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23.09.2016 | Elektromobilität | Nachricht | Onlineartikel

Wenn das kommunikative autonome Automobil kurz lächelt

Autor:
Andreas Burkert

Ein lächelndes Automobil soll dem Fußgänger die Angst vor dem autonom Fahrenden Auto nehmen. Das Ziel aber ist, einen globalen Standard für die Kommunikation fahrerloser Autos mit der Umgebung erarbeiten.

Um die Kommunikation zwischen Fußgänger und einem autonom fahrenden Automobil herzustellen, will das in München ansässige Unternehmen Semcon, die Fahrzeuge künftig mit einem Display an der Fahrzeugfront ausstatten. Dort soll den Entwicklern zufolge die Absichten des Automobils angezeigt werden – etwa in Form eines Lächelns. Für Karin Eklund, die bei Semcon für den Bereich User Experience zuständig ist, ist neben der Technik der Fahrzeuge "ebenso das Zusammenspiel der Autos mit den Menschen in der Umgebung wichtig. Sie müssen auf eine Weise kommunizieren, die bekannt ist und Vertrauen schafft".

Wie wichtig in diesem Zusammenhang der Blickkontakt zum Fahrzeugführer ist, zeigt eine internationale Befragung, die Semcon in Kooperation mit dem Befragungsunternehmen Inizio durchgeführt hat. Demnach suchen acht von zehn Befragten Blickkontakt mit dem Fahrer, bevor sie über die Straße gehen. "Wenn diese Möglichkeit wegfällt, muss das Auto so mit Menschen kommunizieren können, dass sich ungeschützte Verkehrsteilnehmer sicher fühlen“, so Semcon. Immerhin gaben der Studie zufolge 47 Prozent der Befragten an, fahrerlosen Autos nicht zu vertrauen.

Globaler Standard für die Kommunikation fahrerloser Automobile

Vor diesem Hintergrund hat Semcon The Smiling Car entwickelt. Ein Konzept, bei dem fahrerlose Autos mit den Fußgängern durch eine Botschaft interagieren. Wenn die Sensoren des autonomen Fahrzeugs einen Fußgänger erkennen, wird ein Signal an das Front-Display gesendet. Dort wird etwa mit einem lächelnden Mund angezeigt, dass das Fahrzeug anhält. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, The Smiling Car noch weiter zu verfeinern, beispielsweise mit einem Eye-tracking-System und mit der sogenannten Lidar-Lasertechnik, die eine detailliertere Analyse der Umgebung ermöglicht. Auf diese Weise könnten auch kleinere Kopfbewegungen erfasst oder Blicke abgelesen werden, um das Zusammenspiel von Mensch und Auto noch sicherer zu gestalten.

The Smiling Car ist ein erster Schritt in einem langfristigen Prozess. In Zusammenarbeit unter anderem mit Viktoria Swedish ICT und Kooperationspartnern aus der Automobilbranche möchte Semcon einen globalen Standard für die Kommunikation fahrerloser Autos mit der Umgebung festlegen. "So wie es heute klar festgelegt ist, wie ein Auto signalisiert, dass es den Fahrstreifen wechseln möchte, müssen wir bereits jetzt mit der Entwicklung einer gemeinsamen Sprache beginnen, mit der autonome Autos mit uns Menschen interagieren können", erklärt Markus Granlund, Geschäftsführer und Konzernleiter von Semcon.

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