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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Informationen aus dem Weltall

Zusammenfassung
Unter allen Strahlungen, die einen Beobachter auf der Erde oder einen Satelliten außerhalb der Erdatmosphäre erreichen, ist die elektromagnetische Strahlung die weitaus wichtigste. Im folgenden soll kurz gezeigt werden, auf welch vielfältige Art diese Strahlung im Weltall entstehen kann
Hans Schäfer

2. Neue und zukünftige Geräte

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird kein allgemeiner Überblick über astronomische Instrumente gegeben. Im wesentlichen soll kurz über einige wichtige Neuentwicklungen, sowie über Pläne und Tendenzen berichtet werden. Vollständigkeit auch nur in einem Teilbereich ist bei beschränktem Raum nicht möglich und sicher auch nicht nötig.
Hans Schäfer

3. Wichtiges und Interessantes aus der Positionsastronomie

Zusammenfassung
Bis zur Begründung der Himmelsmechanik durch Newton — zu datieren etwa mit dem Erscheinungsjahr seines Hauptwerkes “Philosophiae naturalis principia mathematica” (1687) — war die Astronomie reine Positionsastronomie. Sie blieb es im Grunde genommen auch noch nach Newtons Entdeckung des Gravitationsgesetzes, selbst wenn die bis dahin reine Bewegungslehre nun erweitert wurde zu einer Dynamik. Man wußte jetzt, warum sich die Planeten, Monde und Kometen so und nicht anders bewegen. Friedrich Wilhelm Bessel — sicher einer der bedeutendsten Astronomen seiner Zeit — stand noch in seinen letzten Lebensjahren auf dem Standpunkt, daß es die einzige Aufgabe des Astronomen sei, „Regeln für die Bewegung jedes Gestirns zu finden, aus welchen sein Ort für jede beliebige Zeit folgt“.
Hans Schäfer

4. Die Helligkeit der Sterne und anderer astronomischer Objekte

Zusammenfassung
Die Positionsastronomie liefert für sich alleine schon eine Fülle von Informationen. Eine zweite sehr ergiebige Quelle für Informationen über Gestirne aller Art bietet die Untersuchung ihrer Helligkeiten.
Hans Schäfer

5. Spektroskopie und Spektralanalyse

Zusammenfassung
Im Juni des Jahres 1860 wurde das Heidelberger Schloß beim Besuch des Großherzogs von Baden bengalisch beleuchtet. Bunsen sah vom Dach seines Laboratoriums mit Hilfe eines Prismensatzes, daß im roten Teil des Spektrums die Linie des Strontiums, im grünen Teil die Linie des Bariums zu erkennen waren. Er wandte sich zu Kirchhoff und fragte: „Wenn wir auf diese Entfernung erkennen können, welche Stoffe in diesen Flammen glühen, warum könnten wir nicht auch erkennen, aus welchen Stoffen die Himmelskörper bestehen.“ [Zitat nach Prof Dr. Wolf in: Elektrochemie 12 (1912)] In dieser Aussage könnte man den Anfang der astronomischen Spektralanalyse erkennen. Der eigentliche Beginn spektroskopischer Arbeiten lag im Jahre 1666, als Newton das Sonnenlicht in ein farbiges Band zerlegte. Der erste, der die dunklen Linien im Sonnenspektrum sah, war Wollaston im Jahre 1802. Er glaubte, daß die Linien A, B, C, D, E (Bild 5–1) die Grenzen von vier Farben im Sonnenspektrum sind. Diese Linien haben nichts zu tun mit den Linien, die Fraunhofer 1812 und später in seinen Untersuchungen des Sonnenspektrums gekennzeichnet hat. Fraunhofer fand, daß alleine zwischen seinen Linien B und H ungefähr 574 weitere Linien gezählt werden können. B ist eine Linie — wie auch A — die durch den Sauerstoff der irdischen Atmosphäre erzeugt wird (700 nm), während H eine Linie des CaII (396,8 nm) ist. Für Fraunhofer war die meßbare Lage der Linien wichtig. Es ergab sich dadurch die Möglichkeit, die Refraktion des benutzten Glases genau zu ermitteln. Es gelang ihm auf diese Weise, die chromatischen Fehler seiner astronomischen Geräte auf ein Mindestmaß zu reduzieren.
Hans Schäfer

6. Beobachtungen außerhalb des optischen Bereiches

Zusammenfassung
Wilhelm Herschel beobachtete im Jahre 1800 mit bloßem Auge die Sonne durch verschiedene Filter. Dabei spürte er einmal eine merkliche Wärme, wenn eine Filterkombination sehr wenig Licht durchließ, ein anderes Mal nur eine geringe Wärmewirkung, wenn die benutzten Filter die Sonne hell erscheinen ließen. Durch diese Beobachtungen angeregt führte er sein berühmtes Experiment durch, das, wenn man so will, als Beginn der Infrarotastronomie angesehen werden kann. Er entwarf ein Spektrum des Sonnenlichtes und bewegte durch dieses ein geschwärztes Quecksilberthermometer. Dabei stellte er fest, daß die Temperatur beim Übergang vom violetten zum roten Teil des Spektrums anstieg und auch nach Überschreiten der Grenze des sichtbaren Bereiches höher blieb als die Raumtemperatur. Der erste „fotografische Nachweis“ der infraroten Strahlung gelang John Herschel dem Sohn Wilhelm Herschels, im Jahre 1840. Er benutzte Papier, das mit Alkohol getränkt war. Dem Alkohol waren feinste Rußteilchen zugesetzt. Die infrarote Strahlung ließ den Alkohol verdampfen. Was auf dem Papier blieb, konnte man als Bild bezeichnen.
Hans Schäfer

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