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10.04.2019 | Elektrofahrzeuge | Nachricht | Onlineartikel

Freudenberg entwickelt Kunststoffe mit leitfähiger Beschichtung

Autor:
Patrick Schäfer

Experten von Freudenberg entwickeln Kunststoffgehäuse zur Abschirmung von elektromagnetischen Wellen. Diese sollen das bislang in Elektrofahrzeugen eingesetzte Aluminium teilweise ersetzen können.

Elektromagnetische Störfelder in leistungsstarken Elektrofahrzeugen können den Signalfluss sowohl in Mikroprozessoren als auch in Sende- und Empfangsanlagen stören. Derzeit werden Gehäuse aus Aluminium zur Abschirmung elektrischer Komponenten genutzt. Experten von Freudenberg Performance Materials und Freudenberg Sealing Technologies wollen diese durch Alternativen aus leitfähigen Kunststoffen ersetzen. 

Die Kunststoffgehäuse sind leichter und insgesamt kostengünstiger. Im Verfahren von Freudenberg werden die Kunststoffe mit leitfähigen Beschichtungen oder Vliesen versehen und zeigen in Labortests sehr hohe Werte für die elektromagnetische Abschirmung. Um eine Abschirmung für den relevanten Frequenzbereich von 150 Kilohertz bis 100 Megahertz zu erreichen, werden die elektromagnetischen Wellen reflektiert oder absorbiert. 

Freudenberg entwickelt abschirmendes Vlies

Für Gehäusedeckel von Traktionsbatterien hat Freudenberg Performance Materials ein absorbierendes Vlies-Material entwickelt, bei dem die einzelnen Fasern des Vlieses rundum von einer Kupferoberfläche ummantelt werden. Eine weitere Materialschicht schützt diese vor Korrosion. Das Vlies kann mit dem Gehäusedeckel verpresst werden. Gegenüber Aluminiumgehäusen verspricht Freudenberg eine Gewichtseinsparung von bis zu einem Drittel oder fünf Kilogramm.

Die Beschichtungen für kleinere Bauteile von Freudenberg Sealing Technologies sollen die elektromagnetischen Wellen direkt an der Oberfläche reflektieren. Die Kunststoffmatrix enthält dafür Füllstoffe mit einer hohen elektrischen Leitfähigkeit. Die Beschichtungen weisen auch bei 120 Grad Celsius ein sehr gutes Alterungsverhalten auf und erfüllen die Anforderungen der Norm LV 124-2.

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