Konzept vor, dass I.D. mit unterschiedlich großen Batterien konfiguriert werden kann. Die Reichweiten des I.D. sollen zwischen 400 und 600 Kilometern liegen.

Geladen wird die Batterie via Kabel oder über eine induktive Schnittstelle im Vorderwagen. Über das Schnelladesystem ist die Batterie nach 30 Minuten zu 80 Prozent geladen.

Open-Space-Concept

Der I.D. zeigt eine neue Volkswagen-Design-Sprache für Elektrofahrzeuge der kompakten Klasse. Erstmals wurde im Interieur das sogenannte Open-Space-Concept realisiert: Etwas kürzer als ein Golf bietet der I.D. im Innenraum die Großzügigkeit eines Passat. Der viertürige I.D. ist 4.100 mm lang und damit – zur Einordnung – 155 mm kürzer als ein Golf. Breit ist die Studie 1.800 mm, hoch 1.530 mm. Möglich wurde dies durch die neue Architektur des Antriebskonzepts mit einem Elektromotor an der Hinterachse und einer Hochvoltbatterie im Fahrzeugboden, die mehr Raum und Flexibilität zulässt. Der I.D. wird über Touchdisplays in den Türen, kapazitive Tastenfelder sowie Sprach- und Gestensteuerung bedient. Das des Autos bilden ein elektrisch einstell- und versenkbares Multifunktionslenkrad, ein neues Active Info Display, ein elektronischer Innenspiegel (e-Mirror), ein ebenfalls neues AR-Head-up-Display (AR für Augmented Reality) und gleichfalls neu konzipierte Doorpanels an allen vier Türen. Ein zentrales Infotainment-System in der Mitte der Instrumententafel gibt es nicht mehr.

Gleichzeitig schlägt der I.D. bereits eine Brücke in das Jahr 2025: Als erste Volkswagen-Studie fährt der I.D. im Modus "I.D. Pilot" vollautomatisiert. Aktiviert wird „I.D. Pilot" durch das Berühren des VW-Zeichens im Lenkrad, das daraufhin in die Instrumententafel eintaucht.

Smartphone als "Digital Key"

Ausgedient hat an Bord des I.D. der konventionelle Autoschlüssel. Vielmehr wird das Smartphone als "Digital Key" den Wagen öffnen und das Fahrzeug startbereit schalten. Die Idee dahinter: Wer in naher Zukunft einen Volkswagen fährt, erhält seine eigene „Volkswagen ID". Diese ID ist ein individuelles Profil, in dem zum Beispiel persönliche Sitz- und Klimaeinstellungen, favorisierte Radiosender und Media-Playlists, Einstellungen des Soundsystems, Kontaktdaten von Freunden und Geschäftspartnern und die Konfiguration des Navigationssystems gespeichert sind. Abgerufen wird dieses Profil von der Volkswagen Automotive Cloud. 

Licht als Kommunikationsmittel

Interaktive Lichtelemente verändern je nach Betriebszustand die Anmutung der Studie. Der I.D. kommuniziert über das Licht mit seinem Umfeld. Das LED-Licht der Scheinwerfer ahmt interaktiv menschliche Augen nach (Interactive Spotlight); die Scheinwerfer reagieren dabei auf ihr Umfeld, etwa indem sie in die Richtung des sich auf I.D. zugehenden Fahrers blicken. Darüber hinaus haben die Volkswagen-Designer und Ingenieure für jeden Betriebsmodus separate Lichtszenarien entwickelt.

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2016 | OriginalPaper | Buchkapitel

Antriebe

Quelle:
Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik

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