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13.11.2019 | Elektrofahrzeuge | Nachricht | Onlineartikel

Ökostromanbieter plädiert für Wettbewerb an Ladesäulen

2 Min. Lesedauer

Autoren: Axel Mörer, Christiane Köllner

Wer mit seinem Elektroauto unterwegs ist, braucht öffentliche Ladestationen. Doch die Preisgestaltung ist ein undurchdringlicher Dschungel, wie Lichtblick-Geschäftsführer Gero Lücking im Rahmen einer ATZlive-Fachtagung erklärt. 

Ladesäulen für Elektroautos sollten für alle Stromanbieter geöffnet werden. Dazu hat der Energieversorger Lichtblick die Bundesnetzagentur aufgefordert. Der jetzige Zustand, dass Energieversorger eigene Ladesäulen aufbauen, an denen es keinen Wettbewerb gibt und deshalb die Preise teilweise höher sind als für Benzin an der Tankstelle, sei nicht hinnehmbar, sagte Lichtblick-Geschäftsführer Gero Lücking auf der ATZlive-Fachtagung "Grid Integration of Electric Mobility", die gemeinsam mit der Fachtagung "Electrified Mobility" im Congresscenter Rosengarten in Mannheim stattfindet. Mit Blick auf den Beschluss der Bundesregierung, die Ladeinfrastruktur auszubauen, müsse nach dem Vorbild des Stromnetzes auch die Ladeinfrastruktur für den Wettbewerb geöffnet werden. "Der viel beschworene Wettbewerb unter den Ladesäulenbetreibern existiert nicht", kritisierte Lücking. Das mache das Laden von Strom zu einem Lotteriespiel und oft teurer als das Tanken von Benzin.

Die Aussagen des Ökostromanbieters stützen sich auf eine Marktstudie, die kürzlich ermittelte, dass Fremdkunden an Ladesäulen besonders hohe Preise zahlen. Teuerster Anbieter sei demnach E.On: Fremdkunden zahlen umgerechnet 53 Cent pro Kilowattstunde, das seien fast 80 Prozent mehr für den mobilen Strom als für den Strom aus der Steckdose zuhause. "Damit fährt ein Elektroauto deutlich teurer als ein Mittelklassewagen mit Diesel- oder Benzinantrieb", so Lücking. Kritisch sieht er zudem, dass an Ladesäulen auch keine Preise pro kWh angezeigt werden. Die Verbraucher würden im Unklaren gelassen, wie viel das Laden kostet.

Zwei ATZlive-Fachtagungen unter einem Dach

Die ATZlive-Fachtagungen "Electrified Mobility" und "Grid Integration of Electric Mobility" finden gemeinsam am 12. und 13. November 2019 in Mannheim statt. Die Fachtagung "Grid Integration of Electric Mobility" bietet ein Forum, damit sich Branchenexperten über die aktuelle Netzsituation wie auch über die neusten Entwicklungen bei Ladetechnologien, Lastmanagement und Steuerungskonzepte informieren können. Auf der Fachtagung Electrified Mobility werden Mobilitätskonzepte der Zukunft sowie die Möglichkeiten diskutiert, das Transportwesen von herkömmlichen Kraftstoffen auf die Brennstoffzelle und den Elektroantrieb umzustellen.

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