Skip to main content

04.10.2021 | Elektrofahrzeuge | Nachricht | Online-Artikel

Hyundai verknüpft SUV-Boom erfolgreich mit Elektromobilität

verfasst von: Patrick Schäfer

2:30 Min. Lesedauer

Aktivieren Sie unsere intelligente Suche um passende Fachinhalte oder Patente zu finden.

search-config
print
DRUCKEN
insite
SUCHEN
loading …

Auch der koreanische Autohersteller Hyundai verkauft seine elektrischen Modelle aus verschiedenen Gründen vor allem als SUV. Wir haben uns die PHEV-Versionen von Tucson und Santa Fe angesehen.

Über die Hälfte der verkauften Autos von Hyundai sind in Deutschland SUV. Damit lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Denn die hochbauenden Fahrzeuge bieten genügend Platz, um beispielsweise zusätzliche Batteriepakete unterzubringen. Bei Hyundai ist diese Verbindung zu einer Erfolgsgeschichte geworden: 84 % der in Deutschland 2021 verkauften Hyundai-SUV verfügen demnach über einen elektrifizierten Antrieb. Mit dem großen SUV Santa Fe Plug-in und dem neuen Tucson Plug-in sind zwei PHEV-Modelle zu den bereits erhältlichen 48-V- und Hybridversionen hinzugekommen.

Plug-in-Hybride gelten aufgrund des möglichen Anwendungsfehlern von Nutzern derzeit als Mogelpackung ohne besondere Klimavorteile. Betrachtet man die Sachlage objektiv, ist der Fortschritt dennoch beachtlich. So weist das große, kürzlich geliftete SUV Hyundai Santa Fe als PHEV eine rein elektrische Reichweite von bis zu 69 km nach WLTP auf. Sein Antrieb verfügt über eine Systemleistung von 195 kW (265 PS) und wird aus einem 1,6-l-Ottomotor sowie einem vor dem Getriebe platzierten Elektromotor gebildet. Dem etwas konservativ gehaltenen Interieur des 2018 vorgestellten Santa Fe sieht man die Jahre trotz digitalem Cockpit etwas an und die Lenkung ist nicht besonders exakt. Aber das Allrad-SUV bietet neben einem sehr geräumigen und bequemen Fond einen großen Kofferraum und ist zudem auch als Siebensitzer verfügbar.

Neuer Tucson mit sportlichem Plug-in-Hybridantrieb

Ausgewogener und deutlich sportlicher geht der neue Hyundai Tucson Plug-in-Hybrid zur Sache. Die in der N Line gefahrene Version bietet den gleichen, oben genannten Antriebsstrang mit 195 kW (265 PS) Systemleistung. Hier stehen 74 km rein elektrische Reichweite im Datenblatt, und durch das geringere Gewicht kommt mehr Fahrfreude auf. Die Bedienung stellt trotz des moderner gestalteten Innenraums aufgrund vieler Ähnlichkeiten kein Problem dar. Auffällig ist die gelungene Abstimmung des Kompakt-SUV, das sich sportlich-komfortabel fährt und dabei aufgrund der guten Dämmung auch im Hybridmodus angenehm leise bleibt. Die elektrifizierten Modelle machen beim Tucson 92 % Anteil aus, beim großen Santa Fe immerhin 62 %. 

2035 möchte Hyundai nur noch batterieelektrische oder Brennstoffzellen-Fahrzeuge verkaufen. Schon 2025 sollen 560.000 BEV weltweit pro Jahr verkauft werden. Die ambitionierten Ziele erscheinen selbst für deutsche Verhältnisse nicht abwegig, denn mit der 2016 gestarteten Ioniq-Reihe, die als BEV, HEV und PHEV angeboten wurde, oder dem seit 2018 angebotenen Kona Elektro, deckt Hyundai eine große Bandbreite an elektrischen Fahrzeugen ab. Bei letzterem wählen 42 % der deutschen Kunden den batterieelektrischen Antrieb. Etwas abgeschlagen ist dagegen das exotische Brennstoffzellen-Fahrzeug Nexo. Doch mit dem weiteren Ausbau der Elektromobilität ist zu rechnen. Hyundai hat sich dafür auch im Bereich Brennstoffzelle Ziele gesetzt und will eine Wasserstoffstrategie entwickeln: 110.000 FCEV sollen 2025 global verkauft werden. 

print
DRUCKEN

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

Das könnte Sie auch interessieren

24.10.2023 | Plug-in-Hybrid | Fragen + Antworten | Online-Artikel

Das sollten Sie über Plug-in-Hybride wissen

Premium Partner